Dürfen Christen vor einer Abtreibungspraxis beten? Das Aachener Verwaltungsgericht sagt „Ja“ – und hält die Einschränkungen des Landes für unverhältnismäßig.
Das Verwaltungsgericht Aachen hat ein vom Land ausgesprochenes Versammlungsverbot für Gebetsaktionen im Umkreis von 100 Metern vor einer gynäkologischen Praxis, in der Abtreibungen vorgenommen werden, aufgehoben (AZ: 6 K 164/25). Für diese räumliche Einschränkung gebe es im Schwangerschaftskonfliktgesetz keine hinreichende rechtliche Grundlage. Zudem seien auch die Grundrechte der Versammlungsteilnehmer zu berücksichtigen.
Die Vorschriften des Gesetzes verböten weder „generell“ eine Meinungskundgabe, so das Gericht, noch eine Konfrontation von Schwangeren mit den Meinungen der Versammlungsteilnehmer. Schwangere Frauen kämen allenfalls für 10 Sekunden mit den Betenden und den Bildern in Kontakt und könnten ihnen ausweichen. Es handele sich nicht um einen „Spießrutenlauf“.
Die Gebetsgruppe, ein eingetragener Verein von Abtreibungsgegnern, versammelt sich nach eigenen Angaben seit 2005 einmal monatlich zu sogenannten „Gebetsvigilien“ gegenüber der Praxis. Die Teilnehmer trügen dabei Bilder von Jesus, Maria und zwei Föten und würden die Frauen, die die Praxis aufsuchen, nicht aktiv ansprechen. Im Dezember 2024 untersagte das Land weitere Gebetsveranstaltungen im direkten Umfeld der Praxis. Dagegen hatte der Verein geklagt.
Eine Berufung gegen das Urteil beim Oberverwaltungsgericht ist möglich.
>>> die Pressemitteioung des Verwaltungsgerichts Aachen

„Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, um sich den Menschen zu zeigen. […] Du aber, wenn du betest, [so] geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird es dir vergelten.“ (Mat 6:5-6)
Beim öffentlichen Gebet vor Abtreibungskliniken geht es darum, von Menschen gesehen zu werden. Jesus hat sich dagegen ausgesprochen.
Das Ziel ist hier nicht Fürbitte, sondern die Belästigung der betroffenen Frauen, auch wenn sie nur subtil ist.
“ Das Ziel ist hier nicht Fürbitte, sondern die Belästigung der betroffenen Frauen, auch wenn sie nur subtil ist.“, schreibt Georg.
Ziel ist es, Frauen zu erreichen, die keinen besseren Ausweg sehen, als das werdende Leben in sich selbst zu vernichten.
Diejenigen, die es aus freien Stücken tun, werden sich möglicherweise “ stärker belästigt fühlen als andere.
Aber jedes gerettete Leben ist ein Zeugnis für die Kraft Jesu, die in ihm wirkt.
Die Bibel muss immer wieder ausgelegt werden, damit ihr populistischer Kern den Glauben nicht aushöhlt.
In England wird gerade an einer Regelung gebastelt, die Abtreibungen bis in den neunten Monat straffrei möglich macht.
Dahin geht die Reise und wie ich schon sagte, um Frühchen wird gekämpft und gesunde Babys abgetrieben.
Mich wundert es auch nicht, dass die Mehrheit der Leute damit kein Problem mehr hat. Hier stößt die Demokratie an ihre Grenzen, was ist wenn die Mehrheit die Orientierung verloren hat?
Und genau das geschieht, eine Gesellschaft ohne Gott verliert sich im moralisch/ethischen Niemandsland und merkt es nicht !
Für den Juchtenkäfer und jedes Bäumchen wird gekämpft, das Brot vom Vortag „gerettet“ den eigenen Nachwuchs aber bringt man um. Wir leben gefährlich, Gott lässt sich nicht spotten !
Das ist teilweise korrekt. Frauen sollen bis zur Geburt straffrei bleiben, wenn sie selbst die Abtreibung vornehmen. Das, so die Befürworter, soll sie im Falle von verzweifelten Situationen oder auch Fehlgeburten schützen.
Kinisch bleiben Abtreibungen unverändert nur bis zur 24. Woche legal. Ärzte oder andere Personen, die außerhalb dieser gesetzlichen Frist eine Abtreibung durchführen oder dabei assistieren, können weiterhin strafrechtlich verfolgt werden.
Verstehen Sie mich nicht falsch: Für mich persönlich käme eine Abtreibung nicht in Frage.
