C. S. Lewis: „Gott auf der Anklagebank“ (Neuauflage)

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Viel Tiefgründiges und Wissenswertes ist in diesem kleinen Buch zu lesen. Der Frage, ob es heute noch Wunder gibt, stellt Lewis den Gedanken gegenüber, erst zu überprüfen, welche Sichtweise und Weltanschauung der jeweilige Betrachter hat. Wenn unsere Sichtweise das Übernatürliche ausschließe, werde man ein Geschehen nie „Wunder“ nennen. Wenn jemand dagegen mit dem Übernatürlichen rechne, habe dieser kaum Probleme, Wunder anzuerkennen.

Über die Schöpfungsgeschichte werde ein moderner, christlicher Philosoph ganz anders denken als ein Naturmensch, der dies einfach so annehmen könne. Das bedeute nicht, dass Christen von unterschiedlichem Bildungsniveau völlig verschiedene Glaubensinhalte lesen. Über das Wesentliche seien sich alle einig. Wo die Meinung auseinandergehe, wäre nur der „Schatten“.

Guter Mensch oder Christ?

Im Kapitel „Glaube und Wissenschaft“ geht Lewis ins Detail. Seine Ausführungen sind nachvollziehbar und manches bisher Unverständliche bekommt Sinn. Auch Lewis Gedankenanstöße zur Frage „Naturgesetz oder Gottes Wille?“ fand ich einfach genial.

Nicht zuletzt spricht C. S. Lewis über die Frage „Kann man nicht auch ein guter Mensch sein, ohne dass man Christ ist?“ Für den Autor ist das gar keine Frage, weil sich das Weltbild von Christen und Nichtchristen doch deutlich unterscheide. Lewis bringt treffende Argumente zur Sprache und kommt damit auch zum Thema „Glaube und Jesus Christus“.

Mich hat dieses Buch sehr inspiriert und mir gute Impuls gegeben. Es ist nicht im Vorübergehen zu lesen. Es braucht Zeit zum Verstehen und zur Reflexion. Für denjenigen, der sich mit den angesprochenen Themen beschäftigen will, ist es jedoch sehr zu empfehlen.

Verlag: fontis - Brunnen Basel
ISBN: 978-3-03848-141-6
Seitenzahl: 128
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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