Nach der Trauerfeier für den US-Aktivisten Charlie Kirk kritisiert Bischof Stefan Oster die Nähe konservativer Christen zu Donald Trump. Der Passauer Bischof sieht darin eine gefährliche Versuchung – auch für Christen in Deutschland.
In einem nachdenklichen und zugleich warnenden Blogbeitrag reagiert der Passauer Bischof Stefan Oster auf die Gedenkfeier für den konservativen US-Aktivisten Charlie Kirk. Während Kirks Witwe in ihrer Rede von Vergebung sprach – auch gegenüber dem Mörder ihres Ehemannes –, nutzte Donald Trump die Bühne, um politische Gegner zu attackieren und sich selbst als Verteidiger des Glaubens zu inszenieren. Für Oster ist dieser Kontrast bezeichnend: „Christus ist auch für die gestorben, die ihn gehasst haben“, schreibt er. Vergebung sei ein zentraler Wert des Evangeliums – Hass hingegen stehe im Widerspruch zur christlichen Botschaft.
Oster warnt eindringlich vor einer Vermischung von religiöser Symbolik und politischer Macht. Die Inszenierung rund um Trumps Auftritt sei ein „Signal, das uns alle wach und wachsam machen muss“. Wenn christliche Begriffe zur Legitimation von Machtinteressen missbraucht werden, drohe der Glaube zur Kulisse zu verkommen. „Die politische Macht, die den Gegner mit Hass überzieht, ist eine Falle für uns Christen“, so Oster.
Der Bischof sieht die Gefahr, dass sich ähnliche Dynamiken auch in Europa einschleichen könnten. Christen dürften sich nicht von politischen Lagern vereinnahmen lassen, sondern müssten „Zeugen der Liebe“ bleiben. „Unsere Politik ist das Vaterunser“, fasst Oster zusammen. Sein Appell: Christen sollten sich nicht von ideologischen Kämpfen vereinnahmen lassen, sondern sich auf die Botschaft Jesu konzentrieren – auf Wahrheit, Liebe und Versöhnung.
Weiterlesen: Über Charlie Kirk, Glauben und Politik
Einen ausführlichen Kommentar („Dieses Zeugnis wird nachhallen“) zur Trauerfeier hat Nicolai Franz für das christliche Medienmagazin PRO geschrieben. Darin würdigt er ausdrücklich die Worte der Witwe Erika Kirk als „bewegendes Zeugnis“, kritisiert jedoch andere Redner in einer „Show voller Widersprüche“ mit „martialischen“ Kampfaufrufen, in der auch mal die Bibel „zurechtgebogen“ worden sei.

Ihr sprecht mir aus dem Herzen!!! Ich kann das Gesagte nur ganz dick unterstreichen!
Wer Hass sät, kommt oft durch Hass um.
„Migranten nicht willkommen zu heißen“ Nein, warum auch? Das Verhalten vieler hat uns gezeigt, dass sie nicht die Fachkräfte sind, die erwartet wurden, kaum Schulbildung oder Sprachkenntnisse haben und unserem Sozialsystem eine unbezahlbar Last werden. Sie werden ohne Prüfung eingebürgert, werden vor Deutschen bevorzugt, wir geben Millionen für ihre Unterbringung aus, während Deutsche ihre Miete nicht mehr zahlen können. In Schulen werden Lehrkräfte bedroht, Messerangriffe und Vergewaltigung sind an der Tagesordnung.
Ja, es sind Migranten, keine Deutschen und wer das leugnet, ist blind.
Und nein, ich bin nicht rassistisch, nur ehrlich und nicht blind!
„…ich bin nur ehrlich und nicht blind!“ – Na ja, ist es denn so ganz ehrlich, die andere Seite auszublenden? Da sagen ich mal ein paar Aspekte, die auch dazugehören: Natürlich muss erst die Sprache gelernt werden um hier einen Beruf ausüben zu können. Das dauert schon mal ne ganze Zeit, bei manchen schneller, bei manchen langsamer. Es wurden und werden oft zu wenige Integrationskurse angeboten (zumal im ländlichen Bereich). Ohne Prüfung bzw. Bedingungen wird man nicht eingebürgert, da sollten Sie sich besser informieren. „Kaum Schulbildung“ ist auch zu einseitig, es sind auch etliche mit guter Qualifikation gekommen und andere, deren Beruf hier zwar nicht anerkannt werden konnte, aber die dies berufliche Wissen nutzten um hier eine Ausbildung zu machen. Wer hat denn bei einem Bürgerkrieg unter den Flüchtenden nur Fachkräft erwartet? – Man musss das Wohnungsproblem sicher ansprechen, aber ist da die Politik auf Bundes- und Länderebenen nicht schon seit Jahren untätig, schon weit vor 2015? Auch gegen die Gewalt an Schulen muss dringend etwas getan werden. Aber alle Migranten in einen Topf zu werden, ist nun mal so extrem einseitig, dass es mich gruselt. – Wo wir grad bei Migration sind: Was sagen Sie den zu den anderen Ausagen von Kirk, z.B: „Er nannte das Gesetz ( „Civil Rights Acts“, der schwarze Amerikaner 1964 zu gleichberechtigten Wählern machte) einen „Fehler“ – es sei ein „Biest“ und eine „Waffe gegen Weiße“. Dr. Martin Luther King, den er als einen der Hauptverantwortlichen für den Erfolg des „Civil Rights Acts“ identifiziert hatte, nannte Kirk eine „furchtbare“ Person. Den von einem Polizisten ermordeten George Floyd nannte Kirk während einer Rede einen „Drecksack“. Finden Sie das in irgendeiner Weise erklärbar?
