Viele Menschen sagen: Die Auferstehung von Jesus kann man nicht wörtlich verstehen – sie ist auch nicht so wichtig. Ist sie tatsächlich verzichtbar für den Glauben?
„Ich glaube an Jesus Christus, … am dritten Tage auferstanden von den Toten“
Aus dem Apostolischen Glaubensbekenntnis
Von Wolfgang Kraska
Die Zeiten, in denen über die Auferstehung Jesu gestritten wurde, scheinen mir vorbei zu sein. Die meisten unserer Zeitgenossen interessiert es schlichtweg nicht, weil sie mit ihren Alltagssorgen beschäftigt sind. Viele haben nur so viel irgendwann aufgenommen, dass man die Auferstehung nicht wörtlich verstehen darf und dass sie auch gar nicht so wichtig ist.
Ein neuer Volks-Unglaube
In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts war die Theologie von der Lehre Rudolf Bultmanns (1884–1976) geprägt. Nach seiner Auffassung ging es nicht um den historischen Jesus, sondern um seine Verkündigung und Absichten. Das Neue Testament müsse von seinen heute nicht mehr verständlichen Mythen befreit werden (Entmythologisierung) und die Texte befragt werden, welche menschlichen Grundfragen (Existentialien) darin zum Thema gemacht werden.
Zu den Konsequenzen dieser „existentialen Interpretation“ des Neuen Testaments gehört auch, dass die Auferstehung Jesu nicht wörtlich und historisch zu verstehen sei. Die Historizität der Auferstehung sei auch gar nicht relevant für Christen. Wichtig sei vielmehr, dass Jesus in den Glauben und die Verkündigung der Jünger, ins „Kerygma“, auferstanden sei. Das bedeutet: Wo Menschen – in welcher Weise auch immer – glauben und sich von Jesus beeinflussen lassen, da lebt er weiter.
Obwohl sich außerhalb der Theologie mit diesem eher philosophischen, auf Heidegger zurückgehenden Ansatz kaum jemand wirklich auseinandergesetzt hat, ist diese Lehre weitgehend zum neuen Volksglauben geworden. Das überrascht nicht, denn die Behauptung, Jesus sei am dritten Tag von den Toten auferstanden, ist für den Verstand natürlich eine Zumutung. Aber ist die Aussage einer wahrhaftigen und realen Auferstehung wirklich unwichtig und verzichtbar für den Glauben?
Solidarisierung des Vaters mit dem Sohn
Ohne die Auferstehung sind das Kreuz und der Zuspruch, dass unsere Sünden damit überwunden sind, eine bloße Behauptung. Nun aber bestätigt der allmächtige Gott durch sein demonstratives Eingreifen, dass Jesus tatsächlich sein Sohn war und in seinem Auftrag gehandelt hat. Er unterschreibt und beglaubigt damit quasi die diesbezüglichen Aussagen von Jesus.
Bereits Paulus muss für das wörtliche Verständnis der Auferstehung kämpfen. Aber aus seiner Sicht hängt daran alles (1. Korinther 15,14): „Wenn Christus nicht auferstanden ist, dann war unser Predigen wertlos, und auch euer Vertrauen auf Gott ist vergeblich.“
Grundlage für die Nachfolge
Jesus hat versprochen (Matthäus 28,20), alle Tage bis an das Ende der Welt, und somit auch bei uns heute, bei seinen Leuten zu sein. Damit ist deutlich mehr gemeint, als dass uns seine Lehre und die Erinnerung an sein Vorbild auch heute noch prägen können. Es geht um die tatsächliche Präsenz des unsichtbaren, aber sehr lebendigen Jesus Christus in Ihrem und meinem Leben.
Immer wieder berührt er Menschen konkret und real in ihrer Alltagswelt, sodass sie über alle menschliche Vernunft hinaus wissen: Mein Herr lebt und ist mit mir unterwegs. Alle diesbezüglichen Aussagen von Jesus verlieren ihre Basis und Glaubwürdigkeit ohne seine tatsächliche Weiterexistenz als Auferstandener.
Zentrum unserer Zukunftshoffnung
Gott hat noch große Pläne mit uns und für uns. Seine Liebe geht so weit, dass er auch seine neue, jenseitige Welt mit uns bevölkern will. Aber diese Welt wird nicht mehr so sein, wie die alte es war. Sie wird nicht mehr von Raum, Zeit und Materie bestimmt und begrenzt. Um dort existieren zu können, müssen wir in das Format der neuen Welt konvertiert werden.
