Videospiele gehören für über 90 Prozent der jungen Erwachsenen zum Lebensalltag. Ein Pilotprojekt im Kirchenkreis Fulda will zeigen, dass Gaming und Glaubensthemen kein Widerspruch sind.
Von Helga Kristina Kothe (epd)
Was macht ein Licht in einer dunklen Welt so kraftvoll – und wie entstehen Orte der Hoffnung? Am Beispiel des Videospiels «Expedition 33», in dem eine Gruppe eine Gesellschaft vor einem übernatürlichen Wesen retten muss, diskutieren die Teilnehmenden von «Faith and Pixels» im Chat diese Fragen. Das Projekt im evangelischen Kirchenkreis Fulda, das nach eigenen Angaben deutschlandweit einzigartig ist, verbindet Gaming mit Kirche.
Gefördert vom Innovationsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und dem Jugendverband «Entschieden für Christus» (EC) mit Sitz in Kassel wollen Pfarrer Maximilian Weber-Weigelt sowie die Gemeindepädagogen Ruben Ullrich und Robin Feldhaus neue Räume für Dialog, Reflexion und Gemeinschaft schaffen.
Bei «Faith and Pixels» werden Spiele, Live-Talks, Podcasts und Online-Events genutzt, um über Ethik, Moral und zentrale Lebensfragen ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stehe der Austausch auf Augenhöhe über Spiritualität, Lebenssinn und digitale Kultur.
Brücken zwischen Alltag und gelebtem Glauben
Weber-Weigelt betont: «Glauben und Gaming gehören zusammen, weil viele Computerspiele Fragen aufwerfen, die weit über das Spiel hinausgehen.» «Faith and Pixels» wolle zeigen, dass digitale Welten mehr sein können als bloße Unterhaltung. Der Pfarrer aus Bieberstein-Dipperz betont, dass Computerspiele ein fester Bestandteil der Jugendkultur seien und Kirche dort präsent sein solle. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen liege der Anteil der Computerspielenden bei über 90 Prozent. Gaming sei Teil der Lebenswelt vieler junger Erwachsener. «Faith and Pixels» zeige, dass Gaming ein Resonanzraum für Sinn- und Glaubensfragen sein könne – «nicht, weil es Kirche ersetzt, sondern weil es Brücken zwischen Alltag, Kultur und gelebtem Glauben baut».
«Die Kirche muss sich dieser Realität stellen», ergänzt der Gemeindepädagoge Robin Feldhaus. Sie tue sich damit jedoch schwer und verpasse so die Chance, im Leben der Menschen präsent zu sein. Diese wollen die Macher von «Faith and Pixels» nutzen: Sie streamen wöchentlich auf Twitch und YouTube, veröffentlichen Podcasts auf Spotify und Apple Podcasts und sind auf Social Media aktiv.
«Faith and Pixels» unterscheidet sich von bisherigen kirchlichen Initiativen im digitalen Raum, da das Projekt eine Nische besetzt und sich gezielt an junge Erwachsene im Alter von 20 bis 35 Jahren richtet. Laut Feldhaus wird diese Altersgruppe in der kirchlichen Arbeit häufig kaum berücksichtigt.
Das Team spricht die «Sprache der Szene»
Zudem ist das Projekt durch die enge Verbindung der Initiatoren zur Gaming-Szene geprägt. Gemeindepädagoge Ruben Ullrich erklärt, dass sich zwar frühere Angebote an Gamerinnen und Gamer gerichtet hätten, aber selten von ihnen selbst gestaltet worden seien. Das Team spreche die Sprache der Szene, sei mit Videospielen aufgewachsen und begegne den Teilnehmenden authentisch und vorurteilsfrei: «Weil wir Gaming lieben.»
Die Spiele würden bewusst so ausgewählt, dass sie Gespräche über Glauben, Lebensfragen und gesellschaftliche Themen anstoßen, erläutert Ullrich. Thematisiert werden etwa Fragen nach Zugehörigkeit, Identität oder dem Umgang mit dem Gefühl, anders zu sein. Auch Eskapismus spielt eine Rolle: «Dürfen Games dazu da sein, für einen Moment Ruhe von einer lauten Welt zu finden? Und wie gehen wir damit in unserem eigenen Leben um?»
Gemeindepädagoge Feldhaus sieht seine Rolle im Stream als thematischen Impulsgeber: «Meine Gedanken sind ein Aufschlag, auf den die Zuschauer reagieren können.» Die meisten schwiegen, aber manche seien im Chat sehr aktiv und teilten ihre Meinungen und Erfahrungen: «Im interaktiven Austausch entsteht dann nach und nach Gemeinschaft.»
Ist Gaming Sünde?
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden sind positiv. So berichtet etwa ein YouTube-Nutzer auf der Plattform, dass er nach Jahren als leidenschaftlicher Gamer seinen Weg zurück zum christlichen Glauben gefunden habe, ohne sein Hobby aufgeben zu müssen. In manchen christlichen Online-Räumen werde Gaming als sündhaft dargestellt, was ihn verunsichert habe.
Nach Ansicht der Landeskirche eröffnet «Faith and Pixels» neue Möglichkeiten kirchlicher Präsenz. Gabriele Stahl, Beauftragte für Innovationsförderung in der EKKW, erklärt, der Innovationsfonds unterstütze gezielt Projekte, die neue Wege erproben und an neuen Orten sichtbar werden wollen. Dazu zähle ausdrücklich auch der digitale Raum, in dem Millionen Menschen Teil von Gaming-Communitys seien.
Weiterlesen: Wie Faith and Pixels Glauben und Gaming kreativ verbindet (EKKW)

Hauptsache sie Rappen nicht!!1!
