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Homosexualität: Bund FeG startet Gesprächsprozess

Innerhalb eines Jahres will der Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG) ein „prägendes Leitbild“ zum Thema „gelebte Homosexualität“ erarbeiten. Theologisch gingen die Meinungen auf dem FeG-Bundestag auseinander.

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Auf dem FeG-Bundestag in Solingen ging es am Wochenende unter anderem um die Frage, wie der Bund künftig mit „Einheit und Vielfalt“ am Beispiel von gelebter Homosexualität umgehen soll. Präses Ansgar Hörsting sprach in diesem Zusammenhang von einer „Spannung“, heißt es in einer Pressemitteilung. Einerseits verstehe man sich im Bund als geistliche Lebens- und Dienstgemeinschaft von selbstständigen Gemeinden. Gleichzeitig werde laut der Verfassung nach „gemeinsamer Erkenntnis“ gestrebt.

Beschlossen wurde schließlich nach teils kontroverser Diskussion, einen Gesprächsprozess zu initiieren, der ein Jahr dauern soll. Ziel sei es, ein „prägendes Leitbild“ zu erstellen. Darin soll es um das Bibelverständnis und den Umgang mit gelebter Homosexualität gehen. Für die Arbeit der Bundesleitung und die Bundesangestellten solle der Text des Leitbilds „maßgeblich“ sein. Für die Gemeinden habe der Text „prägende Wirkung“. Man gehe von der Zustimmung der allermeisten Gemeinden aus. Aber: „Bei Abweichungen, und das ist ein wichtiger Zusatz, müssen wir im Einzelfall damit leben“, so Hörsting.

Verschiedene Erkentnisse

Im Klartext bedeutet dies, dass Gemeinden, die eine theologisch-konservative Lesart nicht mittragen wollen, nicht aus dem Bund ausscheiden müssten. In diesem Zusammenhang hatte das Impulspapier „Geistliche Gemeinschaft für mehr lebendige Gemeinden“ der erweiterten Bundesleitung im Vorfeld des Bundestags für Aufregung gesorgt. In der ersten Version des Papiers hatte es geheißen:

„Wenn Gemeinden hier einen anderen Weg wählen, markiert das aus unserer Sicht eine Störung der Balance aus Gemeinsamkeit und Vielfalt und eine Belastung der ‚Lebens- und Dienstgemeinschaft‘, die auf Dauer in der Regel nicht anders als durch ein Weitergehen auf getrennten Wegen aufgelöst werden kann.“

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Die FeG-Bundesleitung überarbeitete das Papier als Antwort auf die Kritik. Theologisch gingen die Meinungen auf dem Bundestag auseinander. Sowohl ein für alle Gemeinden „verbindliches“ konservatives Leitbild wurden gefordert, als auch eine Entschärfung. Auch das Wort „Leitbild“ selbst habe in der Kritik gestanden, heißt es. Einige Mitglieder des Bundestags sahen darin die Selbstständigkeit der Ortsgemeinden in Gefahr. Andere unterstützten den theologisch-konservativen Kurs der Bundesleitung. Am Ende stand dann der gemeinsame Beschluss, den Gesprächsprozess weiterzuführen.

Die Spannung, mit der sich der Bund im anstehenden Gesprächsprozess und darüber hinaus konfrontiert sieht, hat die Bundesleitung selbst auf den Punkt gebracht: „Kann es uns gelingen, einander zu verstehen und verschiedene Erkenntnisse [zu gelebter Homosexualität und ggf. auch anderer Formen sexueller Identität] als biblisch begründet zu achten?“

Der Bundestag ist das oberste Entscheidungsorgan des Bundes FeG und hat rund 350 stimmberechtigte Mitglieder. Der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR wurde 1874 gegründet und besteht aus mehr als 500 selbstständigen Ortsgemeinden mit insgesamt knapp 43 000 Mitgliedern. Er ist Teil der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) und Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Sitz der Bundesgeschäftsstelle ist Witten. Präses ist seit 2008 Ansgar Hörsting. 

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30 Kommentare

  1. Welches Bild soll der Mensch nach GOTTES Willen widerspiegeln:
    Den „ersten Menschen, Adam“, oder den „letzten Adam“, JESUS CHRISTUS, den „lebendig machenden GEIST“? –
    Röm. 8, 29-30/1. Kor. 15, 20-28;45/Kol. 1, 15-23/Hebr. 1, 1-14/2, 1-4

    Die Bibel ist wie ein Spiegel (Hebr. 4, 12-13), unbestechlich, da ist kein Ansehen der Person!
    Siehe Mt. 22, 16/Röm. 2, 11/Gal. 2, 6/Eph. 6, 9/1. Petr. 1, 17!

    Zum Beispiel:
    Blickt ein Sünder hinein, sieht er einen Sünder.
    Blickt ein Atheist hinein, sieht er einen Atheisten.
    Blickt ein Ungläubiger hinein, sieht er einen Ungläubigen.
    Blickt ein Ungehorsamer hinein, sieht er einen Ungehorsamen.
    Blickt ein Verdrehter hinein, sieht er einen Verdrehten.
    Blickt ein Hochmütiger hinein, sieht er einen Hochmütigen.
    Blickt ein Lästerer hinein, sieht er einen Lästerer.
    Blickt ein Lügner hinein, sieht er einen Lügner.
    Blickt ein aufrichtig um Gnade flehender Sünder hinein, sieht er den Gekreuzigten!
    Blickt ein Kind GOTTES hinein, sieht es „denselben Geist des Glaubens“. 2. Kor. 4, 13ff

    Die Bibel ist das Buch GOTTES, des HEILIGEN GEISTES, des „Geistes der Wahrheit“,
    GOTTES WORT, in Person geoffenbart durch JESUS CHRISTUS: „Die Liebe der Wahrheit“!

