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Ev. Kirche im Rheinland:

Präses Latzel prangert FIFA-Preis für US-Präsident Trump an

Der FIFA-Friedenspreis für Donald Trump sorgt für Kritik. Der EKD-Sportbeauftragte Thorsten Latzel warnt vor einer Instrumentalisierung des Sports und falschen Friedensversprechen.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Sportbeauftragte der EKD, Thorsten Latzel, hat den FIFA-Friedenspreis für Donald Trump scharf kritisiert. Vor Venezuela würden rechtswidrig Boote zerbombt und militärische Kräfte gebündelt. Menschen aus Somalia bezeichne Trump rassistisch als „Müll“. Und dann erhalte eben dieser Präsident einen eigens geschaffenen Friedenspreis der FIFA. „Das ist pure Anbiederung und eine Instrumentalisierung des Sports, die den eigenen Neutralitätsregeln widerspricht“, sagte Latzel. Deutlich werde, wie sehr das Handeln des US-amerikanischen Präsidenten von autokratischer Willkür und nationaler wie persönlicher Bereicherung angetrieben sei.

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Der rheinische Präses warnt vor „oberflächlichen Friedensverheißungen“ und verweist auf die biblische Mahnung aus Jeremia: „Friede, Friede, und ist doch kein Friede“ (Jeremia 6,14). Christliche Praxis bedeute, das Verbindende zu suchen und aus der Hoffnung auf Gott widerständig zu leben. Im Blick auf die Ukraine mahnt Latzel: „Nur ein gerechter Frieden hat Chancen, dauerhaft zu halten. Darauf haben die Menschen in der Ukraine ein Recht.“ Deals, die allein um Rohstoffe und Machtansprüche kreisen, seien keine Grundlage für dauerhaften Frieden. „Und es ist unerträglich, wie hemmungslos beide, Russland und die USA, ihre Interessen zur eigenen Bereicherung verfolgen.“

Ökonomische Interessen

Auch hinter dem Venezuela-Konflikt stünden klare ökonomische Interessen mit Blick auf die Ölvorkommen. Die willkürlichen Tötungen in internationalem Gewässer und die Aufrüstung machten einen militärischen Konflikt immer wahrscheinlicher. „Venezuela leidet stark unter der diktatorischen Regierung Maduros“, so Latzel. „Aber weder das noch der Kampf gegen Drogen geben das Recht zur militärischen Intervention. Es geht auch hier um ökonomische Interessen und Machtansprüche. Internationales Recht und der Schutz von Menschenrechten sind nichts, was einfach in Wildwestmanier nach Belieben gebrochen werden darf.“

Der leitende Geistliche der rheinischen Kirche plädiert dafür, sich nicht an der Rücksichtslosigkeit zu orientieren, sondern ganz bewusst Kooperationen zu suchen. Europa und die EU verträten Werte wie Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Freiheit. Diese gelte es aufrechtzuerhalten. „Gerade in bedrohlichen Zeiten ist es christliche Praxis, das Verbindende zu suchen, die Gemeinschaft zu stärken und aus der Hoffnung auf Gott widerständig zu leben. Diese adventliche Haltung ist es, die unsere Gesellschaft jetzt braucht.“

Quelle EKiR

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5 Kommentare

  1. Von einem Präses erwarte ich, daß er das Evangelium verkündigt und den Menschen Jesus Christus nahe bringt. Sich über Präsident Trump zu echauffieren führt zu nichts und ist auch nicht unsere Aufgabe, sondern zu beten, auch für Trump.

  2. Was mag das bedeuten, wenn der Präses Latzel Dinge erzählt, die alle schon vorher gewusst haben?
    Nur die FIFA wird sich in Zukuft sicherlich zweimal überlegen, einen solchen Preis zu verleihen,
    wenn sie dafür hinterher von der rheinischen Landeskirche in solcher Weise angeprangert wird …

  3. Seit jeher hat man den Amerikanern unterstellt, finanzielle Interessen würden die Außenpolitik bestimmen, so gesehen ist das jetzt mit Trump keine tolale Überraschung. Und nehmen wir an es ist wie befürchtet, eine Reihe anderer Staaten verfahren nach dem gleichen Prinzip.
    Gerade zu Weihnachten darf man sich freilich eine bessere Welt wünschen, allem Anschein nach geht es aber in eine andere Richtung.
    Amerika first, China first, Russland first, Deutschland first, Indien first und und und
    Länder konkurieren miteinander, Unternehmen auch und um den Führungsjob gibt es ebenfalls ein heftiges Gerangel.
    Und wundert es wirklich jemand, dass auch der Sport ein knallhartes Geschäft geworden ist?
    Nein diese Welt funktioniert offensichtlich nicht nach den Prinzipien der Bergpredigt, schon eher nach dem Gesetz des Dschungels.
    Das große Fressen ist aber jetzt doch schon einige Jahrzehnte ausgeblieben, hoffen wir, dass es noch einge Jahre so bleibt !

