Laut einer Studie des Pew Research Center teilen viele Menschen ohne religiöse Bindung trotzdem spirituelle und religiöse Überzeugungen – zum Beispiel an ein Leben nach dem Tod.
In allen 22 für die Umfrage ausgewählten Ländern glauben etwa ein Fünftel oder mehr der nicht-religiösen Menschen an ein Leben nach dem Tod, heißt es in einer Erhebung des US-amerikanischen Forschungsinstituts PEW Research. Ein beträchtlicher Anteil der Menschen, die sich nicht mit einer Religionsgruppe identifizieren, glaubt laut der Studie (Englisch) dennoch an Gott (28 Prozent) oder an die Existenz eines höheren Wesens (49 Prozent).
Zugleich sei die Zahl der Menschen ohne religiöse Bindung, die sich als Atheist, Agnostiker oder „nichts Bestimmtes“ bezeichnen, in vielen Teilen der Welt stark gestiegen, hieß es weiter. Ihre Zahl sei zwischen 2010 und 2020 weltweit von 1,6 Milliarden auf 1,9 Milliarden gewachsen. Gewachsen sei ihr Anteil in Nordamerika, Europa, Teilen von Lateinamerika und in mehreren Ländern der asiatisch pazifischen Region, in Afrika hingegen nicht.
Menschen ohne Religionszugehörigkeit bilden nach Christen und Muslimen die drittgrößte Gruppe in der Untersuchung. Im Allgemeinen seien jüngere Menschen und Menschen mit höherer Bildung religionsferner als Ältere und Menschen mit geringer Bildung. Das Institut lieferte eine Erklärung für die «Religiosität» der Menschen ohne Religionszugehörigkeit. Eine Pew-Studie von 2023 habe gezeigt, dass «Unglauben» nicht immer der Hauptgrund für die Trennung von Religion sei. Vielmehr seien schlechte Erfahrungen mit «religiösen Menschen» ein bedeutendes Motiv.
Verschiedene Länder, verschiedener Glaube
Beim Glauben zeigten sich regionale Unterschiede. In mehreren Ländern Lateinamerikas glauben der Umfrage zufolge die meisten nicht-religiösen Menschen an Gott – wenn auch seltener als religiös Gebundene: in Brasilien sind es demnach 92 Prozent, in Kolumbien 86 Prozent und in Chile 69 Prozent der nicht-religiösen Menschen. In Ungarn glaubten nur neun Prozent der nicht-religiösen Menschen an Gott, in Schweden zehn Prozent, in Italien 16, in Frankreich 20, in Deutschland 27 Prozent und in den USA 45 Prozent.
Viele Menschen ohne Bezug zu einer Religion gaben in der Umfrage an, sie hätten trotzdem schon einmal gebetet. In Brasilien waren es demnach 84 Prozent, in Südafrika 77 Prozent, in den USA 55 Prozent. Am wenigsten gebetet wird in den Niederlanden (12 Prozent) sowie in Italien, Ungarn und Schweden (jeweils 13 Prozent).

Was meint man, wenn man von „Glaube“ als auch von „glauben“ spricht?
a) für wahr halten?
b) vertrauen?
Glaube ist gelebtes VERTRAUEN
Als Christ bin ich gewiss, daß keine Macht mich aus der Hand Gottes reißen kann. Ich kann niemals tiefer fallen als in die Hand unseres Schöpfers.
Ich bin sehr überzeugt davon, dass es bei „Glauben“ (ich glaube) nicht um ein perfektioniertes Wissen geht: Etwa Gott zu erklären. Oder wie auch in bei anderen Religionen dann als widerspruchsfreie Erklärung von Welt und Existenz. In der abgeschwächten Form ist damit auch nicht gemeint, es könnte (nicht) richtig sein, was ich und wir glauben. Es ist biblisch und damit bei vielen Christinnen und Christen anerkannt: Der GLAUBE IST EIN GROSSES VERTRAUEN IN GOTT. Wir wissen im tiefstem Sinne nicht wirklich viel um das Universum, wir wissen nichts über Gott, um ihn logisch zu durchleuchten und physikalisch zu erklären. Es wird daher niemals eine „Formel für alles“ geben, mit der wir Gott und so damit die Welt erklären könnten. Heute „sehen wir noch alles wie in einem dunklen Spiegel“ (laut Bibel) – und werden erst im Ewigen Leben in Gottesnähe vielleicht alles verstehen. Dabei bleibt aber hier im Leben unsere Ahnung von den letzten Dingen und somit von Gott aber doch kein dunkler Nebel, weil Gott uns (in subjektives Form) in der eigenen Seele begegnen kann. Dies ist nicht beweisbar, aber es beschreibt, daß der allmächtige Schöpfer, der großer Liebe auch die Unendlichkeit regiert, doch wie ein Schatten über meiner rechten Hand jedem nahe sein kann. Der zweite Gottesbeweis war Jesus Christus, wo uns der Allmächtige in Fleisch und Blut als Menschensohn begegnete. Er war (bildlich als Sohn Gottes) somit der Gott zum Anfassen und zum Liebhaben. (Nebenbemerkung: Wir können in Gott und damit in Jesus sogar sehr verliebt sein. Es wäre weder Naivität noch Neurose)
