Der Europäische Gerichtshof (EuGH) stärkt die Rechte von Beschäftigten in kirchlichen Einrichtungen: Eine katholische Schwangerschaftsberatung darf einer Mitarbeiterin nicht allein deshalb kündigen, weil sie aus der Kirche austritt.
Eine katholische Einrichtung kann einer Mitarbeiterin nicht allein deshalb kündigen, weil sie aus der Kirche ausgetreten ist. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag in Luxemburg entschieden. Eine solche Kündigung sei nur unter engen Voraussetzungen zulässig. Entscheidend sei, ob die Anforderung, nicht aus der Kirche auszutreten, für die konkrete Tätigkeit und im Hinblick auf das Ethos der Einrichtung «wesentlich, rechtmäßig und gerechtfertigt» ist. Ob das der Fall ist, müssen staatliche Gerichte prüfen – nicht die Kirche selbst, stellten die Richter klar.
„Schwerwiegender Verstoß“?
Im konkreten Fall geht es um eine Mitarbeiterin der Caritas-Schwangerschaftsberatung. Die Einrichtung hatte ihr gekündigt, nachdem sie aus der katholischen Kirche ausgetreten war. Nach kirchlichem Recht gilt ein solcher Austritt als schwerwiegender Verstoß gegen Loyalitätspflichten. Gleichzeitig beschäftigt die Einrichtung auch nicht-katholische Mitarbeiterinnen in vergleichbaren Positionen. Die Beraterin klagte gegen ihre Kündigung. Das Bundesarbeitsgericht legte den Fall dem EuGH vor und wollte wissen, ob eine solche Kündigung gegen das EU-Diskriminierungsrecht verstößt.
Kirchenmitgliedschaft nicht notwendig
Der EuGH sieht in der Beschäftigung nicht-katholischer Mitarbeiterinnen ein Indiz dagegen, dass die Kirchenzugehörigkeit eine wesentliche berufliche Anforderung ist. Wenn dieselbe Tätigkeit auch von Nicht-Katholiken ausgeübt werde, spreche dies gegen die Notwendigkeit einer Kirchenmitgliedschaft.
Zudem habe die Beraterin ihren Austritt mit der Erhebung eines zusätzlichen Kirchgelds begründet, das sie wegen der Einkommensverhältnisse ihres nicht-katholischen Ehemanns zahlen sollte. Der EuGH betont, dass sie sich damit nicht von den Grundwerten der Kirche distanziert habe und weiterhin bereit gewesen sei, die kirchlichen Vorgaben in ihrer Arbeit einzuhalten.
Kirchen: Selbstbestimmungsrecht nicht angetastet
Die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, Beate Gilles, unterstrich die Balance zwischen europäischem Antidiskriminierungsrecht und dem verfassungsrechtlich geschützten Selbstbestimmungsrecht der Kirchen. Das Urteil gebe hier Orientierung. «Für uns ist entscheidend, dass kirchliche Einrichtungen ihr religiöses Profil wahren können und zugleich die Vorgaben des Grundgesetzes und des europäischen Rechts beachten», erklärte sie.
Ein Sprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) betonte, dass der EuGH das kirchliche Selbstbestimmungsrecht grundsätzlich bestätige. Die EKD habe die europarechtlichen Vorgaben bereits konsequent in ihrem Arbeitsrecht umgesetzt. In Kirche und Diakonie werde die Kirchenmitgliedschaft nur dort verlangt, wo sie für die konkrete Tätigkeit wesentlich, rechtmäßig und gerechtfertigt sei. Dies sei auch im Fall einer Kündigung zu beachten. «Ein vergleichbarer Fall wäre daher im evangelischen Bereich nicht zu erwarten.»
Ver.di: Gute Nachricht für kirchliche Beschäftigte
Der Arbeitsrechtler Jacob Joussen von der Ruhr-Universität Bochum betont, dass das EuGH-Urteil über den Einzelfall hinaus Wirkung haben werde. Kirchliche Arbeitgeber dürften nicht danach unterscheiden, ob jemand nie Mitglied war oder ausgetreten ist, sagte Joussen dem Evangelischen Pressedienst (epd). Ein Kirchenaustritt allein sei daher kein Kündigungsgrund – nur wenn damit etwa eine besondere Kirchenfeindlichkeit verbunden sei, könne er im Einzelfall relevant werden.
Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler erklärte: «Für die rund 1,8 Millionen Beschäftigten von Kirchen, Diakonie und Caritas ist das eine gute Nachricht. Der Schutz vor Diskriminierung gilt auch für sie.» Die katholische und evangelische Kirche mit ihren Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie zählen zu den größten Arbeitgebern Deutschlands. «Ganz gleich, ob Sozialarbeiterinnen, Pflegepersonen, pädagogische Fachkräfte oder andere Berufsgruppen – sie alle leisten ihre Arbeit nicht schlechter oder mit weniger Engagement, weil sie keiner Kirche angehören», unterstrich Bühler.
Die abschließende Entscheidung liegt nun beim Bundesarbeitsgericht. Es muss prüfen, ob die Kündigung im konkreten Fall tatsächlich notwendig und verhältnismäßig war.
>>> die Pressemitteilung des EuGH
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@Chey:
Zu Deinem Punkt, „was ein Christ überhaupt ist“, möchte ich das Folgende – in Kurzform – schreiben:
Ein Christ ist man, wenn man Jesus Christus als Herrn und Retter in das eigene Leben aufgenommen hat.
Dadurch bekommt man Sündenvergebung und somit ewiges Leben im Frieden mit Gott!!!
Gerade durch die richtige und biblische Taufe wird das sehr deutlich!!!
Das alte sündige und gottferne Leben ist mit Christus gestorben und begraben und ein neues geistliches Leben hat begonnen!!
Das ist bei einem Baby nicht der Fall und deshalb ist die Babytaufe und die Taufe von anderen Menschen, die nicht Jesus Christus als Herrn und Retter in ihr Leben aufgenommen haben, nicht biblisch und im Widerspruch zum Willen Gottes, soweit es im geschriebenen Wort Gottes erkennbar ist!!!
In Römer 6 ist das sehr klar dargestellt.
Ein heiliges und gottgefälliges Leben gemäß dem Willen Gottes zu führen, ist der richtige Anspruch.
Aber die Wirklichkeit sieht anders aus.
Jeder von uns wird dem Anspruch Gottes an uns nicht gerecht.
Deshalb brauchen wir die Gnade Gottes und das stellvertretende Opfer des Herrn und Retters Jesus Christus!!!
Nun aber ist ohne Mitwirkung des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbar und bezeugt worden durch das Gesetz und die Propheten:
Die Gerechtigkeit vor Gott, die durch den Glauben an Jesus Christus zu allen kommt, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden unverdient gerechtfertigt aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist.
Ihn hat Gott zum Sühnopfer gemacht, das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu beweisen da er die zuvor in der Geduld Gottes ertragenen Sünden hingehen ließ, um in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu zeigen; damit er allein gerecht ist und den rechtfertigt, der an Jesus glaubt.
(Römer 3:21-26)
Liebe Grüße
Aku
Es gibt unterschiedliche Sichtweisen, was ein Christ ist.
Meine Sicht ist eine externe. Da will ich vor allem vermeiden, jemanden sein Christsein abzusprechen, weil mir das nicht zusteht.
Genauso will ich aber widersprechen, wenn sich Christen von unliebsamen Mitchristen und deren Taten dadurch freisprechen wollen, indem sie diesen deren Christsein absprechen, obwohl diese zu ihre3r Zeit oder von ihren christlichen Kirchen eindeutig als Christen gesehen wurden.
In nahezu der ganzen Christenheit gilt die Taufe als Zeichen, Christ zu sein. Und sie ist nach Ansicht der meisten Kirchen auch nicht mehr aufhebbar. Die allermeisten Christen und christlichen Kirchen erkennen die Babytaufe hierbei an.
Das kannst Du als wohl freikirchlicher Christ gerne anders sehen. Für mich als Nichtchrist hingegen macht die Übernahme Deiner Ansicht keinen Sinn. Denn wie soll ich das beurteilen?
@Chey:
Was ein Christ ist, das wird nicht von irgendwelchen Menschen entschieden, sondern von Gott!!!
Und im geschriebenen Wort Gottes ist erkennbar, was zu einem Leben als Christ dazugehört!!!
Die Bibel zeigt deutlich, dass ein ganzes Haus gläubig sein kann und dann ist der Glaube als Voraussetzung für die Taufe gegeben!!!
Krispus aber, der Vorsteher der Synagoge, glaubte an den Herrn mit seinem ganzen Haus; und viele Korinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen sich taufen.
