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EKD-Friedensbeauftragter: Atomwaffenfreie Welt muss das Ziel bleiben

Beim Gedenken an den Atombombenabwurf auf Hiroshima hat der EKD-Friedensbeauftragte Kramer vor nuklearer Aufrüstung gewarnt. Er fordert neue Abrüstungs-Initiativen.

Der EKD-Friedensbeauftragte, Landesbischof Friedrich Kramer, hat anlässlich des Gedenkens an den Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima davor gewarnt, das Ziel einer atomwaffenfreien Welt aus den Augen zu verlieren. „Leider erleben wir derzeit wieder eine Zeit des nuklearen Aufrüstens“, erklärt Kramer. Viele Atommächte würden ihr Atomwaffenarsenal modernisieren und erweitern. „Das ist eine sehr bedenkliche Entwicklung.“

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Der Friedensbeauftragte verwies auf Zahlen des Friedensforschungsinstituts SIPRI, wonach weltweit weiterhin rund 12.200 Atomwaffen existieren. Statt neuer Impulse für die nukleare Rüstungskontrolle werde inzwischen wieder häufiger mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. „Umso wichtiger ist es, an der Perspektive einer atomwaffenfreien Welt festzuhalten und neue Schritte zu einer wirksamen Rüstungskontrolle zu eröffnen“, sagte Kramer.

Der Theologe erinnerte an die Opfer der Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki. Die Staatengemeinschaft müsse neue Gespräche über nukleare Rüstungskontrolle aufnehmen, forderte er. Nach dem Auslaufen des New-START-Vertrags und der ergebnislosen NPT-Folgekonferenz seien neue internationale Initiativen dringend erforderlich. „Frieden braucht den politischen Willen, Sicherheit gemeinsam zu gestalten“, betonte Kramer.

>>> Evangelische Friedensarbeit

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