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Die Deutsche Evangelische Allianz will an ihrer Ausrichtung als konservative Bibel- und Glaubensbewegung festhalten. Die traditionelle Struktur der Veranstaltungen mit der Einheit von Lied, Wort und Gebet passe auch ins 21. Jahrhundert, sagte der Vorsitzende der Allianz, Präses Michael Diener.

Der Thüringer Kurort Bad Blankenburg ist derzeit Tagungsort der 117. Jahreskonferenz der Allianz. Diese sei „nicht gerade ein Zeichen postmoderner Innovation“, räumte Diener ein. Die große Resonanz zeige jedoch, dass diese Veranstaltungsform von den Teilnehmern akzeptiert werde. In der konventionellen Art des Jahrestreffens in einer Gemeinschaft der Generationen sähen offenbar viele eine Möglichkeit, die Individualisierung der modernen Gesellschaft zu überwinden. Allerdings dürfe sich die Allianzkonferenz durch ihre traditionelle Struktur von modernen Trends nicht abhängen lassen, fügte Diener hinzu.

Direktor Thomas Günzel vom gastgebenden Allianzhaus sagte, das jährliche Treffen in Bad Blankenburg sei eine „Schwarzbrotkonferenz“, bei der Bibel und Gebet „in der Mitte stehen“. Durch die Konferenz und das Rahmenprogramm mit unterschiedlichsten kulturellen Angeboten solle der Mensch mit allen Sinnen angesprochen werden.

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Themen der Tagung sind unter anderem die Eurokrise, die Situation im Nahen Osten und in Afrika sowie „Hoffnung auf eine gerechtere Welt“. Außerdem stehen die kirchliche Jugendarbeit vor dem Hintergrund sozialer Medien, der Umgang mit psychischen Krankheiten und Fragen von Partnerschaft und Sexualität auf dem Programm. Am Sonntag wird der Vorsitzende der Unions-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), einen Vortrag zum Thema „Als Christ in der Arbeitswelt“ halten.

Die Konferenzen im Gründungsort der Deutschen Evangelischen Allianz gehören zu den am stärksten besuchten kirchlichen Veranstaltungen in Ostdeutschland. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer ist jünger als 25 Jahre. Über drei Viertel kommen aus den ostdeutschen Bundesländern.