    Jeder, der sie abgeschafft haben will, oder meint ihren heiligen Inhalt (die heiligen Schriften, hier vom „Alpha“ bis zum „Omega“) verändern, verachten, sogar lästern zu dürfen, irrt sehr! 1. Kor. 6, 9

    „Ihr sollt nichts hinzutun zu dem WORTE, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon tun, damit ihr beobachtet die Gebote des HERRN, eures GOTTES, die ich euch gebiete.“ 5. Mo. 4, 2
    Siehe auch 2. Petr. 1, 19/Offb. 22, 18-19!

    „Alle Rede GOTTES ist geläutert, ein Schild ist er denen, die auf ihn trauen. Tue nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht überführe und du als Lügner erfunden werdest.“ Spr. 30, 5-6
    „Alle Schrift ist gottgehaucht…“ 2. Tim. 3, 16

    Der HERR JESUS spricht:
    „Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.
    Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des GEISTES wird den Menschen nicht vergeben werden.
    Und wenn jemand ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wenn aber jemand gegen den HEILIGEN GEIST reden wird, dem wird nicht vergeben, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen.“ Mt. 12, 30- 32

    Darum: „Preiset den HERRN und küsst seinen SOHN, bittet um Gnade, legt ab allen Zorn, lasst allen Hohn, damit ihr lebt und nicht geht verlor’n.“ Siehe Ps. 2, 1-12!

    Schriftstellen: EBF 1982/KNT 1995 KaRo

  2. wer kann sich vorstellen , dass gelebte Homosexualität gar nicht mal gewollt ist, sondern vom jeweiligen Mann oder Frau bereits in die Wiege gelegt wurde auch wenn die Bibel <HS verteufelt.
    Wir wissen das Gott so vieles im Leben eines Menschen zulässt, und an anderer Stelle verteufelt.
    Wem geben wir denn am Ende die Schuld dafür, wenn homosexuelle gar nicht anders können als so zu leben. Klar kann man dagegen angehen.Die Frage ist allerdings ob es der seelischen Verfassung dient und hilfreich ist immer unter diesem Druck zu sein.
    Homosexuelle sind in solchen Foren mal sehr schnell die bösen Sünder und am Ende Verlierer.
    Die andere Frage ist allerdings ob Gott dies auch so verurteilt, oder ob er mit Liebe und Hilfe dazu beiträgt, dass gelebte HS verändert werden kann. Schließlich gehören zu den Betroffenen nicht nur die typischen heiden, sondern jede Menge evangelikale tiefgläubige Christen.

  3. Gott hat bekanntlich Adam und Eva erschaffen. So macht es uns die Bibel weis. Um sich vermehren zu können, ergänzten sie sich körperlich. So weit, so klar. Doch im Lauf der Fortpflanzung, gab es Männer, die keine Lust hatten, eine Frau zu bezirzen und zu begatten. Sie trieben es lieber mit Männern. Und es gab Frauen, die sich beim Anblick eines Mannes unwohl fühlten. Da diese Spielform sexueller Begierden in der Schöpfung nicht angelegt war, bekamen die Hüter der göttlichen Moral ein Problem. Deshalb schrieben sie die Bibel. Seither sind 2000 Jahre vergangen, und wir haben dank sozialer und wissenschaftlicher Erkenntnisse eine andere Sicht auf die Welt. Und die Homosexualität. Kein gebildeter oder weltoffener Mensch kann heute noch die Homosexualität als abartig oder als Neigung wider die göttlichen Ordnung betrachten. Doch Geistliche und Gläubige mit fundamentalistischen Glaubensverständnis tun dies immer noch.

    • „Seither sind 2000 Jahre vergangen.“

      Polemischer und unwissender geht es nicht, oder;)
      Wenn Sie nicht an die Bibel glauben, lassen Sie es. Niemand zwingt Sie in Gottes Nähe.

  4. Es widerspricht aber auch dem Gottgehorsam sich gegen sein Wort zu stellen. In der Argumentation mit Liebe kommt es mir immer mehr so vor, als ob Gott sich selber widersprechen würde. Er sagt klar, dass Homosexualität ihm ein Gräuel ist. Wenn man jetzt aber sagt durch die Nächstenliebe heben wir diese Aussage auf, würde Gott sich doch selber widersprechen. Zurecht weisen und auf Sünde hinweisen ist doch auch Liebe, weil ich nicht will, dass der andere in Sünde lebt. Das ist für mich sogar mehr Liebe, als einfach alles hinzunehmen und den anderen einfach weiter in Sünde leben lassen.
    Ja, ich weiß, es gibt noch sehr viele andere Sünden in der Christenheit (Pornographie, Betrug, Abtreibung, Prostitution usw.) aber sollte man nicht lieber versuchen diese zu lassen und sich dort auch gegenseitig ermahnen als einfach weitere zu zulassen und das unter dem Deckmantel der Liebe? Ich finde es sehr bedenklich, dass die Bibel scheinbar von vielen Christen nicht (mehr?) wirklich als gesetztes Wort Gottes anerkannt wird und man es, je nach Zeitgeist, einfach an die neuen Bedürfnisse anpassen kann. Dann können wir auch gleich sagen Jesus war nur ein Prophet und nicht Gottes Sohn und sein Tod hat rein gar nichts bewirkt. Das als krasses Beispiel, was passiert, wenn wir anfangen die Bibel unseren Wünschen anzupassen.

