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Gegen den Vormarsch der Schnäppchenjäger hat sich Ex-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) gewandt. «Eine Welt der Vorteilssucher ist eine armselige angestrengte Welt», sagte der 77-Jährige am Samstag auf dem Bonner Universitätsfest. «Kein Handschlag ohne Hintergedanken, keine Freundlichkeit ohne Kosten-Nutzen-Analyse – der Homo Oeconomicus lebt in wirklich beschränkten Verhältnissen».

Das sagte der CDU-Politiker bei der Verabschiedung von 1.200 Absolventen der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität auf der Bonner Hofgartenwiese.

 

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Blüm rief zum «Aufstand gegen den Imperialismus des Homo Oeconomicus» auf, der sich anschicke, die Seele der Menschen zu besetzen. Die schönsten Dinge, zu denen der Mensch fähig sei, wie Liebe und Treue, Freundschaft und Vertrauen, hätten mit Nutzenmaximierung nichts zu tun, betonte der sozial engagierte Katholik. «Ich will in einer Welt leben, in der ich mich auf andere verlassen kann, weil ich ihnen vertraue», unterstrich Blüm.

(Quelle: epd)