Wie das aussieht, lässt die Auferstehung von Jesus erahnen. Er ist der Prototyp der Umwandlung und hat bereits jenen neuen Leib, der für die Existenz im Jenseits nötig ist. Mit der auch uns zugesagten Auferstehung soll die Konvertierung in Serie gehen. Noch lässt sich das nur in Bildern beschreiben (1. Korinther 15, 42–44): „Genauso verhält es sich mit der Auferstehung der Toten. Unsere irdischen Körper sterben und verwesen, doch bei der Auferstehung werden sie unvergänglich sein und nicht mehr sterben. Jetzt sind unsere Körper nicht perfekt, aber wenn sie auferstehen, werden sie voller Herrlichkeit sein. Jetzt sind sie schwach, dann aber voller Kraft. Jetzt sind es natürliche menschliche Körper, aber wenn sie auferstehen, werden es geistliche Körper sein. Denn so wie es irdische Körper gibt, so gibt es auch geistliche.“
Einen klaren Beweis gibt es nicht
Machen wir uns zunächst klar: Eine reale Auferstehung vom Tod ist für uns weder beweisbar noch wiederholbar. Die biblischen Osterberichte nehmen uns diese Herausforderung nicht ab. Das leere Grab hat keine Beweiskraft. Es lässt sich auf vielerlei Weise deuten. Machen wir uns deshalb die Reihenfolge klar. Jesus muss keineswegs auferstanden sein, weil das Grab leer ist. Sondern umgekehrt: Das Grab ist leer, weil Jesus auferstanden ist.
Wer will, kann auch die Berichte der Augenzeugen anders deuten, etwa als sehnsuchtsvolle Halluzinationen aufgrund einer traumatischen Erfahrung. Allerdings berichtet das Neue Testament das Gegenteil. Mit allem haben die Jünger gerechnet, nur nicht damit, dass Jesus lebendig sein könnte. So lesen wir beispielsweise in Lukas 24,11: „Für diese klang die Geschichte völlig unsinnig, deshalb glaubten sie ihnen nicht“
Sollte Gott etwas unmöglich sein?
Ohne dass ich das hier näher ausführen könnte, ist es doch beachtlich, dass es unter den Christen viele naturwissenschaftlich gebildete Menschen gibt, die aufgrund der neueren Physik die reale Auferstehung von Jesus durchaus für nachvollziehbar halten. Die größeren Probleme haben nach meiner Wahrnehmung geisteswissenschaftlich geprägte Menschen.
Mir selbst hat Gott einen kindlich-naiven Glauben geschenkt und trotz aller Beschäftigung mit theologischen Fragen bis heute erhalten. Aus meiner Sicht ist die Auferstehung Jesu ein erneutes grundlegendes Handeln Gottes. Weil ich glauben kann, dass diese Welt durch einen ersten Impuls von Gott entstanden ist, habe ich keine Mühe mit dem Gedanken, dass Gott noch einmal in schöpferischer Weise tätig geworden ist.
Warum denn nicht, wenn er Anlass dafür sieht und die Macht dazu hat? Als Schöpfer ist er doch nicht an das gebunden, was wir Naturgesetze nennen. Letztlich spitzt sich das Ringen um die Glaubwürdigkeit der Auferstehung auf die einfache Frage Gottes an Abraham aus 1. Mose 18,14 zu: „Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?“
Erst die eigene Begegnung schafft Klarheit
Bleibt noch die andere Ebene zu bedenken, nämlich ob die tatsächliche Auferstehung denn so wichtig sei und ob man sie unseren skeptischen Zeitgenossen heute noch zumuten müsse. Mir scheint, diesen Punkt kann man niemandem ersparen. Der gerade zitierte Satz wirft nämlich die noch viel tiefere Frage auf, über welchen Gott wir eigentlich reden. Ist es ein Gott, der nur das tun kann, was wir nachvollziehen können? Akzeptieren wir Gott nur, wenn er uns nicht mit seiner Jenseitigkeit und Andersartigkeit – mehr noch: mit seinem Gott-Sein – überfordert? Aber letztlich heißt das doch: Darf Gott wirklich Gott sein, oder nur das Ideal eines Menschen, wie wir es sind?
Paulus ist es wichtig, auf der realen, wahrhaftigen und leiblichen Auferstehung zu beharren. Deshalb benennt er in 1. Korinther 15, 5–8 zahlreiche Augenzeugen und – ganz wichtig für uns! – als letzten auch sich selbst. Das heißt doch, auch Jahre nach der Rückkehr von Jesus in den Himmel ist eine persönliche Begegnung mit ihm grundsätzlich möglich. Das wird bei uns heute in aller Regel anders aussehen als bei den Aposteln oder auch bei Paulus. Jesus gebraucht dabei seinen Vermittler und Dolmetscher, den Heiligen Geist. Was Menschen dabei bis heute erleben, ist aber für sie so prägend und tragfähig, dass sie fortan gewiss sind: Jesus lebt, und ich lebe in Zukunft in Gemeinschaft mit ihm.
Vergewisserung in der Taufe
Eine ganz starke Bestätigung dieser neuen Realität ist die Taufe durch Untertauchen. In der Symbolhandlung, die auf Jesu ausdrückliche Anweisung zurückgeht, erleben wir beim Untertauchen eindrücklich, dass unser altes Leben begraben und beerdigt ist. Wir sind „mit Christus gestorben“.
Beim Wiederauftauchen aus dem Wasser können wir etwas davon erahnen, was die Auferstehung für uns bedeutet. Ich habe deshalb bei einer Taufhandlung immer 2. Korinther 5,17 zitiert und dem Täufling vor dem Untertauchen zugesprochen: „Das bedeutet aber, wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei.“ Und nach dem Auftauchen aus dem Wasser habe ich unter dem Beifall und der Mitfreude der Gemeinde den Satz vollendet: „Ein neues Leben hat begonnen!“ (2. Korinther 5,17)
Jesus selbst braucht unsere Taufe nicht. Er schaut uns unmittelbar ins Herz und weiß, wo und wie wir stehen. Aber wir brauchen diese intensive, körperliche Erfahrung, damit wir nie vergessen, zu welch neuen Lebensmöglichkeiten und zu welch großer Hoffnung wir berufen sind. Die Basis dafür lautet: Weil Jesus auferstanden ist.