Merkwürdig – ich habe noch keinen dieser bedrohenden, messerstechenden, vergewaltigenden Migranten getroffen. Und ich kenne auch keinen der „ohne Prüfung eingebürgert“ wurde. Und ich habe im Laufe meines Lebens schon weit über hundert Migranten kennengelernt. Alle haben einen sehr schweren Weg hinter sich. Alle sind fleißig oder wollen es sein, sobald sie es dürfen. Viele von denen, die schon länger da sind, sind im Laufe der Jahre zu wichtigen Stützen der Gesellschaft geworden: Ihre Arbeitgeber möchten sie nicht mehr missen, sie engagieren sich in Nachbarschaft und Ehrenamt und ihr Deutsch – okay, manche tun sich auch nach Jahren noch schwer mit der Sprache, bei anderen hört man kaum noch den Dialekt an – das ist sicher auch eine Sache der Begabung.
Natürlich läßt es sich nicht vermeiden, daß unter den vielen Immignaten auch die ein oder andere Kriminelle ist, auch der ein oder andere Kranke, der zu viel erlitten hat, um zu einer Stütze zu werden, sondern selbst unsere Stütze benötigt. Aber das ist unter den Bio-Deutschen doch auch nicht anders! So viel Lüge, so viel Hetze, so viel Egoismus – und das auch noch in einem christlichen Forum, wo selbst für die Feinde noch die Feindesliebe gelten sollte – wie viel mehr dann für Menschen die einfach in großer Not sind. HERR JESUS komme bitte schnell bevor diese Land wieder in Barberei abgleitet!!!
Wie Recht Sie haben, Conrad!
Meine Antwort an Conrad bitte löschen!
Stammtischbruder hat die Gabe es besser auszudrücken.
Antwort von heute 26. September um 22:36: NICHT veröffentlichen!
Das ist schon sehr interessant, dass Kirchen in Deutschland, die der Politik sehr nahe stehen und die zu einem großen Teil politische Botschaften predigen, politische Nähe bei anderen kritisieren.
Wie war das noch gleich mit dem Splitter und dem Balken?
Christentum ist nicht unpolitisch, aber nicht parteipolitisch
Liebe Schreiber/innen: Die beiden großen Kirchen hier in Deutschland stehen der Politik in einer kritischen Partnerschaft gegenüber. Ausserdem muß man, wenn man Jesu Aussenverhältnis etwa zu der Römischen Besatzungsmacht damals definiert, hier klarstellen, daß man dem (römischen Kaiser – also dem damaligen Staat) geben sollte, was ihm gehört und Gott was Gott gehört. Aber Jesus hat sich doch eingemischt, er hat die Tische der Wechsler im Tempel umgeworfen, weil hier die Heiligkeit Gottes und die Innerlichkeit des Glaubens ein veräußerlichtes Geldgeschäft wurde. Der Menschensohn ist deutlich Wege der Gewaltlosigkeit gegangen, wozu auch das Kreuz von Golgatha als Römische Todesstrafe uns Mahnung gegen Gewalt ist. Sodann in der Botschaft mündet: Die Liebe siegt auch über alle brutale Vergewaltigung von Gottes Willen. Die Bergpredigt ist ein Ruf zu Frieden, hier den Balken zuerst aus unseren eigenen Augen zu ziehen. Die Herrschaft Gottes wird nicht verstanden wie eine Herrschaft wie der damaligen mächtigen Tyrannen, sondern damit ist die Herrschaft eher als das Dienen gemeint, eine Autorität der Bescheidenheit. Denn Jesus stellte sich selbst dar als der gute Hirte, der die 99 Schafe verlässt um das eine Verirrte zu finden, auf die Schultern zu legen und liebevoll nachhause zu tragen Sanftmut und Brutalität begegnen sich im Jesusweg auf Erden und es ist der Weg Gottes. Sanftmütig wird die Herrschaft Gottes sein, die Wiederkunft Jesu als eines liebevollen Friedensfürsten, der nicht als Richter sondern als Erlöser der ganzen Menschheit kommt, der die schwere Schuld der Welt auf seine eigenen Schultern geladen und ungültig machte. Brutalität begegnet uns, wie Jesus als der Messias vom Leben zu Tode befördert wurde und für Christen muss die Todesstrafe tabu sein. Das passt auch zu der Prophetie, dass einmal Schwerter zu Pflugscharen werden und alle Kriege geächtet sind. Die unendliche Not, die uns die Offenbarung als Möglichkeit schildert, muss niemals der Fahrplan des Himmels sein, denn wir sind es die eine Hölle auf Erden veranstalten. Was insbesondere hier im Atomzeitalter und auch im Klimawandel klar wird: Menschlich produziert und nicht von Gott vom Himmel geworfen. Vor diesem Hintergrund können Christinnen und Christen und die Sprache sowie Absichten der Kirchen nicht unpolitisch sein, auch nicht wenn sie gegen Hass, Hetze und falsche Propheten Stellung nehmen.
