„Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine bleibe“ – doch da vor allem zu Corona-Zeiten größere Zusammenkünfte ausgeschlossen sind, wandern viele Singles ins Internet ab und suchen auf (christlichen) Dating-Portalen nach dem Mann oder der Frau fürs Leben. Jesus.de hat sich die gängigsten christlichen Partnerbörsen angeschaut.

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ChristsuchtChrist.de: Die Singlebörse mit der größten Reichweite

Beginnen wir mit der größten unter den christlichen Singlebörsen. Seit mehr als 15 Jahren, so wirbt das Unternehmen, verhilft ChristsuchtChrist Singles zu ihrem (Liebes)Glück. Mit einer Kundenkarte von geschätzt über 60.000 Singles, sollte da für jeden Frömmigkeitstypus das passende Gegenstück vorhanden sein.

Nach der formalen Anmeldung werden allgemeine Angaben, wie Familienstand, Wohnort, Größe, Augenfarbe etc. abgefragt. Anschließend folgt eine alphabetische Liste von A wie Angeln bis Z wie Zeichnen, auf der man seine Interessenlage angeben kann. Persönliche Fragen wie: „Gehst du in die Kirche? Wenn ja, wie häufig und warum?“, „Was bedeutet dir der christliche Glaube in deinem Leben?“, „Was schätzen andere an dir?“ oder „Was bedeutet für dich ‚alt werden‘?“ sollen anderen helfen, ein genaueres Bild zu bekommen, genau wie die drei möglichen Bilder, die man von sich hochladen kann.

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Eine Statusmeldung, ein Motto oder ein Psalm sind gewünschte Angaben, die dazu dienen, dem aktuellen Gemütszustand Ausdruck zu verleihen. Um mit anderen Mitgliedern in Kontakt zu kommen, stehen eine Suchfunktion, eine Gebetsecke (die Mitglieder beten füreinander), ein Diskussions- und ein Chatforum zur Verfügung.

Natürlich kann man auch Privatnachrichten verschicken, sich andere Mitglieder merken und Freundeslisten anlegen. Männer können Frauen verschiedene Blumengrüße schicken; Frauen können lediglich bei Männern anklopfen. Dafür stehen Frauen alle Funktionen kostenlos zur Verfügung, Männer werden in den AGBs darauf aufmerksam gemacht, dass sie, wollen sie mehrere Privatnachrichten verschicken und den „vollen Leistungsumfang“ nutzen, einmalig eine Gebühr von 59 Euro zahlen sollten.

User monieren sich immer wieder über die recht hohe Anzahl an „Karteileichen“, aber bei so vielen Mitgliedern, sollte dennoch der eine oder die andere zurückschreiben.

Allerdings erhielten auch wir auf unsere mehrfach gestellte Presseanfrage keine Antwort. Schade.

HimmlischPlaudern.de: Die einzige wirklich kostenlose christliche Single-Plattform

Die Mitgliederzahlen betreffend zweitgrößte Plattform ist Himmlisch Plaudern (die Angaben über die Mitglieder schwanken zwischen 40.000 und 60.000). Auch hier herrscht ein relativ ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern.

Neben der klassischen Suchfunktion bietet die Singlebörse etliches mehr: „Wir bieten jede Menge Funktionen, die es erleichtern mit dem potentiellen Partner in Kontakt zu kommen: Zappen, Blumen und Lächeln oder Vorschlagslisten“, erzählt Tobias Zschöckner auf Anfrage, der das Portal mit einem Team von Ehrenamtlichen seit 2008 betreibt. Ihm ist besonders wichtig transparent und kostenlos zu sein. Ohne versteckte Kosten, Premium-Mitgliedschaften oder ähnlichem. Dafür müssen die User Werbung in Kauf nehmen (können diese für eine Jahresgebühr von 29€ jedoch auch deaktivieren).

Um bereits im Vorfeld zu klären, ob ähnliche oder gleiche Werte- und Glaubensvorstellungen vorherrschen, werden 13 Fragen rund um den Glauben abgefragt (u.a. Lieblingsbibelstelle und warum einem die so gut gefällt, wann man zum ersten Mal von der frohen Botschaft gehört hat und was einem im Gottesdienst oder einer Messe besonders wichtig ist).

