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Auferstehung Jesu: Warum andere Hypothesen nicht taugen

Mit dem auferstandenen Jesus kann man heute rechnen, davon ist Pastor Alexander Garth überzeugt. Und er nennt die Gründe, warum er den biblischen Berichten von der Auferstehung glaubt.

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Herr Garth, Sie haben sich länger mit dem Wahrheitsgehalt der Auferstehung von Jesus beschäftigt. Warum ist es Ihnen wichtig zu zeigen, dass der christliche Glaube der Vernunft nicht widerspricht?

Alexander Garth: Mit Vernunft verbindet man Logik und Überprüfbarkeit. Aber die Auferstehung ist in diesem Sinne weder logisch noch überprüfbar. Auch Erfahrung ist kein Kriterium für Wahrheit – diese Welt ist voller religiöser Spinner! Aber an die Berichte der Bibel von der Auferstehung sollte man schon vernünftig herangehen. Die Bibel ist für mich ein Glaubensbuch, das uns von Gott gegeben ist, aber auch ein historisches Dokument. Als solches kann man es untersuchen und dabei sehr interessante Dinge herausfinden. Zum Beispiel, wenn es um die Auferstehung geht.

Was genau haben Sie untersucht?

Ich habe mich gefragt: Könnte Jesus wirklich auferstanden sein? Was sagen die biblischen Berichte dazu? Sind auch andere Deutungen möglich? Dann bin ich diese Deutungen durchgegangen und habe festgestellt: Sie sind alle nicht stimmig! Man landet immer wieder bei der Frage: Was ist denn nun wirklich passiert? Historisch sicher können wir nur eines sagen: Es gibt die, wie ich das ausdrücke, „vermaledeite Lücke“.

Was verstehen Sie darunter?

Am Karfreitag waren die Jünger durch den Tod von Jesus zutiefst frustriert. Sie hatten alles auf eine Karte gesetzt, und diese Karte hatte sich als Lusche erwiesen. Ihr Herr und Meister, an den sie geglaubt haben, von dem sie gedacht haben, dass mit ihm eine strahlende Zukunft beginnt, ist einen grausamen Verbrechertod gestorben. Deshalb haben sie sich in ihr altes Leben verkrümelt. Sie hatten vor, im Grau der Geschichte zu verschwinden.

Und dann, drei Tage später, findet man die gleichen Jünger, wie sie positiv und todesmutig bezeugen, dass Jesus Christus lebt. Da muss man sich doch fragen: Was ist in der Zwischenzeit passiert? Dabei bin ich immer wieder auf die Auferstehung gestoßen: Es muss etwas von Gott her passiert sein, denn alle anderen Erklärungsversuche tragen nicht, sie erweisen sich als reines Fantasieprodukt.

Welche alternativen Erklärungsversuche für die Auferstehung gibt es denn?

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Die älteste Hypothese lautet: Die Jünger konnten sich mit dem Tod ihres Meisters nicht abfinden. Sie wollten den Behörden eins auswischen und gleichzeitig groß rauskommen. Deshalb sagten sie: Wir inszenieren eine Auferstehung! Wie macht man das? Indem man die Leiche klaut und versteckt. In der religiös aufgeheizten Stimmung der damaligen Zeit würde es bestimmt Leute geben, die dann an die Auferstehung glauben.

Das klingt erst mal ganz plausibel. Es macht aber gar keinen Sinn, weil die Jünger bereit sind, für die Überzeugung, dass Jesus lebt, in den Tod zu gehen. Für eine Lüge riskiert man nicht sein Leben! Es dauerte auch nicht lange, da gab es den ersten Toten unter den Christen: Stephanus ist gesteinigt worden wegen der Botschaft von der Auferstehung Jesu.

Welche anderen Hypothesen führen in eine Sackgasse?