(Apostelgeschichte 18:8)
Liebe Grüße
Aku
> Was ein Christ ist, das wird nicht von irgendwelchen Menschen entschieden, sondern von Gott!!!
Wenn eines sicher ist, dann dass ich nicht Gott bin.
Insofern wird mein Begriff ‚Christ‘ (oder nach meinem Glauben ‚Gerechte/r‘) sich von der letztlichen Beurteilung Gottes unterscheiden. Das geht gar nicht anders. Ist übrigens bei Dir und
allen anderen Menschen nicht anders.
Für mich bedeutet der Begriff also nicht eine Beurteilung der Seele eines Menschen, denn das kann ich nicht, sondern eine Gruppenzugehörigkeit.
Und das ist bei dir nicht anders. Du hast andere Kriterien dafür, aber in eine Seele schauen kannst du halt auch nicht
@Bernd Hehner:
Sie haben richtig erkannt, dass ungetaufte Kinder (Babys) nicht in die Hölle kommen und die Taufe keine magische Kraft ist.
Und gerade deshalb gibt es keinen Grund, Babys zu taufen!!!
Die Taufe von nichtgläubigen Babys hat keine positive geistliche Wirkung!!!
Die Taufe macht die Babys nicht zu Christen und sie werden nicht in den „Leib Christi“ aufgenommen und alle anderen Lügen, die mit einer Babytaufe verbunden sind, geschehen nicht durch diese falsche Taufe!!!
Die (Baby-)Taufe an sich hat keine derartige Wirkung!!!
Die Kirchen, die Babys und andere Nichtgläubigen taufen, verbreiten aber diese wahrheitswidrigen Behauptungen und deshalb sind diese (Baby-)Taufen in geistlicher Hinsicht nicht nur wirkungslos und unnötig, sondern sogar Lug und Trug!!!
Gemäß der Bibel bringt eine Taufe zum Ausdruck, dass der alte sündige Mensch mit Christus gestorben ist und zu einem neuen geistlichen Leben gekommen ist.
Bei Babys ist kein alter sündiger Mensch gestorben und kein geistliches Leben entstanden!!!
Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, auch in seinen Tod getauft sind?
So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus von den Toten auferweckt ist durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir ein neues Leben leben. (Römer 6:3-4)
Tatsächlich hat die unbiblische Babytaufe und die damit verbundene Kirchenzugehörigkeit sehr viel damit zu tun, dass in Bezug auf die Erwerbstätigkeit in einer entsprechenden Kirche nicht hauptsächlich nach der geistlichen Eignung eingestellt wird, sondern nach der offiziellen Kirchenmitgliedschaft!!!
Wegen der Babytaufe sind viele Mitglieder und Mitarbeiter in diesen Kirchen vorhanden, obwohl sie mit dem christlichen Glauben nichts anfangen können!!!
Das ergibt einen großen geistlichen Schaden und ist im Widerspruch zur Bibel!!!
Liebe Grüße
Aku
Unbiblisch ist die Babytaufe genausowenig wie die Zwangstaufe. Die Bibel schreibt von Taufen ganzer Häuser, wenn sich der Hausherr zum Christen bekehrt. Das heisst
Familie, Hauspersonal, Sklaven.
Ich denke, dass hier eine 100% gleichzeitige Bekehrung aller sich wohl als unrealistisch ausschließt.
Kirchenrechtlich macht übrigens die Taufe und ausschließlich die Taufe, auch die Babytaufe, zum Christen. Das wird man auch nicht wieder los. So bleibe ich kirchenrechtlich Christ, obwohl ich selbst mich nicht mehr als Christ sehe. Finde ich übrigens ausgesprochen ärgerlich und übergriffig, dass meine Entscheidung hier den Kirchen egal ist.
Macht einen Taufe glaubensmässig zum Christen? Dazu müsste man schauen, was ein Christ überhaupt ist.
Ist es ein formaler Akt? Ist es ein bestimmter Glaube (und verliert man das Christsein denn bei Zweifel oder gar zeitweise Abfall)?
In der Bibel liest man auch viel, dass Jesus ein bestimmten Lebenswandel, ein bestimmtes soziales Verhalten fordert. Das wird gerade im evangelischen gern vergessen oder gar theologisch geleugnet oder verdreht. Luthers ‚allein der Glaube‘ wirkt hier, man folgt den Gedanken eines Menschen, der keine Probleme mit der Ermordung von Juden, Bauern und Behinderten hatte.