Es ist die Veränderung im eigenen Leben und die persönliche Begegnung mit Jesus, vermittelt durch den Heiligen Geist, die den Glauben an die leibliche Auferstehung ermöglicht. Deshalb bekennen Christen sie seit vielen Jahrhunderten im Credo. Und zu Ostern ist es inzwischen vielerorts auch in unseren westlichen Kirchen Brauch, sich mit dem Bekenntnis und der Vergewisserung zu begrüßen: „Der Herr ist auferstanden! – Er ist wahrhaftig auferstanden!“
Zur Vertiefung allein oder in der Gruppe
Klärung
- Wie denken Sie über die Aussagen zur realen Auferstehung Jesu Christi von den Toten? Warum können Sie daran glauben – oder auch nicht?
- Was prägt Sie bezüglich der Auferstehung von Jesus? Die Skepsis der Vernunft – das Vertrauen in das Neue Testament – oder auch eigene Begegnungen mit Jesus?
Vergewisserung
- Sie sind in guter Gesellschaft, wenn Sie allen Argumenten zum Trotz an die leibhaftige Auferstehung von Jesus glauben. Denn dem Gott, dem wir gehören, ist nichts unmöglich.
- Sind Sie getauft? Dann erinnern Sie sich bei jeder Taufe in der Gemeinde aufs Neue daran, dass auch Sie für eine großartige Zukunft bestimmt sind.
- Jesus lebt! Machen Sie sich bewusst, wo Sie ihm zuletzt spürbar begegnet sind, und danken Sie ihm dafür.
Hoffnung
- Die Auferstehung von Jesus ist erst der Anfang. Auch wir sollen auferstehen und verwandelt werden. Dann wird alles, was uns jetzt noch runterziehen will, überwunden sein.
- Durch seinen Tod sorgt Jesus dafür, dass wir würdig sind, in Gottes Gegenwart zu treten. Durch seine Auferstehung gibt er uns eine Ahnung davon, wie das sein wird. Und Sie sollen unbedingt dabei sein. So will es der lebendige Gott.
Wolfgang Kraska ist Autor und FeG-Pastor im Ruhestand.

Dieser Artikel ist in Christsein Heute erschienen. Christsein Heute ist das Magazin des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (FeG).
Hier geht es zum vorherigen Artikel der Serie zum Glaubensbekenntnis:

Ohne die Auferstehung von Jesus Christus, gäbe es keine Hoffnung für uns!
@ Adrian, @ Che . Es könnte belustigend sein, wenn die Sache nicht die ernst zunehmendste der Welt wäre: „Ich habe recht“, – „Nein, ich!“. Also diejenigen, die KEINE Apostel sind, führen sich auf, wie Apostel. Und so geht das schon jahrhunderte, jahrtausende lang…Wem soll man denn glauben? Ah ja, der Bibel! Wenn das so ist, weshalb geben wir dann unseren Senf zum Bibeltext? – Das ist doch alles Kinderei, den Christen (oder die, die es sein wollen) veranstalten. Glauben wir wirklich etwas ,zu wissen, wenn wir nur die Bibel kennen? – Die kannten die Pharisäer und Schriftgelehrten auch. Was sagte der Evangelikale A. W. Tozer zu den Evangelikalen? – „„Ich glaube, daß die wirkliche Not dieser Tage nicht einfach mit einer Erweckung erledigt ist, was wir brauchen ist eine radikale Reformation“, „der Schriftgelehrte beherrschte hinfort die Gemüter der Frommen“, „Tatsächlich ist die gesamte evangelikale Welt im Großen und Ganzen einem gesunden Christentum eher hinderlich.“, „Die Christen dieser Generation müssen selbst hören und sehen, wenn sie der religiösen Stumpfsinnigkeit entfliehen wollen.“ (Das sind nur ein paar kleine Leckerli von ihm. – https://manfredreichelt.wordpress.com/2025/12/01/a-w-tozer-eine-einsame-stimme-in-der-wuste/ ) Wenn man vor seiner Bekehrung (von Wiedergeburt will ich erst gar nicht sprechen) kein Wahrheitssucher war, wird man auch danach nicht automatisch eine Liebe zur Erkenntnis der Wahrheit entwickeln, sondern sich im bequemen Für-wahr-Halten wohlfühlen wollen. Aber so bleibt man immer nur ein Babychrist. Und solche sagen immer „Ich habe recht“, worauf das andere antwortet. „Hast du nicht!“ – Mein Blog liefert die Anfänge „fester Speise“ (!. Kor. 3,2; Hebr. 5,12) Mein ihr etwa, der ist ein Lehrer, der nur seine Meinung kundgibt? Ja, auf ein solches Niveau sind wir gesunken. Nein, ein Lehre lehrt keine Beliebigkeit, sondern Wahrheit. So auch ich!