Darüber hinaus gibt es weitere Fragen, deren Beantwortung natürlich freiwillig ist. Einige Fragen stechen aus den üblichen heraus, zum Beispiel: „Kannst du Blut sehen?“, „Wo warst du zuletzt im Urlaub?“, „Was ist für dich kitschig?“ Ebenfalls herausragend ist, dass auf dieser Plattform auch Frauen Blumen versenden können – und nicht nur die Männer. Und es gibt noch eine weitere Besonderheit: Wollen deutlich ältere Personen Kontakt aufnehmen, schickt das System eine automatisierte Info. Will man die Kontaktanfrage zulassen, muss man erst die Anfrage des Systems bestätigen.

Neben den Kontaktaufnahmen zu potenziellen Partnern, soll Himmlisch Plaudern auch als Austauschplattform unter neuen Freunden fungieren. Eine süße Geste: Jedes Mitglied hat von Anfang an einen Freund in der Freundesliste stehen: Jesus.

Des Weiteren gibt es eigene Blogs, die die Mitglieder eröffnen können, ein Chatforum, Events einzelner Mitglieder und (Interessen)Gruppen, in die man eintreten kann. Beim Menüpunkt „Zappen“ kann man sich durch die Mitgliederkartei zappen und trifft so auf Menschen, die man sonst vielleicht aufgrund der Entfernung, des Alters oder des Geschlechts als Freund oder Partner gar nicht in Augenschein genommen hätte.

Zu Himmlisch Plaudern gehört übrigens auch die „Christliche Partnerbörse“.

FunkyFish.de: Die länderübergreifende Kontaktbörse

Funkyfish entstand kurz nach der Jahrtausendwende in den Niederlanden und ist dort inzwischen die größte christliche Singlebörse, sogar zweifach prämiert. Während in den Niederlanden über 25.000 Mitglieder registriert sind, sind es in Deutschland erst circa 4.000, Tendenz steigend. Auf den ersten Blick wirkt FunkyFish recht wenig funky, eher einfach aufgebaut und nicht ganz dem aktuellen Style angepasst.

Die Single-Plattform sieht sich als länder- und denominationsübergreifende Plattform, theologische Diskussionen können geführt werden, wer aber auf der Suche nach der einen christlichen Lehrmeinung oder Richtschnur ist, wird darauf verwiesen, dass diese Seite vermutlich nicht die passende Singlebörse ist. „FF gehört keiner spezifischen Kirchenströmung an ist – offen für alle – und sieht sich als ökumenischen Dienst. Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit, Einheit und das Verständnis zwischen den verschiedenen christlichen, evangelischen und katholischen Kirchen fördern“, erklärt Simone von FunkyFish.

Wem es an Niederländischkenntnissen fehlt, muss sich ein bisschen durchklicken, bis er deutsche Gruppen findet (uns wurden lediglich vier angezeigt, vielleicht gibt es noch weitere?) oder einen deutschen Blog zu lesen bekommt.

Die Blogs sind auf FunkyFish einzigartig: Jedes Mitglied kann einen eigenen Blog starten, so sein Profil aufwerten und seinen Gedanken freien Lauf lassen. Zudem gibt es jährliche große Singletreffen, Wandertouren und Partnerschaftscoachings (noch nicht in Deutschland, soll aber folgen). Auch groß: Die Dating-Ratschläge. In mehreren Artikeln bekommen die User Tipps, wie sie ihr Profil anlegen, die erste Nachricht schicken, wie sie als Single den Valentinstag gut überstehen, wie Selbstfürsorge aussehen kann, was man für eine gelingende Partnerschaft tun kann oder was das eigene Bindungsverhalten mit dem Beziehungsverhalten zu tun hat.

Wie bei den meisten christlichen Single-Plattformen gilt auch hier: Grundsätzlich ist eine kostenlose Mitgliedschaft möglich. Wer aber mehr als eine Nachricht pro Tag versenden, Fotos von anderen ansehen, eventuell eine eigne Gruppe gründen oder in einer bestehenden mitschreiben möchte, kann zum Goldfisch werden (10 Euro für sechs Monate, 18 Euro für ein Jahr).

