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COMMUNIO

Erleben wir doch eine Rückkehr der Religion?

Die großen Kirchen in Deutschland verlieren hunderttausende Mitglieder pro Jahr. Aktuelle Umfragen zeigen aber: Die Jugend wird religiöser.

„Die Kirche ringt in Deutschland mit Austrittswellen, Flügelkämpfen und innerer Erosion“, schreibt Simon Kajan in der Internationalen Katholischen Zeitschrift COMMUNIO. „Es gibt aber empirische Anzeichen dafür, dass in Teilen der jüngeren Generation die Religiosität zurückkommt.“

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„Mehr als ein Trend“

Das zeige eine aktuelle Umfrage der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (Fowid), die 2005 von der atheistischen und kirchenkritischen Giordano-Bruno-Stiftung gegründet wurde. Demnach sei die Säkularisierung in Deutschland zwar weit fortgeschritten. Auffällig sei aber, wie die Ergebnisse in unterschiedlichen Altersgruppen ausfallen:

  • Weniger 16- bis 29-Jährige (64 Prozent) als über 60-Jährige (81 Prozent) lehnen ein „religiös vermitteltes Sittengesetz“ ab.
  • 41 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen glauben, dass übernatürliche Kräfte einen Einfluss auf die Welt haben. Bei den über 60-Jährigen sind es 27 Prozent.
  • 51 Prozent der jungen Befragten würden der Katholischen Kirche wieder beitreten. Damit „sind sie Spitzenreiter, deutlich führend vor den anderen Alterskohorten“.
  • Eine Umfrage des Instituts „Insa“ zeigt: „Bei den 18- bis 49-Jährigen überwiegt bei der Frage nach der Existenz Gottes die Zustimmung, bei den über 50-Jährigen die Ablehnung. Spitzenreiter auch in dieser Umfrage die jüngste Kohorte (18–29) mit einer Zustimmung von 46 Prozent.“ 49 Prozent der 60- bis 69-Jährigen sind laut der Umfrage Atheisten.

Der Umfrage nach „hätte die katholische Kirche in der jüngsten Alterskohorte (16–29) ihre zuverlässigste Basis“, schreibt Kajan. Es stelle sich die Frage, wie die Kirche darauf reagiert: „Ist sie vielleicht zu sehr mit sich selbst beschäftigt, anstatt sich der einen Frage zu stellen, die eine offenbar größer werdende Zahl junger Menschen wirklich bewegt – die Frage nach Gott, und damit nach dem Sinn und dem Ziel des Lebens?“ Es handele sich jedenfalls um „mehr als einen Medienhype und herbeigeschriebenen Trend“.

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19 Kommentare

  1. Ich denke, die Zeit wird das bringen, was in ihr bereits verwirklicht auf seinen Widerspruch wartet und gleichzeitig Bestätigung sucht. Die Jugend ist dafür prädestiniert, denn in ihr lebt auf, was das bedeuten kann.

    Es ist heute nicht verwunderlich, dass in einer überalternden Gesellschaft die Kirche nicht mehr das auslöst, was sie in Zeiten auslöste, in denen sie als Lehrmeisterin ein Ansehen fand, mit dem sie nie umzugehen gelernt hat. Vielleicht wurde sie dadurch überheblich und hat mit der Zeit Jesus als ihre Quelle und nicht als Quelle der Menschheit betrachtet.

    Heute ist sie wieder auf einem guten Weg, sich mit ihrem Lehrauftrag auseinanderzusetzen un d ihn an Jesus zu erfüllen, sodass sie sich an seiner Kernkompetenz ausrichten kann und dabei ihre eigenen Spuren im Leben hinterlässt, sodass an die Öffentlichkeit gelangt, was bei der Zeitschreibung für Jesus begonnen hat.

    In diesem Sinn habe ich einem Priester und seinem Bekenntnis zu einem kathollischen Orden alles zu verdanken, was ich zu schreiben in der Lage bin. Letztendlich war es seine Entscheidung, die mich im Glauben an Gott mit Jesus vertraut machte, sodass ich heute über seinen Namen den Zugang zu einer Kirche gefunden habe, die im Katholischen all das bereits vor ihrer Zeit angelegte Glaubensgut mit dem Bewusstsein für Jesus zu ergründen versucht. Ihn zu jeder Zeit in der Einheit verkörpert zu wissen, deren Ausgangspunkt für die Menschen gesetzt ist, die sich daran messen lassen wollen.

