Jesus ist „hinabgestiegen in das Reich des Todes“, heißt es im Apostolischen Glaubensbekenntnis. Was bedeutet das für uns?
Von Wolfgang Kraska
„Ich glaube an Jesus Christus, hinabgestiegen in das Reich des Todes.“
Aus dem Apostolischen Glaubensbekenntnis
Geben wir es zu: Mit diesem Abschnitt des Glaubensbekenntnisses betreten wir dünnes Eis. „Niedergefahren zur Hölle“ – so dramatisch lautete der Satz, der uns in diesem Teil der CREDO-Serie beschäftigt, bis zur sprachlichen Revision von 1971. Es ist die einzige Passage, die wirklich grundlegend neu formuliert wurde. Alles Übrige sind nur sprachliche Anpassungen. Wie kann so etwas sein?
Nur ein Wort für Hölle und Totenreich
Zum einen muss man wissen, dass es im Hebräischen nur ein gemeinsames Wort für das „Reich des Todes“ wie auch für die „Hölle“ gibt: scheol. Dafür gibt es Gründe. Für den Hebräer ist das Reich der Toten nicht durch friedlichen Schlaf oder eine Nicht-Existenz gekennzeichnet. Das entscheidende Merkmal ist vielmehr, dass Gott in der scheol (griechisch hades) nicht gelobt wird (Psalm 115,17f). Das wäre bei einer Nicht-Existenz völlig belanglos.
Nun aber wird mit dem Verweis auf das Lob Gottes die Beziehungsebene angesprochen. Der Mensch ist als Gottes Ebenbild auf Gott als Gegenüber angelegt, und deshalb ist Gott zu loben ein existenzielles Grundbedürfnis. Genau dieses aber wird im Totenreich nicht mehr möglich sein, obwohl es dort nach alttestamentlicher Vorstellung sehr wohl eine Form von Existenz gibt. Ich erinnere z. B. an die Totenbeschwörerin von Endor, die für Saul den Geist Samuels befragen soll (1. Samuel 28). Das ist zwar von Gott verboten. Für unseren Zusammenhang ist aber interessant, dass es sehr wohl möglich ist.
Insofern sind beide Fassungen des Credo durchaus legitime Übersetzungen des lateinischen Textes descendit ad infera. Aber beide sind für uns zugleich problematisch. Die alte Formulierung „niedergefahren zur Hölle“ klingt nach einem rasanten Absturz und löst die Vorstellung von brutalen Strafen und teuflischen Qualen aus. „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“ klingt im Vergleich damit geradezu gemächlich und harmlos. Es unterstützt die Vorstellung, dass der Tod ein angenehmer, entspannter Schlafzustand sei.
Keine konkrete Bibelstelle
Der große Schwachpunkt der Aussage des Credo über die Höllenfahrt Christi besteht darin, dass es überhaupt keine Bibelstelle gibt, die das klar aussagt. Ganz anders ist es bei der Himmelfahrt Christi, dem Gegenpol zur Höllenfahrt. Fragen wir trotzdem, welchen Sinn es haben könnte, dass dieser Satz ins Credo aufgenommen wurde. Welche Aussage soll damit gemacht werden? Mir scheint, um das Anliegen zu verstehen, müssen wir tatsächlich beide Formulierungen als zusammengehörig und sich ergänzend und erklärend verstehen. Schauen wir uns deshalb die beiden Linien an, die sich damit verknüpfen.
Der Aufenthalt in der Hölle hat mit der für die Bibel selbstverständlichen Existenz des Teufels zu tun. Sein Lebensraum ist die Welt ohne Gott, die Hölle. Aber darunter ist nicht ein konkreter Platz, an dem Menschen gequält werden, zu verstehen, sondern eine geistliche Realität mitten in unserer Welt. Die Arbeit des Teufels besteht darin, einen Keil zwischen Gott und uns zu treiben. Tod und Teufel gehören zusammen (Hebräer 2,14).
Der Sieg über den Tod und der Sieg über den Teufel sind letztlich nur zwei Seiten der einen Münze. Der Teufel ist seit Christi Sterben entmachtet und ist nicht mehr das Schicksal, das uns bedroht. Wir müssen nicht mehr zur Hölle fahren, weil Christus auch das für uns übernommen hat – mit gravierenden, befreienden Folgen. Die Höllenfahrt ist also eine pointierte Aussage zur Bedeutung des Sterbens Jesu. Wir sind nicht mehr für die Hölle, sondern für den Himmel bestimmt.
Hoffnung für alle – Gewissheit für Christen
Die zweite Linie berührt eine Frage, die sich Christen aller Zeiten bis heute stellen: Was ist eigentlich mit den Menschen, die vor Christus gelebt haben? Und mit denen, die in ihren Ländern und Kulturen nie die Chance hatten, das Evangelium zu hören? Und noch weiter gefasst: Gibt es nicht auch im christlichen Abendland – vielleicht sogar in unseren Gemeinden? – Menschen, die zwar christlich sozialisiert worden sind, letztlich aber mit gesetzlicher Christlichkeit und fragwürdiger Frömmigkeit vom Evangelium ferngehalten worden sind? Die gute Nachricht, um die es geht, haben sie aber nie wirklich kennengelernt und verstanden. Das führt zu der Frage, ob denn die Rettung Glückssache und Zufall sein kann, die nur eine kleine Minderheit der Menschheit betrifft.