Für mich als heutiger Nichtchrist gibt es übrigens nur eine sinnvolle Definition: Christ ist der, der sich selbst als Christ sieht und von mindestens einer christlichen Kirche auch als Christ anerkannt wird.
@Chey:
Wenn Du Dich als ein „Sohn Noahs“ siehst, dann weißt Du vielleicht, welche Menschen in die Arche gingen.
Gemäß 1. Mose 7:1 war es das ganze Haus von Noah.
Nämlich 4 Männer mit ihren 4 Frauen.
Da war kein Kleinkind oder Sklave dabei!!! Man kann eben nicht davon ausgehen, dass in jedem Haus zu jeder Zeit mindestens 1 Kleinkind vorhanden ist!!! Diese Annahme wäre aber die Voraussetzung für das Argument, dass beim ganzen Haus Kleinkinder bzw. Babys dabei waren!!!
Es gibt sogar ein paar Bibelstellen, die aussagen, dass das ganze Haus gläubig wurde und dann ist ja der Glaube als Voraussetzung für die Taufe gegeben!!!
Aber Babys können – soweit man es weiß – nicht in diesem Sinne gläubig sein!!!
(Apostelgeschichte 18:8; Johannes 4:53)
Für die Richtigkeit der Glaubenstaufe gibt es mehr als genug Bibelstellen!!!
Aber sogar die Bibelstellen, die von Befürwortern der Babytaufe missbraucht werden, sind teilweise sehr klar im Widerspruch zur Babytaufe!!! Wobei es auch aus Unkenntnis geschehen kann und nicht immer eine böse Absicht vorliegt.
Eine der sehr wenigen Bibelstellen, die eine Taufe des ganzen Hauses beschreiben, ist in Apostelgeschichte 16 beim Gefängnisaufseher von Philippi.
Da heißt es unter anderem:
Dann verkündeten sie ihm und allen, die in seinem Haus waren, das Wort des Herrn…
… und freute sich mit seinem ganzen Haus, dass er an Gott gläubig geworden war. (Apostelgeschichte 16:32-34)
Babys können sich nicht über den Glauben von irgendjemanden freuen!!!
Also waren wohl keine Babys dabei!!!
Wie man Christ wird, das steht in der Bibel.
Aber dazu fehlt mir jetzt die Zeit, weil ich wieder mal einen dringenden Termin habe.
Liebe Grüße
Aku
Kinder und Babys wurden damals doch gar nicht gefragt oder gezählt. Die waren quasi Besitz, über deren Leben der Vater bestimmen konnte (steht auch in der Bibel).
Du verstehst die Bibel wörtlich, aber aus heutiger Sicht. Sie ist aber fast 2000 Jahre alt und natürlich nach damaligen Verständnis geschrieben. Was ‚ Haus‘ meint, wird damals jedem klar gewesen sein.
Und wenn dort ein längeres Ehepaar genannt ist, wird es damals nahezu immer Kinder gegeben haben. Das war gar nicht erwähnenswert.
Auf Grund der hohen Kindersterblichkeit wurden häufig Kinder erst ab einem gewissen Alter überhaupt erst erwähnt.
Und Dein Taufverständnis ist christlicherseits eine kleine Mindermeinung.
Damit wir uns nicht missverstehen, nach meinem heutigen nichtchristlichen Verständnis fände ich eine reine Erwachsenentaufe und auch die Pflicht, als Erwachsener den Eintritt in eine Kirche noch mal erklären zu müssen, für richtig. Ich finde es unmöglich, dass man -steuerpflichtig- Mitglied wird, weil man als Baby getauft wurde.
PS: Bei Bnai Noach (Noachidentum) geht es vor allem um das Bündnis, das Gott mit Noah als Stammvater aller Menschen geschlossen hat und der nach jüdischen Glauben auch heute noch für alle Nichtjuden gültig ist. Auf diesem Bündnis beruht mein Glaube.
@Chey:
Für Christen, die gemäß der Bibel an Jesus Christus glauben, ist in Glaubensfragen nicht entscheidend, was irgendwelche Menschen meinen, sondern die Bibel als wichtigste schriftliche Grundlage des christlichen Glaubens ist entscheidend!!!
Die Bibel zeigt sehr deutlich, dass man durch den Geist Gottes eine geistliche Geburt haben muss, um Christ zu sein und Sündenvergebung und damit ewiges Leben im Frieden mit Gott durch die Gnade Gottes zu bekommen!!!
