Trauer, Anteilnahme, Mitgefühl, Kerzen, Teelichter, anzünden, Licht
Symbolild: Pixabay
Am Mittwoch tötete ein 43-jähriger Mann mit fremdenfeindlichen Motiven in Hanau neun Menschen mit Migrationshintergrund. Wolfgang Stremel ist seit 2012 Pastor der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) vor Ort, deren Gemeindehaus in unmittelbarer Nähe zweier der Tatorte liegt. Er ist fassungslos.
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Rund 40 Prozent der Einwohner hätten ausländische Wurzeln, sagt Stremel. Er selbst habe Hanau immer als einen Ort erlebt, der Fremde bereitwillig aufgenommen habe. Auch die Freie evangelische Gemeinde werde von vielen Gästen aus unterschiedlichen Ländern besucht. „Wir sind erschüttert und haben so einen Anschlag in Hanau nicht für möglich gehalten“, unterstreicht er. In seiner Kirchengemeinde hätten zahlreiche Asylsuchende und Flüchtlinge ein Zuhause gefunden. Sie seien durch den Anschlag und das offen zutage tretende fremdenfeindliche Klima verunsichert und verängstigt.

Zahlreiche evangelische und katholische Kirchen in Hanau hatten nach dem Anschlag ihre Türen geöffnet. Seelsorgeteams standen für Gespräche und Gebet zur Verfügung. Darüber hinaus boten auch Schulpfarrer in den Schulen seelsorgerliche Begleitung an. Pastor Wolfgang Stremel und FeG-Präses Ansgar Hörsting rufen alle FeG-Gemeinden sowie andere christliche Kirchen zur Gebetsunterstützung auf. Ihre Bitte ist, dass Gott den Angehörigen der Opfer Trost schenkt und Menschen unterschiedlicher Herkunft in Kirchen und Gemeinden Schutz und Geborgenheit finden sowie dem fremdenfeindlichen Gebaren Einhalt geboten wird.

Der Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK) in Hanau lädt am heutigen Freitag um 18 Uhr zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in die Räume der FeG in der Weimarer Straße 35 ein. Darin sollen das Gedenken an die Opfer, das Gebet für die Angehörigen und die Stadt Hanau im Mittelpunkt stehen.

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