Eine Antwort in diese Richtung ergibt sich für mich aus der einzigen Stelle, die tatsächlich von einer Verkündigung des Evangeliums in der Totenwelt spricht (1. Petrus 4,6): „Deshalb wurde die Botschaft sogar den Verstorbenen gepredigt, damit sie – obwohl ihr Körper mit dem Tod bestraft wurde – trotzdem im Geist ewiges Leben haben können.“ Was immer das im Einzelnen bedeutet, klar ist, der Vers spricht von einer Verkündigung im Totenreich und der dahinterstehenden Absicht, auch den Verstorbenen ewiges Leben zu ermöglichen.
Das Heil Gottes ist sehr viel umfassender, als wir es uns mit unserem begrenzten Horizont vorstellen können. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass letztlich alle irgendwie gerettet werden. Auch im Totenreich wird das Evangelium, wie auf der Erde, nur verkündet. An Christus und der Positionierung ihm gegenüber kommt niemand vorbei. Die Konsequenz lautet aber sehr wohl, dass wir niemanden vorzeitig aufgeben müssen und dürfen. Das ist für mich ein großer Trost gerade im Blick auf Menschen in meinem Umfeld, von denen ich nicht weiß, wie Jesus ihre Beziehung zu sich beurteilt. Ich bringe es deshalb gerne auf die Formel „Hoffnung für alle – Gewissheit für Christen“.
Was bedeutet nun das Sterben?
Im Leben diesseits des Todes ist vieles bezüglich unserer Beziehung zu Gott noch sehr verschwommen. Als Christen leiden wir immer wieder an unserer eigenen Widersprüchlichkeit, aber auch unter der Verborgenheit und dem Schweigen Gottes in dieser Welt. Menschen ohne Gott können dank zahlloser Angebote den Alltag fröhlich gestalten, und sich so der Illusion hingeben, es gäbe gar keinen Gott und sie vermissten ihn auch nicht.
Doch nach dem Sterben, so macht es Jesus in seinem Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus (Lukas 16,19–31) deutlich, herrscht Klarheit. Glückliches Aufatmen, nun endlich klar zu sehen, was ich bisher nur geglaubt habe. Oder auch tiefes Erschrecken, was ich verpasst habe: Das wäre es gewesen, doch nun bleibt nur die Ferne von Gott. Ich konnte nichts von meinem schönen Leben mitnehmen und bin nur noch mit mir allein. Das, denke ich, macht die Hölle aus: totale Einsamkeit.
Wie bereits im letzten Teil dargelegt, macht der Schrei des Sohnes Gottes am Kreuz „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ deutlich, was das bedeutet: Verlassenheit von Gott ist tiefste Einsamkeit, obwohl alles in mir nach Gemeinschaft mit Gott schreit. Das bedeutet, unser Sterben schafft letztlich keine neuen Tatsachen. Es enthüllt vielmehr, wie ich immer schon gelebt habe und leben wollte. Wer in aller Unzulänglichkeit als Gottes Kind leben wollte, darf das nun uneingeschränkt tun und Gott feiern und loben. Wer Gott los sein wollte, muss es nun sein. Das ist die Hölle!
Höllenfahrt und Himmelfahrt
In diesem Sinne ist das Sterben Jesu am Kreuz seine Höllenfahrt. Ob das ein Ereignis in Raum und Zeit war, etwa zwischen Karfreitag und Ostern, müssen wir nicht zu Ende klären. Ich denke, wir sollten uns die Höllenfahrt nicht räumlich vorstellen. Genau so wenig wie die Himmelfahrt Christi. Die Begriffe entstammen dem dreistöckigen Weltbild der Antike und können uns heute nur in die Irre führen. Die darin ausgedrückte Wahrheit ist jedoch sehr real.
Weil wir nur in Raum und Zeit denken können, formuliere ich behelfsweise: Es gibt „Räume“ der Gemeinschaft mit Gott, den Himmel. Ebenso gibt es solche der Trennung von Gott, die Hölle. Und noch einmal: Jesus erlebt die totale Trennung von Gott, damit niemand von uns mehr zur Hölle fahren muss. Aber damit ist die Tiefe der Formulierung „niedergefahren zur Hölle“ noch nicht ausgelotet. Wir kommen ihr näher durch die andere Übersetzungsmöglichkeit „hinabgestiegen in das Reich des Todes“. Denn der Tod und die Hölle, das Sterben und die Trennung von Gott gehören zusammen.
Tod und Hölle werden entmachtet
Dass wir sterben müssen, hängt unlösbar mit der Sünde und dem Sündenfall zusammen. Der Tod ist der Sold, die Konsequenz der Sünde (Römer 6,23). Wie im letzten Teil dargelegt, war es den Menschen ursprünglich erlaubt, vom Baum des Lebens zu essen und somit ewig zu leben. Seit der Vertreibung aus dem Paradies aber ist der Tod unser Schicksal. Er ist die letzte Bastion und zugleich der stärkste Trumpf des Teufels. Spätestens mit dem Tod hat er volle Macht über den Menschen – so der Plan.
Doch seit dem Sterben Jesu Christi am Kreuz gilt: „Als letzter Feind wird der Tod vernichtet werden.“ (1. Korinther 15,26) An seine Stelle tritt die Auferstehung, sei es zur ewigen Verdammnis oder auch zum ewigen Leben (Johannes 5,29). In jedem Fall entfällt der finale Zugriff des Teufels. Nicht er bestimmt, was aus uns wird, sondern allein Jesus Christus. Er – und ganz und gar nicht der Teufel – ist der Richter.