Mir als Nichtchrist ist es völlig egal, dass du hier eine christliche Sonderlehre vertrittst.
Und wenn die Redaktion deine reichliche Werbung für deinen Blog hier zulässt, ist das auch nicht meine Sache. Ist ja nicht meine Website.
Aber ich mag es nicht so sehr, wenn jemand mit dem Nimbus austritt, nur er hätte allein Recht und dann auch noch teilweise etwas theologisch Abstruses vertritt. Das erinnert mich immer an Sektenlehren.
Okay. Als Nichtchrist kannst du natürlich von Theologie und christl. Lehre nichts verstehen (1. Kor. 2,14). Ich aber schreibe für lebendige Christen und die es werden wollen, und zwar so, wie es sich für einen Lehrer gehört. Keine Meinungen, sondern Fakten.
Ist Hochmut nicht eine Todsünde?
Ich meine es so mal als Nichtchrist gehört zu haben. Aber ich kann ja nichts von Theologie verstehen, deshalb frag ich lieber.
Hochmütig sind die Leute, die meinen keinen Gott zu benötigen. Nicht die, die ihrer Berufung durch Gott Folge leisten.
[Es reicht jetzt mit der Eigenwerbung – MfG, das JDE-Team]
Sie sagen von sich selbst, ausschließlich „Fakten“ zu schreiben? Keine Meinung? Sie lehren „Wahrheit“ – Ihre Worte.
Das spricht für sich selbst, das muss man nicht weiter kommentieren. Jede weitere Diskussion ist sinnlos, da Sie ja die Wahrheit schreiben – und jeder, der Ihnen widerspricht, auf dem Holzweg ist. *Ironie aus*
Es ist ein Zeichen des Niedergangs, dass man im christl. Glauben keine Wahrheiten mehr kennt, sondern nur noch Meinungen. Meinungen nützen niemanden etwas.
Ihr Kommentar erinnert mich an das Gespräch zwischen Jesus Christus und Nikodemus: Nikodemus kannte die Schrift genau – und doch erkannte er nicht das Entscheidende. Jesu Kritik galt nicht dem Lernen an sich, sondern dem Verkennen der zentralen Wahrheit.
Paulus von Tarsus erklärt, dass Gott die „Torheit der Predigt“ nutzt, um zu retten. Gottes Wort erscheint töricht für das menschliche Verständnis, und gerade darin wirkt seine Macht.
Dass A. W. Tozer in diesem Zusammenhang auftaucht, wirkt fast satirisch: Tozer wollte geistliche Selbstgewissheit entlarven – nicht sie zur eigenen Bühne machen.
Die Kirche lebt seit den Aposteln davon, dass die Schrift gelesen, bedacht und diskutiert wird. Das ist keine Kinderei, sondern eine zentrale christliche Aufgabe.
Vielleicht ist das Evangelium weniger eine esoterische Spezialdiät für geistliche Feinschmecker als vielmehr das Brot, das ganz gewöhnlichen Sündern gegeben wird.
Wie A. W. Tozer betont:
„The Word of God well understood and religiously obeyed is the shortest route to spiritual perfection. And we must not select a few favorite passages to the exclusion of others. Nothing less than a whole Bible can make a whole Christian.“
Den Schriftgelehrten der damaligen und der heutigen Zeit fehlte der Bezug zur lebendigen Realität. Schriftgelehrte sind Abstraktlinge. Deshalb haben sie nur den Buchstaben und kein Verständnis worauf die Buchstaben der gesamten Schrift hinweisen. Ich zeige dir mal, was heute Theologie, die sich des Namens nicht schämen muss, zu leisten hat: https://glaubeunderkenntnis.blogspot.com/search?q=theologisieren+
Sie suchen komplizierte Erkenntnisse, mystische Erfahrungen, geistliche Abenteuer – dabei ist das Evangelium einfach. Gottes Wort wirkt, rettet, heilt und macht frei. Punkt.
Ich danke Jesus, dass er meine Sünden am Kreuz getilgt hat. Ich brauche keine absurden intellektuellen Spielereien, keine geheimen Erkenntnisse, kein „tieferes Wissen“. Christus reicht. Kreuz und Auferstehung reichen. Die verlinkten Texte? Theologische Sackgassen, die vom lebendigen Glauben wegführen. Ich trinke noch mein Glas Milch – vielleicht probieren Sie auch mal eines, Herr Reichelt.
Gott ist Liebe und das Denken erlaubt
„Ich glaube an Jesus Christus, … am dritten Tage auferstanden von den Toten“. Jesus kam von Gott und geht zu ihm zurück. Wir sodann ebenfalls.
Als Einleitung ein kurzes Hinweis: Ich weiche nicht vom Thema ab, sondern die Auferstehung Toter ist nur vom Leben selbst her zu verstehen. Denn wir leben ja auch, nicht weil nur noch nicht gestorben sind, sondern weil wir überhaupt auf die Welt kamen. Denn da fängt das Wunder hier an. Vor Gott leben auch alle Toten, sonst wäre Jesus (sinnbildlich) nicht hinabgestiegen und hätte Toten gepredigt. Vorgeburtlich liebte mich bereits Gott.
