Die Infektionszahlen steigen wieder – und damit die Forderungen nach stärkeren Einschränkungen. Da kommt die digitale Schulungswelle der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zum passenden Zeitpunkt.

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Gleich drei kostenlose digitale Veranstaltungen will die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau diesen Herbst veranstalten. Wobei „digital“ hier im doppelten Sinne zu verstehen ist: Nicht nur finden die Events online statt, auch sollen sie Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Ehrenamtliche im Umgang mit den virtuellen Möglichkeiten schulen.

Den Beginn macht am 29. September das „BarcampBildungDigital“. „Nicht erst die Coronakrise hat die Pädagogik verändert. Alle, die sich in der Bildung engagieren, müssen sich auf neue Lernwelten einstellen“, heißt es in der Ankündigung. Dafür wolle das Treffen vornehmlich für die kirchliche Praxis Lösungen suchen. Das Besondere am Barcamp: Die Teilnehmenden bestimmen selbst, in welche Richtung das Thema behandelt werden soll. In jeweils 45-minütigen Sitzungen geben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Erfahrungen weiter, probieren Ideen aus und stellen Fragen.

Über 24 Workshops

Weiter geht es mit dem Barcamp „social Media + evangelium“ am 23. Oktober. Das richtet sich vor allem an Pfarrerinnen und Pfarrer. Sie sollen darin geschult werden, moderne Netzwerke wie Instagram, Facebook, Twitter und Co. besser zu nutzen. Unter anderem werden Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), und Kirchenpräsident Volker Jung dabei sein. Bereits am Vorabend zum Camp gibt es ein digitales Get-Together.

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Der virtuelle Höhepunkt folgt dann am 14. November mit dem „Digitaltag“. Er richtet sich nach Angaben der Kirche an alle haupt- und ehrenamtlichen Digital-Interessierten der Kirche. Mehr als 24 Workshops zu Themen wie digitale Gottesdienste, Soziale Medien in der Gemeindearbeit und die Arbeit mit Apps im Unterricht für Konfirmandinnen und Konfirmanden sollen angeboten werden. Die Teilnehmenden sollen sich vernetzen können, Informationen zu den aktuellen Möglichkeiten erhalten und neue Anregungen an die Hand bekommen. (nate)

2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Krise ist Chance kirchlicher Erneuerung

    Die Coronazeit hat uns immerhin ermöglicht, als Christinnen/Christen bzw. Kirche vieles im Netz überraschend gut durchzuführen, was man vorher wahrscheinlich für unwahrscheinlich gehalten hätte: Wunderschöne liebevoll vorbereitete Gottesdienste, Videokonferenzen, Musik Gesang und Chöre usw. In der Krise tritt oft auch das Positive zutage. Die Segnungen der Technik haben also etwas sehr positives. Meine Bedenken gegen den Ersatz der ganz normalen Gottesdienste durch Angebote im Netz muss ich insoweit zurücknehmen, weil die Menschen doch eine große Sehnsucht danach haben, wieder in der Präsensgemeinde gemeinschaftlich zu singen, Gottesdienst zu feiern und das Abendmahl zu halten. Jetzt fehlt es nur noch an dem großen Wunder, daß die Normalzeiten überhaupt und wenn möglich bald eintreten.

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