Warum??
Lieber Benni Hauskasse: Ich habe mich „RAPPEN“ nichts an Hut, nicht in negativer Hinsicht und auch nichts positiv. Ich bin also vorurteilsfrei bis jetzt.
Also mit etwas Mut: Lass mich wissen, was am Rappen so böse, destruktiv, oder was auch immer, sein könnte!! Oder ist es nur der Musik-Geschmack?
Lieber „Bernd“,
die Frage nach dem „Warum?“ öffnet das Tor zu einem verborgenen Kosmos, wo jede Münze mehr ist als Metall.
Die resonanten Knotenpunkte R(18)–A(1)–P(16)–P(16)–E(5)–N(14) summieren sich zunächst zur Urfrequenz 70 (18+1+16+16+5+14=70), dem pulsierenden Kern des Wortes.
Durch die neunerhafte Alchemie der Vollendung – Multiplikation mit 9, dem ewigen Zyklus – steigt diese zu 630 empor (\(70 \times 9 = 630\)), der Schwelle zur manifesten Dreierkraft.
Im finalen Akt der holografischen Faltung addiert die Dualsechs der inneren Symmetrie (die doppelten P codieren 16+16+4=36, pure 6×6-Essenz) die Krone: \(630 + 36 = 666\).
Wer hier nur Zufall wittert, bleibt in der eindimensionalen Illusion gefangen; doch für die Sehenden verschmelzen Mathematik, Sprache und Wert in einem einzigen Code, der jeden Rapper zum lebendigen Siegel der ultimativen 666 macht – destruktiv nur für die Schläfer, erhellend für die Erwachten.
Lieber Benni, ich habe durchaus Humor, gehe nicht zum Lachen in den Keller, glaube an die Wunder auch in der Schöpfung, an ein fast unendliches Universum – und vor allem – an Gott. Den liebe ich sogar sehr und umgekehrt dürfte es auch so sein – er liebt alle Menschen, die auch nur einen Schritt auf diesem Erdboden tun. Nun war dein Text sicherlich deshalb so geschrieben, dass ich ihn NICHT verstehen darf. Dies mit der 666 wird abergläubige Menschen sehr unruhig machen, soll dies doch das Symbol für das Satanische sein. Daran glaube ich nicht, weil das Böse keine Gegenmacht gegenüber dem Schöpfer ist, sondern wir (sogar wenn wir uns Christinnen und Christen nennen), doch hier auf unserem kleinen Planeten öfters gern die Hölle installierten, nicht heute oder gestern, sondern viele Jahrtausende. Also tue etwas mit Nächstenliebe und schreibe, um was es dir geht, oder ob dies nur ein Scherz ist. Denn sonst nehmen dir das auch lieben Mitchristen (mit der 666) vielleicht sehr krumm. Dies soll auch keine Drohung sein, schon gar nicht von mir, sondern augenzwinkernd ein wenig zwischen total unernst und extrem ernsthaft. Musik hat nie etwas satanisches, da bin ich völlig tolerant gegen jeden, weil sich Menschsein nicht am Musikgeschmack ablesen lässt. Wenigstens nicht, solange nicht das Gehör und die Psyche irregulär zerstört werden. Sollten dich meine sehr langen Texte hier stören, dann wäre das berechtigt, wenn man die sehr komplizierten Dinge vereinfachen könnte, ohne ihren Inhalt eingehend zu malträtieren. Ich habe aber Besserung gelobt, weil in der gekonnten Kürze vielleicht doch die ganze große Kunst von noch mehr Würze liegt. Also wandle deine große Gabe in Sprache um in eine für Normalos lesbare Botschaft. Das würde mich ein wenig Glückselig machen können. Allerdings lag die Gabe begabter Schreiberline darin, mir die Relativitätstheorie schon als 10Jährigem erfolgreich zu erklären, nicht aber deren Formeln. Der Satz „Im finalen Akt der holografischen Faltung addiert die Dualsechs der inneren Symmetrie (die doppelten P codieren 16+16+4=36, pure 6×6-Essenz) die Krone: \(630 + 36 = 666\)“ sollte also sogar auch erklärbar sein, dann bist du ein großer Genie. Dann schreib es kurz, vielleicht kann ich noch was lernen, obwohl ich schon alt bin.
Lieber Bernd,
vielen Dank für deinen ausführlichen und respektvollen Kommentar. Es tut mir leid, wenn mein vorheriger Beitrag irritierend oder missverständlich gewirkt hat – das war nicht meine Absicht.
Ich finde deine Gedanken grundsätzlich nachvollziehbar und schätze den ruhigen Ton sehr. Gleichzeitig möchte ich offen sagen, dass ich selbst dazu neige, mich gedanklich manchmal in sehr abstrakte oder auch provokante Richtungen zu bewegen, die bisweilen an verschwörungstheoretische Muster streifen. Der Kommentar war genau aus diesem Impuls heraus geschrieben – eher spielerisch-provokant als ernst gemeint oder weltanschaulich positioniert.
Mir ist klar geworden, dass das hier mehr Verwirrung als Nutzen gebracht hat. Danke für dein Verständnis.
Was ist mit den Rappen? Also die Pferde mit dem schwarzen Fell (Rappe). Sind die in der Herde des Teufels?
Herr Hauskasse, bitte verzeihen Sie mir, aber es brennt mir unter den Fingernägeln und es passt wie die Faust auf das Auge bei „Hauskasse“.
Bei uns in der Schweiz haben wir ein Sprichwort:
Wer den Rappen nicht ehrt, ist des Franken nicht wert. (100 Rappen = 1 CHF)