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Schlagwort: Antisemitismus

Berlin: Deutsch-Israelische Gesellschaft beklagt Antisemitismus

In Deutschland ist nach Auffassung des Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Johannes Gerster, der Antisemitismus nach wie vor verbreitet. Er äußere sich «unter anderem in einer zügellosen, unfairen, einseitigen Schuldzuweisung gegenüber Israel», erklärte der langjährige CDU-Politiker am Montag in Berlin zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar.

Antisemitismus: Neues Gremium ist «wichtiges Signal»

Das von der Bundesregierung berufene Expertengremium zur Bekämpfung des Antisemitismus nimmt an diesem Mittwoch seine Arbeit auf.

Antisemitismus: Bundesregierung beruft Expertengremium

Neun Monate nach einem entsprechenden Bundestagsbeschluss hat die Bundesregierung ein unabhängiges Expertengremium zur Bekämpfung des Antisemitismus berufen. Die zehn Wissenschaftler und Praktiker sollen regelmäßig über den Antisemitismus in Deutschland Bericht erstatten, wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Nahost-Reise: Papst Benedikt XVI. verurteilt in Israel neuen Antisemitismus

Zum Auftakt seines Besuchs in Israel hat Papst Benedikt XVI. jede Form von Antisemitismus verurteilt. Dieser zeige «sein hässliches Gesicht weiterhin in vielen Regionen der Welt», beklagte das 82-jährige Kirchenoberhaupt am Montag bei der Ankunft auf dem Ben-Gurion-Flughafen von Tel Aviv. Es müsse alles unternommen werden, um Judenfeindschaft zu bekämpfen. Der israelische Präsident Shimon Peres begrüßte das Kirchenoberhaupt auf Hebräisch, Latein und Englisch. Der Papst erinnerte an das tragische Schicksal des jüdischen Volkes. Er werde die Gelegenheit haben, der sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocausts zu gedenken «und zu beten, dass die Menschheit niemals mehr Zeuge eines Verbrechens dieser Größenordnung sein wird», sagte Benedikt. Er wollte am Montagnachmittag in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem einen Kranz niederlegen und eine mit Spannung erwartete Ansprache halten. Angesichts des stockenden Friedensprozesses zwischen Israelis und Palästinensern äußerte der Papst die Hoffnung, dass beide Parteien rasch ein «Klima größeren Vertrauens» herstellen. An die christliche Minderheit in Israel appellierte er, sich aktiv an den Bemühungen um Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu beteiligen. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung, dass Juden, Christen und Muslime freien Zugang zu allen heiligen Stätten und religiösen Feiern in Jerusalem erhalten. Benedikt wurde auf dem Flughaben von Peres und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit militärischen Ehren empfangen. In Jerusalem war am Nachmittag ein Höflichkeitsbesuch bei Peres vorgesehen. Der Besuch Benedikts im Heiligen Land ist nach Ansicht von Erzbischof Robert Zollitsch von der Botschaft des Friedens bestimmt. Versöhnung sei in dieser Region, in der Christentum, Judentum und Islam ihren Ursprungsort haben und es viele kriegerische Konflikte gab, besonders notwendig, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz in einem epd-Gespräch. Zollitsch: «Er kommt als jemand, der Brücken bauen und zusammenführen möchte.» Zum Abschluss seines Jordanien-Besuchs am Morgen hatte Papst Benedikt XVI. dem jordanischen König Abdullah II. für seinen Einsatz für den Frieden in Nahost gedankt. Vor dem Abflug rief er Christen und Muslime auf, «auf dem festen Fundament der religiösen Toleranz zu bauen, das es den Mitgliedern verschiedener Gemeinschaften erlaubt, miteinander in Frieden und in gegenseitiger Achtung zu leben».