Für alle, die durch Jesus zu Gottes Kindern geworden sind, gilt, dass sie für Gottes neue Welt, für das zweite Paradies, bestimmt sind. Genau dies war der Gegenentwurf, der Rettungsplan Jesu: „Doch der Sohn Gottes kam, um die Taten des Teufels zu vernichten.“ (1. Johannes 3,8) Jesus hat die Macht des Teufels besiegt und ihm auch seinen letzten Trumpf, den Tod, endgültig genommen. – Wenn das kein Grund zum Feiern ist!
Zur Vertiefung allein oder in der Gruppe
Klärung
- Was löst die alte Formulierung „niedergefahren zur Hölle“ in Ihnen aus? Und was verbinden Sie mit der neuen Fassung „hinabgestiegen in das Reich des Todes“?
- Gehört dieser Satz überhaupt ins Credo? Was ist wichtig daran oder warum halten Sie ihn für verzichtbar?
Vergewisserung
- Als Christ brauchen Sie wirklich keine Angst vor der Hölle zu haben! Vergessen Sie nie, dass Christus bereits an Ihrer Stelle dort war und Tod und Teufel entmachtet sind.
- „Hoffnung für alle – Gewissheit für Christen“ – An welche Menschen denken Sie dabei? Sie können sie getrost loslassen und Gott anbefehlen. Gott wird es schon richtig machen!
Hoffnung
- „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“, sagt Jesus (Lukas 23,43). Und Paulus sagt von sich: „Denn Christus ist mein Leben, aber noch besser wäre es, zu sterben und bei ihm zu sein.“ (Philipper 1,21) Machen Sie sich diese Sätze zu eigen, denn sie gelten auch Ihnen.
- Sie können aus gutem Grund ohne Angst in die Zukunft gehen. Denn nach unserem Tod erwartet uns die Gemeinschaft mit Gott, wie immer die aussehen wird.
Wolfgang Kraska ist Autor und FeG-Pastor im Ruhestand.

Dieser Artikel ist in Christsein Heute erschienen. Christsein Heute ist das Magazin des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (FeG).
Hier geht es zum vorherigen Artikel aus der Serie zum Glaubensbekenntnis:

Danke für den interessanten Artikel. Ich habe jedoch den Eindruck, dass ein entscheidender biblischer Aspekt in der heutigen Auslegung oft zu wenig beachtet wird: die geistliche Auseinandersetzung Jesu mit realen Mächten des Bösen.
Das Neue Testament beschreibt das Erlösungswerk Jesu nicht nur als Überwindung von Sünde und Tod im persönlichen oder existenziellen Sinn. Es spricht ebenso deutlich vom Sieg über Mächte und Gewalten der unsichtbaren Welt (Kolosser 2,15; Epheser 6,12). Der Alttestamentler Michael S. Heiser hat überzeugend gezeigt, dass viele neutestamentliche Aussagen nur verständlich werden, wenn man diesen kosmischen Konflikt ernst nimmt.
Gerade Aussagen wie 1. Petrus 3,18–20 oder 1. Petrus 4,6 deuten darauf hin, dass Jesu Hinabsteigen in das Reich des Todes nicht lediglich symbolisch oder ausschließlich als Beschreibung seines Leidens zu verstehen ist. Vielmehr erscheint es als bewusste Siegesproklamation gegenüber rebellischen geistlichen Mächten. Dadurch bekommt das Credo eine enorme heilsgeschichtliche und kosmische Tragweite.
Ich habe den Eindruck, dass diese Dimension heute oft vernachlässigt wird, weil sie nicht gut in ein modernes, stark rational geprägtes Weltbild passt. Damit droht jedoch ein Teil der biblischen Dramatik verloren zu gehen: Jesus besiegt nicht nur Sünde und Tod, sondern entmachtet auch geistliche Gewalten, die nach biblischem Verständnis hinter dem zerstörerischen Einfluss des Bösen stehen.
Vielleicht wäre es hilfreich, diese Perspektive stärker in die Auslegung einzubeziehen, um die Tiefe der Aussage „hinabgestiegen in das Reich des Todes“ umfassender zu verstehen.
Das Neue Testament gebraucht zwei verschiedene Begriffe, die man genau unterscheiden sollte: Hades und Gehenna.
Der Hades ist die Welt der Toten – die hebräische Sche’ol – in der die Toten auf die Auferstehung warten.
Hier war auch Jesus zwischen seinem Tod und seiner Auferstehung.
Die Gehenna, das ewige Feuer, ist der Strafort für die Dämonenwelt und die Verurteilten im letzten Gericht, ist also jetzt noch leer.
Der Satan wohnt aber weder da noch da, sondern hat seinen Platz (noch) hier auf der Erde – wie täglich in den Nachrichen zu sehen ist.
Wer mehr darüber wissen will:
http://www.neues-testament.org/die-totenwelt/
http://www.neues-testament.org/der-satan/
Jesus Christus verschleudert das ewige Leben nicht im Sonderangebot!!!
Wir werden durch unseren Glauben an Jesus Christus und Seine Gnade gerecht von Verfehlungen, ohne dass
wir dafür eine Leistung erbringen müssen (Römer 3, 22-24; Epheser 2, 8-10).