    • So klar ist das gar nicht mit der Homosexualität. Meint diese Bibelstelle wirklich die heutigen gleichgeschlechtlichen, auf Dauer angelegten Bindungen? So was gab es damals gar nicht. Zumindest kann man hier auch biblisch unterschiedlicher Meinung sein.

      Und wird nicht in der Bibel auch Sklaverei als etwas natürliches dargestellt und von den Sklaven Gehorsam verlangt? Wenn das aber so drin steht, wie können wir dann die Sklaverei abschaffen? Kindergehorsam wird viel größer geschrieben als Homosexualität. Bis hin zu Todesstrafen für ungehorsame Kinder.

      Essensregeln auch für Christen (Apostelkonferenz) sind heute in den allermeisten Gemeinden gar kein Thema. Warum nicht?

      Nein, Homosexualität ist bei fundamentalistischeren Christen geradezu ein Fetisch. Klar, bei Geiz und fehlender Nächstenliebe (viel größere Themen in der Bibel und insbesondere bei Jesus) müsste man sich ja mit sich selbst beschäftigen. Da arbeitet man sich doch lieber an einer kleinen Minderheit ab und legt die entsprechenden Bibelstellen viel strenger aus, als man es sonst macht, wenn es einen selbst betrifft.

      • „Fast 400 Jahre nach Jesus Leben.“
        Da fehlt aber einiges an neutestamentlicher Geschichte. Die NT-Briefe, insbesondere die des Paulus’, waren schon lange vorher ein fester Bestandteil der Gemeinden, lange bevor ein Konzil irgendetwas festgelegt hatte.

        „Was ist dazu schon dieses Thema?“
        Ein riesen Ding ist es, da es darum geht, Sünde als normal in den Gemeinden zu etablieren. Wenn Homosexualität, nicht mehr als Sünde gilt, wo wird die Grenze gezogen?
        Gott heißt auch keine Mehrehen gut, wie Paulus ist immer wieder betonte, aber was ist mit den liebevollen, auf Dauer angelegten Mehrfachehen? Die müssen dann auch erlaubt werden und dürfen nicht als Sünde bezeichnet werden. Sind die Mormonen in diesem Punkt biblischer als Christen?

        • > Wenn Homosexualität, nicht mehr als Sünde gilt, wo wird die Grenze gezogen?

          Ich würde sie ja bei mangelnder Nächstenliebe, Geiz und Herzenhärte ziehen.

          Da hätten wohl nahezu alle Gemeinden genug zu tun.

          Wie gesagt: Fraglich, ob Homosexualität überhaupt gemäß Bibel Sünde ist.

          Paulus betonte übrigens, dass eigentlich gar keine Ehe gut ist. Enthaltsamkeit wäre das beste und nur, wer das nicht schafft, der muss halt notgedrungen eine Ehe eingehen. In welcher Gemeinde wird denn das gelebt, dass Ehelosigkeit das anzustrebende Gut ist?

          Oder eben die Speisegesetze der Apostelkonferenz?

          oder oder oder

          Was manche Gemeinden in Hinblick auf Homosexualität veranstalten, ist schlicht Diskriminierung. Und wohl auch oft mit Ablehnung, Verachtung oder gar Hass verbunden.

          • „Was manche Gemeinden in Hinblick auf Homosexualität veranstalten, ist schlicht Diskriminierung. Und wohl auch oft mit Ablehnung, Verachtung oder gar Hass verbunden.“

            Das ist richtig. Aber dann muss man sich fragen, inwieweit solche Gemeinden noch Jesus nachfolgen. Das sündige Verhalten von Menschen ändert aber nichts an der Tatsache und Wahrheit der Heiligen Schrift. Solche Gemeinden werden mit Ehebruch, Alkoholismus auch nicht besser umgehen.

            „Paulus betonte übrigens, dass eigentlich gar keine Ehe gut ist.“

            Völlig falsche Wiedergabe von dem, was Paulus geschrieben hat, denn es geht ganz klar hervor, dass Paulus die Ehelosigkeit als Ideal für die Mission ansieht, da man sich dann darauf konzentrieren kann und sich nicht um Frau und Kind sorgen muss. Weiter schreibt er aber auch, dass manche für die Ehelosigkeit, andere für die Ehe geschaffen sind.
            Aber Sie können die Bibel gerne nach Ihren Sinnen verdrehen. Da Sie ja Jesus nicht nachfolgen, wird es Ihnen nicht schwer fallen alles andere auch nach Ihrem Gutdünken zu verdrehen.

            „Wie gesagt: Fraglich, ob Homosexualität überhaupt gemäß Bibel Sünde ist.“
            Paulus spricht vom Praktizieren, also Ausleben, und benennt es ganz klar als Sünde. Fraglich ist da nichts. Außer Sie interpretieren wieder nach Ihrem Gutdünken.

            Also nochmal, wenn Homosexualität keine Sünde sein soll, wo ziehen Sie die Grenze? Dann sollten auch Mehrehen, Dreierbeziehungen, Paedophilie etc. erlaubt werden, denn wenn eine 12-Jährige mit einem 30-Jährigen einvernehmlich zusammen ist und sie sich lieben, was sollte dagegen sprechen (denn genau dieses Argument wird gerne bei homosexuellen Partnerschaften genannt, die Gott sicherlich gut heiße)?

          • Die Grenzziehung ist ganz einfach. Und deshalb ist es, gelinde gesagt, kein guter Stil -wenn auch bei Menschen, die Homosexualität ablehnen, verbreitet- Pädophilie und Homosexualität in einem Zusammenhang zu bringen.

            Die Grenze ist da, wo es um Schutz geht. Was 2 erwachsene (!) Menschen einvernehmlich (!) machen, geht keinem etwas an, solange sie anderen damit nicht schaden(!).