Daher sollte man – wenigstens hilfsweise – auch den Mut haben anzunehmen, dass wir als unvergängliches Innerstes so etwas wie Seelen besitzen.
Wir gehen dann wieder dahin zurück, so wie Jesus dies auch tut, woher wir kommen. Aus einem sinnbildlich zu verstehenden realen Paradies. In manchen Todesanzeigen wird dies ebenso ausgedrückt, dass ein Mensch heimgekehrt sei zu seinem Schöpfer. Es ist doch ein sehr liebevolles Bild.
Aber auch hier muss ich dann wiederum deutlich ausdrücken, es sei „nur ein Bild“. Aber dieses Bild erklärt nie den Himmel und nie den Schöpfer.
Was die Sache der Auferweckung und Auferstehung Jesu eben aber auch geheimnisvoller macht. Denn er ist wahrscheinlich leiblich auferstanden.
Einmal abgesehen davon, dass man Rudolf Bultmann insoweit unrecht antut, Mythos mit Märchen zu verwechseln, ist die Auferstehung von den Toten eine Grundüberzeugung. Es ist also auch die Frage, ob oder wie man sich dieser zunächst von der Seite der Vernunft annähern könnte. Ich bezweifle, ob dies zu wirklichen Ergebnissen führen kann. Denn auch die Gottesbeweise, selbst alle Gotteserfahrungen und Gottesbegegnungen aus der Bibel, lassen sich nicht objektiv beweisen. Sogenannte Gottesbeweise mögen hilfreich sein, aber zu Ende gedacht lassen sie sich nicht in Physik, oder in irgendeiner Form wissenschaftlich in eine Formel für alles bringen. Obwohl auch die Vernunft Gott sehr versucht zu vertrauen, ist eine Beziehung zu Gott auf Liebe bezogen. Ich liebe Gott, weil er mich liebt und eigentlich zuerst liebte. Das Heilige an Gott ist seine große Liebe.
Eigentlich – ich wage mal diese These – beinhaltet das Leben nie einen endgültigen Tod. Denn wenn mit ihm alles aus ist, dann ist alles zuende. Ich hätte dann bereits im Leben keine Verantwortung. Deshalb sterben Gläubige getröstet so wie oft Nihilisten. Nur dazwischen herrscht Ungewissheit.
Ich erinnere mich noch an das mir nicht mehr vom Titel her erinnerliche Buch. Der Astrophysiker, der es schrieb, betone immer wieder, dass Gott für die Erklärung der Welt und allen Seins nicht notwendig sei. Dies sind typische Aussagen. Aber in seinem Schlusskapitel formuliert er sehr starke Zweifel, dass das Sein keinen Sinn habe, ja es muss eigentlich unbedingt einen Sinn haben. Denn wozu sollte der Existenzialist glauben, ein blinder Zufall hätte ihn und damit alle Menschen einfach völlig sinnlos in ihr Sein geworfen, dies mache wiederum keinen Sinn. Schlimmer war für ihn, dass nach der Explosion eines winzigen Punktes (des Urknall) vielleicht nur so groß wie ein Stecknadelkopf, nach undenkbar langer Zeit dann eine real so herrliche und wunderbare riesige Villa entstanden war, wo uns die Bediensteten einladen zum kalten Büffet. Sinnbildlich darf man so die ganze Schöpfung beschreiben als Werk Gottes, alles macht Sinn, scheint durchdacht bis hin zu der banalen Erkenntnis, dass wir wissen können der Baum werfe im Herbst seine Blätter ab und dann (auch wenn es erklärbar ist), dann doch dies ein Wunder ist, dass der Baum ohne jedes Gehirn dies tut.
Oder jene Raupe, von der man weiß dass sie sich einspinnt. aber fünfmal Attrappen anlegt, damit die Vögel hier die Raupenjagt erfolglos einstellen.
Zudem ist Evolution auch so etwas, als denke sie da selbst auch ohne Gehirn und entwickle nach dem Baukastensystem immer perfektere Formen auch des Lebens und uns als Kreaturen auf der Erde ebenso und wir haben zum Denken ein sehr großes Gehirn und können uns über alles hier so unsere Gedanken machen und auch die Natur als Gottesbeweis betrachten. Aber physikalisch beweist dies nichts. Da ist leicht erklärbar, wenn die Ladungen von plus und minus sich exakt aufheben, da zeigt uns dieses plus 1 abzüglich minus eins = Nullexistenz des Seins. Gilt auch umgekehrt.