Am leichtesten zu widerlegen ist die Scheintodhypothese: Jesus war gar nicht wirklich tot. In der Kühle des Grabes kam er wieder zu sich, rappelte sich auf und erschien dann seinen Freunden. Man übersieht dabei drei Fakten:

1. Jesus ist bereits vor der Kreuzigung halb tot geprügelt worden. Diese „Geißelung“ war so schlimm, dass viele Verurteilte sie nicht überlebten.

2. Jesus sind bei der Kreuzigung die Fersenknöchel zerstört worden. Danach rappelt man sich nicht wieder auf.

3. Man hat Jesus mit einem Speer von der Seite in die Herzkammer gestochen – um sicherzugehen, dass er wirklich tot ist. Denn über den Sabbat durfte man keine Leiche hängenlassen, und der begann um 18 Uhr. Bei diesem Speerstich sind getrennt Wasser und Blut herausgetreten. Das zeigt, dass der Tod vor mindestens einer Stunde eingetreten war. An diesen drei Punkten kann man sehen, dass die Scheintodhypothese reinste Fantasie ist.

Sie beziehen sich auf die Berichte in den Evangelien. Die wurden aber von Anhängern Jesu geschrieben, sind also nicht objektiv.

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Alle Berichte aus dieser Zeit sind gefärbt. Aber keine andere Person ist so gut bezeugt wie Jesus Christus. Es gibt von ihm die meisten Handschriften – und viele von ihnen sind sehr früh entstanden. Die frühesten Zeugnisse, die wir über das Leben von Alexander dem Großen haben, sind erst 500 Jahre später aufgeschrieben worden. Und bei Cäsar sieht es nicht viel besser aus.

Die vielen Handschriften sind also ein sicherer Beweis für die Auferstehung von Jesus?

Nein, man kann die Auferstehung Jesu natürlich nicht beweisen. Es ist ein göttliches Faktum, das sich unserer Beweisbarkeit entzieht. Aber es gibt vernünftige Hinweise dafür. Außerdem bezeugen nicht nur die Evangelien, dass Jesus auferstanden ist.

Die interessanteste Schrift dazu stammt von einem ehemaligen Gegner von Jesus Christus, nämlich von dem Pharisäer Saulus, den wir auch als Paulus kennen. In seinem ersten Brief an die Korinther zitiert er ein altes Glaubensbekenntnis.

Im Kapitel 15, Vers 3 bis 8 steht, dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist, dass er begraben wurde und am dritten Tag auferstand. Und dass er von Kephas, den übrigen Jüngern und schließlich von mehr als 500 Nachfolgern gleichzeitig gesehen wurde, von denen die meisten heute noch leben.

Es gab, als dieser Brief verfasst wurde, also noch viele Leute, die bezeugen konnten, dass sie eine Begegnung mit dem Auferstanden hatten. Paulus sagt, dass er mit diesem Glaubensbekenntnis weitergibt, was er selbst empfangen hat. Es ist damit das älteste Zeugnis von der Auferstehung.

Wann ist es entstanden?

Entweder wurde Paulus dieser Text bei seinem eigenen Taufunterricht weitergegeben, also bald nachdem er gläubig wurde. Das wäre etwa zwei Jahre nach der Auferstehung Jesu. Oder er hat ihn bei seinem ersten Besuch in Jerusalem empfangen, etwa drei Jahre später.

Interessant ist auch, dass Paulus von „Kephas“ spricht. Das ist die aramäische Form von Petrus. Also kommt dieses alte Glaubensbekenntnis noch ganz aus dem aramäischen Sprachraum, in dem das Christentum ursprünglich zu Hause war. Das zeigt auch das hohe Alter.

Es gibt also gute Gründe zu glauben, an die Auferstehung zu glauben. Aber wieso ist das überhaupt so wichtig?