    Immerhin ist der Zugang zur Kirche offen und freiwillig! So kann sich jede:r frei entscheiden, welchem Gedankengut er das abgewinnen kann, was die Geburt eines Kindes von jeher mit sich bringt, damit sie mit dem vertraut wird, der dem Gedankengut seiner Wahl nachfolgt. Wie immer das auch enden wird, begonnen hat es bei Gott mit dem Sohn eines Glaubens, der sich in seiner Einheit so mitzuteilen vermag, dass er von der Beständigkeit profitiert, die ihn von Geburt an begleitet. In ihrer Beständigkeit ist uns die Zeit wohl am vertrautesten, sodass ihre Substanz genannt Jesus, zu dem Tag heranwachsen konnte, der sein Leben mit dem Tag ihres Todes verbunden weiß.

    Ich bin heilfroh, dass ich Dank der Kirche Unterlagen finden konnte, die mich immer wieder mit dem Leben trösten, das Jesus hervorbrachte und in seinen Ansätzen für mich sichtbar machen konnte, was es bedeutet, ihm nachzufolgen, ohne daraus etwas anderes zu gewinnen, als das eigene Leben. So gibt uns seine Geburt einen Anfang, mit dem wir etwas anfangen können, solange Zeit für uns von Bedeutung bleibt, da sich an ihr der Wandel nachvollziehen lässt, der von Jesus ausgeht und als Kirche in seiner Fortsetzung ihr Gedankengut findet.

    Dank sei Gott, dem Herrn!

  2. Ich erlaubte mir einige Hinweise

    Hier kann ich AlbertC. recht geben. Ulrich Wößner kann Kirche(n) einfach nicht leiden und liefert nur die Aussage seiner Ablehnung, aber keinerlei Begründungen, wie in der Vergangenheit. Der Einfachheit halber will ich hier beim Stammtischbruder nur darauf eingehen, dass entgegen seiner Aussage eines zumindest punktuellen Anwachsens der evangelikalen Bewegung insgesamt die Freikirchen (und dann wohl auch Evangelikalen) genauso unter dem Problem des Traditionsabbruches leiden, nur eben dass ihre Mitglieder nicht erst mit 18 Jahren, wie bei Großkirchen in Massen austreten, sondern sie treten erst gar nicht ein. Ich bin gar nicht gegen die Evangelikalen im allgemeinen, sondern dass die dortige (eher laienhafte) ) Auffassung lauten, dass die Bibel (direkt oder indirekt) nicht ausgelegt werden darf. Aber nach protestantischem Bekenntnis wird die Bibel am Neuen Testament und Jesus ausgelegt, sonst wäre am Neuen Testament nichts neues und die Perspektive (auch die katholische) so auf Gott nicht anders. Das haben eher schon historisch Evangelikale mit unterschrieben und ist eigentlich selbstverständlich. Aber ansonsten bin ich einfach nur ein Christ, weil ich mich nicht gerne in Denkschubladen einräumen lassen möchte. In meinen 60 Jahre Kirchenerfahrung bei uns als die Evangelen der Landeskirchen habe ich unendliche viele Predigten ganz unterschiedlicher Menschen, auch die von Priestern gehört, aber mir ist niemals irgendwo ein sogenanntes Wohlfühlevangelium von Claus F. Dieterle begegnet. Predigten sind in der Regel Textauslegungen des Alten und Neuen Testamentes und kein Text der Bibel, auch wenn es schwierige Kapitel gibt, verkündet dass wir uns nur wohlfühlen, oder gar niemals wohlfühlen sollen, aber doch Vertrauen auf Gott haben und dass es keine größere Macht im Universum gibt, als jenen Gott, der nur mit der Liebe regiert. Dies ist so etwas wie ein legitimer roter Faden. Aber die Bibel – man beachte es bitte – hat unterschiedlichste Literatur. Die Geschichte von Ninive passt gut in unsere moderne Endzeitstimmung und die Verherrlichung von Katastrophen, die aufgrund bekannter Tyrannen und heute von Schwachsinnigen, bis zum Ende unserer Menschheit führen könnten. Aber auch die Jona-Geschichte ist sinnbildlicher Art, auch dass ein Walfisch einen Menschen rettet. Aber es könnte mangels damals vorhandener U-Boote durchaus ein Delphin gewesen sein, für den Schiffbrüchige einen Beschützerinstinkt wie für ihre Jungen auslösten. Aber man muss die absichtlich sinnbildlichen Geschichten nicht historisch nennen und auch nicht dass Feuer vom Himmel fällt ins Gegenden, in denen dies gar nicht möglich ist. Und man kann schon dort am Toten Meer erstarren wie die dortigen so aussehenden Formationen, wenn man nach der Flucht aus Babylon sehr traumatisiert ist. Oft wird ja vergessen, dass Menschen gerne die Berichte ausschmücken, was heute auch genauso geschieht, etwa wenn man spannendes verfilmt. Denn die Bibel ist immer Gotteswort durch Menschenwort, es gibt eben die menschlichen Autoren, die irgendwann alles in ihre Torarollen schrieben, was lange Zeit in Erzählform ganz präzise so vorlag. So hat die Bibel eben auch Irrtümer, Vorurteile und die Art wie Gott angeblich herrscht wird dann u.U. als sehr grausam geschildert, wie wir dies leider von Tyrannen auch wissen. Chey hätte in etwa recht, da die Jugend sich immer schon für Religiöses interessierte und wenn man sie aber da abholte wo sie stehen. So fallen sie nicht auf Sonderlehren und Sekten herein oder recht schwachsinnige Literatur, die spannend zu lesen, aber leider nicht ernst zu nehmen ist. Ich glaube insgesamt, es wäre schöner als Christin und Christ zu leben, auch zu diskutieren, wenn man Leute findet die auch ein wenig wissen über eigenen Glauben. Da sollte man sich auch ein Quantum Theologie zumuten, die manchmal auch für Laien geschrieben wird. Selbst auf Kirchentagen hatten auch die damals angeblich modernen Theologen in den Bibelarbeiten sinnhaftes zu referieren, sodass die Etikettierung „moderne Theolog(in) nicht mehr so als einfache Wahrheit behauptet werden konnte. Selbst einer Dorothe Sölle musste man abnehmen, dass ihr Gottesbild ernsthaft von dem ganz anderen Gott geprägt war, der doch so völlig anders herrschte, in dem er diente und als Mensch an einem Kreuz starb. Er ist dann nicht mehr der Kriegsherr der Israeliten und es gilt, dass Gott keine Kriege führt. Alle Gewalt ist böse.