CXSingles.com: Das Dating-Portal für Singles aus konservativen Kreisen

Viel Sorge um seine rund 16.000 Mitglieder trägt die Plattform CXSingles. Hier legt man Wert auf Mitglieder aus einem ähnlichen theologischen (konservativen, bibeltreuen) Background.

Bevor man sich anmelden kann, muss man bestätigen, dass man wirklich ein wiedergeborener Christ nach Johannes 3 ist. Ebenso unerlässlich ist die Beantwortung der Fragen, wie man sich seinen Partner vorstellt, was Jesus einem bedeutet und warum man in eine Gemeinde geht. Bleibt die Beantwortung dieser Grundsatzfragen aus, wird das das neu angelegte Profil kommentarlos gelöscht.

Die restlichen Fragen ähneln den Fragen anderer Portale. (Es sind z.B. exakt dieselben wie bei ChristsuchtChrist – es scheint als gäbe es einen Standardfragebogen für Partnerbörsen, den man auf seiner Website einfach einbinden kann.)

Ist man einmal auf der Seite angemeldet muss man sich zunächst ein bisschen zurechtfinden; der Posteingang, in dem die privaten Nachrichten auf einen warten, heißt hier Chat, einen allgemeinen Chat aller User gibt es aber auch noch (der erscheint direkt auf der Startseite).

Auf dem Blog finden sich hauptsächlich Erfolgsgeschichten anderer Paare, man kann nicht selbst etwas hinzufügen.

Der Glauben wird auf dieser Dating-Seite besonders ernst genommen, so erscheint ebenfalls auf der Plattform ein täglicher Bibelvers, es gibt die tägliche (gemeinsame) Bibellese und auch wenn man sich im Forum mit anderen austauschen möchte, muss man bestätigen, dass man sich nach christlichen Maßstäben korrekt verhält (keine Irrlehren verbreitet, sich nicht offen gegen die Leitung der Plattform wendet, akzeptiert, dass auch Frauen hier Gottes Wort verteidigen, sich bei einem Streit von anderen Mitgliedern heraushält etc.) und akzeptiert, dass man sich hier über bestimmte Themen (z.B. Musikempfehlungen, Witze, die Volxbibel) nicht unterhalten möchte.

Man merkt, dass die Betreiber eng an ihrer Zielgruppe dran sind und eine eigene Plattform für sich geschaffen haben, wo man sich umeinander kümmert. Für Leute, die sich selbst als bibeltreu und konservativ im Glauben sehen, ist es gut zu wissen, dass die Betreiber der Website so sehr darauf achten, dass man hier ein ähnlich ausgerichtetes Gegenüber finden kann.

Darüber hinaus zeichnet diese Website ihr einzigartiges Preissystem aus: Als Basismitglied ist es möglich, Fotos zu sehen, andere zu suchen und sich im Forum oder im allgemeinen Chat zu beteiligen. Man kann jedoch keine privaten Nachrichten schreiben (lediglich antworten), man kann keine Blumen oder ein Lächeln versenden (lediglich antworten) und auch deutlich weniger Fotos hochladen.

Als Premiummitglied zahlt man 2,50 pro Monat (bei 3 Monaten Laufzeit, bei einem Jahr sind es 2,00 € pro Monat) und kann aus allen Funktionen der Plattform wählen, deutlich mehr Profilbesucher sehen, Kilometerentfernungen anzeigen lassen und so viele Nachrichten schreiben, aufheben (max. 300) und sortieren, wie man möchte. Wer sich das nicht leisten kann, darf sich an die Betreiber wenden, die Spendenbereitschaft anderer Mitglieder ermöglicht es ihnen, Premiummitgliedschaften zu verschenken. Außerdem sind User unter 25 kostenlos Premiummitglieder. Des Weiteren kann man sich Premiumfunktionen „verdienen“: verschiedene Möglichkeiten der Werbung, „Empfehlung“ genannt, bringen einem zwischen 10 bis 365 Tage Premiumnutzung ein.