            Wenn Du so Pädophilie siehst, dann tust Du mir leid.

            Mehrehen zu verbieten ist ein gesellschaftliches Phänomen. Evtl. kommt hier auch der Schutz von Frauen zum tragen. Aber eigentlich hast Du Recht, warum sollte man es verbieten? Es war und ist auch in manchen christlichen Kreisen vertreten. (manche Mormonen). In Burkina Faso leben 24 % der Christen polygam, in Mali 14 %, in Gambia 12 % der Christen, im Tschad 21%. Man sieht also, dass es auch sehr von der Region abhängt.
            (Quelle: https://fowid.de/sites/default/files/editor-media/grafik-afrika-polygamie-religionsgemeinschaften.png )

            Die weitergehende Diskussion betrifft aber einen ganz anderen Themenbereich: Geschwisterehen.
            Eine absolute Ausnahme und auf Grund der sehr geringen Zahl überhaupt keine gesellschaftliche Lobby. Aber auch hier gilt: Wer maßt sich an, erwachsenen Menschen hier etwas vorschreiben zu wollen? (zumal es in den vergangenen Jahrhunderten in der Herrscherklasse mit Segen der Kirche möglich war)
            Und was das beliebte Argument angeht, dass Kinder aus solchen Beziehungen ein größeres Risiko für Behinderungen tragen: Nun, das wäre zuerst einmal eine Sicht, dass Behinderung ein Makel ist. Und zweitens müsste man dann auch alle anderen Ehen mit erhöhten Risiko, z.B. durch Genetik oder Krankheit, verbieten.

            Du hast da ein interessantes Feld aufgetan. Nur Pädophilie gehört da nicht rein. Das ist unterste Schublade.

  5. So weit, wie die FeG in diesem Punkt bisher von der Realität entfernt war und wohl noch oft sind, ist es sicher richtig, wenn man hier eher kleine Schritte macht. Es wird den homosexuellen und queren Menschen in diesen Gemeinden sicher helfen, wenn da langsam mehr Verständnis einzieht.

    Gesellschaftlich ist das allerdings unerheblich. Dafür sind sie zu klein und unwichtig. Die FeG würden nur, wenn sie diesen Prozeß nicht machen, sich immer mehr von der Gesellschaft entfernen und irgendwann wohl verschwinden. Das ist so, als wenn man trotz aller Gegenweise immer noch an der biblischen Himmelskuppel festhalten würde.

  6. Die christliche Liebe ist oberster Maßstab

    Endlich hat man sich zu etwas sehr vernünftigem entschieden, was m. E. zugleich auch angemessen und christlich ist. Nämlich diesen geplanten Gesprächsprozess. Dabei ist schon der Begriff „gelebte Homosexualität“ in sich widersprüchlich, denn jeder Mensch lebt, ob er will oder nicht, seine sexuelle Orientierung. Wir sind nämlich wie wir sind. Auch kann man generell Sexualität nicht als ein Nebenprodukt ansehen und schon gar nicht in seiner Persönlichkeit isolieren. Letzteres würde krank machen. Ein Gespräch und schon gar ein Gesprächsprozess ist immer sinnvoll, um überhaupt zu klären um was genau es geht, welche Probleme (oder welche nicht) das Thema und das objektive Vorhandensein von Sexualität in ihrer unterschiedlichen Ausprägung macht. Die großen Kirchen, früher Volkskirchen genannt, haben neben grundlegenden (auch theologischen) Auffassungen auch unterschiedliche Meinungen und Überzeugungen ausgehalten, und eher selten in Gesprächsprozessen durchleuchtet. Das führte, wenn man das positiv bewertet, zu eher bunten Kirchen. Ich halte dies für akzeptabel, da niemand von uns über die Gabe einer absoluten Wahrheit verfügen kann.

    Irgendwie scheint mir der Bund Freier Evangelischer Gemeinden bestrebt zu sein, obwohl doch jede Gemeinde autark ist, eine möglichst einheitliche Auffassung zu pflegen. Ich halte dies aber annähernd für unmöglich. Es wäre meiner Auffassung nach erstrebenswerter, den Gesprächsprozess am Ende nicht abzuschließen mit einem möglichst hohen Maß an Zustimmung für das Gesprächsergebnis. Vermutlich ist es sinnvoller, zielführender und letztendlich auch christlicher, den Anderen ins einer abweichenden Auffassung (oder sogar abweichenden sexuellen Orientierung) zu verstehen und geschwisterlich zu tolerieren. Zu einer solchen Haltung kann man aber leider nur kommen, wenn es erlaubt und sogar als notwendig erkannt wird, dass biblische Texte und Zusammenhänge ausgelegt werden. Denn Gottes Wort ist nicht fertig mit unserer Bibel vom Himmel gefallen, sondern viele Jahrhunderte und sogar Jahrtausende als Glaubenserfahrung und über Gottesbegegnung überliefert worden. Gottes Wort ist Gotteswort durch Menschenwort. Was ewig bleibt ist die Liebe Gottes zu allen Menschen dieser Erde, dass Jesus Christus für jede und jeden gestorben ist und unsere Sünden ohne Vorbedingungen vergeben wurden. Dies sollte uns freier machen, andere die anders sind auch als die Geliebten Gottes anzusehen, auch wenn sie wie wir alle nicht immer liebenswert erscheinen. Unsere gesamte christliche Glaubenslehre lässt sich zusammenfassen in einem Satz: Du sollst Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst. In allem was wir tun und was unser Wesen ausmacht, also auch in der gelebten Sexualität, gilt die Liebe als der oberste Maßstab. Dies will uns Gott durch die Heilige Schrift sagen. Sie ist aber kein himmlisches Strafgesetzbuch, sondern eine Liebeserklärung des Schöpfers.