  3. Noch eine letzte Antwort aus dem „konservativen Spektrum“ . Uns wird ja gerne unterstellt, wir arbeiten uns am Thema „Homosexualität“ ab, aber wie so oft, hat in dieser Kommentarreihe die „Gegenseite“ dieses Thema ins Spiel gebracht, obwohl der Artikel das eigentlich gar nicht hergibt.
    @ Albert C: sie haben meine „Objektivität“ bemängelt. Ich habe Chey kritisiert weil er zB ausgehend von meiner biblischen Sicht auf Homosexualität, die Homophobie-Keule ausgepackt hat und aus dem Nichts von Todesstrafe und Afrika fabuliert. Das erinnert mich an andere Kommentatoren die ebenfalls aus heiterem Himmel bei jedem xbeliebigen Thema bei Adolf Hitler landen. Ich interpretiere das so: hat man keine woke, linke Sicht auf Themen packt man die Keulen aus!?
    Eigentlich traurig, dass man das überhaupt erwähnen muss, aber die Gesetze des Alten Testaments waren für das Volk Israel bestimmt, wir leben unter dem Gesetz Christi . Wir steinigen niemanden, aber wir dürfen an seiner statt sagen „sündige nicht mehr“ !
    Niemand kann mir erzählen, dass Jesus ausgelebte Homosexualität gutheißt, das erscheint mir absurd und blasphemisch, es gibt aber schöne Lebensberichte von homosexuellen Menschen die sich mit Gottes Hilfe davon abgewendet haben, was sicher kein Spaziergang war.
    Zumindest in der westlichen Welt haben die Regierungen homosexuelle Beziehungen legitimiert, bis hin zur Ehe.
    Sollen sie machen, mein Verantwortungsbereich ist die Kirche und da streite ich für Gottes Gebote und für eine heilige (von der Welt abgesonderte)
    Gemeinschaft. Und bitte tut nicht so, als wäre das völlig exotisch, es gibt in allen Kirchen und Freikirchen Leute die da ähnlich denken wie ich und wir lassen uns auch nicht „keulen“ !

    • Das konservative Spektrum hat Homosexualität längst als normal akzeptiert. Ein Jens Spahn ist völlig normal in der CDU, die CDU/CSU hat die Ehe für alle mit gesetzlich zugelassen. Das Verbot von Umerziehungen von Homosexuellen, das du offensichtlich gut findest wurde von einer konservativen Regierung verboten.