Christliche-Partner-Suche.de: Die Schaumschläger-Singlebörse

Diese Singlebörse wirbt damit, zu 100 % kostenlos und modern zu sein sowie über ein tolles Design zu verfügen. Naja. Die Seite kann in der Programmierung nicht viel Geld gekostet haben, das Dashboard ist ein Standardformat, das übersichtlich alle Funktionen bereithält. Die meisten Mitglieder dieser Website sind eher älteren Semesters und verfügen über einen niedrigeren Bildungsstand (zumindest tauchten bei unserer Recherche unter den Zufalls-Usern überdurchschnittlich viele Hauptschulabsolventen Ü50 auf) – vielleicht verzichtet man auch deshalb auf jegliche Spielereien.

Manche Profile kann man nur sehen, wenn man über einen Premium-Account verfügt – der Geld kostet. So ganz kostenlos ist das Ganze dann also doch nicht. Zumindest nicht, wenn man alle Profile sehen will, wenn man mehr als drei Nachrichten pro Tag schreiben will, wenn man mehrere Fotos hochladen will, wenn man alle sehen will, die das eigene Profil angeklickt haben, wenn man anonym andere Profile besuchen will, wenn man …

Aktuell gibt es einen Corona-Rabatt, mit dem ein Premium-Account 7,99 Euro pro Monat zu haben ist.

Das Portal verfügt wohl über rund 10.000 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In einem eigens erstellten Ranking schneidet das Portal selbstverständlich im Vergleich mit Bestnoten ab, aber es ist schon ein bisschen traurig, dass sie es als nötig empfinden, selbst so ein Ranking zu erstellen und ihre Mitbewerber schlecht(er) dastehen zu lassen.

Neben der Singlesuche bietet die Plattform noch Videos, in denen man sich zu Gemüte führen kann, wie sich eine christliche Frau zu kleiden habe, wer genau aus Gottes Sicht der oder die Richtige für einen ist oder wie christliche Singles in China leben (Mitschnitt einer Galileo-Reportage). Daneben gibt es eine Rubrik, in der christliche Bücher für Singles vorgestellt werden, unter „News“ findet man Blogartikel, mit Fragen, die man seinem (zukünftigen) Partner stellen sollte, 4 Tipps fürs Online-Dating oder dass Rauchen die Liebes-Chancen minimiert. Aber auch Erfolgsgeschichten werden gern geteilt. Außerdem gibt es Bilder, sogenannte Shareables, die man in den sozialen Netzwerken teilen kann und die aktuellen Losungen. Einen allgemeinen Chat oder ein Forum, in dem man sich mit anderen Mitgliedern austauschen kann, wird nicht angeboten.

Chringles.com: Die Singlebörse mit Unterstützungsservice

Eine übersichtliche Dating-Börse ohne viel Schnick-Schnack bietet die 2009 gegründete Plattform Chringles seinen circa 6.000 Usern. Sie besteht aus einer Startseite, auf der ein paar potenzielle Partner, die neuesten User und die Übersicht des eigenen Nachrichteneingangs sowie die letzten Profilbesucher angezeigt werden.

Darüber hinaus gibt es einen Reiter namens „Singles suchen“ mit verschieden Filtermöglichkeiten, den Reiter „Unterhaltungen“, der einem zum eigenen Posteingang führt, den Reiter „Ratgeber“, hinter dem sich „für christliche Singles relevante Artikel“ verbergen sowie den Reiter „Angebot und Preise“.

Als Angebote kann man z.B. eine telefonische Beratung in Anspruch nehmen, an organisierten Events teilnehmen (aktuell nur für Schweizer Singles und natürlich nicht zu Corona-Zeiten) und sich an den Matching-Service wenden, der einem nach verschiedenen Kriterien extra herausgefilterte Singles vorschlägt. Das klingt erstmal alles nach einer wenig dynamischen Plattform, die sich jedoch auf das Wesentliche fokussiert: Die Partnersuche – mit einem einzigartigen Begleitservice.