Meine Meinung zur AfD nach Lektüre von Wahlprogrammen und Beiträgen sowie Hören zahlreicher Reden: An zu vielen Stellen menschenverachtend, dazu potenziell wirtschaftsschädigend, gegen Meinungsvielfalt und definitiv keine Partei für „Kleine Leute“. Wie gesagt, nur meine Meinung.
Hallo!
Zu Stammtischbruder: der Mensch ist nicht die einzige Spezies die ihren eigenen Nachwuchs tötet, es gibt auch andere Säugetierarten, die ihren Nachwuchs töten. Meist ist es der neue Partner der Mutter der den Nachwuchs seines Rivalen tötet um seine eigenen Gene zu vebreiten – z. B. bei Bären.
Gruß,
Peter
Nennt sich Infantizid
Infantizid (Zoologie) – Wikipedia https://share.google/jIFtFs7rOVVve7x2j
Verrückte Welt, da werden Frühchen mit immensem medizinischen Aufwand am Leben erhalten, eine Tür weiter werden lebensfähige gesunde Babys im Mutterleib abgetrieben. Gott sei Dank gibt es noch ein paar Leute die dagegen Sturm laufen, seltsamerweise hauptsächlich aus dem katholischen Umfeld, die „Evangelischen“ betonen lieber die „Rechte“ der Frauen !?
Das Urteil ist wichtig und die Leute die sich belästigt fühlen werden das aushalten müssen, immerhin geht um Leben und Tod !
Angesicht der Tragweite irritiert es mich immer wieder wenn christliche Würdenträger sich engagiert gegen die AFD positionieren und deren „Menschenfeindlichkeit“ anprangern, die sich in einer rigieden Ausländerpolitik zu äußern scheint. Dass die AFD die einzige Partei ist die sich klar gegen Abtreibung ausspricht bleibt unerwähnt. Ist da der Werte-Kompass defekt?
Um mich besser zu erklären: Es sollte wenige Gründe für Abtreibungen geben, Hilfe für (ungewollt ?) Schwangere müssen verbessert und Adoptionen vereinfacht werden. Es geht auch nicht um ein Verdammnisurteil gegen die betroffenen Frauen, es geht um ethische und rechtliche Prinzipien. Welche Spezies bringt den eigenen Nachwuchs um und wie passt das zusammen mit dem Problem des Bevölkerungsrückgangs? Kinder sind ein Geschenk Gottes, so lehrt es uns die Bibel und Gott sei Dank empfinden die meisten Leute auch so !
Wenn eine der Führungsfiguren der AfD zwar immer vorne im Marsch für das Leben mitmarschiert, aber keine Probleme damit zu haben scheint, auf Kinder zu schießen, wenn es Migrantenkinder an Grenzen sind, sagt das doch alles, warum Kirchen mit dieser rechtsextremen Partei nichts zu tun haben wollen und wenn du hier noch so oft für diese Partei wirbst.
Du argumentierst mit alten Kamellen, die keinen Substanz mehr haben, dabei bedienst du dich einer populistischen Technik indem du Schlagzeilen plakatierst. Das kritisierst du vermutlich beim politischen Gegner. von Storch hat sich für die Aussage von 2016 entschuldigt. Diese Aussage war dennoch heftig, vielleicht dem Höhepunkt der „Invasion“ geschuldet?I Ich werbe auch nicht für die AFD, aber beim Thema Lebensschutz erscheinen sie mir am konsquentesten.
Was ist mit Lebensschutz bei Flüchtlingen auf dem Mittelmeer?
Oder mit Lebensschutz für die überfallenden Ukrainer bei den Putinfreunden von der AfD.
Und natürlich wirbst du hier immer wieder für die AfD. Ist ja auch eine Methode von ihr, das in solche Communitys wie hier zu tragen
Ich hoffe, dass das OVG das Urteil wieder aufhebt.
Das Demonstrationsrecht ist ein wichtiges Recht und natürlich müssen Abtreibungsgegner demonstrieren dürfen. Dürfen sie ja auch, fast überall. Aber die Ortswahl zeigt, dass es hier um mehr als eine Meinungsäußerung geht. Sie wollen bewusst diese Frauen erreichen, die hier keine Möglichkeit haben, auszuweichen, wenn auch nur für 10 Sekunden. Diese können lang werden. Das ist für mich an der Grenze zur Nötigung. Denn ich sehe hier ein besonderes Schutzbedürfnis. Das sollte generell bei medizinischen Einrichtungen gelten. Privater geht es schließlich kaum.