      Insofern: Nein, deine Ansicht ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr konservativ.

    • Ich bekenne mich dazu, dass ich Rechtsradikale nicht akzeptiere

      Lieber Stammtischbruder, ich werde nicht bei jedem beliebigen Thema bei Adolf Hitler landen. Sondern ich warne vor definitiv Rechtsradikalen. Der unliebe Herr Hitler hat einfach fast die gesamte Opposition verhaften lassen und sich dann die parlamentarische Mehrheit gesichert, um die Demokratie demokratisch abzuschaffen. Aber leider gibt es da sehr viel Betriebsblindheit und die absolut falsche Einschätzung, auch eine Partei wie die AfD werde sich selbst überholen. Wenn einmal diese Partei alleine regieren kann, vielleicht in einem der neuen Bundesländer, wird es so richtig ungemütlich. Denn gegen Feinde der Demokratie kann man nicht die Demokratie anführen, auf die auch Rechtsradikale Anspruch haben. Allerdings meine Christlichkeit kann nicht vor der Wahlkabine oder einer Briefwahl enden. Ich bin als Person immer für alles verantwortlich was ich denke, möchte und dann tue. Die Gedanken nicht leider Mächte, die Wirklichkeit werden können. Ich empfehle dringend, doch die Reden unserer Alternativen im Deutschen Parlamentsfernsehen zu genießen. Da kann man nur entsetzt sein und ich empfehle dies nie vor einem Nachtschlaf. Ich habe noch nie so viel verbalen Hass, Lüge und Demagogie erlebt. Auch der Klimawandel wird als Ersatzreligion bezeichnet und Unsinn behauptet.

      • > Der unliebe Herr Hitler hat einfach fast die gesamte Opposition verhaften lassen und sich dann die parlamentarische Mehrheit gesichert, um die Demokratie demokratisch abzuschaffen.

        Eben deshalb war es keine demokratische (!) Abschaffung, weil es keine Demokratie mehr war. Ein gewähltes Parlament zu haben bedeutet ja nicht, demokratisch zu sein. China, Russland und Nordkorea (und die frühere DDR hatte es auch) haben auch gewählte Parlamente.

  4. Finde die Entwicklung sehr schön. Aber vielleicht bezieht sich die Religiosität in der jüngeren Generation auch auf den Islam…?

    • Der Islam fordert auch den Nächsten zu lieben

      Liebe Anja WOH, es gibt sicherlich sehr viel friedliche Religiosität auch beim Islam und auch bei deren Jugendlichen. Und auch der Islam ist strikt gegen jede Art von Gewalt. Leider gibt es überall in der Welt und bei uns LAUTE MINDERHEITEN, auch jene die in verschiedener Art und Weise auch politisch und/oder religiöse Fundamentalisten sind. Und definitiv ist der Islam nicht grundsätzlich fundamentalistisch. In der Nähe meiner Heimat gibt es auch eine Kirchengemeinde, die regelmäßíge Gesprächsforen über Glauben und Religion mit der Ökumene betreibt: Jahrzehnte langer Erfolg. Wenn ein neuer Geistlicher des Islams eingeführt wurde, ist auch unser Dekan immer eingeladen gewesen. Das war eine sehr selbstverständliche Nachbarschaft. Der Islam fordert auch den Nächsten zu lieben. Und ziemlich unmenschliche Sätze stehen auch in unserem Alten Testament und auch im Koran. Aber dies ist nicht dort der Rote Faden seines Inhaltes. Der verabscheuenswürdige Islamismus hat mit dem Islam nichts zu tun. Gewalt verträgt sich mit keiner Gottesvorstellung unserer großen Religionen. Böse bleibt böse und Liebe ist überall auch Liebe.

  5. Man hört in den Medien von einem erstarken der evangelikalen Bewegung z.B. in Frankreich, in Deutschland erleben Freikirchen wie ICF München einen rasanten Aufschwung. Da werden junge Menschen vom Glauben und sicher auch von einem „modernen“ Frömmigkeitsstil angesprochen.
    Auch in der Provinz verzeichnen Freikirchen einen Zulauf, in meiner Heimat- Gemeinde gibt es auffällig viele junge Familien.
    Das ist eine schöne Entwicklung, wenn es nicht bei einem Strohfeuer bleibt und aus Neugierigen ernsthafte Nachfolger Jesu werden.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Volkskirchen von diesem Hype profitieren können, die Verkrustungen lassen sich nicht mehr aufbrechen, die Skandale sind zu frisch und die Botschaft verwässert, das spricht Leute auf der Suche nach Wahrheit und Sinn nicht an!
    Die Anbiederung an den Zeitgeist ist eine Einbahnstraße, die in die spirituelle Wüste führt ! Das gilt auch für Freikirchen, die meinen ihren „Wertekanon“ überarbeiten zu müssen.
    Man darf gespannt sein, ob aus diesen zarten Aufbrüchen etwas bleibendes entsteht, die Widerstände und Anfeindungen werden sicher nicht weniger werden.

