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Umfrage: Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an Leben nach dem Tod

Der Deutsche Hospizverband befragt alle fünf Jahre Menschen zum Thema Sterben. Die Religion spielt für die Menschen dabei eine immer geringere Rolle.

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Nur eine Minderheit der Deutschen glaubt einer Umfrage zufolge an ein Leben nach dem Tod. Wie aus den Ergebnissen einer Befragung des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes hervorgeht, glauben 38 Prozent der Menschen an ein Leben nach dem Tod, 55 Prozent glauben dies nicht. Der Rest machte dazu keine Angaben.

Alle fünf Jahre versucht der Verband mithilfe der Umfrage, Einstellungen und Wissen der Gesellschaft über das Sterben zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen einen Rückgang der Bedeutung religiöser Zugänge zu Tod und Sterben.

Nur noch 48 Prozent bezeichnen sich als „religiös“

Bezeichneten sich 2017 noch 52 Prozent der Befragten als „religiöser Mensch“, waren es in diesem Jahr 48 Prozent. 2012 bezeichneten sich noch 59 Prozent der Befragten als religiös. Auf die Frage, woran genau sie glauben, antworteten 33 Prozent, dass sie an „einen Gott“ glauben. 27 Prozent glauben demnach an „irgendeine geistige Macht“.

Auch an anderer Stelle zeigt sich, dass die christlichen Kirchen als Anlaufpunkt für Menschen im Sterben an Bedeutung verlieren. Während 2017 noch elf Prozent angaben, sich an den Pfarrer oder die Kirche zu wenden, wenn sie einen Platz im Hospiz suchen, waren es in diesem Jahr nur noch fünf Prozent.

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Die Forschungsgruppe Wahlen hatte im Auftrag des Hospiz- und Palliativverbands im vergangenen September 1.093 Deutsche ab 18 Jahren befragt.

Quelleepd

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3 Kommentare

  1. Rückwärtsgewandter christliche Mainstreamglaube “ ?

    Was ist ein „rückwärtsgewandter christlicher Mainstreamglaube ? Mehr als fünf Jahrzehnte war ich in meiner landeskirchlichen Gemeinde, vor allem im Kirchenvorstand, aber auch in anderen Gremien, fleißig engagiert. Aber selbst die modernen TheologInnen, die auch in den großen Diskussionen im Grunde nur ein anderes Gottesbild, aber keinen Atheismus vertreten haben, sind mir so nur auf dem Kirchentag begegnet. Die angeblich in der EKHN so aktiven Leute, die den richtigen und korrekten Weg des Evangeliums verlassen haben, konnte ich über all die Jahre nirgends entdecken. Wenn es heute kirchlich um (neue !!) Werte und Normen geht, sind es insbesondere sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Homophobie zu wenden, wobei der Mainstream nicht aus unanständige Menschen besteht, sondern ganz normalen Quere. Oder möglicher Weise auch um Zeitgenossen, denen Jesu Worte gerade in der Bergpredigt wichtig sind, also Friedensbewegte. Da müsste ich eher den Spieß umdrehen und fragen, was Jesus wohl dazu gesagt hätte. Da ist ein Umschwung im Gange, auch in der Katholischen Kirche, und es geht hier ganz klar auch um neue Werte und Normen. Werte und Normen sind allerdings, egal ob sie legalistisch oder tiefsinniger begründet sind, fast so etwas wie unsterbliche Ungetüme. Man kann sie nicht einfach ablegen, auch wenn sie vielleicht noch so falsch sind, weil sie zur Persönlichkeit eines Menschen gehören. Es gehört m.E. zur Christlichkeit, hier gesprächsbereit und dialogfähig zu sein und Gut und Böse nicht daran festzumachen, ob der Andere mit mir ethisch im Dissens liegt. Übrigens: Die absolute Wahrheit über alles kennt nur Gott.

  2. Das ist wirklich bedauerlich, aber nach dem Siegeszug einer naturalistischen Weltanschauung durch die Erfolge von Naturwissenschaft und Technik, nicht anders zu erwarten. Der rückwärtsgewandte christliche Mainstreamglaube kann natürlich auch nicht aufklärerisch wirken. Dabei gibt es doch HEUTE ein Unmenge von Zeugnissen, die für einen denkerischen Geist nie dagewesene Einblicke in übersinnliche Welten gewähren, sondern auch die Schicksale des Menschen/der Menschheit verständlich machen, z.B. https://www.academia.edu/37936734/Genetik_Reinkarnation_Kirche
    Für ein Verständnis der Nahtodberichte kann dies helfen: https://manfredreichelt.wordpress.com/2018/12/13/phaenomen-nahtod/

    • Ewiges Leben inhaltlich nicht Gottesdienstthema

      Noch mal zum eigentlichen Thema, die Mehrheit der Deutschen glaubten nicht an ein Ewiges Leben. Dies hat vielleicht auch seine Ursache darin, dass ein ewiges (irdisches !!) Leben zeitlich unbegrenzt sein müsste. Wer kann so etwas aushalten ? Kosmologen schätzen, dass möglicherweise unser jetziges Universum (oder Multiversum) noch 1hoch27 Jahre – dies ist eine unbeschreiblich lange Zeitzahl – existieren könnte. Dann sind alle Sterne verglüht. Trotzdem dürfte das Ewiges Leben und damit Gottes Neuer Himmel und seine Neue Erde, also ein ganz anderes Universum, für uns Sterbende im gleichen Moment des Todes beginnen: Wenn wir also wie durch eine Tür den Himmel betreten. Auch wenn dies sehr bildhaft ausgedrückt ist geht es ja doch darum, dass es im Himmel bzw. im Paradies vermutlich keine Zeit mehr gibt. Ein Augenblick ist dann unendlich und bedeutet ewige Gegenwart. Es geht um eine völlig andere Daseinsebene. Über Ewiges Leben wird substantiell fast nie gepredigt – also wie es aussehen könnte (selbstverständlich wirklich wissen können wir dies hier nie). Ein Ewiges Leben auf Erden ist völlig unmöglich, weil eine solche irdische Form des Paradieses der Begrenztheit der Lebenserwartung aller Sterne ewig übersteigt. Unabhängig davon: Niemand könnte unendlich irdisch leben, sondern müsste dabei wahnsinnig werden. Eine Anderswelt kann man selbstverständlich nicht physikalisch beschreiben, wie dies mit Gott auch nicht funktioniert. Denn Er und das Ewige Leben sind völlig anders. Somit an ein Ewiges Leben zu glauben, welches wie unser hiesiges Leben funktioniert, kann sich zurecht niemand vorstellen. Dies scheitert alleine schon an unserem durchaus logischen Denken. Bereits Kinder fragen: Wo soll Gott die ganzen Menschen unterbringen ? Denn Menschen gibt es seit 2 Millionen Jahre. Und was macht der Schöpfer aller Dinge, der doch Erlösung verspricht für jegliche Kreatur, etwa mit den vielen Tieren auf der Erde, zumal wir diese nicht nur gegessen haben, sondern auch schlechter als unsere Sachen behandelt haben ?

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