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Mehr als eine halbe Million Euro Spenden für Großröhrsdorfer Kirche

Die durch einen Brand zerstörte Kirche in Großröhrsdorf (Sachsen) soll wieder aufgebaut werden. Bisher seien 503.200 Euro Spenden dafür zusammengekommen.

Im August 2023 wurde die Stadtkirche in Großröhrsdorf (Sachsen) durch einen Brand zerstört. Ein dreiviertel Jahr nach dem Kirchenbrand hat die Gemeinde mehr als eine halbe Million Euro Spenden gesammelt. Bisher seien 503.200 Euro zusammengekommen, teilte die Kirchgemeinde am Mittwoch in Großröhrsdorf mit. Die evangelische Stadtkirche soll wieder aufgebaut werden.

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Planung für den Wiederaufbau

In einem nächsten Schritt will die Kirchgemeinde nach eigenen Angaben ein Stimmungsbild erstellen. Dazu sei eine Umfrage erstellt worden, die sich an alle Großröhrsdorfer und Interessierte richtet, hieß es. Sie diene auch zur Ideenfindung, wie eine neue Stadtkirche aussehen kann.

Es soll eine zeitgemäße und innovative Kirche entstehen, «in der sich alle Generationen wiederfinden und begegnen können», hieß es weiter. Die Reste des historischen Gebäudes, das vollkommen ausbrannte, sollen eingebunden werden.

Bei dem Brand am 4. August 2023 waren auch zahlreiche historische Kunstschätze zerstört worden, darunter eine geschnitzte Madonna aus dem 15. Jahrhundert und eine Nachbildung des Altars der Leipziger Thomaskirche. Der Gesamtschaden wird auf etwa 35 Millionen Euro geschätzt.

Brandstiftung – Verurteilung zu neun Jahren Haft

Im Februar war ein Mann wegen schwerer Brandstiftung zu einer neunjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil der Verurteilte Revision eingelegt hat. Die Kammer des Landgerichts Görlitz sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte am 4. August 2023 den Brand in der evangelischen Stadtkirche gelegt hat. Die Kammer geht von schwerer Brandstiftung aus. Das Strafmaß für schwere Brandstiftung beläuft sich laut Gesetz zwischen einem Jahr und 15 Jahren.

Quelleepd

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2 Kommentare

  1. Ein wunderbarer Neuanfang zur Beheimatung des Glaubens

    Es ist doch schön, dass wenigstens an dieser Stelle der Trend einer Schließung von Kirchen – hier also der Wiederaufbau nach einem Brand – einmal durchbrochen wird. Hier kann man sicherlich traditionell Denkmalgeschütztes genauso so berücksichtigen wie eine noch bessere Nutzung der Kirchenräume. Ich kenne eine große Kirche, in dessen Türme viele Gemeinderäume untergebracht sind und der eigentliche Kirchenraum durch leicht handhabbares Gestühl auch mulifunktional zu benutzen ist. Selbst wo in Kirchen in früheren Zeiten angeblich moderne Stühle (meist aus Stahl) angeschafft wurden, hat man nicht bedacht, dass dort nun nach jeder Veranstaltung schwerste Sitzgelegenheiten verschoben werden müssen. Auch nicht, dass heute die dazu in Lage befindlichen Menschen in der geschrumpften Kerngemeinde sehr große Kraftanstrengungen aufwenden müssen.

    • Andererseits ist es schon bezeichnend, wenn ein durch Brandstiftung notwendiger Wiederaufbau, der auch erhebliche Mittel verschlingt, als positives Zeichen gesehen wird.

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