Ein Profil bei Chringles erstellen (inkl. Fotos), Singles suchen und Nachrichten beantworten kann man kostenfrei. Möchte man darüber hinaus selbst Leute anschreiben, die Seite werbefrei nutzen und die Details anderer Singles angucken, kostet es: bei drei Monaten knapp fünf Euro pro Monat, bei einer Jahresmitgliedschaft nur noch 2,50€ pro Monat. Das Abo ist jederzeit kündbar; bereits gezahlte Beiträge werden jedoch nicht rückerstattet.

Hallooh.de: Die minimalistische Dating-Plattform aus der Schweiz

Noch eine Schweizer Plattform, die auch einige Mitglieder aus Deutschland beheimatet: Hallooh.ch bzw. das Pendant Hallooh.de. Die Börse ist im angesagten Stil, der vermutlich vor allem Jüngere anspricht und sehr minimalistisch: Auf der Startseite werden einem ein paar neue Singles angezeigt, Männer wie Frauen. Darunter kann man sich einige Singles angucken, die ähnliche Interessen in ihrem Profil angegeben haben bzw., welche, die gegensätzlich erscheinen, denn „Gegensätze ziehen sich an“.

Um jedoch die vollständigen Profile der anderen Singles ansehen und ihnen Nachrichten schicken zu können (netter Clue: Wenn man eine Nachricht schreibt, gibt es eine Frageninspiration, die man dem anderen stellen kann, z.B. welche Person das Leben des anderen am meisten beeinflusst hat) muss man zunächst Premiummitglied werden. Für 10 Euro pro Monat ist man dabei; ein Jahresabo kostet 90 Euro. Damit ist Hallooh die teuerste christliche Singlebörse. Kostenlos zu lesen ist noch der Blog – darauf finden sich jedoch vor allem Erfolgsgeschichten.

Besonders auf der Single-Plattform: Man kann für sich beten lassen. Egal, ob es um Liebeskummer, Zweifel oder Alltagssorgen geht, das Team von Hallooh betet gerne für seine Mitglieder. Auf eine Anfrage, was die Plattform denn sonst noch so ausmacht, wie viele Mitglieder vertreten sind und wie das Männer- Frauenverhältnis ist, haben wir leider keine Antwort erhalten. Schade.

FeuerFlamme.de: Die scheinbar nur noch glimmende Datingbörse

Die Seite, die zum christlichen Internet-Dienst cid gehört, existiert schon etliche Jahre – das sieht man ihr leider auch an. Die Erfolgstories sind mindestens fünf Jahre und älter. Auch wenn in einer linken Spalte unzählige neue Mitglieder aufgeführt werden – seit wann genau sie Mitglied sind, erfährt man nicht. Bei der kostenlosen Registrierung MUSS man alle Fragen beantworten, z.B. auch die nach seinem Lieblingsliedvers. Die Registrierung wird von den Betreibern der Seite geprüft, weswegen es auch nicht ungewöhnlich ist, wenn zwischen Registrierung und Freischaltung eine ganze Woche vergeht. Wir haben selbst nach mehr als einer Woche keinen Zugang erhalten, auch auf Presseanfragen wurde nicht reagiert. Die Seite wirkt insgesamt eher tot.

Fazit: Gedanken machen und Augen aufmachen

Bevor man sich aktiv auf die Partnersuche begibt, sollte man unbedingt für sich klarkriegen, wen man genau sucht und was man von einer christlichen Partnerbörse erwartet. Richtig doll unterscheiden sich die genannten Dating-Plattformen nicht, jede legt ihren Fokus etwas anderes, bietet verschiedene Preisstaffelungen an oder bedient eine bestimmte Mitgliedersparte. Wer da weiß, wo er sich am besten aufgehoben fühlt, ist schon einen großen Schritt weiter. Eine Möglichkeit könnte auch sein, sich erstmal kostenlos auf mehreren Plattformen anzumelden, um zu gucken, bei welcher man sich am ehesten zurechtfindet, und sich dann bei einer Singlebörse als Premiumkunde zu registrieren. Sich grundsätzlich mit seinem Singledasein auseinanderzusetzen, sich genau zu überlegen, wen man wie anschreibt, was man wie von sich erzählen will und wie man damit umgehen will, wenn Antworten oder Anfragen ausbleiben, hilft dabei, bei der Sache zu bleiben und konzentriert vorzugehen.