Jesus wäre, wenn er nicht auferstanden wäre, als einer der vielen, die sich für den Messias hielten, aber gescheitert sind, im Nebel der Geschichte verschwunden. Alles, was wir sonst über Jesus zu sagen haben – seine Geburt im Stall, seine Predigten, seine Heilungswunder, seine Partys mit Zöllnern und anderen fragwürdigen Leuten – das alles wissen wir nur, weil durch die Auferstehung klar wird: Das ist der von Gott Gesandte. Er hat der Welt die Freundschaft mit Gott gebracht. Was er sagt und tut ist wichtig. Die Auferstehung ist sozusagen die Unterschrift Gottes unter dem Leben von Jesus.

Herzlichen Dank!

Die Fragen stellte Agnes Wedell.

Alexander Garth ist seit 2016 Pfarrer an der Stadtkirche St. Marien in Wittenberg.


Dieser Artikel ist zuerst im Osterspecial der Zeitschrift LebensLust erschienen. LebensLust erscheint im SCM Bundes-Verlag, zu dem auch Jesus.de gehört.

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13 Kommentare

  1. Die angekündigte Vernunft, Logik und Überprüfbarkeit konnte ich, wie schon die Vorposter, auch nicht finden.

    Ich habe eine längere Auseinandersetzung mit dem Text beim Athikan gepostet:
    https://athikan.at/logik/theologie/2022/04/15/hypothese-taugt-nicht.html

    An jesus.de: Zumindest die Lüge mit „Jesus ist besser belegt als irgendein anderer Mensch aus der Zeit“ könnten Sie mit einer einfachen Google-Suche als solche entlarven, wenn Sie schon keine kritischen Fragen stellen.

    Was soll das Argument mit den „Märtyrern für eine Lüge“? Jeder christliche Märtyrer ab dem Jahr 100 (und davor) widerlegt das. Sie können nicht selbst die angebliche Auferstehung miterlebt haben, sind also für einen Glaubensinhalt gestorben. Das Argument ist seit Jahrzehnten tot. Der Autor könnte sich zumindest über den Stand der Apologetik informieren, das ist nur peinlich.

    • Ein sehr interessanter Kommentar mit Anhang. Schön, dass er hier eingestellt wurde. Respekt.

    • Ihr solltet auf Eurer Seite eine Kommentarfunktion einfügen. Es würde Spaß machen, dazu was zu schreiben. Und es wäre auch fair, denn schließlich kommentiert ihr mit der Seite ja auch.

      Ansonsten machst Du aber genau das, was ich oben schon geschrieben hatte: Du zerlegst den Text von Pastor Garth mit Leichtigkeit, was allerdings auch nicht besonders schwer ist. So ist das eben, wenn Glaubensinhalt und historische Fakten durcheinander geworfen werden. Ich wusste da sogar noch einige weitere Punkte (ein Beispiel: Pontius Pilatus ist historisch besser belegt als Jesus. Und das, was wir wissen, entspricht nicht dem Eindruck, dem die Bibel von ihm gibt).

      Ich finde solche Texte wie von Herrn Garth immer sehr schade. Eben weil es so offensichtlich falsch und damit angreifbar ist.

      Ich musste aber bei Deinem Text auch schmunzeln: An 2 Stellen erklärst Du einen bestimmten Glaubensinhalt für Christen als unbedingt erforderlich. Ich habe viele Christen kennen gelernt, die das anders sehen. 😉

  2. Die Bibel wurde von Menschen geschrieben und das ca. 70 Jahre nach dem angeblichen Kreuztod von diesem sogenannten Jesus aus Nazareth. Die Schreiber der Bibel waren römische Schreiberlinge im Sold der RKK und mussten die Bibel nach deren Vorgaben schreiben, wobei diese viele Segmente aus den jüdischen Schriften eingearbeitet haben, um nicht zu sagen, es handelt sich um ein Plagiat. Die Menschen nehmen sich viel zu wichtig, dabei sind diese nichts anderes als Sternenstaub und genau dazu werden sie auch wieder werden, genau wie der Planet auf welchen sie sind.

    • Tja, auch nach wohlwollenster atheistischer Auslegung kannst Du die Gründung der katholischen Kirche (der röm.-katholischen sogar noch sehr viel später) erst auf das Konzil von Nicäa, also ins 4. Jahrhundert, legen. Da waren die Schriften der christlichen Bibel schon lange fertig. Es gab nur noch Streit um den Kanon.

