Bündnis fordert radikale Kehrtwende zum Welternährungstag

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Afrikanisches Mädchen mit armseliger Mahlzeit
ranplett / E+ / Getty Images

Die kirchlichen Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt fordern in einem Bündnis von 46 Organisationen eine radikale Kehrtwende, um den weltweiten Hunger zu überwinden. Die Vereinten Nationen warnen vor einer dramatischen Entwicklung.

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Laut einem aktuellen UN-Bricht könnten ohne eine radikale Kehrtwende bei der Hungerbekämpfung im Jahr 2030 rund 150 Millionen Menschen mehr Hunger leiden als heute. Zu den erforderlichen Maßnahmen, so das Bündnis, gehöre unter anderem eine Abkehr von Ansätzen der Grünen Revolution und der Grünen Gentechnik, heißt es in einer Pressemeldung zum heutigen Welternährungstag (16. Oktober). Erforderlich sei ein „zügiger agrarökologischer Umbau der Ernährungssysteme“. Erfolgreiche Methoden vor Ort müssen verstärkt und in der Strategie der Hungerbekämpfung ausgebaut werden.

Politisch müssten die bäuerliche Verarbeitung und ihre ortsnahe Vermarktung sowie Gemeinschaftsverpflegung aus regionaler, agrarökologischer und fairer Produktion gefördert werden. „Wer den Hunger bekämpfen will, muss die Rechte der Menschen stärken, die von Hunger betroffen sind“, erklärt Sarah Schneider, Expertin für Welternährung von MISEREOR. Sonst gehe die Hungerbekämpfung auch in Zukunft an denen vorbei, die sie erreichen soll. (dw)

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