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Umfrage: Papst büßt Vertrauen ein

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Das Vertrauen zu den großen Religionsgemeinschaften in Deutschland ist einer Umfrage zufolge im vergangenen Jahr leicht gesunken. Nach der aktuell veröffentlichten Umfrage des Instituts Forsa für das RTL/ntv-„Trendbarometer“ haben nur noch 16 Prozent der Bundesbürger Vertrauen in die Institution Papst. Mit zehn Prozentpunkten Minus ist das verglichen mit anderen religiösen Institutionen der größte Rückgang gegenüber dem Vorjahr.

Das geringste Vertrauen unter den zur Wahl stehenden Institutionen genießen laut Forsa die katholische Kirche (acht Prozent; minus vier Punkte) und der Islam (sechs Prozent; minus zwei Punkte). Zur evangelischen Kirche hat knapp jeder dritte Bundesbürger (31 Prozent) Vertrauen, zwei Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor. Dem Zentralrat der Juden in Deutschland vertrauen laut der Umfrage für RTL Deutschland 38 Prozent der Deutschen (minus fünf Prozentpunkte).

Die Daten zum Institutionenvertrauen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 15. bis 22. Dezember 2022 erhoben. Das Institut befragte 4.003 Bundesbürger.

Quelleepd

1 Kommentar

  1. Die Kirchen werden sich geistlich erneuern

    Das Vertrauen zu den großen Religionsgemeinschaften in Deutschland ist einer Umfrage zufolge im vergangenen Jahr (nur ??) leicht gesunken. Ist wirklich nur eine leichte Absenkung von Vertrauen festzustellen ? Da bin ich unsicher, aber eher in die negative Richtung. Denn 38 Jahre habe ich in einem Kirchenvorstand der EKHN „gedient“. Wir waren uns durchgängig dort immer bewusst, dass dieses Leitungsgremium der Ortsgemeinde (mit mehreren Filialorten) nicht nur eine demokratisch geordnete Regierung, vielleicht so etwas wie ein ganz kleines Leitendes Geistliches Amt auf evangelisch darstellt, sondern auch der Versuch einer „geistlichen Gemeinschaft“ sein sollte. Letzteres muss sich auch von selbst verstehen. Aber der letztgenannte Versuch war eher wie jener eines Menschen, der eine Rolltreppe entgegen ihrer Fahrtrichtung benutzt: Wir haben die Gebäude verwaltet und hierzu auch Bau- und Erhaltungsmaßnahmen für 9 Gebäude einschließlich dreier Kirchen geplant und überwacht. Außerdem ging es um die Verwaltung der Finanzen bzw. des Haushaltes. Daneben galt es eine Sozialstation und eine Kindertagesstätte zu koordiniert. Bei dann auch deutlich mehr als 40 Mitarbeitenden (nicht Stellen) gibt es regelmäßig und völlig unvermeidbar vom „Sand im Getriebe“ bis hin zu Konflikten mit Mitarbeitenden, also Pfarrern mit Mitarbeitenden, von Mitarbeitenden mit Pfarrer, und mit Gemeindemitgliedern die mit dem Kirchenvorstand nicht immer einverstanden sind, alles mögliche. In dieser sehr langen Zeit von fast vier Jahrzehnten habe ich dabei vier Beratungseinsätze unserer landeskirchlichen „Gemeindeberatung“ erlebt, mit der wir Lösungen erarbeiteten nicht nur für Konflikte, sondern auch für eigene Gemeindeziele.
    Zuletzt in technisch moderneren Zeit haben wir unsere Wandzeitungen fotografiert, betrachtet, abgeheftet und mussten sie anschließend wieder zwangsläufig vergessen. Wie der Tellerzauberkünstler, der immer mehr Teller auf vielen Stöcken tanzen lässt, sind wir durch die Tagesordnungen der alle drei Wochen stattfindenden Sitzungen gehechtet: Aber eher gekrochen wie Maulwürfe, um alles abzuarbeiten. Jawohl: Manchmal gab es gut geplante Rüstzeiten, wo wir uns mit theologischen Fragen, Kommunikationsmitteln und Planungen für die Gemeindewicklung beschäftigten. Allerdings ist der viele Jahre mühsame Versuch einer Gemeindekonzeption doch im Sande verlaufen. Aber immer hatte ich – und die andere auch – das Gefühl, dass wir zum Eigentlichen nicht kamen. Doch: Wir haben die Konfirmandenarbeit fast revolutionär verändert. Die Teenager sind dann sehr gerne zum Konfi-Unterricht gekommen und haben wunderschöne Gottesdienst mitgestaltet. Aber nach ihrer Konfirmation sind die meisten Jugendlichen in unseren Heiligen Hallen nicht mehr gesehen worden. Ich war damals eine rühmliche Ausnahme. Es gibt immer wieder Wunder.

    Vielleicht würde uns eine kleine und arme Kirche, eine solche der vielen kleinen Gruppen, ohne den gewaltigen Wasserkopf der Bürokratie, einer eigentlichen Aufgabe der Evangeliumsverkündigung an den Hecken und Zäunen, den Weg frei räumen. Aber ich befürchte auch, dass ich dies auf Erden nicht mehr erlebe. Auch nicht das erlaubte gemeinsame Abendmahl mit unseren katholischen Geschwistern. Da ich älter bin und auch fest an das Ewige Leben glaube, werde ich es wohl aus höherer Perspektive hoffentlich miterleben. Und dann würde es mich freuen. Niemals bin ich in unseren Reihen Menschen begegnet, die nicht gute Absichten und positiven Willen hatten. Aber womöglich ist eine Institution, in die man fast zwangsläufig hineingeboren wird, der Freiheit des Evangeliums, und sich für dieses oder dagegen zu entscheiden, eher nicht real zuträglich. Ich
    glaube nicht wirklich an Zahlen. In Hitlers unmenschliches Reich war der Gottesdienstbesuch gut. Aber die meisten haben „Heil“ gerufen. Schade !

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