Die Diakonie Katastrophenhilfe warnt vor einer weiteren Eskalation des Ukraine-Krieges und weitet ihre Winterhilfe aus. Angriffe auf Städte und Energieanlagen verschärfen die Lage der Zivilbevölkerung.
Die Diakonie Katastrophenhilfe warnt angesichts zunehmender Angriffe auf ukrainische Städte vor einer weiteren Eskalation des Krieges. Präsidentin Dagmar Pruin forderte mit Blick auf die Gespräche am Rande der UN-Vollversammlung, Angriffe auf die Zivilbevölkerung zu stoppen. Nach Angaben der Organisation wurden in den ersten acht Monaten des Jahres mehr Zivilisten getötet als im gesamten Vorjahr.
Büroleiter Andrij Waskowycz beschreibt die Situation in Kyjiw als zunehmend belastend. Luftschutzräume und U-Bahnstationen seien regelmäßig überfüllt, Angriffe auf Infrastruktur und Logistik erschwerten den Alltag vieler Menschen. „Alle ukrainischen Städte sind heute aktives Kriegsgebiet“, sagt Waskowycz. Besonders vor dem Winter drohten Probleme bei der Energieversorgung und in einigen Regionen auch Lieferengpässe.
Ab Oktober setzt die Diakonie Katastrophenhilfe gemeinsam mit sieben Partnerorganisationen ihre Unterstützung fort. Geplant sind unter anderem hybride Energiesysteme mit Solaranlagen und Batteriespeichern, Bargeldhilfen für Heizmaterial und Winterkleidung sowie Evakuierungen aus Frontgebieten. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts sollen außerdem psychosoziale Hilfen und Berufsqualifizierungen weitergeführt werden.
