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UNICEF: „Das Recht darauf, einfach Kind zu sein, ist in Gefahr“

Das internationale Ziel, Kinderarbeit bis 2025 abzuschaffen, ist gescheitert. Aufgrund der Abschwächung der deutschen Lieferkettengesetze sind nun auch die Fortschritte der letzten Jahre gefährdet.

Seit dem Jahr 2000 ist die Kinderarbeit um 50 Prozent gesunken. Doch das UN-Kinderhilfswerk UNICEF warnt: Der Fortschritt ist fragil. „In mehreren Regionen der Welt spitzt sich die Situation für Kinder zu. Ihre Rechte auf Schutz, Lernen, Spielen und darauf, einfach Kind zu sein, sind in Gefahr“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.

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Durch die weltweit angespannte politische Lage, die Wirtschaftskrise und die größer werdende Schere zwischen Arm und Reich bliebe Eltern oft keine andere Wahl, als ihre Kinder zum Arbeiten zu schicken. Auch das Leben in Konfliktregionen erhöhe das Risiko, von Kinderarbeit betroffen zu sein: Dort kommt sie viermal so häufig vor wie in stabilen Ländern. „Um hier entgegenzuwirken, sind Politik und auch Unternehmen gefragt – vor Ort und auf internationaler Ebene“, fügt Schneider hinzu.

Durch die Abschwächung des Lieferkettengesetzes würde es kleineren Unternehmen leichter gelingen, unbemerkt Kinderarbeit zu fördern oder zu dulden. „Wir sehen großes Potenzial in der EU-Regulierung für Kinder in den Lieferketten, weil sie die UN-Kinderrechtskonvention ausdrücklich als Rechtsgrundlage sieht“, so Schneider. „Die volle Wirkung mit Blick auf den Kinderschutz kann sich aber nur entfalten, wenn das Gesetz für Unternehmen in der Breite gilt. Denn Kinderrechtsverletzungen finden auch in den Lieferketten kleinerer Unternehmen statt.“

Auf dem Feld und in den Minen

54 Millionen Kinder gehen einer Arbeit nach, die ihre Gesundheit, Sicherheit oder Entwicklung gefährden. So bauen sie beispielsweise „Glimmer“ in Minen ab. Das ist eine Gruppe von Mineralien, die unter anderem in der Kosmetikindustrie verwendet wird und ein unerlässlicher Bestandteil von E-Batterien ist, heißt es. Ansonsten seien ein Großteil der Kinder an Feldarbeit oder Straßenverkäufen beteiligt.

Ein besonderer Krisenherd bildet Subsahara Afrika. Dort arbeiten 87 Millionen Mädchen und Jungen – zwei Drittel der Betroffenen weltweit. Im Vergleich dazu sank die Kinderarbeit in Asien von 49 Millionen (2020) arbeitenden Kindern auf 28 Millionen (2024). Laut UNICEF müsse die Wurzel des Problems gelöst werden: Sicherung einer qualitativ hochwertigen Bildung, Basisschutz gefährdeter Haushalte und Gesetze für unternehmerische Sorgfaltspflicht.

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>>>>>>>>> Zur vollständigen Pressemitteilung von UNICEF

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QuelleUnicef

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