Alles was unser Donald Trump in Amerika anrichtet, ein äußerst krimineller Mensch und deutlich ein Antichrist, kann keiner ernsthaft als Gottes Sonderbotschaft ansehen. Wer dies tut ist blind und taub gleichzeitig. In der Gefährlichkeit ist der Trumpismus so wie jene russische Seilschaften von Herrn Putin eindeutig. Es handelt sich hier um jene Männer, die über die Atomkodes entscheiden, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen und über Tod oder das Leben unserer Kultur entscheiden. Damit haben sie mehr Macht des Bösen als alle Tyrannen des Altertums zusammen. Der Satan ist auch kein gefallener Engel im biologischen Sinne, sondern unser allgemeiner Aufstand gegen die Liebe Gottes. Daher ist die Welt wie sie ist: Unfriedlich und im Ergebnis noch im unerlösten Zustand. Dabei ist die Lehre Jesu einfach: Gott zu lieben, den Nächsten und dann auch sich selbst. Wo es meinen Mitmenschen gutgeht und mir gut geht, da geht es allen gut. Wenn wir also anderen tun, was wir auch von ihnen erwarten. Gott ist die Realität wirklicher Liebe. Der Marschallplan für Entwicklungsländer funktioniert erst, wenn die bluten teuren Kriege wirklich ausfallen.
Ich denke, es geht dabei nicht um Politik sn dich sondern um den jeweiligen Inhalt der Politik und ob dieser mit den Glaubensinhalten im Einklang steht.
So wird man z.b. kaum aus der Bibel herauslesen können, Migranten nicht willkommen zu heißen. Passt insbesondere den Rechten nicht, kann man aber nichts machen, ist halt so
Die Bibel ist kein Rezeptbuch
Antwort an Chey: Die Bibel ist kein Rezeptbuch für perfekte Antworten auf alle Lebensfragen. Allerdings darf (und ist sie) auszulegen, an dem was Jesus sagte, wie er lebte und warum er am Kreuz starb. Die Gastfreundschaft war im Altertum aber große Grundüberzeugung und außerdem gehört es zur Nächstenliebe (auch im Judentum), die Gottes- und Nächstenliebe zu leben. Von daher ist es geradezu selbstverständlich Fremde wie Freunde und als Mitmenschen aufzunehmen. Da gilt gewissermaßen auch das Prinzip, all jenes einem anderen zu tun, was man von ihm auch erwarten würde. Diese goldene Regel wurde auch vom Judentum übernommen, war aber früher schon präsent. Das Problem im Umgang mit der Migration ist, dass die (verkürzte) Botschaft sein soll, die Zuwanderung als störend zu empfinden, obwohl wir sie andererseits brauchen. Illegale Einreise soll verhindert werden, wobei dabei die Frage wäre, was man juristisch unter illegal versteht. Denn jeder hat das Recht einen Antrag zu stellen und letztlich darauf, ein Gericht um eine Entscheidung zu bitten. Wenn ich also Menschen an der Grenze abweise, wird nach vielfacher Rechtsauffassung das Recht gebrochen, oder auch Gerichtsurteile einfach nicht berücksichtigt. Aber dies alles nur, um damit angeblich der AfD Wähler wirklich abspenstig zu machen, obwohl solches starke Wahlkampfhilfe für Rechte ist. Damit will ich nicht sagen, daß Migration immer funktioniert. Auch kann in der Bibel nichts über Migration stehen, aber gerade bei Wüstenvölkern, wie in der Frühzeit der Israeliten als Halbnomaden, war Gastfreundschaft heilig. Es ist leider so mit der Kommunikation wie bei der stillen Post, dass die Botschaft, die am Ende aus der Politik auch ankommt, sehr schmal ist. Die Verschärfung der Migrationsdebatte, häufige Äußerungen für mehr Abschiebung, kommen am Ende beim Normalverbraucher als Nachricht an, dass Fremde stören, kriminell sind, Probleme machen und diese prinzipiell schlechtere Menschen wie wir sind. Wenn auch Jordanien als armes Land ein Drittel seiner Bewohner als Flüchtlinge beherrbergt, ist es eine Übertreibung, wir wären völlig überlastet. Die Negativdebatte projeziert (angebliche) Fremdenablehnung und gibt den Rechtsradikalen Stoff für ihre Aktivitäten. Ich kann mir nicht vorstellen was die Leute der AfD in ihrer angeblich vorhandenen christlichen Abteilung überhaupt diskutieren können.