Aber zwischen gerecht werden (aus Gnade) und gerecht bleiben (durch Taten) besteht ein großer Unterschied!
Bitte lesen Sie dazu die folgenden Bibelaussagen:
– laue Christen wird Jesus aus seinem Mund ausspucken (Offenbarung 3, 14-22) und
– wer keine reiche Frucht bringt, wird von Jesus getrennt (Johannes 15,1-8) und
damit Faulpelze und Taugenichtse (Matthäus 25,14-30).
Bitte lesen Sie auch Jakobus 2,24; Matthäus 6,19 + 20 und Matthäus 19,30.
Wie können Sie sich also tatkräftig für Jesus Christus engagieren?
Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen (Epheser 2,10).
Bitten Sie IHN um Erkenntnis (Jakobus 1,5-8).
Jesus spricht in Matthäus 25,31-46 „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan“ und erläutert das.
Und ER will, dass alle Menschen die Wahrheit erkennen (1.Timotheus 2,4). Auch Sie können die Evangelisation unterstützen, allerdings nur ein volles Evangelium und kein Wohlstands-bzw. Wohlfühlevangelium (Galater 1,7).
Wir hatten in unserem Bibelkreis genau über dieses Thema eine hitzige Diskussion, aber Gott sei Dank mehr Konsens als die Kommentare von Bernd Hehner und Chey vermuten lassen, die wohl eher „außerbiblische“ Thesen vertreten.
Angesichts der schwierigen Interpretation und Deutung dieser biblischen Passagen, flüchte ich mich gern in diese „Lösung“ :
Niemand landet in der Hölle der da nicht hingehört und genauso verhält es sich mit dem Himmel !
(dennoch ein guter Artikel!)
> Hehner und Chey vermuten lassen, die wohl eher „außerbiblische“ Thesen vertreten
In der Tat, das tun wir beide. Ich vertrete ein am Judentum orientiertes Verständnis
Wobei ich als Nichtchrist ja ohne Probleme ausserbiblische Thesen vertreten kann, Bernd sich allerdings meines Wissens als Christ sieht, da ist das wohl schwieriger zu begründen.
Allerdings kommt es auch immer auf das persönliche Bibelverständnis eines Christen an. Da gibt es ja eine enorme Bandbreite, insofern will ich keineswegs sein Christsein in Frage stellen.
Gott ist immer wirkliche Liebe
Ich vertrete, lieber Stammtischbruder und liebe Chey, keine außerbiblischen Thesen. Jesus ist gemäß einem sehr langen Glaubens einer 2000jährigen Kirche (bildlich) in das Reich des Todes gegangen, hat den Toten gepredigt (die vor Gott nie ausgelöscht sind) und hier die Schlüssel zur Hölle und zum Tode dabei, auch um aufzuschließen. Das ist fundamentale christliche Überzeugung, keinerlei billige Gnade. Denn Jesus ist freiwillig nicht für völlig Unerreichbares gestorben, sondern zur Versöhnung aller Menschen mit Gott. Es ist nicht (nur) eine große Bandbreite unseres Christentums, was mich glauben lässt, dass am Ende aller Zeiten sich auch alle mit Gott versöhnen, oder sogar versöhnt haben, sondern hier buchstäblich auch Gottes Heilsgeschehen selbst. Wenn Gott Liebe ist, löscht er niemals Menschen aus wie Computerdateien, dies begreift jeder durchaus mit sauerländischer Volksschulbildung. Theologen winden sich um diese letzte Fragen, in dem diese noch nie Gegenstände von Predigten waren, die ich in mehr als 60 Jahren immerzu hörte und manchmal leider auch erleiden musste. Wenn das Ewige Leben nur Superfromme aus knappen 2000 Jahren als himmlische Bewohner/innen generierte, wird es da sehr einsam sein. Denn Menschen gibt es seit fast 2 Millionen Jahren und vor einigen 100.000 Jahren gab es auf unserer Erde Menschen, die in großen Teilen friedlicher waren als wir Heutigen, wo dort jeder in einem noch recht kurzen Leben aber mindestens 1000 neue Menschen
kennenlernte und zu kooperieren nicht nur notwendig, sondern sehr gute Angewohnheit war. Sonst wäre später nie unser Rad erfunden worden. Der menschliche vorläufige Niedergang dann brach erst an, als wir alle sesshaft wurden, Einbrecher kamen sowie Lebensmittel und die Frauen stahlen, es plötzlich Reiche und Arme gab, wegen besserer Vorratshaltung auch mehr Kinder geboren wurden mit dem Ergebnis von trauriger Kindersterblichkeit. Man baut (sinnbildlich) den Turmbau von Babel, der umfiel und die Menschen sich nicht mehr verstanden. Es waren jene späteren Großreiche, mit Soldaten, Kriegen und mächtigen Tyrannen. Manche verstehen jene eher krisenhafte Entwicklung als den Verlust unseres Paradieses und so etwas wie eine kollektive Erinnerung und Hoffnung. Der Mensch wurde eher Wolf statt Engel. Die alttestamentliche Prophetie, dass Schwerter zu Pflugscharen werden und Kriege geächtet sind, beinhaltet gegenläufig
diese Hoffnung, es könnte (wie vor 100.000 Jahren werden), als Menschen größtenteils nur halbtägig arbeiten mussten, weil sie vor allem Früchte des Waldes verspeisten. Eher haben die Eiszeit(en) dazu beigetragen, aus Allesessern dann auch heutige Fleischesser zu machen
Hier ist es auch nur eine von meinen Vermutungen, dass das Abschlachten großer Tiere unseren früheren Charakter stark verbogen hatte
Meines Wissens hatte der Apostel Paulus geglaubt, dass alle Kreatur sich nach der Erlösung Gottes sehnt (das Tier aber nie philosophiert).
