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Hessen, Berlin, Bremen, Saarland, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Rheinland-Pfalz wollen Therapien verbieten, in denen Homosexuelle zur Heterosexualität gebracht werden sollen. Die Länder haben dazu heute (12. April) einen gemeinsamen Entschließungsantrag im Bundesrat eingereicht, wie dieser vermeldet.

In Deutschland hätten alle Menschen das Recht auf die Entfaltung ihrer Persönlichkeit, sagte Kai Klose vom Bündnis 90/die Grünen im Bundesrat. Dazu gehörten auch die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als Wesensmerkmale des Menschen: „Sie sind untrennbar ihm verbunden, weder eine Erkrankung noch eine Störung und deshalb auch in keiner Weise behandlungsbedürftig.“

Die Bundesregierung solle Schadensersatzansprüche der Betroffenen und Sanktionen gegen die Ausführenden prüfen. Auch solle sie prüfen, wie insbesondere Minderjährige, aber auch trans- und intergeschlechtliche Personen vor derartigen Angeboten geschützt werden könnten. Der Antrag wurde an die Fachausschüsse übergeben. Sobald sie ihre Beratung darüber abgeschlossen haben, stimmt der Bundestag darüber ab.

9 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Das ist längst überfällig, dass mit diesem Mist Schluss ist. Wo keine Krankheit ist, braucht es auch keine Therapie.
    „Therapeuten“, die sich damit abgeben, gehört die Berufserlaubnis entzogen.

    • Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu!
      Das es keine Krankheit ist…mh!?

      Könnte es sich nicht um Fehlentwicklungen in der Kindheit handeln. Ich glaube ja!

      Ich weiss worüber ich rede. Und ich weiss auch, dass ich mir mit folgender Aussage keine Freunde mache: durch diese Fehlentwicklung ist die Seele erkrankt!!! Dazu gäbe es viel zu sagen.

      Und ich weiss, dass Jesus Christus meine Seele heilt, Stück für Stück hat ER das bereits getan .
      Es brauchte keine fragwürdige Therapie…keine Schuldgefühle…kein Druck von Menschen. Die meisten reden nur dummes Geschwätz…sie haben nicht die geringste Ahnung was für unendliches Leid und wieviel Elend damit verbunden sind. Und wenn ich so die christlichen Gemeinschaften vor meinem inneren Auge Revue passieren lasse dann wird mir immer wieder bewusst von uns Christen menschen ist keine Hilfe zu erwarten..es sei denn man befindet sich ausserhalb viell. am Rande und hat einen anderen Blick darauf, was eigentlich direkt vor meiner Haustür passiert. Ansonsten sind diese Gemeinschaften..viele von ihnen Zweckgemeinschaften…jede/r kocht sein eigenes Süppchen! Es mangelt an echter wirklicher Gemeinschaft in Liebe ! Ich will mich da azch gar nucht ausnehmen.

    • Ihre Ansicht in Ehren. Wenn sich ein Therapeut einem Klienten zuwendet, dann doch nur, wenn dieser einen Auftrag formuliert. Der Klient ist der Auftraggeber und der Besuch selbst organisiert und freiwillig. Jeder einzelne Besuch der Therapiestunde ist freiwillig, jeder setzt das Ja des Klienten voraus.
      Wieso soll mein Recht als Klient eingeschränkt werden dürfen einem Therapeuten einen Auftrag zu erteilen? Das halte ich für extrem übergriffig.

    • Diese Therapeuten die Sie so sehr verabscheuen möchten nur jenen Menschen eine Alternative aufzeigen, die ihre Sexualität so wie sie sie bisher gelebt haben nicht mehr leben wollen und Unterstützung suchen, um ihre Überzeugungen hin zu einem bewussteren Selbstbild zu prägen.

      Meiner Meinung nach ist Homosexualität eine Form sexueller Pervertierung. Therapeuten die Menschen mit dieser Neigung helfen davon loszukommen, tun damit einen guten und wichtigen Dienst.

    • Informativ, wertschätzendend, klar und fundiert.
      Danach hatte ich gesucht.
      Ganz herzlichen Dank dafür!

  2. Freiheit für Konvertiten jeder Art! Die Menschen dürfen selbst bestimmen, welche Therapie sie für sich wünschen. Kein Staat sollte sie bevormunden. Geht‘s noch?

  3. das verstößt gegen das Grundgesetz. Es gibt durchaus Betroffene die verunsichert sind, und die eine Konversion grundsätzlich durchaus erwägen würden. Die sind jetzt noch verunsicherter. Die Angst wird geschürt nicht die Aufklärung. Die Debatte ist zu hitzig auf dem Rücken der Betroffenen, und das ist die eigentliche Schande. Jeder der nichts davon versteht meint sich einmischen zu müssen. Ein Homosexueller der sich seiner Identität nicht sicher ist, soll im Regen stehen gelassen werden. Eine Doktrin, einmal schwul immer schwul. Genauso mit Lesben. Es wird suggeriert die Konversion geschehe zwangsweise. Das ist Blödsinn. Sie ist und bleibt freiwillig. Wie die Würde des Menschen unangetastet bleibt, sei er schwul hetero, Geflüchteter, Behinderter, Kirchenpräsident usw. usw.
    – die ev. Kirche gibt kirchlichen Segen für die Homoehe
    – die Konversion soll verboten werden.
    Wo soll diese Liste hinführen? Die Welt versucht den Geist Gottes zu verdrängen, merkt ihr was? Der Geist Gottes jedoch wird siegen, denn Jesus hat die Welt überwunden.

  4. Also ich finde, das ist nicht rechtens. Ich vermisse den Aufschrei derer, die für Freiheit und das Recht der Selbstbestimmung kämpfen. Ich will, dass jeder Mensch die Freiheit hat seine persönliche Not zu formulieren und sich entsprechend Hilfe zu holen. Und es hat einfach niemand das Recht jemandem vorzuschreiben welche seelische Not sein darf und welche nicht.

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