Auch wenn es sich bei den vorgestellten Dating-Portalen um christliche Singlebörsen handelt, ist man auch hier eventuell nicht vor schmierigen Anmachen, grenzüberschreitendem Verhalten oder Menschen gefeit, die denkwürdige Überzeugungen oder Eigenschaften haben. Auch Christen können Wölfe im Schafspelz sein; das gilt für säkulare wie für christliche Single-Plattformen als auch für das echte Leben. Dennoch: Die Suche nach dem passenden Schaf lohnt sich.

 

Zur Übersicht hier noch einmal ein Feature-Vergleich der christlichen Partnerbörsen:

Kostenlose Features* Features im Bezahl-Account* Preise Besonderheit
ChristsuchtChrist Profil erstellen (inkl. Bilder etc.), Singles suchen, Kontakt aufnehmen, Nachrichten schreiben, Forum, Chat, Gebetsaustausch Männer zahlen eine einmalige Gebühr von 59 Euro, Frauen nutzen die Plattform kostenlos Große Auswahl an Singles
Himmlisch-Plaudern Profil hochladen, Singles suchen, Kontakt aufnehmen, Nachrichten schreiben, Gruppen, Chat, Blog Kostenlos, solange man mit Werbung klarkommt Nicht nur Single-, sondern auch Freundschafts-börse
FunkyFish Profil anlegen, Singles suchen, Kontakt aufnehmen, 1 Nachricht pro Tag schreiben, eigenen Blog bedienen, Gruppeneinträge lesen Mehrere Bilder von anderen Singles sehen, eigene Gruppe gründen, Gruppenbeiträge schreiben 10 Euro für sechs Monate, 18 Euro für 12 Monate Niederländisch-Deutsche Community; ein eigener Blog kann fester Bestandteil des eigenen Profils sein
CXSingle Profil anlegen, Singles suchen, Chatten, sich im Forum beteiligen, Kontakt-aufnahmen erwidern, auf Nachrichten antworten Distanz-berechnung, Kontakt zu anderen Singles aufnehmen, mehr Profilbesucher sehen, Nachrichten schreiben User unter 25 Jahren zahlen nichts, ab dann 2,50 Euro pro Monat (Laufzeit 3 Monate), 2,00 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten Singlebörse für eher bibeltreue Christen, intensiv genutztes Forum
Christliche-Partner-Suche Profil anlegen, Singles suchen, 3 Nachrichten pro Tag schreiben, Videos ansehen, Artikel lesen Alle Profile ansehen, mehrere Nachrichten schreiben, mehr Profilbesucher sehen, anonym andere Profile anschauen 7,77 Euro pro Monat (Corona-Special) Partnerbörse, die viel verspricht, aber auch nicht mehr halten kann als die anderen …
Hallooh Profil anlegen, Vorgeschlagene Singles ansehen (neue Singles, 5 Match-Partners, 5 „Gegensätze“), Profilbesucher sehen, auf Nachrichten antworten, Blog lesen Profile ansehen, Nachrichten schreiben Pro Monat 10 Euro, 6 Monate 50 Euro, 12 Monate 90 Euro Stylisch und schick und die Matching-Vorschläge sind besonders, aber man muss sich als Premiummitglied anmelden, um die Seite vollumfänglich nutzen zu können
FeuerFlamme Profil anlegen und Foto hochladen, 20 Nachrichten pro Monat schreiben, Geschenkservice, Besucherlisten, kleine Suchfunktion Erweiterte Suchfunktion, Freundeslisten anlegen, Kontakte blockieren, unbegrenzt Nachrichten schreiben, Chatten, Partnervorschläge, Benachrichtig-ungen 3 Monate 25 Euro, 6 Monate 40 Euro und 12 Monate 60 Euro Es wird ausdrücklich gesagt, dass man keinen Wert auf Passivmitglieder legt; der Geschenkeservice scheint auch einzigartig zu sein

*die genannten Funktionen sind nur eine Auswahl, keine vollständige Übersicht; dafür sind die Features teilweise zu viel und zu spezifisch, als dass sie in einer Tabelle hätten Platz finden können.