  7. Die FeG beweisen sich jetzt also auch als eine richtige Kirche:
    Wir suchen den Willen Gottes, aber wenn einige davon abweichen, werden wir auch damit leben.
    Und statt der Bibel gelten Papiere und Leitbilder von kirchlichen Gremien.
    Und unabhängige Ortsgemeinden unterwerfen sich diesen Gremien und ihren Papieren.
    Das kennen wir gut: Was gilt, steht nicht in der Bibel, sondern in kirchlichen Papieren …

    • Lieber Ulrich Wößner: Das ist leider – ich will sie überhaupt nicht beleidigen – einfach nur Polemik. Seit alters her gibt es, sogar beginnend mit dem Apostelkonzil der Bibel, kirchliche Gremien wie Konzile und dergleichen. So haben auch Menschen darüber beraten – sie sagen mit Hilfe des Heiligen Geistes – wie man das Wesen Gottes in ein begriffliches Bild fassen kann. Das war die Trinitätslehre, die nicht in der Bibel steht. Aber sie ist ein Bild dafür, dass Gott unterschiedliche Aspekte hat als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Sowohl in katholischen, landeskirchlich evangelischen und auch in Freikirchlichen Gemeinden unterwerfen sich Christen nicht blind Gremien und Papieren. Christen beten, feiern Gottesdienst, sie denken nach über das was richtig ist, leben aus der Vergebung als Sünder und sie sind nicht vollkommen. Außerdem haben sie unterschiedliche Meinungen und stimmen auch in kirchlichen Gremien demokratisch ab. Sie folgen ihrem Gewissen, oder manchmal auch nicht. Das was sie schreiben ist schlicht falsch. Ich empfehle mir selbst, wenn ich zu engstirnig alles und jeden verurteile, besonders auch die Politiker, den Bibeltext aus 1. Korinther 13 zu lesen. So wie wir sein sollten ist auch Gott.

      • So ist es. Selbst der Bibelkanon wurde auf einem Konzil nach eben solchen Diskussionen und Kompromissen beschlossen. Fast 400 Jahre nach Jesus Leben.

        Was ist dazu schon dieses Thema?

      • Polemik ist nichts Böses, sie muss nur wahr sein. Ich polemisiere gerne gegen ein „Christentum“, das Gott nicht ernst nimmt.
        Ich habe das übrigens von Jesus gelernt, der die Frommen seiner Zeit auch nicht damit verschont hat:
        „Ihr Heuchler, wie schön hat Jesaja prophetisch gesprochen über euch Heuchler, wie es geschrieben steht:
        ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, ihr Herz ist aber fern von mir.
        Sie verehren mich vergeblich, weil sie Lehren und Anweisungen von Menschen lehren.‘
        Ihr verlasst das Gebot Gottes und haltet die Tradition der Menschen.“

  8. Diskussion oder Glaubensgehorsam?

    Es bedarf keines Gesprächsprozesses, da jeder Art von Sünde, auch aller Art der Unzucht, der Prozess gemacht worden ist und einer für uns alle dafür den „Lohn“ am Kreuz bezahlt hat durch seinen Tod: der „Sohn des Menschen“, das LAMM GOTTES, ein Gerechter und Heiliger für uns Ungerechte und Unheilige: JESUS CHRISTUS!

    Wenn Sünde nicht mehr Sünde ist, ist das „WORT vom Kreuz“, das Evangelium GOTTES:
    Gericht, Gnade und Wahrheit, neues, heiliges, ewiges Leben, inhaltslos geworden.

    Dann bedarf es bitte auch vieler anderer Gesprächsprozesse, z. B. über Mörder, die morden, Ehebrecher, die die Ehe brechen, Diebe, die stehlen, falsche Zeugen, die lügen, Lästerer, die lästern und wenn etwas der gesunden Lehre des Evangeliums entgegensteht.
    Siehe Mt. 15, 19-20/1. Tim. 1, 8-11!

    Ein Pyromane kann nicht zu seiner Rechtfertigung sagen: „Ich liebe die Brandstiftung, Gott ist Liebe, er hat mich ja so gemacht, also muss ich zündeln“ – welch irrende Begründung!

    Zur Klarstellung: GOTT ist allerheiligste Liebe und zu rein von Augen, um Böses anzusehen und hat den Menschen, männlich und weiblich, sehr gut, d. h. heilig für sich, für heiliges Leben erschaffen. Nach der „Sünde Adams“ entartete der Mensch sehr schnell und GOTT musste die Menschheit richten, außer Noah und seine Familie.
    Am Ende der Zeit sandte uns die Barmherzigkeit GOTTES das „OPFER aller Opfer“ für alle unsere Entartung, Gesetz- und Gottlosigkeit, die SÜNDE – Ungehorsam gegenüber GOTT, seinem unauflöslichen heiligen Gesetz, samt aller Gebote und Verbote und seinem ewigen WORT: JESUS !