      Die RKK müsste also schon eine Zeitreise hingelegt haben, damit die Schreiber in ihrem Sold standen.

      Kritik kann sich auch lächerlich machen, wenn es derart mit Fake-News daher kommt.

      • Niemand kann ihnen die Garantie geben, dass die Texte in der Bibel das Wort Gottes sind. Es können auch einfach Behauptungen sein, und da wir die Menschen von damals nicht mehr fragen können, wäre es zu Verifizierung halt zweckmäßig, wenn Gott sich in einer Art und Weise melden würde, dass keine Zweifel bleiben. Wenn „er“ das nicht nötig hat, dann halt nicht.

        • Zweifel gehören zum Glauben

          Lieber Dieter, wie ich oben geschrieben habe, ist Gotteswort immer Gotteswort durch Menschenwort. Nicht mehr und auch nicht weniger. Ich bin fest davon überzeugt dass Gott will, dass unsere Heilige Schrift der Bibel existiert und sie dafür geschaffen ist, dass wir sie auslegen. Aber der Kanon der Schriften, die dort aufgenommen wurden, haben Menschen entschieden. Die Bibel ist nicht in einem Sinne Gottes Wort, dass sie vom Himmel gefallen ist oder Gott sie jemand in die Feder diktierte. Was ich oben schreibe, oder Joerg beispielsweise sowie andere, ist oder kann auch Gottes Wort sein, aber mit unseren Worten. Natürlich wäre es auch möglich, dass diesem keine Wahrheit zugrunde liegt. Das wäre fatal für Gläubige. Ich halte dies aber für außerordentlich unwahrscheinlich. Aber unser Lebensrisiko ist der Irrtum. Im Falle dass der Nihilismus – der Glaube an das Nichts – zutreffen sollte, sind wir nur Zufall. Das wäre kein wunderschönes Wohlfühlleben. Allerdings Zweifel gehören zum Glauben. Überwiegend sind wir Christinnen und Christen so naiv zu glauben und behaupten es zu erleben, dass wir Gott in der Seele begegnen. So etwas kann immer nur subjektiv sein, weil wir das Göttliche und Transzendente nicht analysieren, messen bzw. physikalisch feststellen können. Gott als Wirklichkeit die alles umfasst ist entweder eine nicht beweisbare Wahrheit oder eine Einbildung. Aber wenn Gott nicht alles umfasst, wenn er größer ist als das Universum und die Ursache von allem, wäre er nicht Gott.

          • Hallo Herr Hehner, man muss zugeben, dass sich Ihre Kommentare von den Protagonisten, die hier ständig schreiben, wohltuend unterscheiden. Nun ja, etwas lang manchmal, aber immer mit viel Verständnis und Empathie für den Andersdenkenden. Ein echter Hehner eben. Danke für Ihre Worte und schöne Ostern.

        • > Niemand kann ihnen die Garantie geben, dass die Texte in der Bibel das Wort Gottes sind.

          Ich glaube auch nicht, dass die Texte der christlichen Bibel das Wort Gottes sind. Meine Kritik war der Bezug zur RKK bei der Entstehung der Bibel. Die gab es damals eben noch nicht.

          Ob und in wie weit die Texte von religiösen Werken wahr sind, ist eine Glaubensentscheidung. Gerade auch, was die Interpretation angeht.

        • schon merkwürdig, dass du Fakten als oberlehrerhaft empfindest.

          Faktenwissen schadet wirklich nicht, wenn man mitdiskutieren will.

  3. > Die Bibel ist für mich ein Glaubensbuch, das uns von Gott gegeben ist, aber auch ein historisches Dokument.

    Die christliche Bibel als solche ist ein historisches Dokument, der Inhalt ist aber keine historisch belegte Schilderung (noch nicht mal eine zeitgenössische). Es ist eben ein Glaubensbuch.