„an sich“ muss es natürlich heißen
Bischof Oster schreibt: “Was ich aber nur sehr schwer nachvollziehen kann: Wie sehr er (Kirk) sich als intelligenter, gläubiger Mann so hinter Donald Trump stellen und die MAGA-Bewegung unterstützen konnte.“ – Ich frage mich gerade, ob das vielleicht sogar etwas verharmlosen sei. Sicher war Kirk wohl irgendwie gläubig, aber ich frage mich doch, wie ein gläubiger Mensch es mit seinem christlichen Glauben vereinbaren kann gegen die Gleichberechtigung von Schwarzen zu sein, Martin Luther King eine furchtbare Person und George Floyd einen Drecksack zu nennen.
Aus den vielen Internet-Seiten mit seinen Zitaten habe ich mal herausgegriffen: „Kirk war ein Kritiker des „Civil Rights Acts“, der schwarze Amerikaner 1964 zu gleichberechtigten Wählern machte. Er nannte das Gesetz einen „Fehler“ – es sei ein „Biest“ und eine „Waffe gegen Weiße“. Dr. Martin Luther King, den er als einen der Hauptverantwortlichen für den Erfolg des „Civil Rights Acts“ identifiziert hatte, nannte Kirk eine „furchtbare“ Person. Den von einem Polizisten ermordeten George Floyd nannte Kirk während einer Rede einen „Drecksack“.
Der Mord an Kirk ist durch nichts zu rechtfertigen, aber ihn nun in die Nähe von Paulus zu stellen, finde ich schon schräg. Und ich wäre wirklich an einer Erläuterung interessiert, wie solche o.g. Positionen mit christlichem Glauben übereingehen können. Wie leitet man das her?
Wegen Trump und der MAGA-Bewegung bin ich ratlos
Lieber Seltsam: Sie haben es perfekt auf den Punkt gebracht, mein viel längerer Kommentar liefert nur die berechtigte Auffassung, daß wir als Christen und Kirchen nicht unpolitisch sein sollten. Wir können nur kritische Partner des Staates sein. Die Vermischung von Religion und Glaube ist noch fataler als zu Zeiten des 1. Weltkrieges, wo man auch für Gott, Kaiser und Vaterland kämpfte, gleichsam als heiliger Kampf gesehen. Ich gehe hier weiter und behaupte so, daß jemand der vor vielen tausend Menschen so polemisiert und christliche Menschen der Vergangenheit unter den Senkel stellt, mit Hassreden als Kirk kein Christ sein kann.Die Bewegung hinter ihm benutzte ihn, genauso wie den unintelligenten aber extrem ichbezogenen Donald Trump nur als Gallionsfigur. Ich befürchte dass – wenn es übel weitergeht – nach Trump noch furchtbarere US-Herrscher die Macht dort übernehmen, die endgültig die Demokratie abschaffen. Man hatte Trump dümmlicherweise eine Möglichkeit eröffnet und bei Gericht für Recht erkannt, dass ein amerikanischer Präsident während seiner Amtszeit nicht bestraft werden kann und faktisch über dem Recht steht. Die Demokraiten mögen keine Engel sein, aber sie versuchen noch zu retten was zu retten ist. Trump mit einem Misstrauensvotum vom hohen Thron seiner gestohlenen Macht zu stoßen wird mangels politischer Mehrheit unmöglich sein. Auch weil Trump seine Auffassungen stets ändert, macht ihn zum gefährlichsten Mann der Welt, der immerhin die Atomcodes verwaltet und das berühmte Köfferchen sogar dahin mitnimmt, wo schon immer auch der Kaiser zu Fuß hin ging. Ich wüsste nicht, was man tun könnte. Jedenfalls Trump nur noch nach dem Mund zu reden, wird alles nur noch schlimmer machen. Wenn man sieht, wie vermutlich ferngesteuert von Putin der Donald Trump funktioniert, muss sich nicht wundern was der Russische Geheimdienst alles auf Film und Video gebannt hat, um damit den Bewohner des Weissen Hauses so immer neu auch zu erpressen.