Was daher nicht stimmt: „Niemand landet in der Hölle der da nicht hingehört und genauso verhält es sich mit dem Himmel“ ! Diese Hölle wird gemäß der Offenbarung des Johannes in einen feurigen Schlund geworfen, also abgeschafft. Wir haben diese Hölle leider betrieben.
Ich habe mich bereits als Kind gefragt, wieso ein väterlich- und mütterlicher Gott, überhaupt eine Hölle betreibt. Er tut es nicht, nur wir.
Allenfalls ist die Hölle die Summe unserer inneren Abgründe, die uns gerade heute so offenbar sind, wenn wir nur die Nachrichten sehen.
Wenn ein Herr Epstein und viele angesehene Weltbürger zu seiner einsamen Insel fuhren, um Kinder und Jugendliche zu missbrauchen.
In Sodom waren es noch – nach heutigen Maßstäben – toxische Methoden von Psychosekten, heute sind es jedenfalls brutalste Gewalt. Wer heute noch an die dreistöckige antike Hölle glaubt, wie Gottlose leben, würde doch in Ewigkeit dort nur absolut böses klar siegen und Gott hätte mit seinem Erlösungswerk ein untaugliches Mittel angewandt, Jesus erfolglos gestorben und Gottes Liebe Behauptung.
In der Ewigkeit sehr geborgen
Der Pastor im Ruhestand Wolfgang Kraska versteht die Christinnen und Christen versprochene Ewigkeit, dass die Menschen ohne Verbindung zu Gott nicht ausgelöscht werden (wie Computerdateien). Denn Jesus soll ja, so glaubten es auch unsere Vorfahren, (bildlich gesehen) hinabgestiegen sein in das Reich des Todes, um diesen zu predigen. Er als der Christus, der wie ein Sohn eine Seite Gottes beschreibt, hatte die Schlüssel zur Hölle und zum Tode. Eben deshalb um aufzuschließen und zu befreien. Also leben alle auch die tot sind, denn sie sind kein Müll, nicht als ob Gott wie ein Brötchenbäcker missratene Exemplare wegwirft. Gott ist größte Liebe. Hier erfüllt sich, dass wir zwar heute uns mit Gott versöhnen sollten, in aller Liebe und Ehrlichkeit, aber dass jede/r auch zweite Chancen besitzt. Da es in der Ewigkeit keinerlei Zeit gibt, kann niemand beschreiben, ob solche Abseitsstellung von Gott, durch Menschen selbst ausgewählt, nur zeitlich gilt. Aber die Bibel sagt hier deutlich auch, (dann war es auch der Glaube in frühen Christenzeiten) dass sich am Ende alle Knie vor Gott (freiwillig) beugen und sich alle freiwillig mit Gott versöhnen. So kommt Jesus nach dem Biblischen Zeugnis auch als Erlöser und nicht als ein Henker. Die Hölle ist kein Keller des Himmels, nur UNSERE HERRSCHAFT DES BÖSEN, wir sind die Teufel. Sehen täglich, was wir auf Erden betreiben. Wir werfen Feuer vom Himmel, Menschen betreiben Kriege, Frauen töten hier ihre ungeborenen Kinder, Terroristen ermorden Menschen, Tyrannen unterdrücken ganze Völker, aber Gott befreit seine Israeliten aus ihrer Versklavung und Jesus kam auch uns seelisch zu befreien. Gott ist absolut Gutes, der Schöpfer bekommt keinen hohen Blutdruck und Heiligen Zorn der Hass wird, keine Tötung der Bösen und kein Rollen der Köpfe. Jesus hat uns diese völlig neue Perspektive auf Gott eröffnet, die eine ganz andere ist als Menschen es wahrnahmen. Er liebt seine Feinde, sein Messias wehrte sich nicht am Kreuz, nicht kriegerische Engel haben ihn befreit und Gottes Sohn nahm die Sünde unserer ganzen Welt einfach auf sich selbst. Deshalb werden sich am Ende aller Tage auch alle Menschen freiwillig für Gott entscheiden. Bewiesen ist dies mit der Geschichte, wie aus Saulus als potentielle Christenmörder ein Apostel Paulus wurde, als er in einem großen Licht der Liebe Gottes begegnete. Er konnte und wollte nichts anderes als für sein Leben Insolvenz anzumelden und es neu beginnen. So wird es sein mit dem Neuen Himmel und der Neuen Erde, einer völligen Neuschöpfung aller Dinge und des Universums: Ohne Geburt, kein Tod, niemals mehr Leiden jedweder Kreatur und nur völlige Liebe. Dies ist unsere Zukunft, wenn am Ende sich die Knie aller irdischen Menschen vor Christus beugen. Unserem Messias, der mit seinem Tod in das Reich der Toten hinabstieg und die Schlüssel zur Befreiung aus der Hölle mitnahm. Was wir hieraus lernen::Tote sind nicht einfach tot, denn ihr Innerstes (Seele), kann keiner töten. Der Alte Adam wird Neuer Adam. Der neue Mensch wird das Geschöpf Gottes. Es schließt sich der Kreis von A+0,.Anfang und Ende: Wir kommen von Gott und gehen zu ihm zurück. Als Erben der Ewigkeit.