    Warum will sich nun unbedingt eine Art von Sündern durch das Praktizieren ihrer Sünde von der Erlösung und Errettung und dem neuen, ewigen und heiligen Leben in und durch JESUS CHRISTUS selbst ausschließen und bleiben wollen wie sie ist, um ewig zu Grunde zu gehen und andere mit zugrunde zu richten?-

    Wisst ihr denn nicht, dass da, wo die Sünde überströmt, die Gnade GOTTES noch überströmender ist? Röm. 5, 20-21
    Wisst ihr denn nicht, dass der HERR JESUS gekommen ist, um verlorene Sünder zu suchen und selig zu machen? Mt. 18, 11
    „Die Zöllner aber und die Huren glaubten ihm“ – wurden errettet, d. h. sie wandten sich vor allen anderen zuerst ab von ihren Bosheiten und baten um Vergebung, Befreiung und Erlösung aus der Versklavung ihrer Sündernatur.
    „Denn, wen der SOHN frei macht aus der Sklaverei der Sünde, der ist recht frei! Joh. 8, 34-36

    Wenn du deine „Sünden-Versklavung“ hasst und ein neuer heiliger, freier Mensch in GOTTES ewiger Herrlichkeit werden möchtest, neu aus ihm gezeugt und geboren, kannst du das nachfolgende Gebet für dich verwenden:
    „HERR JESUS, LAMM GOTTES, ich danke Dir, dass Du auch für mich sündigen, todgeweihten Menschen gekommen bist, um mich zu erretten. Eigentlich ist die Gerichtsstätte, das Kreuz, mein Platz! Damit ich nicht gerichtet werden muss, hast Du, HERR JESUS, das göttlich gerechte Urteil über mich an Dir vollstrecken lassen. Sei mir verlorenem Menschen gnädig, erlasse mir alle meine Sünde und Schuld, komm in mein Herz, sei mein ewiger HERR – mach mich recht frei! Ich will Dir gehorchen und ebenso jedem Menschen vergeben, der sich an mir versündigt hat. Bitte mach aus mir einen neuen, gottgeweihten Menschen, durch das Geschenk GOTTES: das neue ewige Leben in Dir. Amen.“ Röm. 6, 23

    Schriftstellen aus Elberfelder Bibel 1982 KaRo

    • Es gibt nichts zu diskutieren, einfach der Bibel gehorchen. Gott schuf den Menschen als Mann und Frau , und sie würden gesegnet um sich zu mehren. Was ist daran nicht zu verstehen ? Ein Mann und eine Frau heiraten und bekommen alle Kinder die Gott ihnen gibt. Sexualität gehört nur in solche Mann und Frau Ehen. Alles andere ist Unzucht, Ehebruch und Gott ein Gräuel. Vor allem die Abtreibung und die Weigerung die Geschenke Gottes, die Kinder, anzunehmen. Was ist an der Bibel hier unverständlich ? Schalom Grüße Ute

    • Ich stimme Dir zu.

      Insbesondere die Sünde des Essens von nicht koscherem Fleisch, wie es die Apostelkonferenz für alle (!) Christen zwingend vorschreibt, wird ohne Ende in nahezu allen christlichen Kreisen gefrönt. Dieses, das genauso wie Mord, Ehebruch und Diebstahl eine Sünde darstellt, wird unerklärlicherweise einfach hingenommen. Schlimm, solche morallosen Christen. Und sie lassen von dieser Speise auch nicht ab.

      • Wo genau hat diese Apostellonferenz das festgelegt?
        Fangen Sie nicht mit Scheinargumenten an, die Paulus längst widerlegt hat.

        • Apostelgeschichte 15, 19

          Und wenn Du meinst, dass das heute nicht mehr gilt: Wo wurde es in der Bibel aufgehoben?

          Wohlgemerk: Die Apostelkonferenz fand in Kenntnis all dessen statt, was Jesus über das Essen gesagt hat. Er war da schon lange tot. Also bitte keine Aussagen von Jesus dazu.

          Wohlgemerk2: Bitte daran denken, was Essen mit Blut im Judentum heißt, insbesondere in einer Diskussion, wo es darum geht, welche jüdischen Sitten Heiden-Christen übernehmen müssen.

          PS: muss ich als Nichtchrist hier schon Christen erklären, was in ihrer Bibel steht. 😉

      • Ich habe von Paulus geschrieben, nicht Jesus;)

        „Insbesondere die Sünde des Essens von nicht koscherem Fleisch, wie es die Apostelkonferenz für alle (!) Christen zwingend vorschreibt“

        In Apostelgeschichte 15,19 geht es eben nicht um koscheres Essen, sondern um Ersticktes und Blut. Koscheres Essen umfasst wesentlich mehr und wurde in diesem Konzil eben auf Ersticktes und Blut reduziert. In Apg. 10 hat Gott Petrus schon gezeigt, dass es kein unreines (oder nicht koscheres) Essen mehr gibt, bis auf ersticktes und Blut, wie es in Kap. 15 deutlich wird.
        Wenn sie schon argumentieren, dann bitte fundiert.
        Soviel zum Thema „Nichtchrist will Christ die Bibel erklären“. Aber danke, dass Sie zugeben, kein Christ zu sein. Und so frage ich mich, was Ihre Motivation ist, in diesem Forum so rege zu diskutieren, wenn Sie nicht an den gekreuzigten und auferstandenen Jesus glauben und nach 1. Johannes 5:11-12 vom ewigen Leben ausgeschlossen sind?

        Und wo bitte frönt irgendjemand ohne Ende ersticktem und blutigem Fleisch? Also arbeiten Sie doch mit Scheinargumenten.

        • ich schrieb von koscherem Fleisch. Und genau das ist hier gemeint.

          Es geht bei der Apostelkonferenz um die Frage, welche Regeln des Judentums (!) Heidenchristen übernehmen sollen.

          Und diese Formulierung meint eben, dass das Fleisch (nicht alles Essen an sich) koscher sein muss, also nicht erstickt und richtig ausgeblutet.

          Wenn Du jetzt eine Wurst kaufst oder irgendwas an Geflügel, wird es ganz sicher nicht so richtig ausgeblutet sein und bei Geflügel kannst Du auch nicht sicher sein, dass das Tier erstickt wurde. Es sei denn, es ist ein koscher oder halal-Siegel drauf.

