Das Erzbistum Hamburg will nun doch zwei der bislang von der Schließung bedrohte Schulen erhalten, berichtet das Hamburger Abendblatt am Dienstag. Die Sophienschule in Barmbek und die katholische Schule Harburg konnten dank zahlreicher Großspender gerettet werden. Dafür muss jedoch die katholische Stadtteilschule in Harburg schließen. Erzbischof Stefan Heße sieht in dem Beschluss angesichts der „dramatischen Finanzlage des Erzbistums“ dennoch einen „großen Erfolg“. Sieben Millionen Euro sind laut Bistum gesammelt worden. Bis 2021 soll die Sophienschule sogar komplett neu gebaut werden.

2018 hatte das Bistum überraschend die Schließung von acht der 21 Schulen angekündigt. Der Grund: Das Bistum sei mit über 80 Millionen Euro verschuldet. Nach einem Bericht der Unternehmensberatung Ernst & Young würde die Summe bis 2021 zu 350 Millionen Euro anwachsen, falls das Bistum keine Gegenmaßnahmen ergreife. Schüler, Eltern und Lehrer hatten sich für den Erhalt der Schulen eingesetzt. Sie seien „erleichtert, dass die katholische Sophienschule in Barmbek und die katholische Grundschule in Harburg als wichtige Standorte guter Bildung und kirchlichen Lebens erhalten bleiben“, heißt es in einer Erklärung der Gesamtelternvertretung der katholischen Schulen. Die übrigen sechs Schulen nehmen keine Schüler mehr auf und werden bis 2025 geschlossen.

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