Außerdem zeigt die Bibel sehr deutlich, dass der christliche Glaube des Täuflings die Voraussetzung für die christliche Taufe ist!!!
Wer behauptet, dass Babys gemäß der Bibel getauft werden sollen, der muss belegen, dass TATSÄCHLICH Babys gemäß der Bibel getauft wurden oder Babys in Bezug auf ihren alten sündigen Menschen mit Christus gestorben und begraben wurden und ein neues geistliches Leben bei den Babys begonnen hat!!!
Und diese Belege gibt es in der Bibel nicht!!!
Liebe Grüße
Aku
[Sehr geehrter Aku, ein Tipp: Die regelmäßige Nutzung von mehreren Ausrufezeichen „!!!“ am Ende eines Satzes gilt vielen Internetnutzern als unhöflich. Sie wird mit „Schreien“ identifiziert.“ MfG, das JDE-Team]
Liebes JDE-Team,
meine drei Ausrufezeichen sind ein Hinweis auf die dreifach erwähnte Heiligkeit Gottes in Jesaja!!!
Und einer rief zum andern und sprach:
Heilig, heilig, heilig ist der HERR (JHWH) Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! (Jesaja 6:3)
Solange mir nicht eindeutig belegt wird, dass ich mit meinen drei Ausrufezeichen einen Fehler mache, habe ich nicht vor, meine Nutzung der drei Ausrufezeichen zu ändern!!!
TATSÄCHLICH ist es (bei mir) kein „Schreien“ , sondern eine Hervorhebung oder Betonung der Worte!!! Das gilt natürlich auch für die Verwendung der GROßBUCHSTABEN!!!
Liebe Grüße
Aku
Aku, vielleicht war das missverständlich. Es ist kein „Fehler“, wir wollen nichts „belegen“. Sie können die drei Ausrufezeichen verwenden (… auch wenn Jesaja dieses Satzzeichen nicht kannte). Es war nur ein Tipp, das nicht so regelmäßig zu tun, weil viele Internetnutzer das als unhöflich empfinden. Hätten Sie im alten Forum von Jesus.de einen Beitrag mit so vielen Ausrufezeichen geschrieben, hätten das mindestens ein Dutzend andere Schreiber negativ kommentiert. Wie gesagt: ein Tipp. MfG, das JDE-Team.
Ich kenne Deine Ansicht. Sie ist ja bei einer kleinen Minderheit von Freikirchen verbreitet. Und meines Erachtens durchaus legitim.
Aber genauso kenne ich die Ansicht der vielen anderen Christen und Kirchen, der großen Mehrheit. Die das ebenfalls biblisch und theologisch belegt haben.
Für mich als Nichtchrist ist das ohne Belang Bis auf den persönlichen Punkt, den ich schon genannt habe
Aber es wäre von mir als Nichtchrist völlig unsinnig, die große Mehrheit der Christen hier zu ignorieren.
Ich kann gut beide Meinungen nebeneinander bestehen lassen. Für mich seid ihr alle Christen. Und jede Taufe zählt.
Meine persönliche Bibelmeinung kennst Du: Ich halte die Kindstaufe klar für biblisch. Die Begründung habe ich schon geschrieben.
Die Bibel sagt klar:
„Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch euch rettet.“ (1. Petrus 3,21)
Schaut euch die Sintflut genau an:
Das Wasser ist Gericht. Es bringt den Tod.
Und trotzdem wird genau darin gerettet.
Warum?
Nicht weil das Wasser harmlos wäre.
Sondern weil Noah in der Arche ist.
Und die Arche ist das eigentliche Bild:
Die Arche ist Christus.
Wer im Wasser ist, geht unter.
Wer in der Arche ist, wird gerettet.
Halleluja – genau das ist Taufe:
„Wir sind mit Christus begraben durch die Taufe in den Tod…“ (Römer 6,4)
Das heißt: Da passiert mehr als Symbolik.
Gott handelt. Er bringt zu Ende – und schenkt neues Leben.
Aber die Rettung liegt nicht im Wasser an sich.
Die ganze Welt war im Wasser. Gerettet wurden nur die in der Arche.
Und deshalb ist Taufe weder
nur ein Zeichen
noch ein Automatismus.
Sie ist das:
Untergehen – aber in Christus.
