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Gebet und Fasten gegen Atomwaffen

Friedensbewegte kamen in Rheinland-Pfalz zusammen, um für den Abzug von Atomwaffen zu beten und zu fasten. Präses Thorsten Latzel sprach von einem „existenziellen Risiko“ durch Atomwaffen und ermutigte zum Widerstand.

Am 8. und 9. August 2026 versammelten sich am Atomwaffenlager auf dem rheinland-pfälzischen Fliegerhorst Büchel zahlreiche Atomwaffengegner aus Deutschland und Nachbarländern zum 24-stündiges Dauergebet. Der Gedenktag des US-Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki gibt ihnen seit 2010 den Anlass für den Frieden zu beten. Ihr Ziel: Der vollkommene Verbot und die Abschaffung aller Atomwaffen in Deutschland. Die internationale Aktion fand zum 17. Mal statt.

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Der rheinische Präses Thorsten Letzel sagte bei seiner Eröffnungsrede: „Damit übernehmen Sie stellvertretend eine wichtige Aufgabe, die wir als Christenmenschen gemeinsam haben: dafür zu beten, dass Gewalt und Zerstörung enden, dass Menschen friedlich zusammenleben und die Gefahr, die von Atomwaffen für Menschen, Tiere und die gesamte Schöpfung ausgeht, endlich beendet wird.“

Das Gebet endete am Sonntag um genau 11:02 Uhr, zum selben Zeitpunkt, in dem die Atombombe am 9. August 1945 die japanische Stadt Nagasaki traf.

20 Tage fasten

„Neben der stark propagierten Verteidigungsfähigkeit angesichts der Bedrohung unserer Demokratie brauchen wir wenigstens ebenso dringend eine Stärkung von Friedensfähigkeit und den Aufbau ziviler Konfliktbearbeitung“, betont Latzel. Atomwaffen seien generell zu ächten, so die klaren Worte des Präses. Solange sie existierten, stellten sie ein existenzielles Risiko dar – „dafür, dass Millionen Menschen sterben, ganze Regionen bleibend unbewohnbar werden, bis hin zur Gefahr einer nuklearen Selbstvernichtung menschlichen Lebens. Die Risiken dafür sind in unserer Zeit größer und nicht kleiner geworden“, heißt es in der Pressemitteilung der evangelischen Kirche im Rheinland.

Neben dem Gebetstreffen, fasten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um ihrem Anliegen Ausdruck zu verleihen. Jedes Jahr fasten sie einen Tag mehr. Dieses Jahr waren es 20 Tage, die sich von Januar bis vergangenen Sonntag verteilten.

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Der in Ulmen in Rheinland-Pfalz liegende Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe gilt als der letzte verbliebene Standort, an dem in Deutschland Atomwaffen der US-Streitkräfte gelagert sind. In der Vergangenheit gab es wiederholt Demonstrationen und Aktionen der Friedensbewegung bei Büchel. Das diesjährige Dauergebet stand in dieser Tradition. 

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