Carrie Turansky: Weiter als der Ozean

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Die tragische Geschichte der Familie Mc Alister geht unter die Haut, man kann das Buch vor lauter Mitfiebern nicht mehr aus der Hand legen. Besonders das Wissen, dass es sich bei dieser Familiengeschichte aus London Anfang 1900 nicht nur um einen Roman handelt, sondern dass sie auf wahren Begebenheiten in jener Zeit basiert, bricht einem manchmal fast das Herz.

Hungersnot, eine Zweiklassengesellschaft. Da waren keine Sozialleistungen, wie heutzutage möglich, in Sicht. Erwachsene wie Kinder hungerten und kämpften um das nackte Überleben. Oft benutzt und ausgenutzt von der „oberen wohlhabenden Schicht“.
Die Familie Mc Alister verlor ihren Vater, den Ernährer der Familie. Schon zu den Zeiten, als der Vater lebte, war es knapp. Aber die Familie hielt zusammen und hatte gelernt, sich auch an kleinen Dingen zu erfreuen und zufrieden zu sein.

Doch der Wegfall des Vaters als Ernährer und Beschützer stürzte die Familie in eine unglaubliche Not. Nicht nur, dass sie ihr bescheidenes Heim verloren und fortan in einer unzumutbaren Bleibe hausten; es gab nie genug Geld für das Nötigste, obwohl alle Kinder mithalfen, etwas zum Lebensunterhalt beizutragen.
Als dann die Mutter todkrank wird, werden die 3 jüngsten Kinder ungefragt in ein Kinderheim gesteckt und bald darauf – wie damals oft üblich- ungefragt nach Kanada verschickt.

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Damit beginnt eine Tragik, die einem fast den Atem stocken lässt.
Denn die ältere Schwester Laura erfährt davon und unternimmt alles, um ihre Geschwister in Kanada zu finden und zurückzuholen. Sie erlebt durch ihren Glauben nicht nur Kraft sondern auch wie Gott sie schützt und führt.

Das lässt den Leser nicht unberührt. Vor allem das Wissen, dass dies nur eine von vielen tragischen Lebensgeschichten aus jener Zeit ist, macht sprachlos und lässt demütig und dankbar werden für das, was wir heute haben und leben dürfen.

Von Christa Keip

Leseprobe (PDF)

Verlag: Gerth Medien
ISBN: 978-3-9573470-5-3
Seitenzahl: 432
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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