Aber der sehr nahe liegende sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ist leider die unterste denkbare Ebene unserer irdischen Hölle. Die Bibel war diplomatischer mit dem Bild, daß der böse Wolf im Schafsfell kommt, die Amerikaner streicheln ihren Wolf und küssen ihn ohne Fell.
SIGH! Ja, das sind so Rätsel… Ich kenne tatsächlich viele amerikanische Christen und bin auch über manche Ihrer Ansichten entsetzt. Gleichzeit habe ich sie aber in Gottesdiensten, Gebetszeiten und Gesprächen immer als Menschen kennengelernt, die ernsthaft nach Gott suchen, regelmäßig in der Bibel lesen, viel beten und wirklich Jesus nachfolgen wollen.
Mein Lieblingsheiliger ist Bernhard von Clairvaux. Lies mal was der über die Liebe geschreiben hat – wie paßt das mit seinen Kreuzzugspredigten zusammen. Schau Dir sein eifriges Reformwerk an – und gleichzeitig war er dem Papst treu ergeben?
Ich fürchte wir werden nicht rausfinden wie die Widersprüchlichkeiten fast aller berühmten Christen zusammenpassen. Bei Donald Trum scheint mir ziemlich offensichtlich zu sein, daß er das Christentum nur für seine Zwecke instrumentalisiert. Bei Charlie Kirk sehe ich schon viele Aspekte eines tiefen Glaubens – wenn auch viele seiner Worte und Taten dem zu widersprechen scheinen – s.o.
Das Beispiel von Bernhard von Clairvaux ist mir bekannt und hat mich schon lange beschäftigt. Inzwischen sind sich wohl ziemlich alle einig, dass sein Begeisterung für den Kreuzzug nicht wirklich gut zum Christsein passt. Und sicher gibt es bei vielen Christen so ganz verschiedene Seiten, die überhaupt nicht zusammenzupassen scheinen. Das ist letztlich auch die Folge der Sünde, unser sündiger Anteil. Ich finde aber, dass darf auf keinen Fall als Verharmlosung oder Relativierung daherkommen. Wie glaubwürdig kann die christliche Botschaft noch sein, wenn gleichzeitig so viel Menschenverachtung mitschwingt wie z.B. in den Aussagen von Kirk ? Was bleibt überhaupt von Gottes Botschaft in Jesus Christus noch übrig? Geht es nicht doch nur um ganz reduzierte Aspekte des Glaubens, einer bürgerlichen- nationalistischen Religion, die nur noch Versatzstücke des Christlichen benutzt? Natürlich wird die Bibel zitiert und werden formal korrekte christliche Sätze ausgerufen, das Erlöserhandeln Christi für sich selbst und die eigene Gruppe in Anspruch genommen. Aber was ist mit all der Selbstkritik, zu der wir von Jesus auch aufgefordert werden, der Zuwendung zu Menschen, die nicht zur eigenen Gruppe gehören, dem Auftrag zur Versöhnung? Darüber lese ich so gut wie nichts bei christlichen Nationalisten.
Warum wurde mein vorheriger Kommentar nicht veröffentlicht? Warum darf auf das Problem Islamismus in Deutschland nicht hingewiesen werden? Welches Problem hat j.de mit meinem Kommentar, der auf wirkliche Gefahren hinweist? Ist j.de zu einem politisch-linken Instrument geworden, das gerne unliebsame Tatsachen zensiert?
Nochmal: Der Autor sollte mit seinen Gedanken und Beurteilungen lieber im Inland bleiben. Hier gibt es genug Gefahren, die weitaus bedrohlicher sind: Wenn tausende von Islamisten (in Hamburg geschehen) auf die Straße gehen und ein Kalifat fordern. Das sollte Herrn Oster Sorge bereiten!
Guten Tag Adelgunde, Kommentare werden nur während der Bürozeiten freigeschaltet. Jesus.de hat keine politische Agenda. Zu allen weiteren Fragen gibt es die Hausordnung.
