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Rekordwachstum: Fairer Handel legt um ein Drittel zu

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Das starke Wachstum beim fairen Handel hält an. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Umsatz von Waren mit Fairtrade-Siegel in Deutschland ein Rekordwachstum von 33 Prozent, wie der Geschäftsführer des Vereins TransFair, Dieter Overath, am Donnerstag in Bonn mitteilte.

Insgesamt seien fair gehandelte Produkte im Wert von 533 Millionen Euro verkauft worden. Deutschland weise mittlerweile weltweit den dynamischsten Anstieg im fairen Handel auf. Wachstumsmotor waren vor allem Rosen.

 Mit dem Verkauf von mehr als 250 Millionen fairen Rosen wurde laut Overath ein Marktanteil von knapp 20 Prozent erreicht. "Das ist die erste Kategorie, mit der wir in den Mainstream eingebrochen sind", sagte er. Einen neuen Absatzrekord gab es mit einem Plus von 78 Prozent auch bei Fairtrade-Bananen, die nun einen Marktanteil 3,5 Prozent erreichten. Bei Kaffee machen faire Bohnen 2,3 Prozent aus.

 Der faire Handel zahlt Bauern, Handwerkern und Arbeitern in Entwicklungsländern höhere Erlöse und Löhne, damit sie ihre Lebensbedingungen verbessern können. Ein starkes Wachstum verzeichnete auch der Verkauf fairer Eiscreme mit einem Plus von 214 Prozent. Als Grund nannte Overath vor allem die Zusammenarbeit mit einem Markenhersteller.

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 Zu dem positiven Trend habe auch beigetragen, dass der Discounter Aldi und die Drogeriekette dm erstmals Produkte mit Fairtrade-Siegel in ihr Sortiment aufnahmen, sagte Overath. Damit seien die "letzten weißen Flecken" geschlossen worden. Fairtrade-Waren würden nun bundesweit in insgesamt rund 42.000 Geschäften angeboten.

 Als Wermutstropfen nannte Overath den Trend bei Schokolade. Wegen der zu geringen Nachfrage könnten die Kakaobauern ihre Ernte oft nur zu einem kleinen Teil zu Fairtrade-Bedingungen absetzen. Die Situation der Kakaobauern in der Elfenbeinküste sei dramatisch. Ziel sei es nun, große Markenhersteller zu gewinnen, die in Deutschland bislang keine Schokolade mit Fairtrade-Siegel anbieten.

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 TransFair geht insgesamt von einem stabilen Wachstumstrend bei Fairtrade-Produkten aus. Overath erwartet für dieses Jahr ein Plus von mehr als 20 Prozent. Erreicht werden soll das auch mit Hilfe neuer Produkte. So wird die Einführung fairer Kosmetika und weiterer frischer Produkte wie Ananas geplant.

 TransFair ist eine unabhängige Initiative, die nicht selbst mit Waren handelt, sondern ihr Siegel für fair gehandelte Produkte an insgesamt rund 180 Lizenznehmer vergibt. Der Verein wird von 36 Mitgliedsorganisationen getragen, darunter Kirchen, Umwelt- und Verbraucherschutzverbände.

(Quelle: epd)

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