Evangelische Kirche verzeichnet 2018 über 220.000 Austritte

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Eine Frau sitzt einsam in einer Kirche.
Zbynek Pospisil / iStock / Getty Images Plus
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221.338 Menschen sind im Jahr 2018 in Deutschland aus der Evangelischen Kirche (EKD) ausgetreten. Das teilt die EKD jetzt mit. Das ist der höchste Stand seit 2014. Damals waren es 270.003. Gleichzeitig traten 41.492 Menschen in die Kirche ein. Damit hatte die Evangelische Kirche Ende 2018 rund 21 Millionen Mitglieder.

Zum Vergleich: Die katholische Kirche hatte zu der Zeit etwa 23 Millionen Mitglieder. Auch sie hatte mehr Austritte zu verzeichnen (216.078) als 2017 (167.504). Die Zahl der Eintritte lag bei 2.442, die der Wiederaufnahmen bei 6.303. (nate)

9 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Es gibt keinen Grund in der Kirche zu sein. Der Glaube ist es nicht, denn der Glauben ist nicht das wichtigste in der evangelischen und katholischen Kirche, sondern der Zeitgeist.

    • Ich denke, viele Menschen haben gute Gründe, in ihrer Kirche zu sein. Willst Du ihnen ihre Gründe absprechen?

      Und was ist Glaube ohne Zeitgeist? Oder mit der Auseinandersetzung mit dem Leben und den Menschen der Zeit, in der man lebt?

      Glaube ohne Zeitgeist ist etwas überholtes antikes, etwas für das Museum. Nett zum Betrachten, aber ohne persönlichen Bezug zu einem.

      Glaube war und ist immer auch mit dem Zeitgeist verbunden. Was sind denn z.B. Evangelikale und Freikirchen anderes als eine Erscheinung eines Teils des Zeitgeistes? Eine sehr neue Erscheinung, historisch betrachtet.

      Denn Zeitgleist ist nicht eingleisig. Er ist vielseitig, unterschiedlich und in sich gegensätzlich. es gibt nicht nur eine Strömung sondern viele, sich teilweise entgegenstehende.

      Zeitgeist, also das Aufnehmen der Gegenwart in den Glauben, ist elementar, wenn Glaube leben soll.

      Nur darf das nicht zum Verleugnen des Glaubenskerns führen. Z.B. ist Ausländerfeindlichkeit derzeit leider auch Zeitgeist einiger. Wer dann davon spricht, Flüchtlinge z.B. nicht aus Seenot zu retten, der stellt diesen Zeitgeist über den Glaubenskern.

  2. Neueres aus der Kirche:

    – Genderwahn (nun auch Texte mit „*“)
    – Abtreibung (ja, aber Kückenschreddern nein)
    – Gleichgeschlechtliche Paare (ist doch normal in der Gesellschaft)
    – Bauplätze für Moscheen (wir zeigen Toleranz)
    – Seenotschiff (für Menschen die freiwillig ins Wasser springen)
    – Sozialarbeit (als Geschäftsmodell)
    – Mission (ist überflüssig, wir wollen keinen überzeugen wir sind tolerant…)
    – …

    Warum wundern wir uns?

    • Schon tragisch – das entspricht in etwa einem Jahrgang von dort getauften. Mehr sogar.

      Ich denke nicht das es gut ist für Deutschland wenn sich mehr und mehr vom Glauben entfernen.

      • Bringen Sie den Leuten den Glauben und den Halt…..und Sie haben Ihre Kirche voll.
        Predigen Sie Kommunismus und Fernstenliebe von der Kanzel, bleiben die Leute zuhause.
        Dafür muß man heute ja nur den Fernseher einschalten.

    • Also gleichgeschlechtliche Paare sind in unserer Gesellschaft normal, das siehst Du richtig.

      Aber welche Flüchtlinge springen freiwillig (!) ins Wasser und ertrinken dann zu abertausenden? Wie zynisch muss man denken, um so was zu schreiben? Und Du kritisierst die EKD?

    • @ Krieg Siegmar. sie haben es auf den Punkt gebracht !
      Ergänzend möchte ich noch die Ächtung bzw. Ausgrenzung bibeltreuer Christen hinzufügen.
      Die Kirche mutiert zum Bauchladen der geistlichen Beliebigkeit .

  3. Ich frage mich an dieser Stelle:komisch, heute wird doch jede Kaffeefahrt evaluiert. Ist eigentlich schon jemand auf die Idee gekommen die Menschen zu fragen, was deren Beweggründe sind. Das kann ja von Gemeinde zu Gemeinde variieren. Vielleicht verlässt auch jemand z. B. die evangelische Kirchengemeinde, weil er jetzt in einer FEG seine geistliche Heimat gefunden hat. Das wäre doch gut zu wissen, anstatt nur zu vermuten….
    Fehlende Toleranz anders denkender kann natürlich auch ein Grund sein. Aber wie kann Kirche sich im 21. Jahrhundert reformieren? Doch nur mit dem Wissen, was die Menschen tatsächlich bewegt.

    • Also in Anbetracht der Zahlen wird der Übertritt in eine FEG die absolute Ausnahme sein. Die beiden Großkirchen verlieren weit mehr Mitglieder als die Freikirchen überhaupt insgesamt haben. Und auch bei denen (z.B. Baptisten) gibt es Mitgliederschwund.

      Aber Dein Einwand ist völlig richtig. Bei uns wird jedenfalls nicht evaluiert. Wenn jemand austritt, wird geschaut, ob auch alles bezahlt ist, nach den Gründen wird keiner gefragt. Scheint nicht zu interessieren. Kann ich jetzt aber nur von unserer Ecke hier sagen. Vielleicht ist das woanders anders.

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