Woher wissen Sie eigentlich, dass sich Oster nicht auch um anderen Dinge sorgt? Er ist einer der Bischöfe, die am deutlichsten vor dem Islamismus gewarnt haben. Zum Beispiel hier:
https://stefan-oster.de/wo-sind-die-protagonisten-des-friedlichen-islam-und-wo-sind-sie-gemeinsam/
Und warum schreiben Sie, dass in Deutschland auf das Problem Islamismus nicht hingewiesen werden darf? Entsprechende Texte finden Sie in allen großen Medien, egal ob politisch eher liberal oder konservativ. Hier eine winzige Auswahl:
„Benennt die Gefahr, bekämpft den Islamismus“ (Kommentar im Spiegel)
„Die Hamas hat in Deutschland Tradition“ (Spiegel)
„Was tun gegen Deutschlands Islamismus-Problem?“ (Süddeutsche)
„Was den Islamismus mit dem Rechtsextremismus verbindet“ (FAZ)
„Warum Islamismus auch in Deutschland verfängt“ (Tagesschau)
„Das Kopftuch im Klassenzimmer – Eine Kapitulation vor dem Islamismus“ (Cidero)
Beängstigender Trend in Hamburg Muslimische Schüler schikanieren „Nichtgläubige“ (Focus)
“ Kopftuch an Schulen sollte verboten bleiben“ (Berliner Zeitung)
Cem Özdemir: Islamismus in Deutschland – „Wir müssen aufwachen, wir müssen dringend etwas tun“ (WELT)
Islamismus in Deutschland: Ein gesellschaftliches Problem mit vielen Gesichtern (SWR)
Politischer Islam
„Sie wissen alles – und tun trotzdem nichts dagegen“ (WELT)
Anschlag in Mannheim – Was hilft gegen islamistische Radikalisierung? (Mediendienst Integration)
Wacht Deutschland endlich auf? (Emma)
Die fatale deutsche Ignoranz gegenüber migrantischen Islamismus-Gegnern (WELT)
Islamismus in Deutschland – Auf TikTok, YouTube und Instagram (WELT)
Den Terror vereiteln (FAZ)
Das Hamas-Netzwerk in Deutschland: Der Kampf um Köpfe und Herzen (ZDF)
Islamische Religionsgelehrte als Schlüsselfiguren des legalistischen Islamismus (hpd)
Islamismus-Debatte: Bildungsminister Özdemir kontert Jusos-Vorschlag (Watson)
„Staat und Gesellschaft müssen Islamismus konsequent bekämpfen“ (Bundesministeriums für Bildung und Forschung)
Islamismus – Wie sich Jugendliche über Social Media radikalisieren (Deutschlandfunk)
Islamistische Vorfälle an Schulen nehmen zu (Tagesschau)
Die Islamismus-Gefahr steigt auch in Deutschland weiter (WELT)
„Ein Kalifat hat in Deutschland nichts verloren“ (Tagesspiegel)
Islamismus in DeutschlandDer Krieg in Nahost als Katalysator (Deutschlandfunk)
Khorchide ruft Christen und Muslime zum Kampf gegen Islamismus auf (domradio)
Medienaufsicht sperrt Islamisten-Website (Spiegel)
Gefahr durch Islamismus: Wissenschaft soll Radikalisierung im Netz erforschen (taz)
usw.
Das Bundesministeriums für Bildung und Forschung fördert übrigens Projekte zur Islamismusforschung – seit 2020 in einem Umfang von 15 Millionen Euro. „Die Förderung soll dazu beitragen, mit fundiertem Wissen die Präventionsarbeit zu verbessern.“ (Quelle)
Vorhandene Strukturen im Kampf gegen Islamismus stärken (Bundestag)
Und:
„Islamismus in Deutschland“ (Bundesamt für Verfassungsschutz)
MfG, das JDE-Team
Meiner Meinung nach hat er recht. Dieser Mord war wirklich schauerlich, die Gedenkveranstaltung aber auch. Irgendwo sollte man wirklich den Glauben und Politik trennen. Ich kann verstehen, dass er die Gläubigen in Deutschland vor einer ähnlich Vereinfachung und Polarisierung bewahren möchte. Der Glaube ist ja auf Verständigung und Versöhnung ausgerichtet, Jesus wollte eine Gemeinschaft stiften.
Es ist unmöglich „Glauben“ und „Politik“ zu trennen. Jeder Mensch ist ein politischer Mensch, auch wenn das manche nicht wahrhaben wollen. Viele Aussagen und Gebote der Bibel, z.B. das, die Schöpfung zu bewahren, sind zutiefst politisch und nicht nur das Alte, sondern auch das Neue Testament rufen dazu auf, sich in und zum Wohle der Gesellschaft zu engagieren. All dies ist Politik, genau wie gelebte Nächstenliebe. Ohne politisches Engagement der Kirchen gäbe es weder Krankenhäuser noch Sozialfürsorge. Nicht einmal Schulen: Die allgemeine Schulpflicht, auch für Mädchen(!), entspringt der Entdeckung und politischen Forderung Luthers, dass Gott von uns erwartet, dass wir sein Wort lesen und studieren sollen.
