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Relevant Magazine

„Gott hat es mir so gesagt.“

Eine Formulierung, die unter Christen schnell geäußert wird, aber auch zu einer Floskel werden kann. Wie können wir Gottes Stimme von unseren eigenen Gedanken unterscheiden?

Nathan Andrew Eckman erklärt im Relevant Magazine, wieso es Gefahren birgt, Gott als Begründung für unsere Lebensentscheidungen zu instrumentalisieren: Sobald unsere Handlungen vermeintlich von Gott stammten, seien sie unfehlbar und weder Freunde noch Familie dürften sie kritisieren.

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Eine andere Gefahr bestehe darin, dass wir Gott versehentlich gegenüber Nicht-Christen und Glaubensgeschwistern falsch darstellten. Bei einer Umentscheidung könnten wir Gottes Natur fälschlicherweise als unentschlossen darstellen, als würden seine Pläne wie Wellen mal hierhin, mal dorthin schwappen.

Deshalb zeigt Eckman Wege auf, wie wir stattdessen mit Gottes Plänen und Gebet umgehen sollten:

Wenn guter Rat teuer ist

Es sei wichtig, sich darüber bewusst zu sein, dass wir unsere Persönlichkeit immer in unsere Entscheidungen einfließen lassen. Sobald wir Fragen stellten, auf die wir in der Bibel keine Antworten finden, wie z. B.: „Soll ich diese Serie schauen, oder lieber nicht?“, könnten wir uns sicher sein: Unsere Gedanken werden von unseren Gefühlen beeinflusst. Da diese Gefühle sich veränderten, könnten wir uns nie 100 Prozent sicher sein, ob wir gerade den Heiligen Geist, oder doch nur uns selbst hören. Echtes Gebet zwinge Gott nicht unseren Willen auf, sondern lasse uns still werden und auf seine Weisung warten.

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Und natürlich sollten wir unsere Freunde und Familie miteinbeziehen. Wann immer wir ein Problem hätten, sollten wir uns nicht scheuen, möglichst viele unserer Mitmenschen nach Rat zu fragen. Im Fokus sollten Gespräche liegen – mit anderen und mit Gott. So bewahre man eine demütige Haltung und erkenne, dass Gottes Plan viel klüger und höher sei, als unserer es je sein könnte.

Der Originalartikel kann hier gelesen werden (englisch).

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3 Kommentare

  1. Gott kann nicht irren und scheitern

    Es ist auch katholische Lehre und steht kaum im Widerspruch zur ganzen Heiligen Schrift, auch ausgelegt durch das Neue Testament an Aussagen und Werk von Jesus Christus selbst: Nach katholischer Lesart steht das menschliche Gewissen hier immer noch über der Aussage des Papstes in der Verkündigung des Evangeliums. Was bedeutet, unser Gewissen, egal aus welcher Konfession und Glaubenstradition wir kommen, ist stets der innere Seismograf. (Wir müssen hier das Problem außen vor lassen, dass gleichermaßen nach römisch-katholischer Lesart Gewissen irren könnte) Ich denke als Evangelischer, wenn wir hier als Christinnen und Christen dem zusammen gefassten Doppelgebot der Liebe gerne folgen, liegen wir immer richtig: Gott zu lieben und den Nächsten sowie auch sich selbst, fasste Jesus in dieser Anweisung der Liebe zusammen. Selbstverständlich können wir immer uns den eigenen christlichen Idealen in aller Unvollkommenheit nur annähern. Wir werden nicht gerecht aus unseren Werken, sondern nur weil Jesus am Kreuz für die Schuld unserer Sünde starb. Da wurde diese Schuld sinnbildlich ans Kreuz genagelt und ausgelöscht. Der Freispruch für alle Menschen ist, wie auch in guter menschlicher Rechtsprechung, niemals mehr rückgängig zu machen. Wir sollten aber auch in diesen Freispruch als Versöhnung mit Gott, hier auf auf Erden genauso eintreten wie in unsere Taufe. Gott kann sich mit seiner Erlösungstat am Kreuz nie irren, Jesus wird nicht umsonst gestorben und auferstanden sein und die Erlösung aller Kreatur wird niemals scheitern. Am Ende steht immer ein Neuer Himmel und Neuer Erde und gewissermaßen unsere Rückkehr in das alte und neue Paradies. Alle Menschen werden sich am Ende der Zeiten freiwillig ebenfalls auch mit ihm gern versöhnen. Denn sonst wäre die Ewigkeit leer und Einsamkeit. Niemand wird selbst gerecht.

  2. Besonders in charismatischen Kreisen ist diese Formulierung sehr beliebt und ganz bestimmt hat man zwischen den vielen Stimmen die auf einen einwirken auch mal die von Gott herausgefiltert. Mir sind aber auch nicht wenige Fälle bekannt, wo liebe Christen die ernsthaft nach Gottes Willen gefragt haben offensichtlich falsche Entscheidungen getroffen haben. Also Vorsicht ist angebracht und kluge Ratgeber darf man immer konsultieren! Prediger wie Laien, die ständig so tun als wären sie mit Gott in einem regen gegenseitigen Austausch, sind mir suspekt, oft wollen sie eine geistliche Tiefe vortäuschen, die so gar nicht wirklich da ist. Wird das dann noch manipulativ eingesetzt, ist es nicht mehr lustig !

    • Lieber Stammtischbruder: Ich stehe mit Gott immer im Gespräch, was mich aus keinem Irrtum je befreien könnte. Aber Gottes Liebe gibt es gratis. Denn vergeben wurde auf Golgatha.

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