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Schönster Herr Jesu

„Schönster Herr Jesu“ ist eines der beliebtesten Geistlichen Volkslieder. Es lobt die Schönheit der Natur – stellt aber auch klar, dass nichts schöner als Jesus ist.

  1. Schönster Herr Jesu,
    Herrscher aller Enden/Herren,
    Gottes und Marien Sohn:
    Dich will ich lieben,
    Dich will ich ehren,
    Du meiner Seele Freud und Kron.
  2. Schön sind die Felder,
    schön sind die Wälder
    in der schönen Frühlingszeit;
    Jesus ist schöner,
    Jesus ist reiner,
    der unser traurig Herz erfreut.
  3. Schön leucht die Sonne,
    schön leucht der Monde
    und die Sternlein allzumal.
    Jesus leucht schöner,
    Jesus leucht reiner
    als alle Engel im Himmelssaal.
  4. Schön sind die Blumen,
    schön sind die Menschen
    in der frischen Jugendzeit;
    sie müssen sterben,
    müssen verderben,
    doch Jesus lebt in Ewigkeit.
  5. Alle die Schönheit Himmels und der Erden
    ist verfasst in Dir allein.
    Nichts soll mir werden lieber auf Erden als Du,
    der schönste Jesus mein.
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Schlesisches Volkslied


Einfach, aber nicht simpel!

Das 19. Jahrhundert war die große Zeit des Geistlichen Volkslieds. Im Wortlaut, in der Strophenform und in der Melodie sind Geistliche Volkslieder einfach und doch nicht simpel, sprechen Herz und Gemüt an und erfreuen.

Sie sind nicht für den Gesang in ehrwürdigen Kirchen bestimmt, sondern für den Gesang in Gemeindehäusern und Vereinshäusern, in der Familienandacht oder auch einfach bei der täglichen Andacht, und – nicht zuletzt – bei Veranstaltungen im Freien, wie etwa bei Missionsfesten.

Verfasser: unbekannt

Das Lied „Schönster Herr Jesu“ ist eines der beliebtesten Geistlichen Volkslieder. Der Text geht zurück auf ein Lied aus einem katholischen Gesangbuch, das 1677 in Münster erschienen ist. Dort wird der Verfasser nicht genannt, sodass wir den Dichter bis heute nicht kennen.

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Eigentlich bekannt geworden ist das Lied aber erst durch eine im Jahr 1842 erschienene Sammlung von Volksliedern aus Schlesien. Einer der beiden Herausgeber dieser Sammlung war Heinrich Hoffmann von Fallersleben – der Dichter der deutschen Nationalhymne, dem wir auch andere bekannte Lieder wie zum Beispiel „Alle Vöglein sind schon da“ verdanken.

In dieser Sammlung begegnet uns auch erstmals die volkstümliche Melodie. Im Laufe der Jahre hat das Lied „Schönster Herr Jesu“ in Wortlaut und Strophenzahl manche Veränderungen erfahren. Wir beziehen uns hier auf die Fassung, die gleichlautend im Evangelischen Gesangbuch und im Liederbuch „Jesus unsere Freude“ enthalten ist.

Wunderbares Treueversprechen

Das Lied ist ein ausgesprochenes Jesuslied. Nicht weniger als siebenmal begegnet uns in den fünf knappen Strophen der Jesusname. Die letzte Strophe ist ein wunderbares Treueversprechen, ein bisschen ähnlich dem, was sich Braut und Bräutigam am Traualtar zusprechen.

Einen biblischen Hintergrund können wir in einem Psalmwort finden, das die Auslegung schon früh auf Jesus bezogen hat: „Du bist der Schönste unter den Menschenkindern“ (Psalm 45,3).

Schönheit der Natur nicht mit Jesus zu vergleichen

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„Schönster Herr Jesu“ ist jedoch auch ein ausgesprochenes Naturlied, in dem die Herrlichkeit der Gottesgeschöpfe eine wichtige Rolle spielt. Aber die Schönheit der Geschöpfe ist mit der Jesu nicht zu vergleichen.

Die Melodie, deren Herkunft wir bereits erwähnt haben, ist denkbar einfach und doch wirklich anrührend und zu Herzen gehend. Sie wird dem Text wunderbar gerecht. Es gibt nur sehr wenige Lieder, in denen Text und Melodie in so wunderbarer Weise (wie in einer guten Ehe!) zu einer unauflöslichen Einheit verschmolzen sind.

Text: Reinhard Deichgräber


Hier findest du gute Gedanken zu weiteren altbekannten Chorälen und christlichen Liedern.

Und falls du die alten Liederschätze auch anhören möchtest, dann kannst du im SCM-Shop vorbeischauen. Der SCM-Shop gehört wie Jesus.de zur SCM Verlagsgruppe.

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