Römer 13,1 („Jedermann sei Untertan der Obrigkeit…“) bedeutet nicht, dass wir die Willkür „der Politik“ oder „der Herrscher“ erdulden sollen, sondern dass wir uns aktiv einbringen. Und vieles können wir nicht als einzelne Christen erreichen sondern nur in der Organisation der Kirche.
Herr Oster sollte sich lieber mit den Problemen in unserem Land beschäftigen.
Um tausende Islamisten auf unseren Straßen, die ein Kalifat in Deutschland sehen wollen – um islamistische Terroristen – macht er sich keine Sorgen? Macht er sich keine Sorgen darum, dass es deren erklärtes Ziel ist, Deutschland zu islamisieren und die Scharia einzuführen?
Hallo Adelgunde!
Was sollen diese Unterstellungen ala: „um islamistische Terroristen – macht er sich keine Sorgen?“ Formal eine Frage, aber Du weißt vermutlich sehr gut, daß er sich auch darum Sorgen macht. Was also willst Du mit Deiner Demagogie erreichen? Daß Menschen, die nicht so genau hinschauen, glauben Bischof Oster würde die Augen vor der Gefahr des islamistischen Terrorismus verschließen?
Denk mal drüber nach! Als Fragen getarnte Lügen sind ein beliebtes Mittel von Hetzern – seien es Islamisten, Neonazis oder fehlgeleitete Christen. Hier sind sie ziemlich deplaziert.
Da haben mal zweitausend Islamisten in Hamburg demonstriert, Adelgunde, und schon wird der „Untergang des Abendlandes“ herbei geredet.
Doch was ist mit den Zehntausenden von Nazis und Rechtsextremen, die genauso offen auftreten und offen für die Abschaffung christlicher Werte eintreten, sie sogar mit Füßen treten? Was ist mit denen, die auch als Christen keine Skrupel haben, wenn tausende von Menschen ertrinken, die sich sogar darüber freuen? Wie was ist mit denen, die, wie eine blinde Freundin berichtet hat, einer Behinderten auf offener Straße drohen, dass sie „…wenn wir erst mal die Macht ergriffen haben..,“ „…weg vom Fenster…“ seien? Die von sozialer Gerechtigkeit salbadern, in Wirklichkeit aber Sozialleistungen kürzen oder gar abschaffen wollen? Die trotz gegenteiliger Beteuerungen mit ihrer Politik dafür sorgen wollen, dass die Armen immer ärmer, die Reichen immer reicher werden?
Islamismus ist sicherlich ein Problem. Doch hast Du Dich mal damit befasst, warum einst unbescholtene Bürger zu islamisten werden? Die Feindseligkeit, die allem, was irgendwie fremd scheint, auch von „Frommen“ entgegen schlägt? Der unverholene Rassismus, der auch bei Christen noch vorhanden ist? Die Verachtung, die wir gerade Schwächeren entgegen bringen? Die größte Gefahr ist nicht der Islamismus sondern die Kälte, mit der wir Schwächeren begegnen. Die Art, in der „Christen“ mit „Ungläubigen“ umgehen.
So lange wir die Nächstenliebe und die Barmherzigkeit, zwei Dinge, die Jesus von uns fordert, vergessen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn eine Handvoll Muslime ein Kalifat fordern: Schließlich hat ein Kalifat feste Regeln, also genau das, was Rechtspopulisten bei uns auch fordern!
Auch wir Christen haben feste Regeln:
– Liebe und nicht Hass
– Freude und nicht Angst
– Friede und nicht Krieg
– Geduld und nicht Forderungen
– Freundlichkeit und nicht Boshaftigkeit
– Güte und nicht Ablehnung
– Geben und nicht Egosimus
– Treue zu Gott, unseren Nächsten und uns selbst – nicht zu Nation, Volk und Mammon
– Sanftmut und nicht Gewalt
– Selbstbeherrschung und nicht Selbstbezogenheit
Vielleicht sollten wir unsere christlichen Regeln mal etwas selbstbewußter leben 😀
Ja. Und? Halten wir uns daran?
Zugegeben, die Nähe der Evangelikalen zu Trump kann irritieren. Die Trauerfeier, so der Tenor vieler Teilnehmer, sei aber ein eindrucksvolles Bekenntnis zum christlichen Glauben gewesen und das über Denominationen hinweg. Das mögen wir Deutsche nicht nachvollziehen können, als aber Barak Obama „Amacing Grace“ gesungen hatte, waren wir alle berührt. Messen wir mit zweierlei Maß ?