Von der Vernunft her ist die ganze Natur letztendlich nicht erklärbar und gleichermaßen Gott nicht, denn er ist kein biologisches Wesen, sondern absoluter Geist. Ich glaube (im Sinne von vertraue sehr darauf) dass Gott der Schöpfer aller Dinge ist, wir immer vor ihm existieren und daher auch für alles was wir denken, hoffen, planen und tun – oder auch im Nichtstun – immerzu Verantwortung tragen. Denn diese Verantwortung (und dass Gott sogar das Böse nicht verhindert was wir tun können) macht deshalb einen Sinn, denn sonst wären wir Marionetten, hätten hier auch keinerlei Verantwortung. Ich glaube, aber ich kann es nicht beweisen, dass Gott alle Menschen und alle Kreaturen sowie das gesamte Universum erschuf und Schöpfer ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, also für ihn gibt es keinen Anfang und kein Ende seiner Existenz. Naheliegend wäre dann logisch, dass es in der Ewigkeit keine Zeit gibt. Warum es überhaupt das Sein gibt, warum nicht das Nichts, dazu hatte der Existenzialist Heidegger die Aussage, dass das Sein wichtiger sei als das Nichts. Aber dies ist wie ein Los, das keinen Gewinn erzielt, weil wir ja da sind und auch existieren, falls wir dies nicht auch infrage stellen. Von der Seite des Glaubens bin ich fest davon überzeugt und vertraue darauf, dass ich niemals in ein Nichts falle, sondern immer in die liebenden Hände Gottes. Dass Jesus Christus der menschgewordene Gott ist, aber auch den Menschensohn Jesus beherbergte, wird Gott hier nicht erklärbarer machen. Wenn wir Gott erklären könnten, wäre er nicht Gott. Wenn die Geburt sinnvoll ist, dann ist auch Leben sinnvoll und auch der Tod. Vielleicht könnten man diese drei Punkte verbinden mit einer unendlichen Linie. Denn wir sind ewig in Gottes Gedächtnis. Denn wenn es im Himmel als dem Ewigen Leben keine Zeit gibt, dass gibt es letztendlich auch kein Nichtleben vor der Geburt, oder nach unserem Tod. Gott herrscht dann von Ewigkeit zu Ewigkeit, wir leben dann in der Neuen Schöpfung zeitlos. Wie sollten Sterbliche eine Ewigkeit sonst aushalten? Und wieder muss ich sagen, dass dies menschliche Gedanken sind, die hier Menschen/Theologen/Philosophen sich machen, was zudem erlaubt ist. Wozu sollte Gott uns sonst als biologische Wesen mit einem sehr großen Gehirn erschaffen haben, wenn dies nicht die Sinnfrage immer stellt.
Der Glaube an die Auferstehung, wie auch unsere Auferstehung, ist damit ein Glaube an Gott und solche völlig nichtbegreifbare neue Existenzform. Kleine Kinder stellen oft unerträgliche Fragen: Etwa jene, was Gott vor der Schöpfung machte, damit ihm nicht langweilig würde. Es war ja nichts vorhanden. Dies ist ernsthaft klug. Denn ein Nichts kann es nie geben, in dem dann Gott kein Schöpfer wäre, wo es keine Zeit gibt und keinerlei Zukunft. Da würde so nicht einmal ein blinder Zufall die noch sinnlosere Idee haben etwas zu werfen, was aus Nichts besteht: Den Tod des Todes.
Sie pflegen zu sagen und erwarten, dass andere ihr „großes Gehirn“ einsetzen – vielleicht wäre es fair, wenn auch Ihre eigenen Ausführungen etwas klarer strukturiert wären, damit man ihnen wirklich folgen kann.
Unfair
Antwort an Adrian: Für mich ist es persönlich mit unangenehmen Gefühlen gelastet, mit ihnen hier schriftlich zu diskutieren. Auch bei dem nochmaligen Durchlesen – meines zugegeben langen Textes – kann ich nicht feststellen, dass er nicht klar strukturiert und nicht auch verständlich wäre. Bei jedem normalen Menschen würde dies eine Kränkung auslösen. Auf solch persönlicher Ebene auszuteilen ist unfair. Meine Ausführungen sind logisch und durchaus auch philosophisch. Da haben auch schon andere Leute so gedacht. Oder anders gedacht. Beispielsweise ist die Auffassung, es könne ich Ewigen Leben keine Zeit geben, weil solches kein Mensch mit den jetzigen
Naturgesetzen und seiner derzeitigen Biologie aushalten könnte. Die Alternative wäre, vertiefstes Nachdenken nicht stattfinden zu lassen und es würde sich so auch entbehrlich machen, hiermit abzumühen. Jedenfalls in der Literatur, in der ich mich bewege (also lese) wird nachgedacht. Es ist durchaus auch eine Kunst, schwierige Dinge einfach zu formulieren. Aber danke, sie halten mich ja für borniert oder wie auch immer. NUR AUS DIESEN GRÜNDEN HABE ICH MICH ENTSCHLOSSEN, HIER IN JESUS DE KEINEN DISKURS MEHR ZU
FÜHREN. Vielen Dank!
Lieber Herr Hehner,
[bitte keine persönlichen Anmerkungen oder Empfehlungen dieser Art an andere Kommentatoren – danke. Das JDE-Team]
In Bezug auf die Auferstehung des Herrn und Retters Jesus Christus ist es so, dass diese einem allmächtigen Gott genauso zugetraut werden kann, wie die jungfräuliche Zeugung und Empfängnis bzw. Geburt des Herrn und Retters Jesus Christus!!!
Das ist – neben anderem – alles für den christlichen Glauben wesentlich!!!
Ohne diese wesentlichen Fakten, muss man auch nicht an das Erlösungswerk des Herrn und Retters Jesus Christus glauben!!!
In 1.Korinther 15 ist das ja auch etwas dargestellt.