          Aber eigentlich ist ja alles schon beantwortet und Dir sei dafür besonderer Dank, denn

          Du zeigst huier deutlich das zweierlei Maß-Messen, also genau das, was ich meine:

          Bei Homosexualität wird an den Buchstaben geklebt und eng ausgelegt. Hier aber, wo es fast alle Christen betrifft, wird ignoriert und bewusst gegen den Wortlaut der Bibel gelebt. Tja, wenn das hier genauso gilt wie bei Homosexualität, dann müsste dieses bewusste unbereute Sündigen eigentlich in die christliche Hölle führen.

          PS: „Aber danke, dass Sie zugeben, kein Christ zu sein.“. ??? Daraus mache ich hier kein Geheimnis.

          • Also sind Sie als Nichtchrist nur hier, um Christen zu kritisieren, weil Sie meinen, die Bibel besser zu kennen und meinen einen Spiegel der Gerechtigkeit vorhalten zu müssen;)

            Koscheres Fleisch ist eben mehr als nicht blutig oder erstickt. Auch Schwein- und Wildfleisch ist z.b. nicht koscher. Aber eben genau darum geht es in Apg. 10 und 15, Gott hat die Gesetze zu koscherem Essen aufgehoben, und es auf das Nichtessen von blutigem oder ersticktem Fleisch reduziert.
            Paulus macht in 1. Korinther 10 nochmal deutlich:

            „25 Alles, was auf dem Markt verkauft wird, könnt ihr essen, ohne wegen des Gewissens Nachforschungen anzustellen. 26 Des Herrn nämlich ist die Erde und ihre Fülle. 27 Wenn euch einer von den Ungläubigen einlädt und ihr hingehen wollt, so könnt ihr alles essen, was euch vorgesetzt wird, ohne wegen des Gewissens Nachforschungen anzustellen.“

            Anschließend geht es darum, nicht absichtlich als Opferfleisch gekennzeichnetes Fleisch zu essen (was per se keine Sünde wäre), nur um den Glaubensbruder nicht in Versuchung zu bringen, der durch sein Gewissen diese Freiheit nicht hat.
            O.g. Stelle schließt also auch Wurst und Fleisch aus dem Supermarkt mit ein, in der i.d.R. kein blutiges oder ersticktes Fleisch verarbeitet ist.
            Was anderes ist es, wenn es explizit genannt wird, wie z.b. Blutwurst.

            Was homosexuelle Praktiken angeht, da ist Paulus eindeutig. Alle Versuche, diese als normal und biblisch hinstellen zu wollen, zeugen von einer Verachtung von Gott und seinem Wort.

          • > Also sind Sie als Nichtchrist nur hier, um Christen zu kritisieren, weil Sie meinen, die Bibel besser zu kennen und meinen einen Spiegel der Gerechtigkeit vorhalten zu müssen;)

            Bist Du denn nur hier, um alle Christen zu kritisieren und einen Spiegel vorzuhalten, die Deine christliche Interpretation nicht teilen?

            Und was ist, wenn Du Dich in mir irrst? Ist das dann nicht Verbotenes Falsch-zeugnis-reden? Oder ist das auch bei Dir abgeschafft? Vielleicht solltest Du solche Vermutungen einfach lassen. Es sei denn, das ist dein normaler christlicher Stil.

            Und die Bibel besser zu kennen als viele Christen ist nun wirklich nicht besonders schwer. Zumal ich ehemaliger Christ (bin (und ein sehr Engagierter war)

            Wie gesagt, Du interpretierst hier eine klare Stelle der Bibel bei Speisegeboten einfach weg, weil sie dir nicht in den Kram passt und dich wahrscheinlich selbst betrifft. Da beschäftigst Du dich doch lieber mit der Homosexualität anderer.

            Wie war das noch mal mit dem Splitter und dem Balken?

  9. Mich würde sehr interessieren, mit wie vielen betroffenen Personen in diesem „Gesprächsprozess“ geredet wird. Wenn es ein Gespräch unter vermeintlich Nicht-Betroffenen bleibt, fehlt eine wichtige Perspektive. Schließlich sollte auch ein wichtiger Punkt sein, ob und wie sich bereits vorhandene und neue Gemeindemitglieder wohlfühlen. Ich kenne Menschen, die aufgrund ihrer Homosexualität in ihrer Heimatgemeinde nicht mehr willkommen waren und die sich danach sehr schwer mit dem Glauben getan haben. Das kann in keiner Art und Weise Ziel der Bundesleitung sein, es widerspräche meiner Meinung nach klar dem missionarischen Gedanken. von Nächstenliebe ganz zu schweigen.

    • Jesus ging es nie darum, dass sich jemand bei ihm „wohlfühlen“ soll, sondern von seinem sündigen Weg ablässt und zum ewigen Leben gerettet wird.
      Wer von seinen Sünden nicht lassen will, für den ist eine Wohlgefühl-Gemeinde ohne Errettung im wahrsten Sinne des Wortes tödlich.

      • @Joerg:
        Da unter Ihren Kommentaren kein Antwortbutton mehr angezeigt wird, nutze ich einen neuen Thread.

        „Wie gesagt, Du interpretierst hier eine klare Stelle der Bibel bei Speisegeboten einfach weg, weil sie dir nicht in den Kram passt und dich wahrscheinlich selbst betrifft. Da beschäftigst Du dich doch lieber mit der Homosexualität anderer.“

        Ich habe nichts weginterpretiert, sondern Ihnen im Gegenteil weitere Stellen gezeigt, in denen sich Paulus mit dem Thema beschäftigt hat und wo Petrus von Gott selbst gesagt bekommen hat, dass er bestimmte Speisen als rein erklärt hat (und nein, wie ich schon schrieb, gehört ersticktes und blutiges immernoch nicht zu den reinen Speisen).