Wir fremdeln mit einer rechten Regierung und vor allem mit einem Narzisten wie Trump, was man verstehen kann, er ist ein unmöglicher Typ !
Trump aber hat als Präsident gesprochen, sozusagen die personifizierte Staatsgewalt und er muss dem Attentäter tatsächlich nicht vergeben,
„er muss ihn bestrafen“ !
Da kann ich Oster nicht folgen, der sich auf Trump einschießt, die vielen guten Redebeiträge auf dem Memorial und die Erhebung des Namens Jesus aber nicht erwähnt, das irritiert ebenfalls ! Eigentlich sollte er sich freuen , dass sein“Oberchef“ die ihm zustehende Ehre bekommt.
Dass sich in Europa ähnliche Tendenzen einschleichen wie in den USA kann ich nicht erkennen, die wenigen bekennende Christen haben marginalen Einfluss und befürworten überwiegend eine klare Trennung von Kirche und Staat, Der gute Bischof sieht Gespenster, aber es gibt ja bewährte Exorzisten in der katholischen Kirche.😉
Der Beitrag von Erika Kirk hat mich tatsächlich tief beeindruckt. Der von Trump ebenso tief abgestoßen. Das er als „personifizierte Staatsgewalt“ dem Täter nicht vergeben kann, kann ich noch nachvollziehen. Aber seine Worte gingen ja viel weiter. Als Präsident eines demokratischen Rechtsstaats wäre es seine Pflicht gewesen, Maß zu halten und zur Besonnenheit Aufzurufen. Statt dessen Aufrufe zu Haß, Lügen und übelste Hetze. Nur ein paar Beispiele:
– Er bezeichnete den Täter mehrfach als ein „monster“
– Er versuchte den Eindruck zu erwecken, der Mord wäre von einer breiten Bewegung initiiert worden: „My Administration will find each and every one of those who contributed to this atrocity and to other political violence, including the organizations that fund it and support it“
– Und er sät Haß: „I hate my opponent“. Er formuliert Haß gegen seine „Gegner“ wohlgemerkt, nicht nur den Mörder!
– Er schwadroniert viel über andere Themen, wie seine Zollpolitik und behauptet, nur „people that hate our country“ würden diese kritisieren.
– usw. usf.
Nein lieber Stammtischbruder, da hat keineswegs einer „als Präsident“ gesprochen.
BTW: Welchen anderen Redbeitrag – außer den von Erika Kirk – fandest Du denn noch ein eindrucksvolles Bekenntnis zum christlichen Glauben? Ich bin mal gespannt, ob von Frau Kirk noch eine Stellungnahme folgt. Ich fand es jedenfalls zutiefst beschämend wie Trump & Co. den christlichen Glauben massiv für persönliche und parteipolitische Interessen mißbraucht haben.
also ganz konkret, die Predigt von Frank Tarak dem Mentor von Charly Kirk war super, ein klares Evangelium, warmherzig aber mit Nachdruck gepredigt, das haben vermutlich Millionen angschaut, das ist doch beinahe einmalig.
Die Ansprache vom Außenminister Rubio war auch bewegend ! Trump hab ich mir geschenkt !
Mir sind sie schon zu Trumps erster Amtszeit begegnet: Christen hier in Deutschland, die ihn zu einer Art zweiten Messias erhoben. Damals waren sie fast ausschließlich auf Trumps Äußerungen zum Thema Abtreibung fixiert und „übersahen“, dass er erst in einer Wahlkampfrede eine 180-Grad-Wende einlegte, als er bemerkte, dass seine vorherigen Äußerungen bei seiner Zielgruppe nicht so gut ankamen.
Damals kam mir spontan 2. Korinther 11, 14 in den Sinn: „…Satan verstellt sich als Engel des Lichts.“ Im Nachhinein finde ich meine Befürchtungen von damals bestätigt.. Trump lügt und betrügt, er streitet dies nicht einmal ab. Er vernichtet Existenzen völlig ohne Skrupel. Er bricht Recht und Gesetz nach Gutdünken, hat begonnen, das komplette Rechtssystem der USA systematisch zu demontieren. Dennoch wird er von seinen Anhängern frenetisch gefeiert, als Heislbringer verehrt.
Beten wir für die Opfer seiner Verfolgung und die Amerikaner, die dies erkannt haben, sich aber nicht mehr trauen, dies offen auszusprechen. Setzen wir uns dafür ein, dass ihm seine Grenzen aufgezeigt werden. Und zeigen wir den Trump-Hörigen hier bei uns, wie gefährlich dieser Mensch ist!