- Werbung -

Senegal: Sechs Jahre Haft wegen Homosexualität

Im Senegal ist erstmals ein Urteil auf Grundlage eines verschärften Gesetzes gegen Homosexualität gefällt worden. Ein 24‑Jähriger muss für sechs Jahre ins Gefängnis.

Ein Gericht im Senegal hat einen 24‑jährigen Mann wegen seiner sexuellen Orientierung zu sechs Jahren Haft und einer Geldstrafe von umgerechnet rund 3.000 Euro verurteilt. Wie Spiegel.de berichtet, ist es das erste Urteil auf Grundlage eines im März verschärften Gesetzes gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen. Dem Mann wurden „widernatürliche Handlungen und öffentliche Unzucht“ vorgeworfen.

- Werbung -

Die Nationalversammlung hatte die Gesetzesänderung mit großer Mehrheit beschlossen. Seitdem drohen für gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen fünf bis zehn Jahre Gefängnis. Auch die „Förderung“ oder Finanzierung solcher Handlungen – etwa durch Organisationen oder Medien – kann bestraft werden. Die Human‑Rights‑Watch‑Forscherin Larissa Kojoué warnt vor einem Klima der „ständigen Angst“.

In rund 30 afrikanischen Ländern sind gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen kriminalisiert. Entsprechenden Strafgesetze gehen häufig auf die Kolonialzeit zurück. Übergriffe auf lesbische, schwule, bisexuelle, trans und intergeschlechtliche Menschen sowie Verhaftungen seien in vielen Ländern an der Tagesordnung, beklagt Amnesty International. In Mauretanien, Somalia sowie den Scharia-Bundesstaaten Nigerias droht sogar die Todesstrafe. Während in Uganda und Senegal die Strafen zuletzt erhöht wurden, haben Staaten wie Botswana, Angola und Namibia Homosexualität entkriminalisiert.

Quellen: Spiegel.de, LA Times, Amnesty International

NEWS & Themen

NEWSLETTER

BLICKPUNKT – unser Tagesrückblick
täglich von Mo. bis Fr.
Wir liefern dir die interessantesten NEWS,
Interviews und Geschichten aus der christlichen Welt.
Kompakt, relevant, inspirierend.

Wie wir Deine persönlichen Daten schützen, erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Abmeldung im NL selbst oder per Mail an info@jesus.de

Konnten wir dich inspirieren?

Jesus.de ist gemeinnützig und spendenfinanziert – christlicher, positiver Journalismus für Menschen, die aus dem Glauben leben wollen. Magst du uns helfen, das Angebot finanziell mitzutragen?

3 Kommentare

  1. Wenn wundern solche Gesetze bei der (nicht mehr schleichenden) Islamisierung (afrikanischer) Staaten.

    Sarrazin und viele andere haben Deutschland und Europa vor langer Zeit davor gewarnt, stattdessen lässt man antisemitische Politiker (i.d.R. Der muslimischen Bruderschaft angehörig) in der UN nicht nur zu Wort kommen, sondern bei Menschenrechtsfragen und -Sitzungen den Vorsitz innehaben und mitreden.
    Gleichzeitig lässt man besonders seit 2015 unkontrolliert v.a. Männer aus der islamischen Welt in die westliche Welt immigrieren und scheint ihnen auch noch zu hofieren, indem man verfassungsfeindliche Demonstrationen mit Rufen nach Einführung der Scharia gewähren lässt.

    • Das ist jetzt zu einseitig, da wird dies Thema zur Islamfeindlichkeit benutzt. – Denn es geht vor allem um nicht-muslimische afrikanische Länder und Regierungen. Große christliche Gemeinschaften in Afrika – katholisch, evangelikal, pfingsterisch – letzte beiden Gruppen mit massiver Unterstützung aus USA .u.a. gehen massiv gegen Homosexualität vor und begrüßen und unterstützen die staatliche Gesetzgebung, überhöhen sie durch Religiosität und angeblicher Rechtgläubigkeit. Da wird behauptet, es sei ein westlicher Auswuchs, mit der Kolonialzeit erst rübergekommen, was nicht geschichtlich korrekt ist, ursprüngliche Kulturen in Afrika sind z.T. sehr viel toleranter damit umgegangen.

      • All das, was Du schreibst, ist sicherlich richtig.

        Nur hat das alles mit dem Senegal nichts zu tun. Die Bevölkerung ist zu über 90 % muslimisch. Und auch nicht fundamentalistisch. Die Muslime im Senegal gelten eher als tolerant z.B. gegenüber der christlichen Minderheit. Insofern ist hier der Beitrag von Markus auch nicht korrekt.

        Allerdings gibt es keine Toleranz gegenüber queeren Menschen.

Die Kommentarspalte wurde geschlossen.