Heribert Prantl: „Der Zorn Gottes“

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In dem Buch „Der Zorn Gottes – Denkanstöße zu den Feiertagen“ setzt sich Heribert Prantl mit verschiedenen Themen und Fragen auseinander, die sich sowohl Christen als auch Atheisten stellen. Zu jedem Thema hat er hierzu einen Leitartikel geschrieben, der schon vor einiger Zeit veröffentlicht wurde. Diese Leitartikel sind durchschnittlich vier Seiten lang. Die Kürze der Kapitel hat den Vorteil, dass diese als Denkanstöße dienen und der Leser sich weitere Gedanken zum jeweiligen Thema machen kann. Leider hat das aber auch den Nachteil, dass die Fragen nicht ausreichend beantwortet werden und es so scheint, als fehlten Aspekte.

Heribert Prantl hat dieses Buch in drei Teile eingeteilt: Weihnachten, Ostern und Gott und die Welt. Das macht das Werk interessant. Die zwei ersten Teile lassen sich zudem gut um die jeweiligen Feiertage herum lesen. In den verschiedenen Kapiteln schreibt der Autor immer sehr unterschiedlich. Manchmal erzählt Prantl sehr sachlich, später auch sehr persönlich. Bei den sachlichen Teil empfand ich es als etwas störend, dass Prantl immer nur von „der Kirche“ oder „den Christen“ schreibt. Das hat aber vielleicht auch den Vorteil, dass dieses Buch auch für Atheisten interessant ist, weil sich der Autor wirklich kritisch mit den Ängsten aller Menschen auseinandersetzt. Trotzdem finde ich, dass man manche Aussagen in diesem Buch nicht ganz kritiklos stehenlassen darf. Beispielsweise setzt der Autor sich in einem Kapitel nur mit dem Zorn Gottes auseinander, aber erwähnt dort mit fast keinem Wort die Liebe Gottes.

Sehr gut finde ich aber, dass Heribert Prantl sich zum einen mit etwas älteren Problemen auseinandersetzt, zum anderen aber auch sehr aktuelle Themen anspricht. Hierbei macht er einige sehr wichtige Aussagen, die durchaus hörenswert sind.

Von Fynn Peters

Verlag: Süddeutsche Zeitung Edition
ISBN: 978-3-86615-888-7
Seitenzahl: 168
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