Da wurde unsere Perspektive auf ihn radikal verändert: Er ist nicht der allmächtige Herrscher, der seine Macht benutzt, wie die großen antiken Alleinherrscher. Die grausam ihren Willen mit brutaler Gewalt durchsetzten und Widerborstige töteten.. Wenn Gott die Liebe ist, dann kann Liebe niemals aufgezwungen werden. Stattdessen begegnet uns der Allmächtige nur mit der Macht der Liebe. Sein Kreuz will uns überzeugen, daß kein Mensch so brutal wie Jesus gefoltert und zu Tode gebracht werden darf. Gottes Macht ist zärtlich in der Form, aber methodisch arbeitet auch der Schöpfer aller Dinge sehr stark mit unserem Gewissen. Wo beispielsweise Politiker die Gelder für die Flüchtlingsrettung im Mittelmeer streichen und die Menschen ertrinken, dann könnten wir mit guten Gewissen behaupten, daß dann Jesus erneut an sein Kreuz genagelt wird. Eigentlich ist jeder Krieg und sind alle Terrorakte gewaltsame Schläge ins Gesicht des Allmächtigen. Wir beantwortens seine Liebe global oft mit Lieblosigkeit oder Unmenschlichkeit. Die von uns im wesentlichen hier erfassbare Wahrheit ist das überlieferte Leben von Jesus Christus und liegt auf einer eindeutigen Beziehungsebene. Denn Glaubenswahrheit auch die LIEBE. Aber wir Christinnen und Christen können unserem Gewissen nur folgen, wenn wir auf dieses hören und es eingeschaltet lassen. Gewissenlose Menschen wie Trump in den USA und Putin in Russland hören nur auf sich.
Die Überschrift verwechselt ’nichtchristlich‘ mit ‚ungläubig‘.
Ist ein bisschen christlich überheblich, oder?
Ich glaube an Gott
Da muss ich Chey rechtgeben: Nichtchristlich ist nicht ungläubig. Oft wird übersehen daß jeder Christ sein eigenes inneres, oft ungeflektiertes Gottesbild besitzt. Christliche Glaubensbekenntnisse und Dogmen entstanden daher in der Kirchengeschichte, um unser Glaubens-Grundstück des Glaubens und Hoffens von anderen Grundstücken der Nachbarn abzugrenzen. Dies ist legitim. Als Leseratte bin ich jemand, der in ganz vielen Büchern und Texten mit sehr einleuchtend logischen Gedanken als absolute Wahrheit bedient wird, aber es kann nurdie einzige absolute Wahrheit geben – und für mich ist dies Gott. Vieles oder sogar fast alles widerspricht sich grundsätzlich. Schon die alten Griechen haben behauptet, und es hat auch Eingang in die Bibel gefunden: „Wir sehen die Wahrheit nur wie einem dunklen Spiegel“! Allerdings nach dem Tode bei Gott werden wir endlich alles verstehen. Der christliche Glauben ist ein ganz großer Schatz, weil er eben nicht das gesamte Universum mit dem widerspruchsfreien System vom Erklärungen verbindet. Ich glaube, was schon Menschen im Alten Testament, damals als Juden, auch als Glauben formulierten: Gottes Gedanken sind höher als unsere Gedanken. Vor allem ist Gott unendlich in Raum und Zeit, niemals erklärbar und ihn zu kapieren wäre genauso als hätte ich auch die Unendlichkeit verstanden, oder gar die Quantenphysik (die alle Sicherheiten und jegliche Logik verlässt). Ich hoffe und glaube an diesen Gott, ich erlebe durchaus seine Wunder – aber ich glaube daß weder die Bibel vollkommen ist, noch irgend eine religiöse Rethorik. Jesus ist die menschgewordene Liebe des Schöpfers aller Dinge. Auch Jesus ist nicht erklärbar. Christen glauben nicht an die römischen und griechischen Götter, die insgesamt sehr mit den menschlichen Vorstellungen einhergehen. Die Bibel ist eine Überlieferung verschiedener Formen von Literatur und vorallem von Glaubens- und Gotteserfahrung. Dazu haben die Bibelautoren viel eigene Meinung und religiöse Propaganda eingebracht. Aber dies ist menschlich und welche Texte in die Bibel aufgenommen wurden, haben alleine Menschen entschieden. Ich sage also, ich glaube und hoffe zuversichtlich auf Gott, der mir in auch in meiner Seele begegnen kann. Dabei kann mir die Bibel eine Hilfe sein. Die Heilige Schrift kondensiert nie absolute Wahrheit und sie fällt nicht vom Himmel.