        Ich hoffe, Sie lesen die Bibel genauer und unvoreingenommener als meine Kommentare.

        „Und was ist, wenn Du Dich in mir irrst? Ist das dann nicht Verbotenes Falsch-zeugnis-reden?“

        Sollte ich mich irren, tut es mir leid. Und nein, eine Vermutung anstellen gehört dennoch nicht zum „Falsch-zeugnis-reden“. Da Sie aber beharrlich gläubige Christen kritisieren und Ihnen so manche Vorwürfe machen und Ihren Glauben in Frage stellen, v.a. wenn er nicht „Ihrer“ Norm entspricht, haben Sie Zeugnis über sich selbst gegeben.

        „Die Grenzziehung ist ganz einfach. Und deshalb ist es, gelinde gesagt, kein guter Stil -wenn auch bei Menschen, die Homosexualität ablehnen, verbreitet- Pädophilie und Homosexualität in einem Zusammenhang zu bringen.“

        Dann lehnen Sie also auch Paulus und seine Briefe ab. Denn er verurteilt, besonders im Römerbrief, homosexuelle Handlungen, nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen.
        Das Thema Pädophilie ist insofern brisant, da es um Ihre Aussage der „Einvernehmlichkeit“ ging, und wenn Sie bedenken, welche Partei gerade in der Koalition sitzt der stärksten Stimmen vor wenigen Jahren offen für die pädophile Liebe geworben haben, wird auch dieses Scheinargument der „Einvernehmlichkeit“ immer stärker genutzt werden. Genauso wie gerne behauptet wird „die Bibel“ kannte noch keine zärtlichen, liebevollen homosexuellen Beziehungen (was ein Nonsense-Argument ist, wenn man sich in der Antike auskennt).

        „Geschwisterehen:
        Eine absolute Ausnahme und auf Grund der sehr geringen Zahl überhaupt keine gesellschaftliche Lobby. Aber auch hier gilt: Wer maßt sich an, erwachsenen Menschen hier etwas vorschreiben zu wollen?“

        Bitte lesen Sie sich entsprechende Stellen in Leviticus durch, die im NT (im Gegensatz zu bestimmten Nahrungsgesetzen) nicht nur nicht aufgehoben wurden, sondern nochmal verstärkt wurden.

        Wer erwachsenen Menschen etwas vorschreiben will? Gott, unser Schöpfer, höchstpersönlich!
        Da Sie aber bekennender Ex-Christ sind, gehe ich davon aus, dass es Ihnen relativ egal ist, was Gott für den Menschen anordnet, sondern Sie sich durch den Humanismus leiten lassen, der viele Werte der Bibel aufgegriffen hat.

        „Mormonen“
        Diese sind keine christliche Kirche, da sie sich weder auf die Bibel berufen, noch an den auferstandenen Jesus als Gottes Sohn, Erlöser und Retter der Menschen berufen oder an ihn glauben.
        Joseph Smith und der Prophet Mormon sind deren „Götter“. Von daher ist es irrelevant, wie diese Gruppierung Ehe definiert.

        „ In Burkina Faso leben 24 % der Christen polygam, in Mali 14 %, in Gambia 12 % der Christen, im Tschad 21%. Man sieht also, dass es auch sehr von der Region abhängt.„
        Wie ich schon in einem anderen Kommentar geschrieben hatte, ist es für den Wahrheitsgehalt der Bibel irrelevant, wie Menschen leben, ob sie nun gläubige Christen, Kulturchristen oder sonstiges sind (wenn auch gläubige Christen Jesus in allen nachfolgen sollen). Natürlich wäre es unverantwortlich, dortige Mehrehen einfach aufzulösen, da man natürlich die entsprechenden Folgen beachten muss. Gott hatte Mehrehen im AT aber nie angeordnet, noch direkt verurteilt. Aus dem Schöpfungsbericht und Paulus Ausführungen zur Ehe ist es ganz eindeutig, dass Ehe nur einen Mann nur eine Frau beinhaltet.

        • > Das Thema Pädophilie ist insofern brisant, da es um Ihre Aussage der „Einvernehmlichkeit“ ging, und wenn Sie bedenken, welche Partei gerade in der Koalition sitzt der stärksten Stimmen vor wenigen Jahren offen für die pädophile Liebe geworben haben,

          Wenn man sich mit den GRÜNEN und diesem Thema mal näher beschäftigt, wird klar, dass das eine ziemliche üble Unterstellung ist und der Wahrheit nicht gerecht wird. Aber es ist eine beliebte Diffamierung. Und ja, ich kenne Cohn-Bendits Aussagen und auch Anträge auf grünen Parteitagen vor vielen Jahrzehnten. Aber auch die zügige Distanzierung von dieser versuchten Unterwanderung von Pädophilen.
          Cohn-Bendit sehe ich hier auch sehr kritisch, aber er ist nicht die grüne Partei.

          Ich bitte deshalb mal um einen Beleg für die Behauptung ‚vor wenigen Jahren‘. Sollte das ein falsches Zeugnis sein, würde das Bände sprechen über deine sonstigen Ansichten. Wir hatten ja schon das Thema mit dem Falsch-Zeugnis-reden.

          Und noch eine Frage: Wie schaffst Du und Deine Mitchristen es denn sicher, bei Wurst und Fleischwaren Blutiges und ersticktes zu vermeiden? Denn das gilt nun mal bis heute (zumindest wenn solche Nebenstellen wie zur Homosexualität auch bis heute gelten)

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