Viele christliche Singles sehnen sich nach einem Partner. Eine Singlebörsen-Expertin erklärt, warum es ohne Mut nicht geht und für wen die Online-Suche hilfreich sein kann.

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Von Simone van der Beek-Rösch

Das Thema dauerhafte, intime, realistische Beziehung ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Denn es geht ja nicht nur darum, einen passenden Partner zu finden. Die Scheidungsraten sind hoch und auch immer mehr christliche Ehen scheitern. Und das, obwohl wissenschaftliche Studien ergeben, dass dauerhafte Beziehungen sowohl einen positiven Effekt auf die individuelle als auch die gesellschaftliche Gesundheit haben. Genauso profitieren Kinder von stabilen und gesunden Beziehungen für ihren weiteren Lebensweg und ihre Gesundheit:

„Studien zu intimen Mann-Frau-Beziehungen in der westlichen Welt haben ergeben, dass gute Beziehungen, in denen man zufrieden ist, einen positiven Einfluss auf die Gesundheit, auf den Lebensstil, die Lebenserwartung, das Selbstbild, das Selbstvertrauen, das Glücksgefühl und das persönliche Wachstum von beiden Partnern haben.“
(„Het geheim van duurzame Relaties“, Gert Jan Kloens und Grethe van Duijn)

Wohin mit den Fragen nach Liebe, Beziehung und Sex?

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Christ – und noch Single? Wenn wir uns im Jahr 2020 als Single auf die (Online-)Suche nach einem Partner machen, gibt es zahlreiche Hürden. Viele erleben sich in ihrem Singledasein als sehr verletzlich. Doch in den Medien und sozialen Netzwerken wird uns ein anderes Bild gezeigt: Singles sind glücklich.

In der Realität allerdings kämpfen viele Singles mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen: Sie suchen ihren Platz in der Gemeinde und Gesellschaft. Auch Einsamkeit im Alltag ist ein großes Thema unter Singles – alleinstehende Christen wissen oft nicht, an wen sie sich mit ihren Fragen rund um Partnersuche, Liebe, Beziehungen und Sex wenden sollen.

Die Vorstellung, dass Gott für mich den perfekten Partner bereithält, ist für christliche Singles nicht untypisch. Aber mal ehrlich: Wer von uns ist denn schon perfekt? Und wie findet man seinen Traumpartner, wenn man sich nicht zufällig über den Weg läuft und allmählich kennenlernt?

Mut zur Begegnung fassen

Ironischerweise leben wir in einer Gesellschaft, die uns tausende Möglichkeiten bietet. Das macht es vielen schwer, sich festzulegen. Die Angst, etwas zu verpassen, ist immer gegenwärtig. Diese „Fear of Missing out“ (FOMO) kann unbewusst lähmen, sich für einen Partner zu entscheiden. Was, wenn es einen Partner gibt, der noch besser zu mir passt?

So wird es herausfordernd, sich überhaupt auf jemanden einzulassen, jemanden besser kennenzulernen und offen für neue Kontakte zu sein. Das Verlangen nach einer Beziehung ist gut und gesund; es wurde von Gott in den Menschen hineingelegt. Liebe kann gedeihen, wenn man offen für seinen Nächsten ist. Liebe kann gedeihen, wenn man sich auf einen Menschen einlässt und sich für einen Menschen entscheidet. Dazu braucht es Mut – auch Mut zu Begegnungen. Jeder Mensch hat Schwächen, die ihn unsicher sein lassen. Doch gerade an unseren Schwachstellen und in der Verletzlichkeit kann Liebe wachsen.

Viele Beziehungen beginnen ohne Schmetterlinge im Bauch

Dating-Plattformen sind eine zusätzliche Chance, Menschen aus anderen christlichen Kreisen kennenzulernen und so den Partner fürs Leben zu treffen. Hier lernen sich Singles kennen, die sich im Alltag sonst nicht über den Weg gelaufen wären.

Die Herausforderung ist allerdings online wie offline dieselbe: Man muss seine Partnersuche aktiv gestalten. Das kann für manche Menschen online einfacher sein. Singles, denen es schwerfällt, auf neue Personen persönlich zuzugehen, können durch schriftliche Nachrichten Kontakt aufnehmen.

Bei der Online-Partnersuche lernt man sich erst online und dann offline kennen. Auch durch einen reinen Online-Kontakt kann man sich verlieben. Doch für eine ernstzunehmende Beziehung muss man sich schon im echten Leben treffen und aus seiner Komfortzone treten.
Jede Beziehung ‒ ob man nun online oder „offline”“sucht ‒ fängt mit der ersten persönlichen Begegnung an. Ein „erstes Date“ ist nicht mehr als ein Treffen aus Neugier, bei dem man sich kennenlernt, zum Beispiel bei einer Tasse Kaffee. Man muss noch nicht beurteilen, ob man mit dieser Person alt werden möchte.

Wichtig bei einem ersten Treffen ist es, herauszufinden, ob es genügend Gemeinsamkeiten gibt und ob ein zweites Treffen miteinander vorstellbar ist. Dabei helfen einige ganz einfache Leitfragen:

  • Geht die andere Person respektvoll mit mir um?
  • Könnte ich mir mit dieser mit Person eine Freundschaft vorstellen?
  • Haben wir gemeinsame Interessen und Überzeugungen?

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn bei einem ersten Date kein Funke überspringt. Hier ist es wichtig, in weitere Begegnungen zu investieren. Viele glückliche Beziehungen beginnen freundschaftlich – ohne Schmetterlinge im Bauch.

Christliche Singlebörsen (Auswahl):

www.christ-sucht-christ.de
www.funkyfish.de
www.himmlisch-plaudern.de
www.christliche-partnervermittlung-samaria.de
www.chringles.de
www.christliche-partner-suche.de
www.cpdienst.com
www.cxsingle.com
www.feuerflamme.de


Aufatmen Cover 2_20Simone van der Beek-Rösch ist Community-Managerin der christlichen Partnersuche Funkyfish.de. Sie lebt mit ihrem niederländischen Mann und ihren drei Kindern in Amsterdam.

Dieser Artikel ist ein gekürzter Auszug aus einem Gastbeitrag für die Zeitschrift AufAtmen, die wie Jesus.de zum SCM Bundes-Verlag gehört.

 

 

 

3 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Ich habe unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Himmisch-Plaudern.de und Christliche-Partnersuche.de sind bis auf das Design gleich. D. h. Forenbeiträge und Chat sind gleich. Wer bei der einen Seite angemeldet ist kann über die andere auch gefunden werden. Christ-Sucht-Christ habe ich mich wieder abgemeldet, da es Männer benachteiligt von denen Geld verlangt wird. Himmlisch-Plaudern bzw. Christliche Partnersuche sind komplett kostenlos und werbefinanziert. Möchte man keine Pop-Ups gibt es die Möglichkeit durch einen Beitragszahlung die Werbung auszublenden. Ich habe den Eindruck es ist schwer darüber jemand zu finden.

  2. Von fünf christlichen Freundinnen,
    die sich schon seit Kindertagen bzw Teeniezeiten kennen, bin ich die einzige, die ihren Mann NICHT über christliche Datingseiten gefunden hat…
    Also nur Mut, allen Singles!

  3. Es gehört nicht zum schlechten Ton, als Christ (*Hilfe – keiner liebt mich*), eine solche Seite in Anspruch zu nehmen. Auch wir Christen sind Menschen 🙂

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