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UNESCO Deutschland fordert Ethik-Regeln für Umgang mit Gehirndaten

Implantate für Hörgeschädigte, Robotersteuerung für Gelähmte: Der technisch-medizinische Fortschritt ist enorm, braucht aber ethische Regeln.

Am Mittwoch hat die UNESCO auf ihrer Generalkonferenz in Usbekistan eine Ethik-Empfehlung zu Neurotechnologien verabschiedet. Die Deutsche UNESCO-Kommission appelliert nun an den deutschen Gesetzgeber, diese verbindlich zu regeln. Die Standards müssten «zügig und sorgfältig in nationales Recht und in die Praxis» überführt werden, erklärte die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Maria Böhmer, in Bonn.

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Neurotechnologien, die neben Implantaten und Gehirnscannern für Menschen mit Beeinträchtigungen auch den Freizeit- und Gamingbereich mit sogenannten EEG-Wearables umfassen, benötigten angesichts ihrer rasanten Zunahme klare Regeln, forderte Böhmer. «Neurotechnologien müssen die Menschen stärken, nicht steuern.» Die Freiheit des Denkens müsse unantastbar bleiben. «Gehirndaten werden unter Achtung von Würde, Autonomie und Rechten genutzt, bei zugleich verlässlichen, forschungsfreundlichen Rahmenbedingungen.»

Studie zur Umsetzung geplant

Der internationale Rahmen für den Umgang mit Anwendungen und Geräten, die neuronale Daten erfassen, verarbeiten und beeinflussen, sei von Deutschland maßgeblich mitgestaltet worden, erläuterte die Deutsche UNESCO-Kommission. Anfang 2026 plane die Kommission, eine Studie zur Umsetzung der Empfehlung in Deutschland zu veröffentlichen.

Die UNESCO ist die Kultur- und Wissenschaftsorganisation der Vereinten Nationen.

Quelleepd

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3 Kommentare

  1. Erstaunlich, was inzwischen technisch alles möglich ist. Finde ich schon bedenklich, dass man inzwischen Gehirnwellen aufzeichnen kann, denn es gibt ja nicht nur die Guten auf der Welt. Wobei diese Technik für einige gehandicapte Menschen natürlich schon ein Segen ist.

  2. Etwas ironisiert: Gott liebt auch Datenschützer(innen)

    Die Freiheit des Denkens müsse unantastbar bleiben. «Gehirndaten werden unter Achtung von Würde, Autonomie und Rechten genutzt, bei auch zugleich verlässlichen, forschungsfreundlichen Rahmenbedingungen.» Selbstverständlich wird dies jeder auch als wichtig einstufen. Als ich dies so gelesen habe, musste ich doch an längst zurückliegende Zeiten denken, als alles noch nicht sehr perfekt computergemäß organisiert war und die Daten und Infos anfangs noch per Diskette versandt wurden. Damals in Sachen Information (und Beratung) von Menschen über Müttergenesung auch beschäftigt, ist mir mit Grausen die „reine Lehre des Datenschutzes“ in Erinnerung. Es war ja sogar (eigentlich) nicht erlaubt, überhaupt Akten zu führen, dort irgend etwas über Menschen aufzuschreiben und dann – auch noch – sogar aufzubewahren. Das galt auch fortwährend, also bereits elektronische Akten existierten. Mal abgesehen davon, dass ich auch Akten sehe, wenn ich heute am Finanzamt vorbei laufe, sogar durch dortige Fenster sind sie sichtbar und deuten darauf hin, dass dort allerhand über Menschen und ihr Geld steht. Ich denke ein wenig mit Schadenfreude an unsere Datenschützer, die es mir damals ohne Erlaubnis der Betreffenden nicht erlaubten, irgend etwas über einen Menschen aufzuschreiben und dann noch zu verwahren, möglicherweise sogar alphabetisch sortiert. Dabei sind doch Daten, wenn (stets unkenntlich??) auch in jeder denkbaren Zuordnung zu Personen, heute nur ein riesiger Markt. Wie ich mich im Internet verhalte, welche Themen ist anklicke, ich werde heute wie ein sehr bejagbares Tier zugeordnet in Kategorien dafür, was man mir verkaufen oder unterjubeln könnte. Und die Gehirndaten? Wo mögen sie hier sicher sein? Viel Spaß den lieben Datenschützer(innen), denn ganz früher glaubte man noch dass Gedanken frei sind, man könne sie nicht jagen oder gar abschießen, oder es wäre auch strikt verboten jemand zu verhaften, weil er zu viel für Demokratie und Gleichheit eingetreten ist. Wenn einmal hier Gehirnwellen auch aufgezeichnet werden und mit einem Datenschlüssel versehen werden, gibt es noch mehr kleinere und große Brüder, die uns zum Segen oder Verderbnis in die Mangel nehmen. Meine etwas ironischen Worte möge man verzeihen.

    Welch Glück, dass es noch keine KI und auch keinerlei Supermenschen gibt, die uns hier unsere Stirn und in die Reinschrift unserer Gedanken sehen können und dann entlarven könnten, wie wir auch durchaus unbewusst, unsere Welt so basteln wie sie uns gefällt. Denn angeblich ist es ja auch ein gutes Menschenrecht, Vorurteile zu haben, gerne sogar gegen alle Migranten, gegen Leute die zu grün und angeblich zu links wären und die nicht in Wirklichkeit in den Gottesdiensten beten, sondern nur vorgeben. Ich bin glücklich, dass Gott uns niemals bespitzelt, kein Buchhalter unserer wirklich kleinen Lügen ist und der Sinn des irdischen Lebens die Liebe ist und niemand nur eine glänzende Bilanz am Ende des Lebens bei Gott vorlegen muss: Damit dort eine Kommission bestimmt ob sie mich vielleicht auch aufnehmen.. Deshalb ist Jesus für jeden gestorben, für den Datenschützer, den Gedankenerforscher und seine Skeptiker und Ungläubige hierüber. Es wird jeder Mensch und die ganze Schöpfung erlöst und nach dem Ende des Universum gibt es einen völlig Neuen Himmel und Neue Erde.. Wäre es nicht so, könnten wir den Laden oder die Kirche sofort schließen. Denn seid wir von den Bäumen gestiegen sind, haben Milliarden Menschen nie etwas von Gott erfahren können. Er liebt uns aber alle.

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