Angela Merkel
CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel (© Foto: CDU/Laurence Chaperon).

Rolle rückwärts: Die erst am Montag beschlossene „Osterruhe“ kommt nach massiver Kritik nun doch nicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete den Beschluss als ihren persönlichen Fehler.

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Die Idee eines „Oster-Shutdowns“ sei mit bester Absicht und aus guten Gründen eingebracht worden, erklärte Merkel am Mittwochmittag in einer Pressekonferenz. Die dritte Welle der Corona-Pandemie müsste gebrochen werden. Es seien jedoch „viel zu viele Fragen“ offen, die in der Kürze der Zeit nicht hätten geklärt werden können. „Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler“, sagte die Kanzlerin und bat „alle Bürgerinnen und Bürger dafür um Verzeihung“.

Die weiteren am Montag beschlossenen Regelungen sollen dagegen bestehen bleiben. Damit bleibt es bei der Bitte von Bund und Ländern an die Adresse der Religionsgemeinschaften, auf Präsenzveranstaltungen zu verzichten. Erste Statements der Kirchen lassen jedoch erwarten, dass es – mit lokalen Unterschieden – Präsenzgottesdienste geben wird.

7 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Wann kommen diese Politiker endlich auf die Idee, vor einer Sitzung für Weisheit und Erkenntnis zu beten. Bittet den Schöpfer darum!!! Es steht so viel auf dem Spiel.

    • Wir leben in einer komplizierten Welt

      Wir leben in einer komplizierten Welt, in der es für schwierige Probleme leider keine einfachen Lösungen gibt. Ebenso gibt es zu viele Köche, die den Brei kochen. Nach der Krise wird es dringend notwendig, sowohl ein zentrales Krisenmanagement zu schaffen als auch darauf ausgerichtete Gesetze für solche Notstände. Wie man dies im Benehmen mit den Ländern regeln kann dürfte eine Herkulesaufgabe sein. Jedenfalls das Gebet für die Weisheit und richtige Erkenntnis ist immer richtig, aber auch den Verstand zu benutzen, der auch ein Geschenk des Schöpfers ist. Die Absicht stiller Tage, um die Welle zu bremsen, war grundsätzlich richtig. Aber was richtig ist muss nicht einfach sein und was schwierig ist scheitert leider oft entweder an der Bürokratie und/oder den rechtlichen Vorgaben. Leider ist Frau Merkel kein weiblicher Häuptling, der einfach etwas anordnen kann und die Opposition hat die Aufgabe, die Regierung zu kriitisieren .Dies allerdings erfreut das Virus. Sein Lebenssinn besteht darin, sich zu vermehren. Schade ist, dass diese schlimmste aller Krisen in den Wahlkampf geraten ist, hoffentlich nicht bis zum bitteren Ende. Wenn morgen die Welt untergeht, werden die Politiker noch darüber streiten, in welche Zuständigkeit dies fällt.

  2. Sehr vernünftig, Frau Bundeskanzlerin, nur das ständige Hüh und Hott nervt. Ich finde sowieso, statt immer die Bürger zu belasten, sollten die Politiker, allen voran der Gesundheitsminister, endlich ihre Hausaufgaben machen und dafür sorgen, daß genügend Impfstoff zur Verfügung steht, damit die Impfungen endlich im grossen Stil durchgeführt werden können. So könnten die Infektionszahlen auch gesenkt werden.

  3. Warum was das „ein Fehler“ (vor 3 Tagen eine Osterruhe zu verordnen)? Warum müssen Gründonnerstag und Karsamstag jetzt wieder für „Wir steigern das Bruttosozialprodukt“ genutzt werden, anstatt an diese beiden stillen kirchlichen Feiertagen (Gründonnerstag letztes Abendmahl & Gethsemanae) sowie an Karsamstag (Grablegung) sich ohne Arbeitsstress mal auf „die wahrhaftige Auferstehung am Ostersonntagmorgen“ vorbereiten zu können? Und für alle diejenigen zu beten, die tagtäglich Menschenleben vor der Pandemie retten, wegen ihres notwendinge Schichtbetriebs nicht „so einfach Osterurlaub machen können“ und dabei ihr eigenes Leben riskieren. Statistiker werden uns errechnen, wieviele Menschenleben wir durch die Osterruhe hätten retten können, aber das interessiert dann wohl keinen mehr?

  4. Sehr geehrte Bundeskanzlerin.
    alle Achtung,das Sie ihren Fehler eingestehen und dazu stehen und sich bei uns entschuldigt haben.Das schaffen viele Menschen nichtmal in den kleinen Bereichen.Da habe ich Respekt vor auch wenn ich nicht alles gut finde,was sie in der Politik gemacht haben.Lassem Sie sich nicht unterkriegen und für die Zeit nach ihrem Amt wünsche ich Ihnen Gottes Segen und eine schöne Zeit mit ihrem Mann und Familie

    mit freundlichen Grüßen
    Martina Brötje.

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