    • Ich vertraue auf die Jugend, dass sich solche erzkonservative homophobe Bewegungen im modernen Gewand auch wieder verflüchtigen. Die passen inhaltlich ja nicht zur Jugend. Und das merkt diese irgendwann eben. Dann bleibt nur eine Sekte übrig.

      • Der „Sektenvorwurf “ ist ja so alt wie die Kirche, aber das aufkleben von „Etiketten“ verfehlt immer mehr ihre Wirkung, da ziehe ich einen Vergleich zur Politik, seit Jahren wird die AFD als „Nazi-Partei“ verleumdet, was die Leute aber nicht wirklich zu beeindrucken scheint. Oder haben wir jetzt schon 25 % Nazis im Land? Die „modernen“ Großstadt-Gemeinden zeichnen sich auch nicht aus durch „erzkonservative/ homophobe Inhalte, sondern verweisen auf den Retter der Menschheit Jesus Christus.
        Aber es ist richtig, viele evangelikale Gemeinden vertreten ein biblisches Menschenbild und benennen Sünde, wie zB ausgelebte Homosexalität beim Namen ! By the way: „Phobie“ ist der völlig falsche Begriff für die Haltung evangelikaler Christen zu homosexuellen Menschen, wir haben keine „unangemessene starke Angst“ vor diesen Leuten, wir möchten sie lieben und respektieren wie jeden anderen auch ! Aber klar mit solchen Kampfbegriffen meint man den Diskurs ersticken zu können.

        • Die Sektenähnlichkeit kommt nicht nur von mir, wie dir sicherlich bekannt ist.

          Und die AfD ist bekanntlich nach Ergebnus des Verfassungsschtzes in weiten Teilen rechtsextrem. Dass weite Teile der Bevölkerung so eine Partei wählen können, hat 1933 sogar in noch größeren Ausmaß gezeigt.

          Und ist es auch Liebe, wenn aus den USA und Europa unterstützte evangelikale Gruppen in Teilen Afrikas die Todesstrafe für Homosexuelle fordern? Mir scheint eher, es ist der weltliche Einfluß der Gesellschaft, der diese Gruppe hier in Zaun hält. Ausser bei den Helden dieser Gruppen wie Latzel, der da durchaus mal die Maske fallen lässt.

          Nein, da ist keine Liebe, nur Verachtung und Hass.

          • Du neigst dazu Extrembeispiele und die oft unbelegt auf all die Leute und Gemeinschaften zu übertragen die dir nicht gefallen. Ich bin seit 40 Jahren Teil der evangelikalen Bewegung, mir ist noch nie jemand begegnet der Homosexualiät mit der Todesstrafe ahnden will. Du argumentierst hysterisch und ohne die gebotene Objektivität

            • Ich beobachte die Szene schon lange. Forderungen nach der Todesstrafe sind meiner Wahrnehmung äußerst selten und stammen nur vom äußersten rechten Rand des evangelikalen Spektrums. Aber die fehlende Objektivität, die Sie Chey unterstelen, trifft auch auf Sie selbst zu. Sie vertreten schließlich eine dezidiert konservative Bibelauslegung. Wie argumentieren Sie eigentlich, dass Homsexualität nicht mit der Todesstrafe geahndet werden sollte? Obwohl die Bibeltexte das nach konservativer Lesart nahelegen? Oder schließen Sie sich in diesem Punkt den Liberalen an, die diese Stellen anders auslegen (verantwortlich gelebte Zweisamkeit)). Wohl kaum, oder?