  4. Es war schon ein merkwürdiger 5.12.25:

    Trump erhält den FIFA-Friedenspreis mit monströsen Pokal in Gold und Putin legt am gleichen Tag in Indien Blumenblätter auf das Grab von Gandhi.

    Ja, der Preis ist zum Fremdschämen und insbesondere diese unglaubliche Schleimerei, die bei der Veranstaltung damit verbunden war.

    Andererseits: Eine Oppositionsführerin von Venezuela erhielt jetzt den Friedensnobelpreis. Sie widmete ihn Trump und ist großer Trump-Fan.

    Es ist so eine Sache mit den Friedenspreisen. Wofür hatte den Nobelpreis noch mal Obama bekommen?

  5. Lügen und Alternative Wahrheiten haben Null Nachhaltigkeit

    Die Ablehnung des Friedenspreises für Donald Trump kann man gut nach Thorsten Latzels Gründen nachvollziehen. Leider ist unseliger heutiger US-Präsident stets überall bei auf die Knochen rassistisch unterwegs und der Fifapräsident hatte sich mit der Annahme dieses Preises tatsächlich nicht unerheblich lächerlich gemacht. Wenn Christinnen und Christen, sowie gute Menschen, für Werte einstehen, dann müssten die auch sehr echt sein, denn niemand nutzt auf dieser Welt nur lauer Scheinfrieden. Es scheint durchgehendso zu sein, dass man sich in der Umgebung dieses größten Menschen aller Zeiten nur dauerhaft halten kann, wenn man dort alle Selbstachtung und jeden Funken, ihn auch nur beraten zu wollen, tunlichst fahren lässt. Ich befürchte, dass der Internationalen Politik falsche Anbiederung an Donald Trump hier nur momentan nutzt, bei größeren Grenzüberschreitungen, zum Beispiel irgendwo in der Welt einfach Militär zu schicken, oder als Weltpolizist, der auf drei Augen blind ist, wird also der Schuss bald um so mehr nach hinten losgehen. Wie sich manche unserer Politiker(innen) in öffentlichen Fernsehsendungen bei jedem Thema hier über Trump verbiegen, vor allem wenn man vermuten muss dass in der amerikanischen Hauptstadt alles registriert, oder von der AfD fleißig hinterbracht wird, kann sich dieses „Hand vor dem Mund“ irgendwann bald bitter rächen. Außerdem wird der dortige Donald Trump, der dort im eigenen Land die Demokratie schreddert und bei den Bürger(innen) immer mehr durchfällt, vermutlich auf Dauer doch nicht so unintelligent sein, dass er das Spiel mit ihm nicht bemerkt. Wir sollten gegenüber Trump ehrlich sein, dies zahlt sich immer besser aus, denn auch heute noch – trotz aller Verwerfungen – haben Halbwahrheiten und Lügen immer noch kürzere Beine. Personen die heute Trump geistlos loben und sein EGO leider kräftiger aufblasen als ein Luftballon, werden von ihm letztlich verhöhnt. Man denke nur an den armen ukrainischen Präsidenten, vor kurzem sehr gescholten, dass er statt Putin diesen unseligen Krieg angefangen habe. Das Schiff der Narren in Amerika ist, mangeln jeder Klugheit, verwirrend auf Zickzackkurs und bei einbrechender Wirtschaft, längst ins Trudeln geraten. Es fehlen mutige Ärzte, die ihrem Donald mit Amt und Siegel mutig bestätigen, dass er längst, neben seinem Freund Putin, mit dem Feuer des Planeten spielt. Für das Verwalten der Atomkodes könnte Atomkrieg
    jederzeit heute schon aus Ärger oder Irrtum Trumps ausbrechen. Er ist definitiv arbeitsunfähig. Leider gilt immer noch die ironisch fromme Bitte „oh Herr, lass Geist von Himmel regnen, auch für unser liebes politisches Personal“!

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