Kirche hat genug Geld für Rettungsschiff gesammelt

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Das Forschungsschiff Poseidon
Das Forschungsschiff Poseidon, Foto: Goetz Ruhland (https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:FS_Poseidon.jpg) unter der Lizenz CC-by-sa 3.0/de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode).
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Das Bündnis United4Rescue, das im November 2019 gegründet wurde, möchte jetzt das Schiff „Poseidon“ in Kiel ersteigern. Das Schiff soll später dazu genutzt werden, gekenterte Geflüchtete aus dem Meer zu retten. Mitglieder des Bündnisses haben die Poseidon gestern (16. Januar) besichtigt und wollen sich am Bietverfahren Ende Januar beteiligen. Bisher wurde die 1975 gebaute Poseidon als Forschungsschiff genutzt.

„Es ist großartig, dass wir in so kurzer Zeit so viel Unterstützung bekommen haben und in der Lage sind, einen marktgerechten Preis für die Poseidon zu bieten. Wir sind uns dabei der Verantwortung unseren Spendern gegenüber sehr bewusst und haben deshalb mit Fachleuten intensiv an der Preisfindung gearbeitet“, sagte Thies Gundlach, der Vorsitzende des Trägervereins. Man könne zwar nur ein „angemessenes Gebot“ abgeben, wisse aber, dass die Regierung in Kiel, die das Schiff verkauft, bei annähernd gleichwertigen Angeboten die Möglichkeit habe, eine politische Entscheidung zu treffen. In jedem Fall sei der Schiffskauf nur der erste Schritt.

Die Idee, dass auch die evangelische Kirche sich mit einem Schiff an der Seenotrettung beteiligt, ist 2019 auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund entstanden. Nach längeren Diskussionen entschied sich die Kirche dafür, die Idee nicht mit Kirchengeldern in die Tat umzusetzen und stattdessen einen eigenen Verein zu gründen. Mittlerweile wird „United4Rescue – Gemeinsam Retten!“ von über 250 Organisationen mitgetragen. Über 2500 Menschen und Organisationen sind bisher dem Spendenaufruf gefolgt.

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