Barmherzigkeit ist eine Tugend
Das Verwaltungsgericht Aachen hat ein vom Land ausgesprochenes Versammlungsverbot für Gebetsaktionen im Umkreis von 100 Metern vor einer gynäkologischen Praxis, in der Abtreibungen vorgenommen werden, aufgehoben (AZ: 6 K 164/25). Für diese räumliche Einschränkung gebe es im Schwangerschaftskonfliktgesetz keine hinreichende rechtliche Grundlage. Zudem seien auch die Grundrechte der Versammlungsteilnehmer zu berücksichtigen.
Wenn der Gesetzgeber unter Bedingungen Abtreibung erlaubt, dann muss es Orte und Möglichkeiten geben, es leider zu tun.
Aber gleichsam müssen Ärzte Abtreibungen praktizieren, andere dürfen es nicht. Da kommen wir ein wenig nach Absurdistan.
Dies mag formaljuristisch sicherlich richtig sein, ein Jurist und das Gericht sieht alles durch seine exakte Brille seiner Regeln und Normen, die unsere gesetzgebende Gewalt formulierte. Psychologisch ist es problematisch, dass wir Christinnen und Christen -dann richtigerweise (wie ich meine) – den Schwangerschaftsabbruch als Sünde ansehen – aber sodann harsche Mittel auch einer Provokation einsetzen. Ich sehe auch Töten im Krieg als Sünde an, weil es gegen Gottes Willen der 10 Gebote und Bergpredigt, sowie der Liebe zu Gott und den Menschen gerichtet ist, aber deshalb sind Soldaten für mich keine potentiellen Mörder, oder auch Totschläger. Letztlich muss hier jede Frau, jede Mann, jede Familie, für sich entscheiden was sie für richtig und notwendig erachten. Jeder ist immer für alles was er denkt, plant und auch tut persönlich verantwortlich. Daher muss ich auch immer die Kröte schlucken, dass Menschen in Konfliktsituationen das ungeborene Leben töten und kann mich nur damit trösten, dass sie nicht zum Kurfuscher gefahren sind, oder sich von der Brücke stürzten. Ich halte es zudem für gefährlich, heute wieder erlaubte Drogen zu konsumieren, aber ich muss tolerieren, dass andere Menschen andere Werte oder eben hier keine haben. Bei Drogen ist es glitschiges Terrain, denn ich trinke – in Maßen – suchterzeugende Getränke. Letztlich ist Barmherzigkeit immer positiv. So nie über einem Menschen endgültig den Stab zu brechen. Ich muss da meinen Balken zuerst immer aus meinem Augen ziehen. Allerdings etwa über den Tyrannenmord kann man streiten und es gibt oft keine gute Lösung. Perfekte Christen gibt es niemals.
“ Ich halte es zudem für gefährlich, heute wieder erlaubte Drogen zu konsumieren, aber ich muss tolerieren, dass andere Menschen andere Werte oder eben hier keine haben. “
Das muss ich nicht, manchmal kann ich es nicht einmal.
Es hätte bis heute die Todesstrafe gegeben, wenn es nicht Menschen gegeben hätte, die das nicht tolerieren wollten.
Es gibt unzählige Beispiele dafür, dass unterschiedliche Werte nicht unbedingt zu tolerieren sind, weil sie für Gemeinschaften, oder in Demokratien nicht tragbar sind.
Auch die Sklaverei wurde abgeschafft, weil man letztendlich eingesehen hat, dass es menschlich nicht tragbar ist, andere zu versklaven. Trotzdem tut Mensch vieles, um seine eigenen Werte, mögen sie noch so egoistisch sein, durchzusetzen.
Oft auf Kosten anderer.
Ich will darauf hinaus, dass eine Haltung, wie Sie sie beschreiben, mehr als problematisch ist.
Sie ist zwar zu tolerieren, aber es ist nicht die einzig mögliche Lösung.
“ Letztlich muss hier jede Frau, jede Mann, jede Familie, für sich entscheiden was sie für richtig und notwendig erachten. “
Das Thema häusliche Gewalt kommt mir dabei in den Sinn.
Deshalb gibt es das Gesprächsangebot, Beratungen , weil solche Entscheidungen nicht immer so ad hock getroffen werden können.
Das Bewusstsein für die Komplexität solcher Entscheidungen wird torpediert durch die Gesellschaft , durch Politik, durch die Existenz an sich.
Auch Drogenkonsum muss nicht toleriert werden, man kann politisch dagegen vorgehen, und Änderungen anstreben.
Genauso wie man für die Abtreibung votiert, kann man auch dagegen, natürlich ohne strikte Verbote, sein, oder eben auch gegen den Drogenkonsum.
Du hast völlig recht, dass man in einer Demokratie etwas nicht tolerieren muss sondern friedlich-demokratisch für andere Mehrheiten kämpfen kann. Zumindest im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, die da aber ja sehr weiten Spielraum einräumt.
