Von Theresa bis Jana: Kirche startet Influencer-Netzwerk „yeet“

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Collage: Bilder von elf Personen, in der Mitte das Logo von
Die acht Influencer auf einen Blick, Foto: Yeet
Das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) hat acht Akteure ausgewählt, mit denen sie jetzt das Contentnetzwerk „yeet“ ins Leben ruft. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein.
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Fast ein Jahr ist es her, dass die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) verkündet hat: Sie will den YouTube-Kanal „Jana glaubt“ über die geplante Laufzeit hinaus fortführen. Das war gar nicht so selbstverständlich. Denn die junge Medizinstudentin Jana Highholder stand in ihrer Sendung immer wieder für ein konservatives Christentum ein, etwa für ein traditionelles Frauenbild. Das wollte und will die Evangelische Kirche weiterhin fördern – aber eben nicht alleine stehen lassen. Gleichzeitig wollte die Kirche ihre Präsenz in den Sozialen Netzwerken ausweiten. Das ist mit „yeet“ jetzt geschehen.

„yeet“ – ein englischsprachiger Slang-Ausdruck für Freude und Glück – soll die sogenannten „Sinnfluencerinnen“ und „Sinnfluencer“ auf YouTube, Instagram und Spotify miteinander vernetzen. Ein Team unterstützt die Internet-Pionierinnen und -Pioniere beispielsweise durch redaktionelle Beratung, Technik und Werbung. Die Webseite www.yeet.de informiert Interessierte außerdem, wer im Netzwerk alles vertreten ist. Mit diesem Angebot will das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), die Medieneinrichtung der EKD, vor allem Menschen zwischen 14 und 35 Jahren ansprechen.

Queer bis konservativ

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„Mit dem evangelischen Contentnetzwerk wollen wir jüngere Menschen dort mit der guten Nachricht, dem Evangelium, erreichen, wo sie täglich unterwegs sind: in den sozialen Medien“, sagt Jörg Bollmann, Direktor des GEP. Acht Kanäle sind zum Start von „yeet“ vertreten. Wie unterschiedlich die Akteurinnen und Akteure sind, zeigt ein Blick auf die Liste. „Jana glaubt“ bleibt beispielsweise weiterhin ein Gesicht der Kirche. Ebenso sind jedoch Ellen und Steffi Radtke vertreten. Die beiden Pfarrerinnen sind lesbisch und verheiratet. Erst vor kurzem haben sie ihren YouTube-Kanal „Anders. Amen“ gestartet.

Christian Engels und Kira Brück sprechen in der „Filmshow“ auf YouTube über Filme und Religion. Roman und Chris wiederum betreiben den Podcast „Netztheologen“ und besprechen den digitalen Wandel aus der Perspektive des christlichen Glaubens. Und Theresa Brückner, mit @theresaliebt seit Jahr und Tag eine Vertreterin der Digitalen Kirche, ist ebenfalls mit an Bord. Bereits zum Start fährt das GEP also eine große Bandbreite auf.

Doch bei den acht Influencerinnen und Influencern soll es nicht bleiben. Das Netzwerk solle weiter wachsen und stehe „Landeskirchen, christlichen Initiativen und Creators“ offen, heißt es in einer Pressemitteilung. Interessierte könnten sich mit eigenen Ideen und Formaten bewerben. (nate)

Die Sinnfluencerinnen und Sinnfluencer im Überblick:
– Theresa Brückner alias @theresaliebt
– Christian Engels und Kira Brück von „Die Filmshow“
– Jana Highholder mit „Jana glaubt“
– Nils Husmann und sein „Bessermacher“-Podcast
– Jörg Niesner mit @wasistdermensch
– Ellen und Steffi Radtke von „Anders. Amen“
– Josephine Teske mit @seligkeitsdinge
– Roman und Chris mit dem Podcast „Netztheologen“

1 DIREKT-KOMMENTAR

  1. Grundsätzlich freue ich mich sehr, wenn Kirche sich bemüht, sich attraktiv im Netz zu engagieren! Aber nur 2 Min. von diesem Trailer* zeigen schon gleich mehrere FALSCHE (weil unbiblische) Sachen. Auf die Inhalte kommt es an!! Bibel IMMER selber lesen! (*Es war auch viel Richtiges drin. Dennoch bin ich erstaunt, dass sich manche damit einsmachen und jesus.de darüber berichtet.)

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