Ähnlich wie Jesus sei Donald Trump betrogen, verhaftet und falsch beschuldigt worden, sagte seine spirituelle Beraterin beim „Easter Lunch“ im Weißen Haus. Kommentare in den sozialen Medien sprechen von „Blasphemie“.
Bei einem Treffen mit religiösen Führern am 1. April verglich die Pastorin Paula White öffentlich die Erfahrungen des US-Präsidenten mit dem Leidensweg Jesu. „Niemand hat den Preis bezahlt, wie du ihn bezahlt hast. Es hat dich fast dein Leben gekostet“, sagte sie. Trump sei „betrogen, verhaftet und falsch beschuldigt“ worden – „ein bekanntes Muster, das unser Herr und Retter uns gezeigt hat“.
Laut dem Nachrichtenportal news.de stellte sie damit „direkte Parallelen zwischen Trumps politischem und juristischem Kampf und dem Leidensweg Jesu her“. Wie Jesus Christus nach seiner Kreuzigung auferstanden sei, „habe auch Trump sich wieder erhoben“. White bezeichnete Trump als „größten Champion des Glaubens“, den die USA jemals im Präsidentenamt gesehen hätte. „Gott ist bei dir und er gebraucht dich, um das Böse zu besiegen, Familien wiederherzustellen, die Kirche zu erwecken, … und eine weltweite Erweckung zu bringen.“
Entsetzen in den Sozialen Medien
Videoaufnahmen der Szene sorgten für heftige Reaktionen in den sozialen Medien. News.de nennt beispielhaft einige Kommentare auf der Plattform X:
- „Das ist mehr als respektlos, das ist geradezu beleidigend. Einen Politiker mit Jesus Christus zu vergleichen, ist kein ‚Glaube‘, sondern Manipulation. Verrat, Verhaftung, Kritik – das gehört zur Politik dazu. Das ist NICHT die Kreuzigung.“
- „Donald Trump mit Jesus Christus zu vergleichen, ist nicht gewagt, sondern absurd. Der eine predigte Demut, Vergebung und Opferbereitschaft. Der andere verkauft Fanartikel zwischen seinen Gerichtsterminen. Gegen jemanden zu ermitteln, ist keine Verfolgung. Kritisiert zu werden, ist keine Kreuzigung. Und politisches Chaos zu überstehen, ist keine Auferstehung.“
- „Ich bin zwar nicht religiös, aber ist das nicht Blasphemie?“
Trump-Anhänger bezeichneten die Worte von White dagegen als „ermutigend und mitfühlend für einen Leiter, der mit erheblichem Widerstand konfrontiert war“, heißt es in einem Artikel von International Business Times UK (Englisch). Trumps politisches Comeback stehe für sie im Einklang mit dem Thema der Auferstehung, das White in ihrer Ansprache aufgriff.
„Andere kritisierten, der Vergleich sei in der Osterzeit unangemessen“, heißt es. Er verwasche die Grenze zwischen politischer Unterstützung und christlicher Theologie. Social-Media-Kommentare reichen demnach von Blasphemie-Vorwürfen bis hin zur Verteidigung der freien religiösen Meinungsäußerung in der Politik.
