Ein Großteil der jungen Erwachsenen in den USA, die sich als evangelikal bezeichnen, haben Sex vor der Ehe. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts für Familienstudien der Universität Virginia.

Für die Studie befragten die Wissenschaftler fast 5.000 unverheiratete Probanden im Alter von 15 bis 22 Jahren zu ihrem Sexualverhalten. Davon bezeichneten sich knapp eintausend selbst als evangelikal. Die Studie unterscheidet zwischen „in irgendeiner Form sexuell aktiv“ und „Sex“. Das Resultat: 43 Prozent der weiblichen und 45 Prozent der männlichen Evangelikalen bis 17 Jahre gaben an, in irgendeiner Form sexuell aktiv zu sein. Ein Drittel  hatten vier oder mehr Sexualpartner. Das ist deutlich mehr, als die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich keiner Religion zugehörig fühlten. Im Alter von 22 Jahren waren es bereits 74 Prozent der männlichen und weiblichen Befragten. Vorehelichen Sex hatten 65 Prozent der Befragten zwischen 18 und 22 Jahren.

David J. Ayers, der US-amerikanische Soziologe und Autor von „Christian Marriages“, will mithilfe der Universitätsstudie für einen Kurswechsel in der kirchlichen Sexuallehre werben. Vorehelicher Sex sei unter evangelikalen Jugendlichen immer häufiger moralisch akzeptiert. Die sexuelle Freiheit unverheirateter Evangelikaler einzuschränken, werde zunehmend als unnötig regulierend angesehen. Das erkläre, warum die Versuche christlicher Lehrer und Leiter, jungen Menschen eine traditionelle Sexualethik aufzuzwingen, kaum einen Effekt auf deren tatsächliches Sexualleben habe.

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Ich nehme an, Gott wird sich nicht danach richten, was unter evangelikalen Jugendlichen moralisch akzeptiert ist. Dieser Bericht zeigt nur, dass das Adjektiv „evangelikal“ keine Aussagekraft mehr hat, was göttliche Maßstäbe betrifft.

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