Mike Schmidt ist Gründer einer Freikirche und Seelsorger. In seinem Buch „Nicht von dieser Welt“ greift er die Herausforderungen des Alltags auf und zeigt klar biblische Wahrheiten auf, die verändern und das Leben bereichern.
Dabei drückt er seine Meinung mutig aus, indem er findet, „unser westliches Christentum hat eine Schlagseite bekommen“ und fragt direkt, „Glauben wir auch, dass Jesus in uns lebendig ist?“ oder „dass wir es sind, die Jesus und sein Reich verkörpern, inklusive der Liebe, des Friedens und aller Wunder und Zeichen, die uns folgen sollen?“ Für ihn ist klar, dass biblische Wahrheit wie Vergebung oder Umgang mit Schuld bereits in psychotherapeutischen Methoden genutzt werden. Er zeigt jedoch mit klaren Aussagen von Jesus, dass es nicht notwendig ist, aus eigener Kraft mit Belastungen, Schuld und Druck zurechtzukommen. Jesus möchte Lasten abnehmen. Eine echte, tiefgreifende Veränderung, die Heilung bewirkt und zur Ruhe führt, entsteht erst durch die Nähe zu Jesus.
Das Leben vergleicht Schmidt mit einer Autoreise – und hält Vorschläge bereit für die „Routenplanung“, die anschaulich und leicht nachvollziehbar sind. Eindrücklich beschreibt er die unterschiedlichen Wegabschnitte und vergleicht sie mit den verschiedenen Straßenformen bis hin zu Raststätten und Werkstätten. Mit dieser anschaulichen Analogie verschafft er leichten Zugang zu den praktischen Möglichkeiten der Veränderung.
Die Sprache ist klar und leicht verständlich. Zudem hat der Autor sein Buch gut strukturiert, was es dem Leser erleichtert, Schritt für Schritt vorwärtszugehen. Seine Fragen zur Selbstreflexion und die praktischen Vorschläge zur Umsetzung sind hilfreich. Anzumerken ist jedoch, dass Schmidt vor allem eine bestimmte christliche Sichtweise vertritt. Je nach eigener Prägung kann das dazu führen, dass nicht alle Aussagen gleichermaßen nachvollziehbar sind.
Insgesamt ist das Buch auf jeden Fall erkenntnisreich und regt Entwicklungen zu einem erfüllteren Leben mit Christus an.
Von Susanne van Hees