Was aber, wenn die Bevölkerung über einen längeren Zeitraum und mit grosser Mehrheit eine andere Meinung hat als die Gesetzeslage und die Politik ignoriert es?
Das ist bei dem Thema Abtreibung der Fall. Ca. 80 % der Bevölkerung wollen die Streichung des Parag. 218 und eine deutlich liberalere Regelung. Unter den Wählern jeder Partei sogar einschließlich der AfD gibt es mindestens eine 2/3 Mehrheit. Sogar bei den Katholiken gibt es eine 2/3 Mehrheit.
Und dennoch passiert nichts.
Biblisch ist du sollst nicht töten
Hallo Chey, aber da sind wir wieder am gleichen Wunden Punkt. Ich bin fest davon überzeugt, dass – zumindest aus christlicher Sicht – das Töten eines Menschen privat oder im Krieg, immer Sünde und damit Schuld bedeutet. Die 10 Gebote sind gültig und auch Jesu sehr gute Bergpredigt. Auch das Gebot Gott zu lieben, den Nächsten und sich selbst. Ich kann nicht glauben dass 2/3 der Katholiken Abtreibung für richtig halten, zumindest niemals jene die ihren Glauben exemplarisch leben. Für mich ist Leben immerzu Leben von Anfang an. Sonst fangen wir auch noch mit einer Spirale an, die darin besteht, durch moderne Technik und Medizin das Leben auch völlig so verfügbar zu machen wie eine Ware. Die Idee ist ja durchaus bereit vorhanden, in einer fernen Zukunft nur die Gene dann eingefroren auf eine Reise zu einer guten zweiten Erde zu schicken und sie möglicherweise sogar von Robotern dann zur Welt zu bringen und aufzuziehen. Dies eignet sich für Reisen im Universum, die hunderte oder sogar tausende Jahre dauern könnten. Dies scheint mir zwar Zukunftsmusik zu sein, aber würde eher hier das Ende einer Abwärtsspirale bedeuten. Ich kann dann einen Menschen bestellen mit bestimmten Eigenschaft und mit anderen eben also nicht. Für jede zukünftige Tyrannenherrschaft wäre es sehr bequem, wenn niemand mehr Sand ins Getriebe der Macht streute. Im übrigen bin ich niemals unbarmherzig. Es geht mir nicht darum Menschen zu verurteilen die abtreiben und logischerweise muss es dann Ärzte geben die es tun. Aber ich halte es für grundfalsch. Der Schutz des Lebens und seiner Würde ist von unserer Verfassung geschützt und daher als Lebensrecht auch Gesetz. Es kann also nicht die Volksmeinung hier über der Verfassung stehen.
Verfassungsrechtlich gehört das Recht auf Leben zum „Ewigkeitsrecht“, es ist also auch mit 2/3 Mehrheit nicht zu ändern. Wobei ich die Zahl von 80% sehr anzweifle. Jesus war auch ein rabbinischer Lehrer. Er hat daher auch das Töten für nicht richtig gehalten und damit die 10 Kerngebote der Bibel geehrt, die wir im Alten Testament mit unseren jüdischen Geschwistern durchaus auch teilen.
Du kannst glauben, was Du möchtest, das steht Dir frei.
Aber in der Bibel steht einwandfrei ‚morden‘ und nicht ‚töten‘, was man nicht anders verstehen kann, wenn man mal ein paar Absätze weiter liest. Z.b. wo Moses gleich nach Erhalt der 10 Gebote tausende Israeliten hinrichten ließ.
Nun kannst Du sagen, dass du Töten dennoch für falsch hältst. Das ist Dein Recht. Wenn Du aber sagst, dass das auch in der Bibel steht, dann ist das nachweislich falsch.
Genauso kannst Du sagen, dass richtige Katholiken gegen Abzreibung sein müssen. Aber woher nimmst Du das Recht, den anderen 2/3 ihren Katholizismus abzusprechen? Du bist ja noch nicht mal Katholik.
Du kannst sagen, dass Du das anders siehst, an den repräsentativen Umfragen ändert das nichts. Du magst ihnen nicht glauben, aber das ändert sie nicht.
Das Grundgesetz schützt das menschliche Leben. Aber nicht uneingeschränkt. Es lässt Wehrdienst zu, es lässt zu, dass es Notstand und Notwehr gibt und es lässt auch Abtreibung zu. Denn es gibt ja zulässige Abtreibung.