Das ist mir zu simpel.
Gott ist der Schöpfer des Universums. Somit hat Er auch Satan erschaffen. Und das Böse. Und Er stellt uns vor die Wahl, wofür wir uns entscheiden. Sicher ist Seine Gnade größer als unser menschlicher Horizont es zu fassen vermag. doch warnt die gesamte Bibel ausdrücklich davor, auf eine „zweite Chance“ zu hoffen oder gar zu vertrauen.
Das Gleichnis vom armen Lazarus ist sowohl ein eindrückliches Beispiel als auch eine dringende Warnung: Der Reiche hat seine Chance verpasst!
@ Andi: Mich erstaunt immer wieder, wie selbstverständlich Fundamentalisten Behauptungen als absolut hinstellen, die doch gar nicht biblisch sind.
Lesen Sie mal das Schöpfungslied am Anfang Ihrer Bibel. Die Welt wurde gut erschaffen: „Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ (1 Mose 1, 31)
Aber dann wird sofort gemäß menschlichen Denkmustern nach Ursachen und Erklärungen gefragt: „ Wie konnte dann das Böse in der Welt entstehen?“
Gott hat unerklärliche Freiheit gegeben, er lässt unbegreiflich vieles zu.
Doch mit der Behauptung, Gott selbst habe das Böse geschaffen, wird der Fall der Engel und der Menschen sogar verharmlost, wird letztlich in die Verantwortung Gottes (eben als seine Schöpfung) geschoben und prägt damit die Vorstellung von Gott. Zur „Erklärung“ dieser Irrlehre wird dann manches versucht, z.B. die Freiheit Gottes zu betonen, Maßstäbe von gut und böse ansich in Frage zu stellen und wer weiß was alles.
Ich halte die Begriffe an sich für problematisch.
Wenn Gott alles geschaffen hat, dann auch das, was wir im allgemeinen als Böse bezeichnen.
Aber was ist böse? Das ist relativ und z.b.auf Gott nicht anwendbar. Wenn wir z.b. töten, ist das böse, wenn Gott tötet, nicht.
Ich würde ‚böse‘ eher als Handeln gegen Gottes Weisungen bezeichnen. Es ist eine Art Ungehorsam. Und in der Tat, das ist die von Gott geschenkte Freiheit.
Ansonsten verhindert man sich in Logikbrüchen, auf die z.b. Atheisten immer gerne hinweisen.
“ Das Leben nach dem Tod spielt im Judentum eine untergeordnete Rolle. Die Vorstellung ist dementsprechend vage. Eine Hölle wie im Christentum kennt es nicht. “
Es gibt in der Jüdische Allgemeine , und nicht nur dort, einen guten Artikel dazu, mit dem Titel
“ Gehinnom „.
Lies es, und vielleicht verstehst du etwas. Die Vorstellungen sind natürlich nicht identisch, aber sie ähneln sich in der Bedeutung.
Da ist nichts “ vage“, wie du scheibst, sondern sehr klar , und es gibt sogar einen reellen Ort, nach dessen Namen die “ angenommene Realität “ der Hölle benannt wurde,
Das Judentum war nie isoliert von äußeren Einflüssen, insofern wurden nichtjüdische Vorstellungen wie die Hölle immer mal wieder hineingetragen (das ist im Christentum oft nicht anders) Aber der jüdische Monotheismus und damit die grundlegende Theologie kennt keine Hölle.
Frag den Rabbi – Gibt es eine Hölle? https://share.google/7Kiora8xW9xJDqj1Z
verheddert- nicht verhindert
Autokorrektur nervt manchmal 🙂
In der Kürze liegt die Würze, besagt eine uralte Binsenweisheit,
daher dachte ich, dass aufgrund des gewählten Zitates und der recht überschaubaren Zahl der Kommentare, mein Kommentar auch ohne besonderen Korrekturhinweis , deutlich genug ist. 🙂
Ich habe meinen eigenen Beitrag korrigiert, nicht deinen.
“ Ich habe meinen eigenen Beitrag korrigiert, nicht deinen. “
Kein Problem.