Das sehe ich anders. Es handelt sich um Menschen, die sich nach eigenen Angaben ausdrücklich keiner Religion zugehörig fühlen – nicht nur der christlichen. In Gesprächen und Diskussionen bezeichnen sie sich zumeist auch selbst als „ungläubig“.
Es wird halt verschieden gebraucht.
Für manche ist ungläubig, wenn man seine eigene Religion nicht teilt, völlig egal, ob man etwas anderes glaubt.
So habe ich auch hier im Artikel den Begriff aufgefasst, weil danach ja explizit darauf eingegangen wird, dass diese so bezeichnete Gruppe durchaus oft an etwas glaubt.
Und das ist dann schon etwas arrogant.
In der Studie ist explizit von Menschen die Rede, die sich nicht mit einer Religionsgruppe identifizieren, Chey. Insofern finde ich die Überschrift berechtigt. Sie distanzieren sich ausdrücklich von anderen Religionen, daher nennen sie sich auch selbst häufig ungläubig. Eine immer größer werdende Religionsgruppe ist übrigens die der Atheisten: Sie glauben, dass sie nichts glauben. Dort finde ich auch arrogant. Häufig sehen sie sich auch gläubigen wissenschaftlern und Intellektuellen geistig überlegen.
Sollte heißen arroganZ
Zitat: „Ein beträchtlicher Anteil der Menschen, die sich nicht mit einer Religionsgruppe identifizieren, glaubt laut der Studie (Englisch) dennoch an Gott (28 Prozent) oder an die Existenz eines höheren Wesens (49 Prozent).“
Offensichtlich muss man sich nicht mit einer Religionsgruppe identizieren, um zu glauben.
„Unglaube“ hat auch häufig eine negative Wertung inklusive, nämlich das Tatsachen/die Wahrheit nicht geglaubt wird.
Ungläubige im Islam sind z.b. alle Nichtmuslime, völlig egal, ob diese was anderes glauben oder nicht (gibt dafür im Islam einen speziellen Begriff).
Eine derartige Bedeutung gibt es auch, wenn auch heute wohl nicht mehr so ausgeprägt, im Christentum.
Natürlich können Christen gern mit solchen Begriffeb andere vor den Kopf stoßen. Ich weiß nur nicht, ob das wirklich so weise ist.
Antwort an Andi
Andi schreibt: „Das sehe ich anders. Es handelt sich um Menschen, die sich nach eigenen Angaben ausdrücklich keiner Religion zugehörig fühlen – nicht nur der christlichen. In Gesprächen und Diskussionen bezeichnen sie sich zumeist auch selbst als „ungläubig“!
Das würde ich auch so sehen. Trotzdem ist nichtchristlich nicht automatisch ungläubig, denn nach Umfragen glauben mindestens die Hälfte aller Deutschen an so etwas wie Gott, ein höheres Wesen, oder einen nicht beschreibbaren Hintergrund bzw. die gewollte Ursache für unser Hiersein auf Erden. Oder vielleicht sogar philosopisch die sehr weise (oder je nach Gefühl und Wellenschlag aber inhaltslose) Aussage, daß das Sein wichtiger ist als das Nichts und deshalb alles existiert. Glauben tun die Leute immer etwas. Mein alter Schullehrer drückte dies ironisiert so aus: „Es gibt Menschen, die glauben nur, dass ein Pfund Knochen eine gute Suppe ergibt“! Immerhin arbeitet auch Natur/Universum, aber für Atheisten zufällig entstanden, auch nach dem Wenn-Dann-Prinzip unserer Computer. WENN es Herbst ist, DANN wirft der banale Laubbaum sein Blätter ab. WENN das Leben auf Erden komplizierter wird, DANN entsteht der Mensch mit einem größeren Gehirn – und er hat sodann auch Verantwortung und fragt danach, wozu er mit zwei Beinen auf der Erde herum läuft. Jedenfalls braucht er Antwort auf Sinnfragen. Notwendigkeiten für Gott zu sehen wäre für Christinnen und Christen zwar zwangsläufig, aber ein Gläubiger im Sinne des christlichen Glaubens bin ich dann doch nur, wenn ich auf der Beziehungsebene Gott gefunden habe. Also wie gesagt: Die Menschen glauben viel, auch wenn sie Atheisten sind. Manche könnte es ja auch selig machen, daß im Universum nichts für immer verloren geht. Aber dann habe ich wie beim Spielgeld von Monopolie zwar Geld, aber es ist keinerlei Versprechen auf Gegenwert. Allerdings glaube ich nicht, dass Gott Menschen bestraft, weil sie nicht an ihn glauben konnten. Er wird ihnen ja als Realität am Lebensende begegnen und seine Existenz beweisen und wieder gutmachen, was wir so angerichtet haben unter uns. Er wird ein Missverständnis aufklären:. Er ist nur Liebe zu allen seinen Kreaturen. Warum die Welt trotzdem ihr böses Gesicht hat, wird uns erklärt.