Der Theologe und Autor Jürgen Mette hat den evangelischen Kirchentag gegen Pauschalkritik verteidigt. Die Verantwortlichen hätten sicher nicht Typen wie ihn vor Augen gehabt, als sie das Programm planten, schreibt der langjähriger geschäftsführende Vorsitzende der Stiftung Marburger Medien in seiner Kolumne für das christliche Medienmagazin pro. „Aber was sich da an Häme und Gehässigkeit über den Kirchentag, die Referenten und Befürworter ergossen habe, das lasse auf eine völlige Verrohung der Sitten schließen.“

Natürlich dürfe der Kirchentag von christlichen Medien kritisiert werden – aber freundlich im Ton. So ärgere auch er sich darüber, dass messianische Juden dort keinen Platz erhielten. Und seiner Meinung nach werde der Ausschluss der AfD durch das Präsidium des Kirchentags die Partei eher stärken.

Mette bezweifelt jedoch, dass es konservativen Christinnen und Christen gelingen würde, selbst ein konsensfähiges Programm für einen Kirchentag auf die Beine zu stellen. Und so bleibe man auf Distanz und empöre sich. Ihm persönlich werde die Abschlusspredigt von Sandra Bils lange in Erinnerung bleiben.

Link: Warum diese Pauschalkritik am Kirchentag?

 

3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Keine Feier ohne Meier – Die Sozialdemokraten waren vor ihrem Absturz und nach ihrem neoliberalen Verrat die Partei des Arbeiters, aber bestimmt nicht die Partei der Frömmigkeit. In der DDR (KPD + SPD = SED) war das Programm, die Kirche absterben zu lassen.
    Wenn die SPD auf einem Kirchentag „Gesicht zeigen“ will, dann ist die bestimmt nicht gekommen, um zu beten und sich zu bekehren.
    Die SPD postuliert ihre Mitglieder als „Parteisoldaten“ und steht für die „Streitkultur“. Die SPD hat also ihre „Streitkräfte“ auf den Kirchentag geschickt. Ist das das Verständnis von Frieden der Geistlichen?
    Ausgerechnet das große Parteien-Personal rückt an und das mit dem sattsam bekannten Populismus. Scheinbar wollen die Menschen das, was die Grünen und Linken, Sozial- und Christdemokraten ausgeheckt haben, nicht annehmen, sonst bräuchten die nicht aus allen Presserohren, auf Events, Parteitagen, Gewerkschaftsveranstaltungen auf die Bürger zu schießen und selbst auf einen Kirchentag zugreifen. – Wer da nicht übles denkt, der denkt überhaupt nicht.

    Seit der Gründuing der Horror-Union wird der Bürger schickaniert, malträtiert und in Gesinnungshaft genommen. Und wenn ein hochrangiger Politiker-Rüpel rät, wem seine Werte nicht gefallen, der kann Deutschland ja verlassen, der sollte mal den engen Circelschluß ziehen, denn da drinnen genau findet er die Werte der EU und der Politik. Daß er ermordet worden ist, macht seine Einstellung nicht weniger fatal. Aber genau damit will man die Aussage legitimieren.
    Und weil andere das sagen, ist das kein Grund, das auch zu tun. Von einem „Volksvertreter“ sollte man mehr erwarten dürfen als von einem Kommunaden in der Roten Flora. Denn andere werfen ihren Müll auf die Straße.
    Nie war Deutschland so zerrissen und verkommen wie heute.

    Wir müssen den Bürger mitnehmen – wohin? Zum Mond? Der Witz liegt darin, daß die nirgendwo ankommen.

  2. Sehr geehrter Herr Mette,

    ein Kirchentag der all das bejubelt (Gender, Homosexualität, Vielfalt, EHE für Alle, Interregligiosität, Ablehnung des Sühneopfers Jesus und vieles mehr), was dem allmächtigen Gott ein Gräuel ist, und sich der Welt ohne Ende anbiedert, spricht sich selbst das Urteil – mit der Gemeinde Gottes, die Jesus über alles liebt, IHM bedingungslos mit ungeteiltem Herzen folgt, hat diese Veranstaltung überhaupt nichts mehr zu tun.

  3. Ich habe im Radio auf NDR-Kultur kurz vor Beginn des Kirchentages ein Interview gehört. Die Moderatorin hatte den Kirchentagspräsidenten und eine Frau, die ebenfalls zum Präsidium des KT gehört, im Studio und die haben sich eine Stunde lang über den KT unterhalten, unterbrochen von Musik. Wenn ich nicht gewußt hätte, daß die über den KT reden, hätte es auch sich auch um eine politische Partei handeln können.

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