    Und wenn damit schon die Ausgangsthese nicht stimmig ist, können es die Folgerungen auch nicht sein.

    Der Text von Pastor Garth ist also in sich unlogisch. Er sollte dabei bleiben, dass es ein Glauben ist (was ja ausreichend und völlig okay ist). Alles andere macht es leicht, seine Überzeugung zu zerlegen.

    • Die Bibel ist ein Glaubensbuch

      Die Bibel ist ein Glaubensbuch. Sie besteht ja aus unterschiedlicher Literatur, aber vor allem überlieferter Glaubenserfahrung. Da allerdings die Erfahrung des Glaubens individuell ist, ist z. B die Predigt – wie auch die biblischen Texte – Gotteswort in Form von Menschenwort. Dies bedeutet, niemand kann absolute Aussagen machen und Glaube ist oft vermischt nicht nur mit eigener Meinung, sondern auch mit Vorurteilen. Ich schreibe das so umständlich, weil mit dem Vorgenannten zusammenhängt, dass man die Texte der Bibel auslegen darf – eher auslegen muss. Denn ein wörtliches Verständnis führt zu sehr vielen Widersprüchen, an denen in der Vergangenheit schon viele Menschen verzweifelt sind. Damit hat auch zu tun, dass der Fundamentalist vielleicht noch mit dem Evangelikalen einigermaßen klar kommt, aber eher sehr selten mit sogenannten liberalen Christen. Auch wenn ich mich zu der letzten Sorte Gläubiger rechne, habe ich die Realität Gottes nie angezweifelt, weil ich ihm in meiner Seele begegne. Alles im Universum besteht aus Gott, weil alles Existierende aus diesen Gedanken besteht. Was wiederum dazu führt, dass niemand Gott verstehen und erklären kann. Auch die Glaubenslehre und Dogmen sind nur Sinnbilder für das, was man nicht anders ausdrücken kann und diese Vorstellungen sind eher wie Treppengeländer des Glaubens. Wie Gott zu uns steht,, zeigt uns Jesus Christus. Auch hier muss man gewahr sein, dass es für uns auch nur den gepredigten Jesus gibt. Alles was Menschen mit ihm vor 2000 Jahren erlebten, haben sie weiter erzählt und später wurde es aufgeschrieben. Aber die Geschichte mit Jesus ist phantastisch, weil man doch unterstellen kann dass Gott sehr gute Ideen hat. Er schlägt nicht mit dem Knüppel auf unfriedliche Menschen, sondern er wird als kleines Baby geboren – es ist eine Liebeserklärung an uns Endliche. Und er stirbt am Kreuz. Das ist die größte Geschichte aller Zeiten, allerdings müsste ich versuchen sie ein wenig zu leben. Dann bekommt der Glaube einen Sinn. Selbstverständlich können meine Glaubenserfahrungen und Gottesbegegnungen nur subjektiv sein. Im menschlichen Gehirn gibt es eine eigene Abteilung für so etwas wie Religion, Emotion und erstaunlicherweise auch für die Begeisterung beim spannenden Fußballspiel. Aber wenn alles aus Gott besteht, muss ich nicht befürchten, dass sich alles mit der Biologie wirklich erklären lässt. Auch sie ist transzendent. Glaube ist letztlich ein sehr großes Vertrauen in eine unerklärliche Wirklichkeit, die wie eine mütterliche oder väterliche Person ist und nicht eine Zusammenfassung einer Erklärung für alles. Das Risiko eines Christen ist immer, dass er sich wie Andersgläubige oder Ungläubige fatal auch im Grundsätzlichen irren kann. Als Glaubender/Vertrauender kann ich es in einem Existenziellen Akt ausprobieren. Der besteht darin, sich in die Arme Gottes zu werfen wie als wenn jemand ins Bodenlose springt und aufgefangen wird. Und dann ist es möglich eine solche Erfahrung zu machen. Allerdings geht das auf Erden nur in subjektiver Form.

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