Und ausserdem will ja niemand, dass Abtreibungen normal werden. Nur dieser unsinnige 218 soll endlich weg, der sowieso eine monströse Konstruktion ist, dass es sonst nirgends so im Strafrecht gibt
Es soll ja nicht ungeregelt werden sondern zivilrechtlich. Und das Zivilrecht kennt auch Verbote und Strafen
Und wenn immer noch Zweifel besteht, was die Bevölkerung will, kann man ja bei der nächsten bundesweiten Wahl dazu eine Volksbegtsgung machen. Dann haben wir Klarheit, das muss dann aber auch gelten. Ich wäre dafür. Du aber wohl nur, wenn dabei deine Meinung raus kommt, was wohl nicht der Fall wäre.
Danke, Herr Hehner, für ihre klaren Worte,
übrigens denke auch ich, dass die Zahlen nicht der Wahrheit entsprechen, selbst wenn es hier nun zum scheinbaren Beleg gegenteilige Links hageln sollte.
Es gab im Januar und Februar 2025 eine repräsentative Umfrage (2044 Befragte, 25 Prozent davon katholisch)) des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dabei sprachen sich 76 Prozent aller Befragten dafür aus, Abtreibungen in den ersten zwölf Wochen komplett zu legalisieren. Unter den befragten Katholikinnen und Katholiken lag die Zustimmung bei 70 Prozent. Nur bei Freikirchlern waren die sind die Befürworter/innen mit 35,7 Prozent in der Minderheit.
Dieses Thema löst in mir sehr viel Ärger aus.
Danke für den Hinweis,
Trotzdem :
“ Stellungnahmen deutscher Bischöfe
Die Deutsche Bischofskonferenz betont, dass das Lebensrecht des ungeborenen Kindes von Anfang an gilt und nicht relativiert werden darf. Sie kritisiert Vorschläge, Abtreibungen in den ersten zwölf Wochen völlig freizustellen, da dies die fundamentale Würde des Kindes infrage stelle. Gleichzeitig mahnen die Bischöfe, die Situation der Schwangeren im Konflikt achtsam zu berücksichtigen und ihre Würde zu respektieren. Die Kirche sieht in der Abtreibung ein ethisches Problem, das nicht als Normalität menschlichen Lebens akzeptiert werden kann. „
Aus 2024, vom zuständigen Bundesministerium veröffentlicht:
https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/246478/9b685f150c5734ef76efa909234f9285/umfrage-reproduktive-selbstbestimmung-data.pdf
Von statista, auch aus 2024:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1538480/umfrage/umfrage-zur-legalisierung-von-schwangerschaftsabbruechen/
Das die katholischen Bischöfe das anders sehen, habe ich nicht bestritten. Aber sie vertreten hier nicht die Ansicht ihrer Mitglieder. Müssen sie auch nicht, sie werden von denen ja auch nicht gewählt.
Und wenn es hier Zweifel gibt über den Bevölkerungswillen, weil selbstverständlich Umfragen immer einen Restzweifel hinterlassen, machen wir doch eine Volksbefragung bei der nächsten Wahl. Ich wäre sogar dafür, dass 51% hier nicht reichen sollten. Aber wenn sich hier 2/3 tatsächlich für eine Liberalisierung aussprechen sollten, dann muss die Politik reagieren.
Kinder, die nicht geliebt werden, sind nicht erwünscht, die treibt man ab.
Sie bleiben in der Liebe Gottes geborgen, die Welt bleibt ihnen erspart. Gott sei Dank !
Nur, was sagt das über eine solche Gesellschaft aus ?
Ich kenne Frauen, deren Mütter mit allen Mitteln ihr Kind abtreiben wollten. Wahrscheinlich wären genau diese Mütter darüber glücklich, heute problemlos abtreiben zu dürfen.
Die überlebenden Kinder sind, soviel mir bekannt ist, dennoch glücklich geworden, trotzdem sie sehr an dieser mütterlichen Ablehnung gelitten haben. Sie lieben das Leben und ihre Kinder. Die Abtreibung löst keine familiären Beziehungsprobleme. Ich glaube, das ist vielen nicht klar. Sie suchen nach Erlösung dort, wo es am einfachsten scheint. Sie haben ihr Feindbild gefunden.
Aber so löst man keine Probleme, man schafft nur neue.
Niemand findet Abtreibungen toll.
Aber Frauen zum Austragen zu zwingen lehnt die große Mehrheit der Bevölkerung nachvollziehbar ab.
Der Weg kann nicht Verbot oder Zwang sein, auch wenn das einfacher und billiger ist sondern es muss mehr positive Anreize geben.
Wenn Kinder heute das Armutsrisiko Nr. 1 sind, dann läuft was falsch.