              Homosexualität ist keine Krankheit, die man therapieren könnte oder gar müsste! Diese Zugangsweise „Hey, wir lieben dich als Mensch und nehmen dich an – aber bitte lebe deine Homsexualität nicht aus“, ist schlicht und ergreifend unmenschlich. Fragen Sie doch einmal Betroffene, bitte. Da hilft auch keine Bibelargumentation. Der Zeitgeist ist eben nicht automatisch schlecht. Sie profitieren ja selbst von tausend modernen Errungenschaften, die Sie nicht missen mögen oder gar in Frage stellen würden. Das Zinswesen, z.B., war in der Christenheit jahrhundertelang biblisch begründet tabu. Kirchenväter wie Tertullian und Ambrosius verdammten es.
              Zum Glück akzeptieren wir heute Homosxualität als eine Form menschlicher Liebe.

              P.S.: Ich bin heterosexuell

            • Ich hoffe jedenfalls, dass Evangelikale und ihre Freunde bei der AfD niemals politische Macht erlangen. Es wäre das Ende von Toleranz, Minderheitenschutz und Nächstenliebe. Das sieht man ja derzeit in den USA. Dort ist die Maske ja gefallen.

  6. > Die Jugend wird religiöser

    Ist ja sehr viel Text in den Links, vielleicht habe ich das da einfach überlesen, aber die Aussage kann ich dort nicht finden.

    Die Jugend ist religiöser als die älteren Altersgruppen. Das ja. Aber um religiöser zu werden, müssten die Zahlen der Jugend zu früheren Jahren ansteigen. Dazu sehe ich nichts bei Fowid.

    Ich denke, Jugend war schon immer religiöser als der Rest der Bevölkerung. Sich Finden und Sinnsuche gehört zur Jugend. Das lässt dann während der Berufstätigkeit nach.

  7. „Die Jugend wird religiöser“ – mit welchem Inhalt denn???

    Ich bin Mitglied der Evangelischen Landeskirche (EKD). Leider kenne ich nur die Verkündigung eines Wohlfühlevangeliums. Gottesdienstbesucher sollen angenehm unterhalten werden, damit sie nicht aus der Kirche austreten und spenden. Dieses Wohlfühlevangelium ist aber kein volles Evangelium, das der Bibel entspricht.
    Wer Jesus nachfolgen will, muss sein Kreuz auf sich nehmen (Matthäus 16, 24), Gebetserhörung erfolgt nicht ohne den Willen Gottes zu befolgen (1. Johannes 3, 22), Krankheit kann z. B. eine Folge von Sünde sein (Apostelgeschichte 12,23 und 13,4-12; 2.Chronik 21,15; 1.Korinther 11,26-30), muss aber nicht (Glaubensprüfung Hiob ), laue Christen wird Jesus Christus aus Seinem Mund ausspucken (Offenbarung 3, 14-22), Ermahnung im Hinblick auf das Weltgericht unterbleibt (Matthäus 25, 31-46 – wer spricht noch von der Hölle?), bei der Aufforderung zur Buße wird die Schadenswiedergutmachung nicht genannt (Lukas 19, 8.9), Sündenvergebung durch Jesus Christus nur, wenn Sünder auch ihren Schuldigern vergeben (Matthäus 6, 14.15) usw.
     
    Jesus Christus verschleudert die Verheißungen nicht im Sonderangebot, s. zum Beispiel die Leiden von Paulus (2. Korinther 11, 22-29)!
     
    Aber das gibt es ja auch bei Fernsehpredigern und „christlichen“ Schriftenmissionen, die ein Wohlfühl- bzw. Wohlstandsevangelium verkünden. Da ist Jesus Christus nur ein Vorwand, das volle Evangelium ist bei diesen nicht entscheidend, sie verfolgen ihre eigenen Interessen, nämlich bequem Spenden zu kassieren (2. Korinther 2,17; Römer 16,18; 2.Timotheus 2,15; 4,3.4; Galater 1,8).
     
    In Psalm 1 werden wir aufgefordert, täglich in der Bibel zu lesen! Wer nicht im Buch des Lebens steht (Offenbarung 20, 15), kann sich nicht darauf berufen, dass er den Weg zum ewigen Leben nicht gekannt hat und sich auf Wohlfühlprediger berufen. Es wird darüber keine Diskussion geben.
     
    Hier muss doch die Frage aufgeworfen werden, ob ein Wohlfühlevangelium ein anderes Evangelium ist und der Verkünder nach Galater 1, 8 verflucht sein soll?
     
    Achte auf dich selbst…
    1. Timotheus 4,16
     
    Es ist so bequem unmündig zu sein.
    Immanuel Kant
     
    Setzt euch unaufhörlich und mit ganzer Kraft für die Sache des Herrn ein.
    1. Korinther 15, 58

     

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