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Leihmutterschaft: Theologe Dabrock plädiert für Ende des Verbots

Der frühere Ethikratsvorsitzende Peter Dabrock plädiert für eine unaufgeregte gesellschaftliche Diskussion über Leihmutterschaft – „ohne Schaum vor dem Mund“.

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Der Theologe und frühere Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, fordert eine sachlichere gesellschaftliche Debatte über Leihmutterschaft in Deutschland. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk sagte Dabrock, man solle das Thema „ohne Schaum vor dem Mund“ diskutieren. Der Kinderwunsch sei für viele Menschen existenziell – entsprechend wichtig sei es, Sorgen und Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Freiwillig und auf Augenhöhe

Trotz der restriktiven Gesetzgebung in Deutschland hätten wohlhabende Menschen die Option, Leihmutterschaften im Ausland in Anspruch zu nehmen. Menschen mit weniger Einkommen bleibe dies verwehrt. Angesichts der zunehmenden Pluralisierung von Lebensformen werde Leihmutterschaft eine Form medizinischer Fortpflanzung sein, „die man nicht einfach weiter verbieten kann“, so der Erlanger Theologe.

Statt eines pauschalen Verbots müsse die Gesellschaft über verantwortliche Rahmenbedingungen sprechen, fordert Dabrock. Dazu gehöre, dass eine Leihmutterschaft freiwillig und auf Augenhöhe erfolge, die Familienplanung der Leihmutter abgeschlossen sei und „möglichst wenig“ kommerzielle Interessen eine Rolle spielten.

Dabrock selbst war früher Gegner der Leihmutterschaft, hat seine Meinung zum Thema jedoch geändert, wie er in einem Gastbeitrag für den SPIEGEL darlegte.

Leihmutterschaften sind in Deutschland verboten. Bei Zuwiderhandlungen drohen Ärzten Geldstrafen bzw. Haftstrafen bis zu drei Jahren. Die Frauen werden nicht bestraft. In anderen Ländern Europas sind sogenannte „altruistische Leihmutterschaften“ (ohne Bezahlung) dagegen erlaubt – darunter in Dänemark, Portugal, den Niederlanden, Griechenland, Zypern und Belgien.

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>>> zum kompletten Artikel beim Deutschlandfunk

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