Die Sintflut zeigt:
Gott richtet – und rettet genau darin.
Und die Taufe ist genau dieses Geschehen –
nur jetzt ganz persönlich.
Halleluja.
Nur Gott kann ins Herz sehen
Die Sichtweise einer legitimen Kündigung von Mitarbeitenden der Kirchen, die aus ihr austreten, sind ein wenig scheinheilig. Ich war 40 Jahre bei unserer Diakonie beschäftigt in der EKHN. Die meisten Mitarbeiter/innen waren zumeist keine oder wenigstens keine häufigen BesucherInnen von Gottesdiensten, oder auch oft nicht vom christlichen Glauben überzeugt. Sie alle wegen ihrer Haltung zu kündigen, wäre eher ein Desaster gewesen und vielleicht auch teilweise ungerecht, denn oft fehlt dem Glauben auch die Fähigkeit zu entstehen. Niemand kann in den Kopf des Mitmenschen sehen. Es galten leider immer formale Aspekte, weil die objektiven Aspekte eines gelebten Glaubens niemals belegbar sind. Oder dass man auch Mitglied einer Kirche sein muss, die der Arbeitsgemeinschaft einer christlichen Kirche angehört, um überhaupt dort angestellt zu werden. In der fast 38jährigen Zeit als Kirchenvorsteher habe ich auch erlebt, dass sich Menschen für eine Anstellung in der Sozialstation beispielsweise sehr schnell um eine Kirchenmitgliedschaft anstellten, etwa wenn sie früher einmal ausgetreten waren. Da konnte unser Leitungsgremium der Ev. Kirche nicht so ohne weiteres jemand von einer Anstellung ausschließen. Kirchenmitgliedschaft begründet auch keinerlei persönliche Gottesbeziehung und auch nicht, ob man die Bergpredigt gut findet, oder nichts von ihr weiß. Nächstenliebe ist so
auch gottgewollt von Atheisten und sicherlich war das Gleichnis Jesu vom Barmherzigen Samariter, dort ein typischer Mensch aus jüdisch-atheistischem Umfeld, so durchaus provokativ. Nur höchstens 3% der Großkirchenmitglieder praktizieren heute ihren Glauben. Auf dem letzten Kirchentag hielt der Niedersächsische Ministerpräsident Weil eine sehr gute Bibelarbeit, obwohl er vor vielen Jahren – aus welchen Gründen auch immer – aus der Kirche austrat. Oder Klimaaktivisten Neubauer bekam soviel Beifall, weil sie nicht nur gute Argumente hatte, ein sympathischer Mensch ist und für Werte eintritt wie die Bewahrung der Schöpfung. Was sicher auch Gott gefällt, der keine himmlischen Vorurteile besitzt und jeder seiner Kreaturen ins Herz zu sehen befähigt ist.
Heute sind vielfach Menschen aus Sondergründen bei Kirchen beschäftigt, die man dort unbedingt benötigt (zum Beispiel in der Arbeit mit Migranten), die nicht mehr die Voraussetzung erfüllen müssen, dann einer Kirche in der Arbeitsgemeinschaft der Christlicher Kirchen anzugehören. Es kann eine gute und produktive Arbeitsatmosphäre eher Menschen motivieren, hier einen Neuanfang auch mit dem Glauben zu machen. Da sollte man, hat man eher sowieso einen religiösen Gemischtwarenladen, doch jede formale Prüfung von richtigem Glauben einfach weglassen. Es würde niemand auf die haarsträubende Idee kommen, einen Atheisten an der Kirchentür sogar abzuweisen, wenn er am Gottesdienst teilnehmen will. Will man Menschen gewinnen, sollte man sie nicht vorher sortieren nach den angeblich Guten oder Schlechten. Es soll sogar Menschen geben, die nie hier niemals in unserem frommen Club Mitglied waren und trotzdem jeden Tag beten und Liebe üben. Nur Gott sieht ins Herz, nie Kirchenrecht.
Aber selbstverständlich kann ich nicht Pfarrer, Priester, Diakon oder Pastoralreferentin sein ohne Glauben. Das hält niemand aus.
Aber heute fände ich eine Überzeugung aus Absurdistan abenteuerlich, ungetaufte Kinder kämen in die Hölle. Es muss jedem
der einen Funken Wissen besitzt doch bekannt sein, dass die Taufe keine magische Kraft ist, sondern wir dürfen in sie eintreten.