#WeRemember – Holocaust-Gedenktag

Mit zahlreichen Veranstaltungen wird am heutigen Dienstag an die Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus erinnert. Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz jährt sich zum 81. Mal.

Am Berliner Holocaust-Mahnmal haben anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar am Montagabend Dutzende Menschen der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Begleitet von einem jüdischen Gebet, stellten die Anwesenden, darunter Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow und mehrere Abgeordnete, Kerzen auf.

Heute und morgen sind an verschiedenen Orten Gedenkstunden in Landesparlamenten sowie Gottesdienste, Namenslesungen und Kranzniederlegungen geplant. Die traditionelle Gedenkstunde im Bundestag für die Opfer des Nationalsozialismus ist für Mittwoch geplant. Gastrednerin ist die 1938 in Gdingen bei Danzig geborene US-Amerikanerin Tova Friedman. Sie überlebte das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.

Schriftzug am Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor soll am Dienstagabend mit dem Schriftzug der internationalen Gedenkkampagne #WeRemember (deutsch: «Wir Erinnern») angestrahlt werden. In der Französischen Friedrichstadtkirche wird für Dienstagabend zu einem Gottesdienst eingeladen (19 Uhr). Daran beteiligen sich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und das Institut Kirche und Judentum. Gottesdienste sind auch in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (18 Uhr) und in der St.-Annen-Kirche in Dahlem (18 Uhr) geplant.

In Berlin versammeln sich am Mahnmal «Gleis 17» am Bahnhof Grunewald unter anderem Vertreter der Fußballclubs Hertha BSC und 1. FC Union, um Kränze niederzulegen. An der Dresdner Kreuzkirche werden die Namen jüdischer Opfer verlesen.

  • Gottesdienste und Veranstaltungen zum Shoah-Gedenktag 2026 in Berlin (PDF)

Die ARD sendet am heutigen Dienstag um 20.15 Uhr ein „ARD extra“. Im Mittelpunkt stehen Jüdinnen und Juden und ihr Umgang mit zunehmendem Antisemitismus. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird zum Interview erwartet.

Auf der Essener Zeche Zollverein startet ein einmaliges Projekt: Dank moderner Holgramm-Technik und KI können Besucherinnen und Besucher mit Holocaust-Zeitzeugen sprechen.

Baden-Württemberg ermöglicht seinen Schulen virtuelle Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Das neue Angebot ging am heutigen Dienstag an den Start, wie das Kultusministerium mitteilte. Die rund zweistündigen Online-Führungen soll die schulische Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Nationalsozialisten ergänzen.

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der russischen Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Seit 1996 wird der 27. Januar in Deutschland als Holocaust-Gedenktag begangen, seit 2005 auch international. Erinnert wird an die von den Nazis ermordeten Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Angehörige der Zeugen Jehovas, Menschen mit Behinderungen und politische Gegner. Historiker gehen heute davon aus, dass die Nationalsozialisten in Auschwitz rund 1,1 Millionen Menschen ermordeten – darunter bis zu einer Million Juden.

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