Wir sind die BÖSEN
Hallo Chey, du schreibst: „Ich halte die Begriffe an sich für problematisch. Wenn Gott alles geschaffen hat, dann auch das, was wir im allgemeinen als Böse bezeichnen“!(Zitat Ende). Dies ist ein Missverständlich. Gott ist der völlig Gute, sonst aber wäre er niemals Gott und nicht in allen Belangen und grenzenlos perfekt. Nicht er hat jenes Böse erschaffen, sondern wir sind hier diejenigen, die einen geschenkten Freien Willen bekamen. Daher haben wir alle Freiheit, das (subjektiv) Gute zu tun, nichts zu tun, sogar das Böse leben. Würde der Himmel alles destruktive Böse nur verhindern, hätten wir nie eine wirkliche Verantwortung, keine Freiheit und wären lediglich Marionetten und auch niemals verantwortlich. Also dann so nur zwangsläufig verdammt zu sein, nicht böse sein zu können. So müssen wie immer zwischen Gut und Böse jeden Tag entscheiden, auch mittels ethischer Kategorien. Also wir sind die Bösen, die Sünder und hier eigentlich auch von einer Beziehung zu Gott völlig getrennt. Aber in diese Beziehung hat Jesus dann bedingungslos uns wieder als ein wirklich voraussetzungsloses Geschenk geheilt. Warum? Weil echte Liebe bedingungs- und ebenso auch voraussetzungslos ist. Christinnen und Christen sind gewissermaßen begnadigte Sünder. Es wäre hier einfacher zu schreiben „Gott ist Liebe“ und darauf läuft es hinaus. Die Nahtoderfahrenen haben eben solches existenziell öfters erlebt, dass nicht Gott sie verurteilte, sondern ihr eigenes Gewissen. Sie brauchten dann im Himmel genauso Trost wie alle Armen und haben sich immer freiwillig mit Gott versöhnt. Ich lasse mal offen, ob hier die erlebte Nahtod-Realität eine vom Gehirn simulierter Sterbefilm ist, der aber Wirklichkeit voraussagt, oder schon der Ernstfall wirklicher Realität. Sogar hauptamtliche Pfarrer von Freikirchen glauben dies. Die Fundamentalisten haben kein Verständnis dafür, dass Gott gewaltlos die Unendlichkeit
regiert. Er ist nicht wie die Tyrannen dieser Welt.
Du magst dich als böse ansehen, aber bitte verallgemeinere das nicht auf andere.
Ich bin nicht böse. Und diese christliche Sichtweise teile ich auch nicht
Und auch daran hakt dein Text: Die Welt ist größer als nur christlich.
Alles ist von Gott geschaffen. Das fällt dir nur schwer zu akzeptieren, weil es in dein ‚Gott ist so gut wie ich ihn haben will‘ nicht rein passt. Aber wir können uns Gott nicht zurecht basteln. Nur ist genau das, was du nach meinem Empfinden tust.
Hallo Andi, ich bin bei allem bei dir, nur das Böse kann Gott nicht geschaffen haben ! Der Prophet Hesekiel gibt Hinweise über einen mächtigen Engel der sich erhoben, im Himmel eine Rebellion angezettelt hat und zum Satan „mutierte“.
So erklärt man sich die Existenz des Bösen in der Welt was durch den Sündenfall letztlich die gesamte Menscheit erfasst hat.
Jesus ist die Antwort Gottes auf dieses Desaster !
Wie konnte sich Luzifer erheben und quasi zu Gottes Gegenspieler werden, wenn Gott allmächtig ist und das mit einem Fingerschnippen hätte beenden können?
Da ist doch ein gravierender Logikbruch.
Es gibt keine Engellehre
Lieber Stammtischbruder: Die christliche Theologie, vermutlich auch das Judentum, kennt keine eigenständige Lehre über die Engel. Engel sind nur Boten, vielleicht bisweilen mein Unterbewusstsein mit Träumen, andere Menschen, oder Engel die auch in Träumen erscheinen. Allerdings haben wir die schlimme Angewohnheit, das Böse an unserer Welt Gott zuzuschieben, der den Teufel angeblich erschuf. Oder hilfsweise böse Engel, die an unserer Untaten letztlich immer Schuld tragen. Biblischer wäre es im Alten Adam den Menschen ohne Gott zu sehen und Menschen nach dem Vorbild Jesu im Neuen Adam. Jesus war nicht nur der gerechte Mensch, sondern in ihm wohne daher vollständig ebenso Gott. Wir sind leider destruktiv und böse, deshalb waren wir erlösungsbedürftig. Aber was viele auch nicht glauben wollen: Wir sind völlig unverdient und für alle Zeiten freigesprochen. Dies kann sich nur jemand erlauben der Gott ist und sich nie irrt und auch mit seinem allen Menschen versprochenen Erlösungswerk niemals scheitert. Wenn Gott scheiterte, dann wäre der Himmel der einsamste Ort jenseits des alten Universums. Denn die 3%
Superfrommen auch lediglich der letzten 2000 Jahre sind rar gesät und ob es eine Superfrömmigkeit überhaupt gibt, stellt sogar meine Bibel im Neuen Testament sehr infrage, zumindest für hier auf Erden: „Wie sind immer Sünder und mangeln des Ruhmes, den wir vor Gott haben sollten“! Also wir sind freigesprochene Sünder, aber keinesfalls vollkommen. Siehe dazu nur Fernsehen.
