Verlag: Neukirchener Verlag
Seitenzahl: 192
ISBN: 9783761570906

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Dagmar Petrick: Peter und die Macht der Buchstaben

Dagmar Petrick nimmt ihre Leserinnen und Leser in diesem historischen Roman mit hinein in die Welt des 15. Jahrhunderts – genauer gesagt: in das Jahr 1437 und die engen Gassen von Straßburg, damals eine Freie Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich.

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Anschaulich beschreibt die Autorin eine Gesellschaft, die uns im 21. Jahrhundert völlig fremd ist. Was für uns heute selbstverständlich ist, nämlich durch Schrift zu kommunizieren, war in der damaligen Zeit ein Privileg der Reichen und Mächtigen. Viele Kinder gingen nicht zur Schule, sondern mussten schon sehr früh arbeiten, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Waisen waren schutzlos und völlig auf sich allein gestellt – so wie der elfjährige Peter, die Hauptperson der Geschichte, der von seinem gewalttätigen Vater weggelaufen ist. Peter bekommt die Chance seines Lebens: Er wird Gehilfe von Johannes Gutenberg. Jener Gutenberg, der den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfinden wird. Thematisch geht es darum, trotz aller Widrigkeiten nicht den Mut zu verlieren – um die Bedeutung von Menschen und Freundschaften.

Der Autorin lässt Personen unterschiedlichen Alters und gesellschaftlicher Herkunft auftreten und zeichnet ein plastisches Bild der Gesellschaft. Es gelingt ihr, Bilderwelten zu erschaffen. Krankheit und Krieg werden benannt, aber nicht angstmachend vertieft. Die Darstellung bleibt positiv.

Das Buch ist für junge Leserinnen und Leser ab 10 Jahren gedacht. Aber auch Erwachsene werden Freude daran haben.

Von Monika Bahne

>>> Leseprobe (PDF)

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Das Buch lädt junge Leserinnen und Leser zum Lesen ein – und erinnert daran, dass Bücher nicht zu allen Zeiten für alle selbstverständlich waren. Auch Erwachsene werden Freude daran haben.

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