90 Prozent der Schweizer Konfirmanden bezeichnen sich als "wenig" oder "gar nicht religiös". Dies ist das Ergebnis einer Studie, deren Ergebnisse die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) veröffentlicht hat.

Demnach seien die Geschenke und die Aussicht auf ein schönes Fest die Hauptmotivation dafür, sich konfirmieren zu lassen. Der Zürcher Theologieprofessor Thomas Schlag will trotzdem nicht von einer "gottlosen Generation" sprechen. Jugendliche ließen sich nicht gerne "labeln", sagt er. "Sie möchten nicht mit Frömmlern in einen Topf geworfen werden." Die Konfirmation betrachte ein Großteil der Jugendlichen als "Konsequenz aus der eigenen Taufe".

 Die Frage nach konkreten Glaubensinhalten ergebe durchaus widersprüchliche Ergebnisse, denn immerhin 51 Prozent der Befragten gaben an, an Gott zu glauben – trotz des Bekenntnisses zu fehlender Religiosität. 37 Prozent glauben, dass Jesus auferstanden ist, ein Drittel geht davon aus, dass Gott die Welt erschaffen hat. 60 Prozent sagen, dass sie nie über religiöse Fragen nachdenken. Regelmäßig beten, das tut nur jeder Siebte.

 Nur drei von zehn Konfirmanden gaben an, der Glaube sei für sie durch den Unterricht wichtiger geworden. Für Mission seien die Jugendlichen nicht empfänglich. "Sobald die Jugendlichen das Gefühl haben, jemand missioniere, verschliessen sie sich", so Schlag.

(Quelle: Nzz.ch)