Trotz der christlichen Osterbotschaft glauben einer Umfrage zufolge lediglich zehn Prozent der Deutschen an die Auferstehung nach dem Tod.
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25 Prozent glaubten an das Weiterleben der Seele, acht Prozent an eine Wiedergeburt und sieben Prozent an die Verwandlung der menschlichen Materie in Energie, heißt es in einer am Donnerstag vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur in Düsseldorf vorgestellten TNS-Emnid-Erhebung vom März unter 1.001 Befragten. Danach gaben 20 Prozent der Befragten an, dass sie keine Vorstellung davon hätten, was nach dem Tod kommt. Rund zwei Drittel der Deutschen gehören der evangelischen oder katholischen Kirche an.

An Ostern feiern Christen Jesu Auferstehung von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Der Emnid-Umfrage zufolge hat die Religionszugehörigkeit einen Einfluss auf die Antworten. So sagten 52 Prozent derjenigen, die sich als nicht religiös bezeichnen, dass nach dem Tod nichts kommt. 36 Prozent der Katholiken glauben an ein Weiterleben der Seele und 13 Prozent an die Auferstehung. Von den Protestanten zeigten sich 27 Prozent überzeugt von einem Weiterleben der Seele nach dem Tod; neun Prozent gaben an, dass sie an die Auferstehung glauben.

Auch reagieren Frauen und Männer unterschiedlich auf die Frage „Was kommt nach dem Tod?“ Mit „Nichts“ antworteten den Angaben zufolge 34 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen. An das Weiterleben der Seele glauben 19 Prozent der Männer und 31 Prozent der Frauen, an die Auferstehung sieben Prozent der Männer und zwölf Prozent der Frauen. Das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur fördert Projekte zur Auseinandersetzung mit dem Tod in Musik, Malerei, Philosophie, Literatur, Religion, Psychologie und anderen Fachbereichen.