Gott kann niemals irren oder scheitern
Lieber Andi: Gott hat Menschen erschaffen und damit ist der Teufel, theologisch fast mit hundertprozentiger Meinungsgleichheit auch ein Wesen aus Fleisch und Blut, sicherlich nicht modern gemeint als (durchaus existent mögliche) Superintelligenz im Universum. Teufel sind das Böse auf Erden. Also kein böser Gegengott als Teufel im Kampf gegen den Schöpfergott. Der Verursacher aller Dinge ist eine alle Wirklichkeit schaffende, erhaltende und beinhaltende Realität. Die Bibel formuliert es auch so, dass unser Gott in allen Dingen ist und alle Dinge sind auch in ihm. Aber auch dass er wirklich göttlich bleibt und seine Gedanken und Wege höher sind als irdische Sichtweisen. Nur weil er in Jesus Mensch wird, zeigt uns nicht nur seine Nähe, sein Schatten über meiner rechten Hand, sondern auch seine real absolute Zugewandtheit. Gott will nur Liebe und er regiert das ganze Universum nur mit der Kraft der Liebe. Ein gewaltloser Gott hat sich auch dadurch so gezeigt, dass Jesus sich nicht mit Gewalt vor einer Kreuzigung wehrte. Das Kreuz ist die Warnung gegen jegliche Gewalt. Und daher ist die Hölle immer keinerlei Gewalt Gottes, er wirft nie Feuer vom Himmel, sondern schickte uns stets Jesus als Notarzt. Jesus hat nicht im Wortsinn uns eine zweite Chance eingeräumt, denn die Sünde als Schuld aller Welt wurde ans Kreuz genagelt ist also definitiv für alle Zeiten abgegolten, wir sind unwiderruflich freigesprochen. Jesus aber kommt niemals als Richter, sondern als ein sanfter Erlöser. Es gibt also keinerlei Heil ohne Jesus, aber dann bleibt er in letzter Konsequenz für alle Menschen immezu Erlöser. Wenn nach mancher Definition nur Superfromme oder überhaupt nur die Christen allein in den Himmel kämen, bei Superfrömmigkeit sind die nur 3 % aller heutigen Menschen, dann wäre die Ewigkeit völlige Einsamkeit. Gott und damit das Erlösungswerk Jesu kann niemala am Irrtum, einer großen Erfolglosigkeit Gottes, sowie an unserer Widerborstigkeit scheitern. Ich glaube, dass sich daher jeder Mensch, der je lebte, so mit Gott freiwillig versöhnt. Es kann sich niemand an Gott vorbei mogeln. Er ist Liebe und vor ihr ist auch Saulus vor Damaskus gescheitert, in dem er für sein Leben Insolvenz erklärte und mit der großen Liebe Gottes Apostel wurde. Im Antiken Weltbild ist die Realität dreistöckig. Unter der Erde ist die Hölle, hier auf der mittleren Ebene wir und Gott darüber im Himmel. Allerdings, der bemühte Psychoanalytiker und katholische Priester Eugen Drewermann soll angeblich mit Gott gesprochen haben und dann sei unser Erschaffer aller Dinge nach sehr langer Zeit aus seinem Himmel getreten mit der Bemerkung, er Gott habe leider alles falsch gemacht. Der Witz beinhaltet intelligent, die Kirchenkritiker wie Drewermann ernst zu nehmen und Gott nicht zu vermenschlichen. Gott hat keinen hohen Blutdruck und wird zornig.
.
Da es im Judentum keine Hölle gibt, kann der Jude Jesus auch nicht in dieser gewesen sein.
Wenn Christen meinen, sie brauchen die Vorstellung zum Glücklichsein, dass Nichtchristen bis in alle Ewigkeit gefoltert werden, sagt das nichts über Nichtchristen, aber viel über Christen.
„Das Judentum“ kennt das Totenreich. Und spricht sehr deutlich davon: Hebräisch Scheol, griechisch Hades. Allerdings ist dies nicht die Wohnung Satans, der ist ja nach wie vor der Fürst dieser Welt. Das hat mit „Vorstellung zum Glücklichsein“ nicht das Geringste zu tun und wird auch im Alten Testament beschrieben. So erklärt z.B. einer der „kleinen“ Propheten, dass der heidnische Brauch, Tote mit ihren Machtinsignien zu begraben, im Scheol durchaus wahrgenommen wird jedoch völlig sinnlos ist.
Nirgends in der Bibel und somit auch christlichen Lehre wird behauptet, das „Nichtchristen bis in alle Ewigkeit gefoltert werden“. Allerdings hat jeder Mensch die Möglichkeit zur Entscheidung, ob er denn die Ewigkeit im Reich Gottes verbringen will. Die Offenbarung nennt als Alternative das Gericht und als letzte Konsequenz den Feuersee. Der ist jedoch nicht die Wohnung des Teufels, sondern der Ort, den Satan am meisten fürchtet!
Das Leben nach dem Tod spielt im Judentum eine untergeordnete Rolle. Die Vorstellung ist dementsprechend vage. Eine Hölle wie im Christentum kennt es nicht.
Es wird einen Ort des Übergangs geben, aber letztlich wird vor Gottes,Gericht entschieden, ob man gerecht ist und damit bei Gott oder vergeht (also einfach verschwindet).
“ Das Leben nach dem Tod spielt im Judentum eine untergeordnete Rolle. Die Vorstellung ist dementsprechend vage. Eine Hölle wie im Christentum kennt es nicht. “
Es gibt in der Jüdische Allgemeine , und nicht nur dort, einen guten Artikel dazu, mit dem Titel
“ Gehinnom „.
Lies es, und vielleicht verstehst du etwas. Die Vorstellungen sind natürlich nicht identisch, aber sie ähneln sich in der Bedeutung.
Da ist nichts “ vage“, wie du scheibst, sondern sehr klar , und es gibt sogar einen reellen Ort, nach dessen Namen die “ angenommene Realität “ der Hölle benannt wurde,
Dann hast du Gehinnom falsch verstanden.
Es ist keine (ewige) Hölle sondern ein Ort der Reinigung. Nach Ansicht vieler Rabbiner auch nicht länger als 1 Jahr.