Liebe Grüße
Aku
Der Glaube an die leibliche Auferstehung ist grundlegend für ein leidfrei – herrlichkeitsvoll werdendes Leben der Menschen. Für Christen, die durch Erkenntnis der Wahrheit ein tieferes Verstehen der Zusammenhänge haben, ist Auferstehung kein Problem. [Da auf links im Beitrag von C.F. Dieterle hingewiesen wurde, erlaube ich mir das auch:
https://manfredreichelt.wordpress.com/2015/12/12/der-dreh-und-angelpunkt-christlichen-glaubens/ ,
https://manfredreichelt.wordpress.com/2017/09/01/fall-und-aufstieg-des-menschen/
https://manfredreichelt.wordpress.com/2016/10/15/jesus-der-christus-traditionslos/
Herr Reichelt,
Sie schreiben, die Auferstehung sei der „Dreh- und Angelpunkt“ des christlichen Glaubens. Das stimmt. Aber genau deshalb ist es gefährlich, was Sie daraus machen.
Denn das Neue Testament verkündet nicht eine psychologische Wirkung der Auferstehung, sondern ein historisches Ereignis und dessen heilsgeschichtliche Bedeutung. Jesus Christus ist tatsächlich von den Toten auferstanden – als Bestätigung seines stellvertretenden Opfers für Sünder.
Darum ist es schlicht falsch, wenn Sie behaupten, es gehe „nicht primär um Sündenvergebung“. Das ist gerade der Kern des Evangeliums. Christus starb für unsere Sünden und wurde zu unserer Rechtfertigung auferweckt (Röm. 4,25). Kreuz und Auferstehung sind untrennbar. Wer das relativiert, verändert das Evangelium selbst.
Noch problematischer wird es, wenn Sie erklären, Krankheiten seien nur dort möglich, wo Angst herrscht. Das ist nicht biblische Lehre – das ist religiöse Psychologie. Der Apostel Paulus litt selbst unter körperlicher Schwäche (2. Kor 12), Timotheus hatte gesundheitliche Probleme (1. Tim 5,23), und dennoch waren sie treue Diener Christi. Ihre Aussagen würden bedeuten, dass selbst die Apostel nicht „richtig geglaubt“ hätten.
Das Problem Ihrer Darstellung ist daher nicht nur ein Detail. Sie verschieben den Fokus: weg von Christus und seinem vollbrachten Werk – hin zum inneren Zustand des Menschen. Aber das Evangelium handelt nicht von unserem Bewusstsein. Es handelt von Jesus Christus.
Das Neue Testament sagt nicht: „Entwickle ein bestimmtes Auferstehungsbewusstsein und du wirst erlöst.“
Es sagt: „Tue Buße und glaube an den auferstandenen Herrn.“
Die Auferstehung ist keine Methode zur Selbstoptimierung und kein Schlüssel zu einem angst- und krankheitsfreien Leben. Sie ist Gottes machtvolle Erklärung vor der ganzen Welt: Dieser Jesus ist der Sohn Gottes, sein Opfer gilt, und nur in ihm gibt es Rettung.
Alles andere ist nicht das Evangelium der Apostel.
Ich mache nicht aus der Auferstehung etwas, das nicht zu ihr gehört. Alles, was ich schreibe ist fundiertes Wissen. Aber es ist klar, dass diejenigen Menschen, die nicht vom Geist Gottes erleuchtet sind, sondern nur Bibelwissen haben, keinerlei Zusammenhänge aufzeigen können. Deshalb nahmen ja bereits zu Jesu Zeiten die Pharisäer und Schriftgelehrten Anstoß an ihm!
Die Methode ist ein historisches Ereignis, die das historische Ereignis des Sündenfalls der Menschen berichtigt. Der menschliche Sündenfall begann nicht mit dem physischen Tod, sondern er endete damit. Der Sündenfall begann mit einem Versagen der Erkenntnis (Wissenschaftlich hier erläutert: https://manfredreichelt.wordpress.com/2018/02/22/der-suendenfall/ ). Das verursachte die Urangst, die damit jedes Geschöpf beherrscht und krankmachend wirkt und zum ph<ysischen Tod führt.
Der physische Tod des Menschen und damit Krankheit und alles Leid, kann nur auf dem gleichen Weg aufgehoben werden, nämlich beginnend im Geist (Glaube/Erkenntnis) über die Gefühle zum Leib. Jesus spricht vom schmalen WEG, auf dem das erlangt werden kann. Den Weg muss jeder selbst gehen. Das nennen Sie fälschlich "Selbstoptimierung" ; in Wahrheit ist es Heiligung. Wer das nicht will, bleibt, wie er ist. Wenn Sie gnerell im Widerspruch zu meinen Ausführungen des Blogs stehen, haben Sie noch nichts erkannt und gelebt. Was ich lehre ist die Lehre Jesu und der Apostel. Kein Schriftgelehrtenkram!
„Alles, was ich schreibe ist fundiertes Wissen. Aber es ist klar, dass diejenigen Menschen, die nicht vom Geist Gottes erleuchtet sind, sondern nur Bibelwissen haben, keinerlei Zusammenhänge aufzeigen können“
“ Wenn Sie gnerell im Widerspruch zu meinen Ausführungen des Blogs stehen, haben Sie noch nichts erkannt und gelebt.“
Ich habe selten einen so anmaßenden Kommentar gelesen. Oder ist das Satire?
