Im Wittenberger Lutherhaus lebte und arbeitete der Reformator über 35 Jahre lang. Seit 1883 ist dort das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt untergebracht. Nun wird es saniert und erweitert.
Am historischen Lutherhaus in Wittenberg ist der Grundstein für ein neues Eingangsgebäude gelegt worden. Das den Angaben zufolge größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt wird seit Anfang 2025 energetisch saniert und soll im Herbst 2027 mit einer neuen Dauerausstellung wieder eröffnet werden, teilte die Stiftung Luthergedenkstätten am Freitag mit. Das Bauvorhaben werde mit 10,5 Millionen Euro vom Land Sachsen-Anhalt und 4,8 Millionen Euro vom Bund gefördert. Die Stiftung beteilige sich mit 300.000 Euro an dem Vorhaben.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) sagte bei der Grundsteinlegung: «Mit der Sanierung und Erweiterung des Lutherhauses wollen wir diese altehrwürdigen Mauern auch in Zukunft ihre Geschichten erzählen lassen.» Es brauche sichtbare Orte, «wie diesen wertvollen Leuchtturm der deutschen und europäischen Geschichte», um zur Auseinandersetzung mit der Reformation und mit Martin Luther (1483-1546) als Mensch einzuladen.
Luthergedenkstätten sind Weltkulturerbe
Das frühere Wohnhaus des Reformators mit der authentischen Lutherstube wurde 1883 als Museum eingerichtet und gehört seit 1996 als Teil der Luthergedenkstätten zum Weltkulturerbe der Unesco. Das neue Eingangsgebäude wird an der Stelle des nun abgerissenen Direktorenhauses aus den 1930er Jahren erbaut.
Bis zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Herbst 2027 ist die Sonderausstellung «Buchstäblich Luther. Facetten eines Reformators» im angrenzenden Augusteum mit Exponaten der Wittenberger Sammlungen zu sehen.
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