Waren Jesus und die Apostel auch anmaßend? – Es ist steht doch schlimm um eine Christenheit, die nur Bibelverse und ihre Meinungen dazu kennt… Es ist doch schlimm, wenn man sein Leben auf Ungewissheiten gründet. Nur zuverlässiges Wissen gibt Sicherheit. Aber viele scheinen nur ein Für-wahr-halten zu kennen, das sie mit Glauben verwechseln. Das ist entschieden zu wenig! „Kaufe Augensalbe“, werden wir aufgefordert. https://manfredreichelt.wordpress.com/2015/06/12/erwachsen-werden/
.Nur bist du nicht Jesus oder einer der Apostel.
Noch ist dein Blog eine Institution wie die Bibel. Auch wenn Du da evtl. anderer Meinung bist.
Ihre Antwort bestätigt leider genau das grundlegende Problem Ihrer Darstellung.
Sie erklären Ihre Position als „fundiertes Wissen“ und führen Kritik darauf zurück, dass andere Menschen „nicht vom Geist Gottes erleuchtet“ seien. Ein solches Argument ersetzt jedoch keine Auslegung der Schrift. Es macht die eigene Position lediglich unangreifbar, weil jeder Widerspruch automatisch als geistliche Blindheit interpretiert wird. Die Apostel argumentieren jedoch anders: Sie verweisen auf die Schrift und auf das öffentliche Handeln Gottes in der Geschichte.
Auch Ihre Deutung des Sündenfalls überzeugt biblisch nicht. Die Bibel beschreibt den Fall des Menschen nicht als primär ein „Versagen der Erkenntnis“, sondern als Ungehorsam gegenüber Gott (1. Mose 3; Römer 5,12). Adam und Eva wussten, was Gott gesagt hatte. Das Problem war nicht mangelnde Erkenntnis, sondern bewusste Rebellion.
Deshalb besteht Erlösung im Neuen Testament auch nicht in einem Erkenntnisprozess des Menschen, sondern im rettenden Handeln Gottes in Jesus Christus. Genau hier liegt der entscheidende Unterschied.
Ihre Darstellung läuft letztlich auf folgende Reihenfolge hinaus:
Erkenntnis → Transformation → Erlösung
Das Evangelium der Apostel verkündet jedoch etwas völlig anderes:
Christus → Erlösung → Transformation
Zuerst handelt Gott in Christus. Durch sein Kreuz und seine Auferstehung schafft er Rettung für Sünder. Aus dieser Rettung heraus folgt dann die Veränderung des Menschen – das, was die Bibel Heiligung nennt.
Wenn man diese Reihenfolge umkehrt, verschiebt sich der Schwerpunkt vom Handeln Gottes auf den inneren Entwicklungsweg des Menschen. Doch das Evangelium ist keine Methode der Selbstveränderung und kein geistiger Erkenntnisweg. Es ist die gute Nachricht von dem, was Gott bereits getan hat.
Darum verkündigten die Apostel nicht eine Erkenntnistechnik, sondern eine Person: den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus.
> Auch Ihre Deutung des Sündenfalls überzeugt biblisch nicht. Die Bibel beschreibt den Fall des Menschen nicht als primär ein „Versagen der Erkenntnis“, sondern als Ungehorsam gegenüber Gott (1. Mose 3; Römer 5,12). Adam und Eva wussten, was Gott gesagt hatte. Das Problem war nicht mangelnde Erkenntnis, sondern bewusste Rebellion.
Dem würde ich widersprechen. Es ist schon ein bisschen her, dass ich das Buch Genesis gelesen habe, aber nach meiner Erinnerung steht dort, dass sie nach dem Essen der Frucht der Erkenntnis nicht auch noch vom Baum des ewigen Lebens essen Ollten, weil sie dann Gott gleich wären (was ich etwas merkwürdig finde, da für mich Gott mehr ausmacht das sls beides).
Im jüdischen wird ferner gesehen, dass Gott den beiden zwar Strafen gab, ihnen aber auch Kleidung schenkte was als teilweise Versöhnung gedeutet werden kann.
Und es stellt sich natürlich die Frage, ob die beiden ohne die Fähigkeit der Erkenntnis überhaupt haben sündigen können. Ich meine nein. Denn diese Fähigkeit unterscheidet uns ja von den Tieren und diese sündigen ja nicht.
Ist für mich übrigens eine der spannendsten theologischen Fragen.
Lesen Sie bitte diese Aufsätze im Professorenforum:
Zur Historizität der Auferstehung von Jesus Christus
https://professorenforum.de/ressourcen/zur-historizitaet-der-auferstehung-von-jesus-christus/
Biblische Prophezeiungen und mathematische Wahrscheinlichkeiten:
https://professorenforum.de/ressourcen/biblische-prophezeiungen-und-mathematische-wahrscheinlichkeiten/
Bitte lesen Sie auch das Buch von Josh McDowell: Die Tatsache der Auferstehung.
Kostenloser Download unter CLV:
https://clv.de/Die-Tatsache-der-Auferstehung/255712